Echtes Mobbing ist so mit das Gemeinste, was man erleben kann.
Für ein Kind sieht es auch noch nach einer neverending story aus, weil es ja schulpflichtig ist.
Man muss sich ja zwangsweise in die Situation begeben - 5 Tage die Woche. Wenn der Großteil der Klasse mitmacht, dann ist
das Ganze ziemlich ausweglos- zumindest wirkt es so. Und der Betroffene kann, wenn das Ganze so richtig am Laufen ist, auch gar nichts mehr machen.
Was soll er/sie denn tun? Sich wehren? Alles aushalten? Kluge Worte sprechen? Der Situation aus dem Weg gehen? Ja, wie denn? Nicht im Pausehof sein, nicht in der Sportumkleide, nicht ohne Lehrer im Klassenraum....????
Da kann nur noch Hilfe von Außen kommen. Übrigens geht das auch meinen großen Schülern so, sie sind hilflos, auch wenn sie schon Mitte 20 sind. Es ist ja oft
nichts Konkretes, nichts Greifbares, es ist die Masse der kleinen Stiche, die nicht so sichtbar sind.
Ich habe Mobbing am eigenen Leib als ganz junge Berufseinsteigerin in einem Wirtschaftsunternehmen erlebt. Ich habe nach dem ersten Jahr den Job gewechselt, weil
eine MA kurz vor der Rente mich Jungspund von der Uni nicht als Vorgesetzte akzeptiert hat. Die Dame hat mir nette Fallen gestellt und mich ständig auflaufen lassen, auch bei der Vorgesetzten eins drüber. Es gab keinen anderen Ausweg als einen Firmenwechsel. Wenn man schon an der zweiten Schule gemobbt wird, dann denkt man u.U. dass das immer so weitergehen wird. Und das ist ja oft auch so.