Ich fände eine Flexibilisierung im Bereich der schriftlichen Leistungsüberprüfung ebenfalls wünschenswert. Das muss ja nicht bedeuten, dass man am Ende die 5 setzt mit der Begründung dass das ja meine Entscheidung sei. Transparenz ist doch auch in alternativen Systemen möglich, z.B. indem ich ankündige, dass (zum Beispiel) ich über das Halbjahr verteilt 5 unangekündigte Tests jeweils über den Stoff der letzten 4 Unterrichtsstunden schreibe.
Die Option "Test statt Klassenarbeit" finde ich, wie man daraus schon lesen kann, insbesondere aufgrund eines Unterschiedes zwischen Test und KA überlegenswert: Tests müssen nicht zwingend angekündigt werden. Ich habe nicht mehr im Kopf den Stoff von wie vielen Unterrichtsstunden ich damit abprüfen darf, aber das ließe sich ja, wenn es relevant würde, schnell nachschlagen. Regelmäßige, unangekündigte Tests halte ich für viel sinnvoller als eine große Klassenarbeit zur Leistungsüberprüfung, weil die Schüler so (wenn sie Erfolg haben wollen) "gezwungen" (oder etwas pädagogischer: "motivierter") sind konstanter zu lernen. Und ich denke, dass was für Vokabeln gilt, auch für andere Lernbereiche gilt, nämlich dass das Einmalige Hau-Ruck-Lernen/ Bulimielernen für den langfristigen Lernertrag weniger wertvoll ist als konstantes, wiederholendes Lernen in kleineren Häppchen.
Warum ich dann nicht auch jetzt schon solche Tests schreibe? a) mache ich schon im Falle von Vokabeln, b) mehr schaffe ich nicht mehr ohne Entlastung.