Beiträge von Midnatsol

    Ich bin in einer ähnlichen Situation, lorilulo. Ich habe eine 8. Klasse übernommen und auch Bammel, die "großen Schuhe" meiner Vorgängerin nicht richtig füllen zu können, zumal eine Mittelstufenklasse ja nicht immer ganz pflegeleicht sein muss. Aber sich Sorgen nutzt nichts, ich mache alles so gut ich kann, und was nicht klappt, das lerne ich dann eben. Meinen Schülern sage ich doch auch immer, dass Fehler zum Lernprozess dazugehören, und dass man am Anfang nicht immer alles perfekt beherrscht! Also erlaube ich auch mir selbst Fehler. Um aber dennoch so gut es geht zu arbeiten habe ich 2 Klassenlehrer anderer achter Klassen gebeten, mich auf dem Laufenden zu halten: Worum muss ich mich kümmern? Welche Termine stehen an? Welche Unterschriften muss ich einsammeln? Klappt bisher ganz gut (z.B. Ansage vom Anfang dieser Woche: "Lass von den Hauptfachlehrern vor den Ferien unbedingt noch die Klassenarbeitsnoten eintragen, sonst rennst du dich im Januar dumm und dusselig!").

    Hm, es gibt heute sowas wie WhatsApp....

    Hätte ich tatsächlich, bei meinem Kollegen hingegen meine ich mal ein Klapphandy mit großen Tasten gesehen zu haben ;)

    Und klar: Wenn er Whatsapp hätte, wäre das leicht zu klären gewesen, aber verlangen würde ich eine Nachricht von ihm trotzdem nicht, ist schließlich seine Privatangelegenheit ob er sein privates Handy für sowas nutzen will. Außerdem hätte es auch nur genutzt, wäre die Nachricht vor der ersten Stunde bei mir eingetrudelt, ich schaue im Verlauf des Schultages nämlich nur sehr unregelmäßig auf mein Handy - habe da irgendwie meist genug anderes zu tun, als meine Nachrichten zu checken.

    Danke schon für diese Antwort, das ist ja spannend. Darauf werde ich die Vertretungsplaner noch einmal ansprechen! Sie haben mir nämlich obige Auskunft gegeben. Es geht war ohnehin nur noch um die Zeit bis Februar (also netto knappe 4 Wochen), aber auch in denen ließe sich so ja noch Ärger wie der nun bestehende ersparen.

    Nachtrag: Wo du gerade von Referendaren etc. sprichst fällt mir ein, dass mein Status vermutlich auch von Bedeutung für diese Frage ist: Ich bin auf Probe verbeamtet, 2 der Minusstunden habe ich aber zu einer Zeit gesammelt, in der ich noch (fest) angestellt war.

    Hallo,

    ich habe eine Frage zu Minusstunden in NRW, die tresselt mir leider nicht beantworten konnte: Ich bin in mehreren Stunden in der Woche im Teamteaching eingesetzt. Mein Teampartner und ich haben also beide die betreffenden Stunden fest im Stundenplan und Deputat stehen. Nun war in den vergangenen Wochen mehrfach einer meiner Teampartner krank. Weil im Stunden- bzw. Vertretungsplanprogramm wohl immer nur eine Lehrkraft eingetragen werden kann, sind Stunden, für die dort mein Partner eingetragen war, dann mehrfach entfallen. Wenn ich mitbekommen habe, dass mein Partner krank war, habe ich den Entfall korrigieren und mich als Vertretung eintragen lassen, 4x habe ich aber von der Krankheit meines Kollegen erst dadurch erfahren, dass ich in einem leeren Klassenraum stand. Theoretisch hätte es mir auffallen können, da der Entfall auf dem Vertretungsplan stand - aber ja nicht bei meinem Kürzel, sondern dem des Kollegen bzw. der Klasse, aber ich schaue ja nicht jeden Tag ob für die Klassen, die ich unterrichte, oder Parallelkollegen irgendwelche Stunden entfallen.

    Nun wurde ich heute darüber informiert, dass ich für die Stunden, die so entfallen sind, Minusstunden eingetragen bekomme. Ich finde das unmöglich, denn ich war da und hatte Stunden vorbereitet, nur hat leider der Vertretungsplaner meine Schüler nach Hause geschickt. Das ist aber doch nicht meine Schuld!? Muss ich diese Kröte schlucken?

    Ich bin nicht von der Grundschule, habe aber schon 2x Elternsprechtage gehabt, nachdem ich eine eine, einmal 2 Wochen an der Schule war.

    Mein Vorschlag wäre 5 Minuten Gesprächszeit pro "Schüler" anzusetzen. Du könntest dann das, was du zu den Kindern schon sagen kannst darstellen (vllt. kann dir deine Vorgängerin eine Notenübersicht der Klasse geben!?), immer mit dem Vermerk, dass du aufgrund der Kürze der Zeit noch nichts detailliertes sagen kannst. So bietest du den Eltern zudem die Möglichkeit, dich einfach mal kennenzulernen, was ja ein häufiger Grund für Besuche am EST ist, und du kannst ihnen kurz was zu deinen Zielen/Verfahrensweisen im Unterricht erzählen. Dafür reichen meiner Erfahrung nach 5 Minuten locker aus!

    Das ist mir ein Rätsel. Meine Schule hat von mir nie irgendwelche Originaldokumente gesehen, das zweite Staatsexamenszeugnis hat sie sogar nicht einmal in Kopie zu Gesicht bekommen (war zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht in meinem Besitz). Vom 2. StEx hat sogar der Bezirksregierung eine normale Kopie des 2. StEx gereicht, die ich per Mail an meinen Sachbearbeiter geschickt habe...

    Nach Kant nicht, aber die Einstellung müssen die Schüler ja nicht teilen. Bei der Urteilsbildung werden sie keine extreme Position beziehen, sondern abwägend begründen, wann Lügen akzeptabel sind (nämlich wenn es Notlügen sind -> nähere Bestimmung von "Notlüge" wichtig: Welche Situationen stellen eine solche "Not" dar, dass eine Lüge gerechtfertigt ist? War der anfangs geschilderte Fall eine solche Situation?).
    Falls dir eine Kreisstruktur wie gerade skizziert zusagt (am Ende, wenn "Notlüge" näher beschrieben wurde nochmal auf das Beispiel zurückkomme und eine begründete Neueinschätzung vornehmen) fände ich übrigens ein etwas anderes Eingangsbeispiel nett, nämlich eines, bei dem man wirklich über die Legitimität der Lüge diskutieren kann. Z.B. ob Hans Peters Lüge, er habe die für ihn schlecht ausgefallene Mathearbeit noch nicht zurückbekommen, unterstützen darf, wenn davon abhängt, ob Peter heute Abend auf die phänomenale Geburtstagsfeier seines besten Kumpels/das Konzert der Lieblingsband/... gehen darf. Das ist aber kein Muss, falls das ein UB ist schmeiß nicht alles wieder um, mit deiner Geschichte lässt sich auch arbeiten - sie macht das Stundenergebnis etwas vorhersehbarer, was aber ja für einen UB mehr Sicherheit bietet und somit nicht unbedingt schlecht ist.

    Du könntest die Geschichte vom jungen Hirten erzählen (sehr kurze Fassung siehe hier, ich würde sie natürlich etwas ausschmücken und als echte Geschichte erzählen, damit sie auch spannend ist). Über die Moral der Geschichte kommt man dazu, dass mit dem Lügen ein Vertrauensverlust einhergeht, der dann künftige Kommunikation schwer beeinträchtigen kann (und in der Geschichte schlimme Folgen hat). So wird der "Wert" der Wahrhaftigkeit deutlich. Schlaue Schüler könnten anmerken, dass die Situation in der Geschichte ja anders ist - dort lügt er quasi grundlos, in der Notsituation hingegen bezwecke ich etwas wirklich gutes. Aber das wäre ja nicht "schlimm" sondern (je nachdem wo du hin möchtest) ein spannendes Unterrichtgespräch, das zu einem Stundenergebnis führt.

    Achtung: Wenn das eine UB-Stunde oder so sein soll, musst du nochmal genau überlegen, wie du das rechtfertigen kannst, denn die Geschichte führt natürlich zu einer konsequentialistischen Argumentation (Kommunikation wird unmöglich, schlimme Folgen); das ist natürlich nicht wirklich in Kants Sinne, sondern eine extrem starke Vereinfachung. Ich halte das für eine Klasse 6 für in Ordnung (didaktische Reduktion, führt oft zu Verfälschungen), denn Kants vernunftbasiertes ethisches System, das du um sauber zu arbeiten im Hintergrund brauchst, kannst du denen nicht vermitteln. Das ist ja selbst in der Oberstufe schwierig. Aber man könnte dir hier einen fachlichen Fehler (zumindest eine Verfälschung von Kant) unterstellen.

    Andere Idee: Wenn die meisten SuS, wie von dir antizipiert, für den Freund aus der Geschichte lügen würden, erzählst du die Geschichte weiter: Wie sich herausstellt, hat die Lüge für den Freund leider eine ganz doofe Konsequenz (die Lüge fliegt auf und es passiert X [er darf Y nicht mehr, weil die Eltern ihm nicht mehr glauben oder so, denk dir was aus). Hätten sie die Wahrheit gesagt, wäre das vermieden worden. Die SuS merken: Ups, das Lügen selbst hat Folgen, die ich nicht bedacht habe, die Wahrheit wäre doch besser gewesen. Wieder bist du beim Vertrauensverlust angekommen. Selbes fachliches Problem wie oben.

    Noch eine Idee: Schon im Stundeneinstieg irgendwie sammeln, was die SuS mehr schätzen - jemanden, der die Wahrheit sagt oder einen Lügner (visuell festhalten, per Klebepunkten oder Abstimmungsergebnis auf Plakat festhalten; das Plakat dann erstmal "verschwinden" lassen). Dann deine Geschichte, die SuS entscheiden sich für die Lüge. Kant reingeben, sie buhen ihn aus, du verweist auf ihre eingangs geäußerte Ansicht, dass Wahrhaftigkeit besser ist als Lügen (Plakat wieder hervorholen). Du stellst 1-2 Fragen, die Kants Position (und die der SuS vom Anfang) stärken. Jetzt bist du beim Punkt "EIGENTLICH ist Wahrhaftigkeit besser, aber..." -> Dann sollen sie selbst überlegen, wann/weshalb Lügen in Ordnung sind (-> Unterschied Lüge - Notlüge).

    Ist mir auch schon passiert - im Referendariat. Habe dem Lösungszettel der Vorschläge für die Leistungsmessung geglaubt, und der war an einer Stelle falsch. Ist den SuS direkt bei der Rückgabe der KA aufgefallen, ich habe direkt in der Stunde nachkorrigiert und wo nötig die Noten angepasst. Kein Drama, wenn du das ruhig durchziehst, bleiben auch die Schüler und Eltern ruhig, kann ja passieren. Mein Rat: Mach eine kurze Ansage à la "Ich hatte einen Fehler auf meiner Musterlösung, X ist das aufgefallen, jetzt möchte ich nochmal prüfen, ob ich noch jemandem eine richtige Lösung als falsch angestrichen habe, denn dann möche ich den Fehler natürlich korrigieren. Also bitte die Arbeitshefte nochmal mitbringen." Sie werden sich freuen, wenn sie mehr Punkte bekommen, ansonsten passiert nichts.

    Ja, in NRW hältst du 9 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht (ohne Lehrer hinten drin) und 5 Stunden Ausbildungsunterricht. Bei mir war es immer mehr (meist 1-2 Stunden zusätzlich Ausbildungsunterricht), weil ich nur so alle Stunden in den Kursen des Ausbildungsunterrichts unterrichten konnte. Und natürlich noch 6 Stunden Seminar.
    Ich hatte nebenher definitiv noch 4 Stunden Freizeit die Woche - bzw. mehr! Wann du dir wie viel Freizeit gönnst, entscheidest du selbst (außerhalb des Stundenplans natürlich), das ist ja einer der schönen Aspekte des Lehrerberufs! Machbar ist es meiner Erfahrung nach jedenfalls. Du erstellst dir deinen eigenen Arbeits-/Freizeitplan und setzt die Prioritäten; wenn dieses Hobby eine deiner Prioritäten ist, dann zieh es durch. Ein Ausgleich ist gut und wichtig! Ob es immer donnerstags 4 Stunden geht, können wir von außen nicht sagen, mach deine eigenen Erfahrungen. Viel Spaß im Ref :)

    Um den Thread einfach mal verständlich zu halten das woran ich mich erinnern kann: Die TE kam gerade aus der Elternzeit und hat Teilzeit mit 20 Stunden beantragt und genehmigt bekommen. Ihre Schulleitung hat ihr aber nur 8 Stunden fest in den Stundenplan gesetzt, sodass sie von Anfang an unheimlich viele Minusstunden einkassiert hat, die sie nun durch Vertretungen abarbeiten soll. Das passt ihr nicht, weil sie die Teilzeit natürlich gewählt hat um weniger belastet zu sein. Sie wollte wissen, ob ihre Schulleitung das Recht hat ihr bei einer 20-Std-Stelle einfach nur 8 Stunden zu geben und sie so zu zwingen, Minusstunden zu sammeln (bzw. ob das überhaupt Minusstunden sind).

    Hallo, die online LEO-Bewerbung selbst geht an die Bezirksregierung, eine wirkliche Bewerbungsmappe mit Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen etc. schickst du nur an die jeweilige(n) Schule(n). Die Bezirksregierung hat bis auf das Anschreiben (das sie sicher herzlich wenig interessieren würde) all diese Daten ja schon selbst.

    Wenn du schon lange überlegst, solltest du auch schon lange Zeit gehabt haben, einfach mal "Grundschullehrer Gehalt NRW" oder "Grundschullehrer Besoldung NRW" zu googeln. Lehrergehälter sind kein Geheimnis und binnen 2 Minuten herauszufinden (und sogar per Gehalts-/Besoldungsrechner auszurechnen, was bei deiner familiären Situation am Ende rauskäme).

    Edit: Hast Recht, Dionysos. Angeblich beginnt im nächsten Jahr sein Referendariat..... Forentroll!

    Ich kann blackeye61 leider nicht helfen, habe aber eine Frage: Ich bin ja selbst nicht lange fertig mit dem Referendariat in NRW, aber mir sagt "Mentor" so gar nichts. Wer/was ist das? Erst dachte ich, es ginge um die Position des AKOs (jetzt ABBAs), aber den scheint es bei Blackeye ja noch zusätzlich zu geben. Aber ein Ausbildungslehrer scheint blackeye auch nicht zu sein, die wechseln ja in den 18 Monaten ständig. Was also ist ein Mentor? ?(

    Gerade zufällig gefunden:

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    Ja, ich kann mir vorstellen, dass das in der Tat bizarr ist. Ich hätte da ein passendes Gedicht und einen Textauszug zu, die direkt dieses Thema ansprechen, vllt. kannst du (oder jemand anderes) sie ja für den Unterricht gebrauchen:

    Spoiler anzeigen

    Jackie Kay, "In My Country" (1993)

    (Jackie Kay is black and Scottish)


    walking by the waters

    down where an honest river

    shakes hands with the sea,

    a woman passed round me

    in a slow watchful circle,

    as if I were a superstition;

    or the worst dregs of her imagination,

    so when she finally spoke

    her words spliced into bars

    of an old wheel. A segment of air.

    Where do you come from?

    "Here", I said. "Here. These parts."


    Spoiler anzeigen

    Zadie Smith, White Teeth (2000, S.319)

    Irie and Millat are second generation British citizens:


    "You look very exotic. Where are you from, if you don’t mind me asking?"

    "Willesden", said Irie and Millat simultaneously.

    "Yes, yes, of course, but where originally?"

    "Oh," said Millat, putting on what he called a bud-bud-ding-ding accent.
    "Your are meaning where from am I originally."

    "Whitechapel", said Millat, pulling out a fag. "Via the Royal London Hospital
    and the 207 bus."

    Es gibt eine gewisse (mir nicht bekannte) Frist, innerhalb derer du quasi fristlos aus der GKV raus- und (wenn sie dich nehmen) in die PKV reinkommst. Aber wenn du diese verpasst (wie ich, bewusst übrigens), kannst du die GKV trotzdem kündigen - nicht nur zum Jahresende. Ich habe mitten im Jahr gewechselt, aber eben mit 3 Monaten Kündigungsfrist, die ich dann die GKV noch weiter zahlen musste. Erkundige dich da einfach mal bei deiner Krankenkasse, wie ein Wechsel funktionieren würde.

    Recht hast du, Karl-Dieter! Danke für die Korrektur!

    @fossi: Mir hat die ARGE damals gesagt, dass ich mit Hartz4 nicht automatisch in die GKV zurück wechsle. Sollte ich Hartz4 beantragen während ich in der PKV bin würden sie wahrscheinlich die Kosten in Höhe der üblichen Beiträge der GKV zahlen, ob sie den "Restbetrag" bis zu den Beiträgen der PKV übernehmen würden konnte sie mir spontan nicht sagen.

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