Von der Dimension ist das dennoch ein kleiner Unterschied. Ich habe an Fasching noch nie erlebt, dass Frauen von 20-30 Männern umzingelt und aufs übelste begrapscht werden. Und das nicht nur 1x, sondern den ganzen Abend lang bei hunderten Frauen.
Etwas Mathe-Nachhilfe gefällig? Bei "20-30 Männern pro Frau mal hunderte Frauen" gehst du von mindestens 2000-3000 Tätern aus. Die Medien berichten jedoch von maximal 1000 Menschen auf dem Platz.
Deine Übertreibung ist typisch für den ganzen Rabatz, der hier betrieben wird.
Oder gehst du davon aus, dass es 20-30 Täter gab, die herumgezogen sind?
"Die Kölner Polizei hat mehr als 20 mutmaßliche Täter identifiziert, gegen die sie ermittelt."
Dann müsste man die Polizei ja loben.
Ich will die Vorfälle nicht beschönigen. Aber: Back to Teppich, please.
Köln war schon immer ein heißes Pflaster, das gewaltige Probleme mit Taschendiebstählen hat - wie dieser Artikel vom letzten Jahr zeigt:
ZitatAlles anzeigenKöln ist Hauptstadt der Taschendiebe
Köln.
Noch nie wurden in Köln so viele Taschendiebstähle angezeigt wie im vergangenen Jahr. Ein Anstieg um 24 Prozent sorgte für einen Rekordwert von 14 059 Taten. Auch Drogendelikte und Verstöße gegen das Ausländerrecht trugen dazu bei, dass die Zahl der Straftaten voriges Jahr insgesamt in der Stadt auf 157 113 (+2,2%) stieg.
In Nordrhein-Westfalen bleibt Köln damit die Stadt mit den meisten Straftaten. Weil die Region „Tummelplatz für Kriminelle“ bleibe, forderte der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) mehr Personal für die Kriminalpolizei.Taschendiebstahl
Während vor einigen Jahren noch Täter aus den Balkanstaaten die Polizei vor Probleme stellte, sind es nach Kenntnissen der Ermittler heute vor allem Diebe aus Nordafrika. Als bundesweit einzige Stadt verfügt Köln über ein eigenes Kommissariat zur Bekämpfung des Taschendiebstahls, hier arbeiten 40 Beamte der Landes- und Bundespolizei. Mit 931 festgenommenen Tätern wurde ebenfalls ein Spitzenwert erreicht. Laut Polizei sind 62 Prozent der Diebe „mobil“.
„Es handelt sich um ein europaweites Problem, wir stehen in engem Kontakt zu Europol sowie den Behörden in Wien und Prag “, sagte Polizeipräsident Wolfgang Albers. Das Ansehen Kölns als Eventstadt stehe auf dem Spiel, denn 35 Prozent der Taten seien an Karneval und in der Adventszeit verübt worden. Abgesehen haben es die Täter vor allem auf Smartphones, 3000 wurden bei Taschendiebstählen entwendet, 9500 insgesamt. „Wir benötigen die Unterstützung der Industrie“, mahnte Albers, denn durch eine „Kill-Switch-Funktion“ ließen sich Handys nach dem Diebstahl für die Täter unbrauchbar machen.