Beiträge von Seph

    Genau darum geht es doch aber: hier wird nach wie vor die Haltung vertreten, Behinderte einfach an andere Schulformen abzuschieben und damit zu exkludieren. Das ganze erfolgt unter dem Tarnmantel "es sei besser für die Betroffenen, da sie wenn man sie separiert, besser gefördert werden könnten". Vielleicht muss man die Frage andersherum stellen: vlt. ist eine Schulform, die es nicht schafft auch lernzieldifferent zu fördern, schlicht nicht mehr zeitgemäß.

    PS: Deutschland ist eines von sehr wenigen Ländern, mit einem so stark gegliederten Schulsystem. Das schlägt sich nicht gerade in durchschlagenden Erfolgen in vergleichenden Bildungsstudien nieder. Auch darüber könnte mal nachgedacht werden.

    Es ging doch gar nicht darum, unter Mobilität nur solche mit eigenem Kfz zu verstehen. Es ging darum, dass diese Entscheidung nicht grundsätzlich davor schützt, abgeordnet zu werden. Im Zweifelsfall hat sich der Beamte darum zu kümmern, wie er zur Dienststelle kommt. Dass das nicht zwangsläufig mit dem eigenen Kfz erfolgen muss, ist klar.

    Mit sowas verdient ein Jan Böhmermann im öffentlichen rechtlichen Fernsehen doch sogar noch Geld. Bei ihm frage ich mich jedesmal, ob er im Namen der Satire auch einstecken kann oder dann doch im Sinne von Mimimi nach der Strafverfolgung schreit.

    Ich kann den Versuch, Beleidigungen als Straftaten zu relativieren, nicht nachvollziehen. Das hat auch nichts mit "Mimimi" zu tun.

    Es heißt doch immer, FL würden nur wenig unterrichten. Aber wenn man nur 0,7 Std. Entlastung pro LAA bekommt und beispielsweise ein kleines Seminar leitet (z.B. mit 8 Personen), dann besteht der Großteil des Wirkens doch weiter im Unterrichten. Oder liegt da ein Denkfehler vor? (Müssen FL vielleicht weniger als 25,5 Stunden unterrichten?)

    Irgendwie ist es ja auch sinnvoll, dass Fachleiter nach wie vor einiges an Unterrichtsstunden haben und damit wirklich auch in der Praxis verankert sind. In NDS ist der Schlüssel im Übrigen etwas anders. Hier gibt es eine Art Sockelbetrag von ca. 2 Stunden zzgl. ca. 1 Stunde/LAA, Leiter von pädagogischen Seminaren haben sogar noch etwas mehr Entlastungsstunden. Das bewegt sich dann insgesamt in einem Korridor von ca. 4-18 Stunden, die als Entlastung gewährt werden.

    Ich kann dir da folgen. Es gibt Lehramtsanwärter, bei denen es wirklich gut ist, dass diese am Ende doch nicht weiter auf Klassen losgelassen werden. Dafür muss man sich aber doch einiges leisten - oder unterlassen. Dass das Referendariat dann nicht gerade als angenehm erlebt wird, liegt in der Natur der Sache. Das gilt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für das andere Ende des Leistungsspektrums, wie ich bei einer Mitreferendarin erleben durfte. Extrem engagiert, gute Beurteilungen usw., aber aufgrund der Fachkombination auch immer den Gedanken im Hinterkopf, am Ende unbedingt "sehr gut" sein zu müssen. Das führte auch zu einem (selbstgemachten) Druck, der schwer auszuhalten war. Mit "unmenschlichem" Referendariat hat aber auch das nichts zu tun.

    Das Problem lag hier glaube ich eher in der nicht haltbaren Ansicht, die Nachteilsausgleiche für Schülerinnen und Schüler mit Einschränkungen führten zu einer "massiven Übervorteilung" der anderen. Das finde ich für eine Lehrkraft sehr bedenklich und zeigt, wie wenig sich mit Nachteilsausgleichen oder Hilfen im Sinne eines Nachteilsausgleichs bislang auseinandergesetzt wurde.

    Das befürchte ich auch und bin mal sehr gespannt, wenn ich sehe, wie die Leute sich derzeit wieder mit Sprengstoffen eindecken. Mir ist das nach wie vor ein Rätsel, warum man im wahrsten Sinn des Wortes so viel Geld verbrennen muss. Aber wir schauen uns das vermutlich entspannt von innen durchs Fenster an.

    Die Frage ist zwar spannend, spielt in der Praxis meines Wissens nach aber keine Rolle. Die Inselschulen kommen bislang weitgehend mit Stammpersonal und Vertretungslehrkräften aus, tageweise Abordnungen dürfte es gerade auch mit Blick auf die Anreiseschwierigkeiten nicht geben.

    Ähm? Ob ich das Studium in der Regelstudienzeit schaffe oder auf 30 Semester hinziehe: Die Menge an Leistungspunkte bleibt doch gleich.

    Wenn man sich rein auf das Minimalstudium für einen bestimmten Abschluss konzentriert, stimmt das. Ich hatte wie offenbar einige andere Foristen hier auch die Freiheit vor dem Bologna Prozess genutzt, um etwas über den Tellerrand zu schauen und neben meinem eigenen MINT-lastigen Studium auch Veranstaltungen in Jura, Philosophie und Wirtschaft besucht. Auch in den Erziehungswissenschaften habe ich nicht nur die Mindestanzahl an Seminaren mitgenommen, sondern eine etwas breitere thematische Palette abdecken können. Ob es diese Freiheiten heute noch gibt, weiß ich nicht.

    Du verstehst mich falsch. Mir stinkt genau das: Es wird mit zweierlei Massstab gemessen. Beispiele habe ich genannt, ist für jeden nachvollziehbar. "Jetzt reicht's aber mal" ist ein bisschen albern, wenn man offensichtlich gar nicht weiss, worum es geht. Reichen darf es einem natürlich trotzdem.

    Wenn du Straftaten ankündigst (siehe #57 i.V.m. §185 StGB), dann muss man das mit Sicherheit nicht so stehen lassen. Der Hinweis, dass du damit übers Ziel hinausschießt, mag nicht verstanden worden sein, aber albern ist er nicht.

    Wenn sowas stehen bleibt, braucht das Forum keine Netiquette und keine Moderation mehr. Ist doch super, mehr Freizeit für den Frosch. Ich weiss auch schon, wenn ich dann jetzt mal ganz hemmungslos beleidige und das dann als "kontrovers" verkaufe.

    So langsam reicht es doch jetzt auch mal. Mag sein, dass da mal was übersehen wurde, was mich in Anbetracht hunderter Beiträge am Tag und nur wenig "Personal" kaum wundert. Es gibt für so etwas auch die Funktion "Inhalt melden".

    Ist es besser wenn man älter und dadurch auch evtl. reifer wirkt?

    Und wird im Ref das Alter oder junge Erscheinungsbild einem zum Verhängnis oder ist es egal?

    Ich denke mir halt momentan erstmal beruflich anzukommen und stelle Familiengründung & Co. erstmal hinten an.

    Ob man 2-3 Jahre später wirklich reifer wirkt o.ä. ist fraglich und auch das Auftreten und "ernst genommen werden" hängt eher mit Präsenz denn mit dem Lebensalter zusammen. Was sich aber sofort und später bei der Pension bemerkbar macht, ist ein mehrjähriger Einkommensverlust. Es gibt m.E. keinen Grund, den Einstieg in den Beruf künstlich zu verzögern.

    Ich finde die Idee, das Ref abzubrechen und dann dennoch als Lehrkraft arbeiten zu wollen auch etwas irritierend. Ja, das Ref mag stressig sein und mit einem Gewissen Druck und Erwartungshaltungen einhergehen. Das dabei erlernte Handwerkszeug ist für die spätere Berufsausübung aber aus meiner Sicht unabdingbar.

    Hatte diesen Fall dass eine Begründung gefordert wurde eigentlich jemals jemand?

    Meine Erfahrung bisher ist, dass es niemanden interessiert, welches Verkehrsmittel man nimmt. Gut ich komme jetzt nur so auf ca. 30 Dienstfahrten in den letzten 10 Jahren. Vielleicht hatte ich Glück.

    Die Begründung spielt eine Rolle, wenn man mit 30 Cent/km statt 20 Cent/km abrechnen wollte, also wenn nachgewiesen werden muss, dass die Nutzung des Autos im zwingenden dienstlichen Interesse lag.

    PS: Die Nutzung des Autos aus nicht zwingenden dienstlichen Gründen muss nicht gesondert beantragt und begründet werden.

    Das muss er nicht. Ich zähle hier unter den derzeit Aktiven 5 Personen, die sich Moderator nennen.

    Wir sollten froh sein, dass es Personen gibt, die einen großen Teil ihrer Freizeit für den weitgehend reibungslosen Betrieb dieses Forums opfern und uns damit allen die Möglichkeit zum - durchaus auch kritischen - Austausch miteinander geben. Dass dabei einzelne mehr oder weniger Zeit als andere opfern können, liegt in der Natur der Sache. Ich habe im Übrigen nicht den Eindruck, dass hier missliebige Meinungen nicht zu Wort kommen würden, eine Moderation habe ich bislang nur in Fällen eingreifen sehen, in denen die Diskussionsbeiträge nicht erst langsam wirklich justiziabel wurden.

    Auch hier wird wieder deutlich, wie unsere Berufsgruppe alles mit sich machen lässt. Welcher Finanzbeamte würde freiwillig seine Dienstreise selber zahlen? Warum sollen für uns Lehrer dauernd andere Regeln gelten, als für den Rest der öffentlichen Dienstwelt? Auch Beamte sind in einem gewissen Sinne Arbeitnehmer mit Rechten und Pflichten. Es wird langsam Zeit, dass wir unsere Rechte einfordern.

    Warum ist denn hier immer wieder von "unsere Berufsgruppe" und "wir" die Rede, wenn es doch einzelne sind, die es immer noch nicht gecheckt haben und die ihre Rechte nicht durchsetzen. Für uns Lehrer gelten eben keine andere Regeln als im Rest der öffentlichen Dienstwelt (und der Arbeitswelt) und daher lässt man sich Dienstreisen selbstverständlich vom Dienstherrn bezahlen oder tritt diese gar nicht erst an. Dafür wird es auch nicht "langsam Zeit", sondern das sollte für jeden bereits lange selbstverständlich sein.

    PS: Auch hier gilt das, was wir auch in Bezug auf Mehrarbeit u.ä. immer wieder feststellen: sowohl im ÖD als auch in der freien Wirtschaft gibt es leider eine Reihe von AN, die ihre jeweiligen Rechte gerade nicht durchsetzen. Das heißt aber nicht, dass das für alle Beteiligten gilt. Mich irritiert immer wieder diese Annahme einer Opferrolle einer gesamten Berufsgruppe.

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