Eine Altersgrenze für das Referendariat gibt es nicht, es kann höchstens einen NC geben (zumindest in NRW ist aber auch das seit Jahren nicht mehr vorgekommen). Was den Lehrermangel angeht, bräuchten wir eine Kristallkugel, um das mit Sicherheit zu sagen. Aber generell ist Chemie eines der Fächer, mit denen du tendentiell ohne größere Probleme eine Stelle finden wirst.
Um dir eventuell ein paar Sorgen zu nehmen: In meinem Referendarsjahrgang haben wir zwei Referendarinnen, die Mitte bis Ende 50 sind. Das ist wohl ziemlich ungewöhnlich, aber möglich. Natürlich stechen sie zwischen uns "jungen Hühnern" heraus, aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Eine sagte mal zu mir: "Ich werde höchstens noch 10 Jahre in dem Beruf arbeiten können, da sagen viele das lohne sich nicht mehr. Aber 10 Jahre sind doch durchaus eine lange Zeit und diese möchte ich nutzen um in einem Beruf zu arbeiten, der mir wirklich gefällt. Ich bin noch lange nicht [lexicon='tot',''][/lexicon] und auch ich habe noch ein Recht mir Träume zu verwirklichen." Recht hat sie. Ich finde es bewundernswert, dass sie sich diesen Stress nochmal antun. Natürlich muss man es sich auch erlauben können, mit einer Familie nochmal zu studieren und ins Referendariat zu gehen (in dem man auch nicht sonderlich viel verdient), aber wenn du das kannst und dir sicher bist, dass dieser Beruf deiner ist: Viel Erfolg!