Ich bin mir sicher, dass die Weitergabe nicht bösartig gemeint war, insbesondere, wenn es sich um eine schwerere Erkrankung handelt (wenn sie so lange dauert).
Meine Kollegin war letztes Jahr erkrankt, kam immer wieder zurück und war wieder krank geschrieben. Bei den Kollegen und in den Klassen hat das für sehr viel Unmut gesorgt, weil niemand wissen sollte, warum sie fehlt. Das Verständnis war mager, erst, als wir erfahren haben, was sie hat, war das Hin und Her erklärbar. Die Kollegin musste die Erkrankung nicht erklären, natürlich, hat sich so aber Nachteile eingehandelt - so war der Umgang mit ihr bei kurzfristigen Mailübergaben nicht immer der netteste.
In der GS meines Sohnes ist eine Lehrerin chronisch krank - wenn meine Jungs über sie gemosert haben, habe ich stets um Rücksichtnahme gebeten - "Frau x hat immer wieder Schmerzen, da ist sie dann vielleicht nicht so lustig drauf. Ihr helft ihr damit, wenn ihr leiser seid."
Insofern: Auch, wenn du jetzt erst einmal Unzufriedenheit verspürst, deine Offenheit zeigt, dass du mit deiner Krankheit umgehen kannst (ganz wichtig!), sicherlich hast du aber nun das Verständnis der Kollegen, Eltern und Schüler. Wenn dir das Thema immer noch am Herzen liegt, wenn du zurückkommst, würde ich es im Kollegium ansprechen. Denn klar: Eine Schweigepflicht besteht.