Worüber streitet ihr euch eigentlich?
Die Gesetzeslage ist - zumindest in Ba-Wü - eindeutig:
Vorsitzende(r) der Klassenpflegschaftsversammlung ist der/die gewählte Elternvertreter(in).
2.Vorsitzender) und Stellvertreter ist der Klassenlehrer (übrigens laut Verordnung NICHT der gewählte Stellvertreter - hier herrscht leichtes Bezeichnungschaos....!)
BEIDE legen gemeinsam in enger Abstimmung die Tagesordnung fest und führen durch die Veranstaltung. Der Klassenlehrer hat - in Vertretung des Schulleiters - das Hausrecht.
Im Regelfall läuft das alles recht harmonisch und nach festem Ritual ab: Klassenlehrer informiert Elternvertreter über den geplanten Elternabend und die Themen, Elternvertreter steuert seinen Kommentar bei oder lässt es bleiben. Elternvertreter schreibt die Einladung oder lässt dies von seinem Stellvertreter
erledigen. Elternvertreter begrüßt und eröffnet die Veranstaltung, Klassenlehrer berichtet und hakt die TOP's ab.
Sollte die Veranstaltung - was in meiner langjährigen Arbeit aber noch nie vorkam - "aus dem Ruder laufen" und in eine Beschimpfung von Kollegen oder Eltern ausarten, kann der Klassenlehrer jederzeit vom Hausrecht Gebrauch machen und die Veranstaltung beenden.
Aber - wie erwähnt - in der Regel läuft das Ganze als freundliche Veranstaltung unter zivilisierten Erwachsenen ab.
Um zur Ausgangsfrage zurück zu kommen:
Habt ihr noch nette Vorschläge, wie man die - doch manchmal etwas dröge - Veranstaltung auflockern kann?
Ich habe die letzten Male jeweils Powerpoint-Infovorträge zu den neuen Bildungsplänen, zu Möglichkeiten schulischer Ausbildung nach der Hauptschule und zur Gewaltprävention gehalten, damit die Eltern mit etwas Informationszugewinn nach Hause gehen - aber fände etwas Abwechslung nicht schlecht.....
Enja:
Eines ist eine Klassenpflegschaftssitzung jedoch mit Sicherheit nicht: Eine Bühne für "pädagogisch gebildete Fachkräfte" aus der Elternschaft, die sich das Thema für ihren Auftritt aussuchen dürfen....