Beiträge von Seph

    Auch hier: Wie geht das? Du kommst aus der Pausenaufsicht und erfährst, dass du jetzt 2 Stunden die Paraklasse mitbetreust. Zimmer neben dir. ... Also baust du dich vor dem Chef auf und sagst: Nein, ich remonstriere? Inzwischen geht in den beiden Klassen der Bär ab, weil niemand kommt...

    Nein, das machst du natürlich nicht mündlich dem Chef gegenüber, sondern selbstverständlich nachweislich schriftlich. Davon unbenommen spricht wenig dagegen, dennoch mal kurz nach dem rechten zu schauen, wenn denn die Aufsichtsverhältnisse in der eigenen Klasse dies gerade zulassen. Da dies gerade in einer Grundschulklasse aber wohl eher selten vorkommen dürfte, sollte man sich dem Risiko der Vernachlässigung der eigenen Aufsichtspflicht nicht unbedingt aussetzen.

    In der Regel bedeutet das, dass man alle fünf Minuten von einem ins andere Klassenzimmer geht (weil ständig jemand Blödsinn macht) und den Kindern was zu arbeiten gibt.
    Alternativ irgendwie beide Klassen in einem Klassenzimmer unterbringen und bespaßen.


    Beide Alternativen sind kein Spaß!

    Ich hatte es an anderer Stelle schon einmal geschrieben, aber man kann es nicht oft genug betonen: Der BGH hatte bereits 1972 (AZ III ZR 80/70)

    entschieden, dass eine SL, die "Mitaufsicht" anordnet, eine Amtspflichtverletzung begeht. Im konkreten Fall ging es damals um die Haftung für einen durch die ungenügende Aufsichtsführung bedingte Verletzung in einer der beiden Klassen.

    Ich möchte jeder Lehrkraft unbedingt anraten, auf entsprechende Anweisungen hin unmittelbar schriftlich zu remonstrieren, um sich nicht selbst dem Vorwurf grober Fahrlässigkeit bei der Aufsichtsführung aussetzen zu müssen.

    Die Anhebung auf "A13 für alle" wird mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit durch das Land anderweitig gegenfinanziert. Sie wird m.M.n. nicht automatisch dazu führen, dass bisher mit A13 bewertete Stellen auf einmal mit A14 bewertet werden. Andersherum verliert man - bis auf überschaubar wenig Zeit zur Vorbereitung der Beurteilung - nichts, wenn man sich frühzeitig für eine Funktionsstelle bewirbt.

    Da das Referendariat bereits eine Vollzeittätigkeit darstellt, ist auch kein Aufstocken von Stunden vorgesehen. Man wird vermutlich auch keine Genehmigung erhalten, parallel hierzu eine Vertretungsstelle zu übernehmen. Andersherum hat auch die Schulleitung keine Möglichkeit, den erhöhten Stundeneinsatz einfach so finanziell zu vergüten. Eine Vergütung solcher Stunden kann lediglich erfolgen, wenn die Mehrarbeit auch schriftlich angeordnet und genehmigt wurde, was gegenüber Lehramtsanwärtern m.M.n. gar nicht rechtmäßig wäre.

    Besteht evtl. die Möglichkeit, das Geld durch Nachhilfe (nicht Schüler der eigenen Schule!) oder andere Aushilfstätigkeiten zu erhalten. Nebenjobs mit geringem Stundenumfang sind i.d.R. zu genehmigen.

    Im Gymnasium, das meine Kinder besuchten wird in der 5. Klasse gleich am Anfang ein Diktat geschrieben. Wer mehr als 10 Fehler hat, hat LRS und erhält einen Nachteilsausgleich. Schnelle Diagnose,... steht aber glaube ich im Zeugnis und nicht jeder will das. Kann auch sein, dass es erst ab 7 oder 9 im Zeugnis steht, wenn man den Nachteilsausgleich weiterhin möchte. Das weiß ich jetzt leider nicht genau.

    Das ist hoffentlich als Witz gemeint und den zuständigen Lehrkräften hoffentlich klar, dass man eine LRS nicht anhand eines Diktates diagnostizieren kann.....ganz abgesehen davon, dass Lehrkräfte schlicht nicht berechtigt und befähigt sind, überhaupt solche Diagnosten zu stellen.

    Es ist vielleicht noch zu früh, aber versuche mal irgendwann den Perspektivwechsel: Deine Kollegin hat offensichtlich auch sehr gute Arbeit geleistet und das bereits seit langer Zeit. Nur so ist eine ebenfalls außerordentlich gute Beurteilung zu erklären. Dieser außerordentlich gute Arbeit abzuwerten, nur um dich in eine Position zu heben, wäre wohl kaum angemessen gewesen.

    Die Grundidee, Schüler zu etwas differenzierter Ausdrucksweise und v.a. zur Unterscheidung von Meinung und Fakten zu animieren, ist ja grundsätzlich begrüßenswert. Bei der Charakterisierung des Klans als rassistisch und gewalttätig handelt es sich allerdings um Fakten und nicht lediglich um eigene Meinungen. Da gibt es wenig Interpretationsspielraum.

    Ich werde auch wieder damit anfangen, eine zu tragen. Im Sommer war das mit offenen Fenstern und etwas Abstand zu den Schülern weniger ein Problem, aber ich muss es wirklich nicht auf eine Infektion anlegen. Dass man sie damit nicht zu 100% verhindern kann, steht nicht im Widerspruch dazu.

    Meines Wissens muss für Gelder aus dem Digitalpakt seitens der Schule ein Medienkonzept vorgelegt werden. Gelebt werden muss das wohl nicht. Oder kontrolliert das jemand?

    Mich befremdet die Frage etwas. Der Orientierungsrahmen und das daraus von der Schule zu entwickelnde Medienkonzept sind ja nicht nur Mittel zur Beantragung von Geldern, sondern sind genau wie andere behördliche Vorgaben verbindlich in Schule umzusetzen.

    Nach meinen Erfahrungen: Junge Menschen sehen in den Neuen Medien gar keine ernsthaften Gefahren für Körper & Geist. Vielmehr verlachen Sie die Skeptiker. Den jungen KuK an unserer Schule fehlt es offenbar an Kenntnissen hinsichtlich der Forschungslage.

    Das mag so wahrgenommen werden, nicht selten geht es aber darum, dass das Vorschieben dieser Gefahren durch die Skeptiker die Weiterentwicklung von Unterricht in diesem Bereich abgewürgt werden soll. Ja, die dauerhafte Nutzung digitaler Medien im Alltag kann nach aktueller Erkenntnis insbesondere bei Kindern und Jugendlichen Einfluss auf das Wachstum des Augapfels und damit ein deutlich erhöhtes Risiko von Kurzsichtigkeit bewirken. Das gilt im Übrigen für praktisch jede langwierige Beschäftigung mit kurzen Sehabständen. Insofern ist das analoge Setting in Schule mit Buch und Heft nicht soviel anders.

    Wenn das Argument jedoch zur Folgerung führt, man solle weiterhin in Schule den Blick auf die deutlich erhöhte Nutzung digitaler Medien in Freizeit und Beruf verschließen, dann ist das aus o.g. Gründen nicht gerade zielführend. Neben zielführendem - und nicht ausschließlichem - EInsatz digitaler Medien im Unterricht mit Blick auf Kompetenzbildung im Umgang mit diesen gehört auch die kritische Reflexion des häufigen Einsatzes. Das gelingt jedoch nicht, indem man die Geräte ganz aus Schule heraushält.

    Die Digitalisierung von Schule allgemein ist für mich vielerorts ein gefährlicher Fetisch: Der bloße Einsatz entsprechender Techniken bedeutet für die meisten einen Qualitätsgewinn. Aber worin genau besteht er? In der Regel wird als Argument genannt: Digitalisierung ist die Zukunft. Also ist mein Kind für die Zukunft gewappnet. Allerdings stellt sich hierbei die Frage, welche Kompetenzen wofür erworben werden sollen. Hier in Niedersachsen ist mir kein Curriculum bekannt, das entsprechendes festschreibt und begründet.

    Ich hoffe, dass du oder deine Schule da möglichst schnell das Lesen und die Umsetzung des "Orientierungsrahmen Medienbildung in der allgemein bildenden Schule" nachholt. Dessen Umsetzung ist Aufgabe aller Fächer, wobei bislang auf eine landesweit gesteuerte Vorgabe, welche der Kompetenzen in welchen Fächern entwickelt werden sollen, verzichtet wird. Daher tauchen die entsprechenden Kompetenzen nicht in den fachbezogenen Curricula auf. Die Schule hat jedoch in Absprache der Fachbereiche untereinander auf Basis dieses Orientierungsrahmens im schuleigenen Curriculum auszuweisen, wie der Erwerb entsprechender Medienkompetenzen erfolgt und dies auch umzusetzen.

    Ich kenne auch kaum jemand, der keinen Fernseher besitzt, ich kenne aber außer meiner Familie (die wohnen allerdings tatsächlich auf dem Dorf) niemanden mehr persönlich, der reguläres TV schaut (viele haben auch gar keinen Anschluss). Fernseher werden zum streamen und für Konsolen genutzt.

    Genau so machen wir es auch. Es steht ein Fernseher im Wohnzimmer, der aber keinerlei Anschluss an SAT, Kabel o.ä. hat. Bei Bedarf wird ein Notebook angeschlossen, um zu streamen. Und sonst ist es auch gut, wenn der nicht genutzt wird.

    Ja, hatte es zum Glück gesehen, bevor die Benachrichtigungsmail rausging. Da war das Set schon fast wieder abverkauft.

    Samstag ist zwar ein Werktag, wenn man an diesem aber nicht (regelmäßig) arbeitet, braucht man dafür auch keine Krankschreibung. Netter "Trick" der aber so nicht funktioniert.

    Der "Trick", am Samstag gesund zu sein, obwohl man Freitag und Montag krank war, um eine Krankheitsdauer von mehr als 3 Kalendertagen zu unterbrechen, dürfte viel eher unplausibel sein und nicht funktionieren. Das macht man als AN vlt. einmal und erhält dann für die Zukunft eben die - berechtigte - Bitte des AG zur unverzüglichen Vorlage einer AU auch bei kürzerer Erkrankung.

    SteffdA

    Sorry, aber du verdrehst hier einfach mal Ursache und Wirkung. Die Gaspreise stiegen zwar tatsächlich bereits seit dem vergangenen Jahr, aber nicht nur zeitlich korreliert mit der Erholung der Wirtschaft, sondern seitdem Russland sich im letzten Sommer bereits dazu entschloss, die (damals in Hand von Gazprom befindlichen) Gasspeicher nur mit ungewöhnlich niedrigem Füllstand zu betreiben und damit ein Druckmittel aufzubauen.

    Russland hat auch - anders als von dir behauptet - gerade nicht die vereinbarten Energiemengen geliefert. Seit Mitte Mai 2022 ist die gelieferte Menge drastisch eingebrochen, insbesondere durch die Pipelines Nord Stream 1 und Transgas. Dieser Einbruch ist mitnichten allein durch Wartungsarbeiten - die sonst auch jährlich stattfanden und dennoch ganz andere Liefermengen gehalten werden konnten - zu erklären. Auch nach Abschluss der Wartungsarbeiten im Juli 2022 wurde weit weniger Gas geliefert, als vertraglich vereinbart war.

    Dass die ganze Aktion rund um die Turbine in Portowaja eine Farce ist und von der Weigerung Russlands zur Gaslieferung entsprechend der Verträge nur ablenken soll, lässt sich am zeitlichen Verlauf und auch an der Drosslung der Lieferung in anderen Pipelines gut nachvollziehen.

    Ich unterrichte früher wie heute Kinder und helfe ihnen mithilfe der Fachinhalte meiner Fächer dabei, die ein oder andere wichtige Kompetenz für ihr Leben zu entwickeln. Dabei bin ich weder Erfüllungsgehilfe irgendeiner Firma noch lasse ich die Schülerinnen und Schüler dabei verblöden. Die digitalen Hilfsmittel sind genau das, was im Namen steht: Hilfsmittel, die an der ein oder anderen Stelle sinnvoll eingesetzt werden können, um den Unterricht an den dafür passenden Stellen abwechslungsreicher und einfacher zu machen sowie ebenfalls zur Kompetenzentwicklung für eine moderne Gesellschaft beizutragen. Es würde unserem Bildungsauftrag wohl kaum gerecht werden, wenn wir die Augen vor den "neuen" Möglichkeiten in Bezug auf Kommunikation, Informationsbeschaffung usw. zu verschließen. Gleichzeitig gehört es zu den Aufgaben von Schule, auch die Grenzen und Gefahren neuerer Medien zu diskutieren und damit ein Bewusstsein hierfür zu schaffen.

    Und vor allem ging es in seinem Posting darum, dass man aus einer Temperaturabsenkung um 2-3 Kelvin in Innenräumen keine Katastrophe herbeireden muss...genau wie eine Preiserhöhung von 70€ für einen Doppel-A14-Haushalt noch keine Katastrophe darstellt. Diese Ansicht teile ich.

    Davon völlig unbenommen ist es doch, dass es andere Haushalte geben wird, die die teils deutlich stärkeren Kosten kaum tragen werden können. Aber darum ging es hier gerade gar nicht! Das Umschwenken auf dieses Thema zur Diffamierung der ursprünglichen Aussage zur Temperaturabsenkung ist einfach schlechter Diskussionsstil.

    s3g4 Es ging doch auch gar nicht darum, dass der Effekt komplett vernachlässigbar ist. Schmidt , dem du Ahnungslosigkeit bzgl. Wärmeübertragung vorgeworfen hattest, hatte jedoch zurecht darauf verwiesen, dass eine leichte Absenkung der Raumtemperatur um 3 Kelvin i.d.R. gut durch angepasste Kleidung kompensiert werden kann, ohne dass gleich größere Probleme eintreten.

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