Zu denken sollte einem auch geben, dass es eine Bewertung des Lernprozesses nur an Schulen im deutschsprachigen Raum gibt. Weder wird an Schulen im Ausland, noch an Hochschulen, noch an anderen Bildungsinstitutionen in Deutschland wird meines Wissens der Lernprozess bewertet, sondern stets nur das Ergebnis...
...dass es auch bei der Leistungsmessung im rein schriftlichen Bereich zu Beurteilungsfehlern kommen kann, ist in der Literatur gut dokumentiert.
Ich versuche zwar, durch kleinere, gering bewertete Zwischenkontrollen, etwas mehr Objektivität hineinzubringen, aber letztlich bleibt großes Unbehagen, weil ich eben nicht glaube, mit der gebotenen Gerechtigkeit (immerhin werden ja z.T. Lebensläufe entschieden), "aus dem Bauch" beurteilen zu können.
Wie hier schon mehrfach beschrieben wurde, erfolgt die Bewertung der sonstigen Mitarbeit keineswegs "aus dem Bauch heraus", sondern durch vielfache unterschiedliche Erhebungen jeweils anhand transparenter Kriterien.
Und wie immer, wenn man meint, etwas anders machen zu müssen als alle anderen, sollte man schon verdammt gute Gründe dafür kennen.
...wie zum Beispiel, dass sich Fachleistung bei weitem nicht nur in der Niederschrift von Verfahren und Ergebnissen äußert und dass in der Berufswelt vielfach auch prozessbezogene und methodische Kompetenzen im Austausch mit anderen Personen gefordert sind?