Hi,
das sehe ich ähnlich wie niggel. Ich habe jetzt zum zweiten Mal ein 2. Schuljahr in Deutsch und habe es dieses Jahr anders gemacht - und bilde mir auch ein, dass es gefruchtet hat. Wir haben Konfetti und ich habe die Rechtschreibwerkzeuge (so wird es dort genannt) intensiv mit den Kindern besprochen und dazu extra ein Lerntagebuch angelegt, in dem alle diese Werkzeuge drin sind.
Lernwörter habe ich erst vor ein paar Wochen angefangen und mit den Kindern in der Wörterklinik gearbeitet- einfach damit sie es mal kennenlernen. Das erste Lernwörterdiktat haben wir gerade geschrieben- nur damit sie sowas schon mal gemacht haben. Ich selber hatte letztes Schuljahr das Gefühl, dass die Arbeit mit den Lernwörtern nicht viel gebracht hatte (also zumindest vom Zeit/Aufwand-Ergebnis Verhältnis, deshalb habe ich das jetzt sehr beschränkt. ALso vor allem auch auf die wirklich häufig vorkommenden Wörter - und nicht etwa welche zum Thema passenden, das finde ich nicht so sinnvoll.
All diese Regeln, die niggel oben genannt hat, sind aber im Konfetti und
gehören meiner Meinung nach auch ins 2. Schuljahr (und die habe
ich mit allen auch behandelt: bgd Verlängerungen, doppelte Mitlaute,
lange und kurze Vokale, Wortverwandtschaften... )und ich glaube, dass die Übung, diese Regeln anzuwenden, fruchtet.
Ich bin übrigens pingelig und korrigiere fast alle geschriebenen
Schülertexte (und markiere die Fehler mit den entsprechenden Symbolen
der Rechtschreibwerkzeuge laut Konfetti, also z.B. zwei Herzen unter verwandte Wörter - und die Schüler sollen die Fehler auch verbessern. Das klappt natürlich bei manchen besser, bei anderen schlechter und einige versuchen sich da rauszuwinden. Aber da setze ich mich dann auch mal daneben und schaue, dass sie es auch wirklich machen. Klar, gerade bei Geschichten ist es lästig, dann auch noch Fehler verbessern zu sollen, aber andererseits denke ich, dass nichts effektiver wirkt als wenn sie die eigenen Fehler kontinuierlich verbessern.