Beiträge von Seph

    etwas offtopic: wie wäre das eigentlich, wenn während der Aufsicht, für die ich eingeteilt bin, aber wegen von dir genannten Gründen (oder weil ich auf Klo muss (MUSS!)?) etwas passiert (z.B. eine Schlägerei oder ein kleinerer (durch Aufsicht vermeidbarer) Unfall, so wie es halt häufig passiert, bei dem die Eltern die Wände hoch gehen)? Aufsichtspflichtverletzung mit allen dienstrechtlichen Konsequenzen, obwohl man an seinem Vormittag zeitlich einfach nicht allem gerecht werden kann? Ich meine, es ist ja schön, wenn ich zum Stundenende den Wagen nur noch in die Sammlung fahren muss, die Tafel gewischt ist und die SuS den Fachraum bereits verlassen haben und ich sonst keine Gefahrstoffe zu verantworten habe - aber das klappt bei mir einfach oft (noch) nicht. Deshalb sehr wenig Versuche zu machen, höre ich von sehr vielen Lehrern ("...ist im Alltag gar nicht umzusetzen...").

    Ich teile die Vermutung von Kris24 , dass man dann wahrscheinlich ein Problem hat, denn ich sehe hier eine zumindest grob fahrlässige Aufsichtspflichtverletzung. Wenn man zur Aufsicht eingeteilt ist, muss der Unterricht so geplant werden, dass man nicht gerade die Zeit der Aufsicht zum Abbau von Experimenten, Tafel wischen usw. benötigt. Noch besser ist es, wenn dies bereits vermieden wird, indem keine Aufsichten rund um experimentellen Unterricht liegen. Auf Kollisionen im Plan (z.B. Hofaufsicht, aber gleichzeitige Notwendigkeit des Pendelns zur Außenstelle) weist man die Planer natürlich aktiv vorab hin. Und ideal ist es, wenn die Stundenplaner diese Aspekte bereits selbst auf dem Schirm haben.

    Zum Thema Toilette: Von Erwachsenen kann durchaus verlangt werden, das Bedürfnis auch einmal 10-15min zu verschieben. Alternativ kann man für die Zeit kurz eine andere Lehrkraft bitten, einzuspringen.

    Uns kann in unserem Beruf relativ wenig passieren, auch wenn Eltern gerne mit Anwälten drohen. Aufsichtspflichtverletzungen sind aber gerade der Bereich, in dem es durchaus unangenehm werden kann.

    Immer im Kopf da sein, immer Energie haben und dabei so tun, als hätte man immer gute Laune. Bei einem Bürojob, bei dem man auch mal etwas länger aus dem Fenster gucken kann wenn’s die Arbeit grad zulässt, oder wenn man mit Erwachsenen zu tun hat, die man auch mal reden lassen kann, ohne sie inhaltlich korrigieren zu sollen/müssen und mit denen man Verantwortung teilen kann, wäre ich nicht so müde nach nur 4 oder 6 Stunden Arbeit.

    Einen ganzen Tag lang Bodenlegen fand ich als Frau auch nicht so anstrengend, wie einen ganzen Tag im Ref unterrichten und im Lehrerzimmer auch für alles und jeden Verfügbar/ansprechbar zu sein. :D

    Das was du ansprichst, sind doch bereits sinnvolle Ansätze, an denen Veränderungen möglich sind. Mein damaliger SL gab mir nach einem Unterrichtsbesuch im Rahmen der Lebenszeitverbeamtung den goldenen Tipp, die SchülerInnen "einfach mal machen zu lassen" und solche Unterrichtsphasen gezielt einzuplanen, gerade an Schultagen mit vielen Unterrichtsstunden. Gerade in den höheren Jahrgängen können SchülerInnen auch mal 30min für sich oder in Kleingruppen arbeiten, ohne dass die Lehrkraft sofort hinspringen muss.

    Der andere Punkt bezieht sich auf das, was Humblebee schon ausgeführt hat: Die Pausen auch als solche nutzen und mal nicht ansprechbar sein, zu berufsbezogenen Gesprächen auch "Nein" sagen. Das gilt insbesondere auch für SchülerInnen, die am Lehrerzimmer stehen und nach Lehrkraft X fragen.

    Idealerweise vereinbart ein Kollegium untereinander, dass solche Anfragen grundsätzlich zu bestimmten Zeiten abgelehnt werden und dass es Bereiche gibt, an denen auch untereinander nichts berufliches geklärt wird. Wertvoll ist auch ein dedizierter Ruheraum, auch wenn die räumliche Situation an vielen Schulen äußerst angespannt ist.

    Ist dann vermutlich eine Frage der eigenen Nerven in der Auseinandersetzung mit oben, wie weit man das Lehrerstundenbudget überzieht oder sich mit Aufsetzerkursen und anderen Sachen behilft, damit die Schüler nicht nur Mathe, Englisch, Deutsch, Bio als LF wählen können.

    Eine weitere Möglichkeit ist, sofern lokal möglich, die Kooperation mit benachbarten Schulen zum gegenseitigen Austausch von SchülerInnen auf einzelnen Kursbändern, um die Wahlmöglichkeiten zu erhöhen.

    Wie gesagt: Für KfW-Studienkredite scheint es ohnehin keine Vorfälligkeitsentschädigung zu geben.

    Für andere Kredite habe ich gerade noch einmal nachgeschaut. Die Vorfälligkeitsentschädigung ist tatsächlich nahezu identisch mit den noch zu zahlenden Zinsen bis zum Ablauf des 10-Jahres-Zeitraums zzgl. eines Bearbeitungsentgelts abzgl. einer anzurechnenden Risikoersparnis und einer Verwaltungskostenersparnis, die zusammen je nach Bank aber nur etwa 0,05-0,15% der Kreditsumme ausmachen.

    Das Warten auf entschädigungsfreie Ablösung kann zumindest wenige Monate vor Ablauf der 10-Jahres Frist (+6 Monate Karenz) Sinn ergeben, da das Bearbeitungsentgelt dann i.d.R. höher ist als die Summe aus Risiko- und Verwaltungskostenersparnis.

    Ich denke am meisten lohnt es eben das ohne Vorfälligkeitszinsen hinzubekommen, indem man eben guckt, wann das geht, wie gesagt nach spätestens 10 Jahren muss es auf jeden Fall gehen!

    Nur mal so: Die Vorfälligkeitsentschädigung ist gerade so kalkuliert, dass sie nahe an den noch zu zahlenden Zinsen innerhalb der 10 Jahres-Frist liegt. Anders ausgedrückt: Zu Beginn ist sie noch fast so hoch, wie die Gesamtzinssumme für die 10 Jahre, nach 9 Jahren auch nur noch fast so hoch, wie für das restliche Jahr. Es lohnt sich insofern immer, den Kredit vorzeitig abzulösen, wenn man das Kapital ohnehin frei rumliegen hat. Große Zinsersparnisse ergeben sich daraus aber nicht, da man entweder die (je nach Restlaufzeit unterschiedlich hohe) Vorfälligkeitsentschädigung oder eben die Zinsen bis zur Ablösung zahlt.

    Beim KfW-Studienkredit scheinen Sondertilgungen wirklich frei von Vorfälligkeitsentschädigungen zu sein, insofern würde sich die frühere Rückzahlung durchaus lohnen. Der Blick in die genauen Vertragsbedingungen sollte das aber aufzeigen. Im Übrigen wäre auch eine noch zu zahlende Vorfälligkeitsentschädigung nicht höher als die noch zu zahlenden Zinsen während der Restlaufzeit, sodass sich die frühere Ablösung so oder so lohnt.

    NRW. Ich wüsste nicht, wo man konkret beschriebene Aufgaben der SL nachlesen kann. Das ist vielleicht auch so gewollt. Dass immer mehr Aufgaben an die KuK delegiert werden, finde ich nicht in Ordnung. Ich frage mich, wo das noch hinführen soll.

    (Das Phänomen der zunehmenden Arbeitsbelastung scheint für mich die Folge des Trends der "eigenverantwortlichen Schule" zu sein.)

    Die sind in NRW ziemlich detailliert in der ADO unter §§20ff aufgeführt. Auch dort findet sich das weiter oben geschriebene wieder: Die SL trägt die Gesamtverantwortung für schulische Prozesse, leitet bestimmte Gremien und arbeitet in vielen Bereichen mit internen und externen Partnern zusammen und delegiert dabei im Rahmen der Leitungsverantwortung Aufgaben.

    Um welche Aufgaben geht es dir denn beispielsweise, die du direkt bei der Schulleitung statt im Kollegium siehst?

    Natürlich war das richtig so. Aber wenn die Risiko-Kanditaten einen Impfschutz haben und die übrigen aufgrund dessen keinen Impfschutz brauchen, weil sie nicht einmal nennenswert Symptome entwickeln, dann kann man bei Jugendlichen auf eine Impfung verzichten. Dann würden die Impfrisiken (ich weiß: bei den meisten von euch ist auch das eine Verschwörungstheorie, solche Risiken überhaupt in Erwägung zu ziehen) den Impfnutzen deutlich überragen. Und das ist eine sehr schlüssige Argumentation der Stiko, die im Übrigen durch Statistiken gut zu untermauern ist.

    Ui, her damit. Auf die Statistiken bin ich gespannt, die bei Jugendlichen das Überwiegen von schwerwiegenden Impfrisiken gegenüber den Risiken bei Erkrankung mit Covid-19 zeigen.

    Ui... :( Das ist bei uns nicht der Fall. Wir haben zwar auch viele KuK, die in TZ sind, aber den Großteil macht das nicht aus. Eher so ca. ein Drittel würde ich meinen. Wir haben auch viele KuK, die trotz Kindern die volle Stundenzahl arbeiten.

    Ist hier genauso. Auch die Funktionsstelleninhaber und die Leitungsebene arbeiten mehrheitlich in Vollzeit, auch mit Kindern. Ein Faktor hierfür ist wahrscheinlich auch das strikte Einhalten verlässlicher Zeitfenster für Besprechungen, sodass das die Kinderbetreuung gut planbar ist.

    Ich konnte bisher auch in keinem Kollegium einen entsprechenden Zusammenhang wahrnehmen. Ich habe einige männliche Kollegen (gehabt), die noch kleiner sind als 1,74 und keiner von denen hatte nennenswerte Disziplinprobleme zu erleiden. Die Persönlichkeit ist erheblich wichtiger als die Körpergröße, also keine Sorge.

    Ach so. Ja, wir hatten auch Sport. Ich werde nie verstehen, wie das zusammenhängt: Ich erkläre den Schülern, wie Weitwurf geht und selbst die Zweitklässler (meistens die Jungs) werfen doppelt so weit wie ich. :(

    Die Schüler haben sich total gefreut, dass endlich wieder Sport War!

    Die haben halt einfach eine tolle Lehrkraft, wenn das nach kurzer Erklärung so gut funktioniert ;)

    Daaaanke, Herr Frosch. Bitte sag das mal den Leuten, die jetzt fordern, im nächsten Schuljahr sollte in der Grundschule fast nur Deutsch und Mathe sein. Die haben keine Ahnung! :neenee:

    Das wäre auch aus Sicht weiterführender Schulen fatal.

    Zum Thema: Ich freue mich heute über das schöne Wetter und endlich wieder gemeinsamen Mannschaftssport :D

    Teilzeitanträge werden problemlos bewilligt. Unser Personalrat (!) empfiehlt es sogar, zu reduzieren: Eine Vollzeitstelle sei kaum zu schaffen.

    Der Personalrat empfiehlt den Lehrkräften auf Gehalt zu verzichten, anstatt dafür zu sorgen, dass die Arbeitsbedingungen ermöglichen, eine Vollzeitstelle unbeschadet bewältigen zu können? Das empört mich dann doch.

    Die Behandlungskosten der Unfälle sind abgesichert, aber nicht der Arbeitsausfall dann wirklich und Ausfälle durch UNfall sind einfach bei vielen viel häufiger als durch Krankheit (je nach Hobbys usw.)

    Ok, als Angestellte an Privatschulen mögen Arbeitsausfälle aufgrund von Unfällen wirklich eine Rolle spielen im Sinne der Entgelt-Fortzahlung, für Beamte ist das eher unerheblich. Ob Arbeitsausfälle aufgrund von Unfällen, die dann nicht über Krankheit mit abgedeckt sind, wirklich häufiger sind als durch Krankheit wage ich zu bezweifeln.

    Selbst die DU finde ich nicht notwendig, sondern würde eher die Unfallversicherung nehmen, aber das muss jeder für sich entscheiden.

    Warum denn die Unfallversicherung? Berufsunfälle sind über den Dienstherren abgesichert, Behandlungskosten nach Unfällen im Privatbereich durch die Krankenversicherung. Nicht abgesichert sind über die Unfallversicherung hingegen Dienstunfähigkeiten, die nicht auf Unfälle zurückzuführen sind, was für die Mehrzahl gelten dürfte. Von den DU-Fällen machen Unfälle nur 11% aus.

    Danke vorab für die zahlreichen Antworten😊 mir geht es um die Versicherungen, die eine Lehrkraft, als Quereinsteigern ab September, und als Referendarin ab Januar nächsten Jahres, haben muss. Was auf jeden Fall sinnvoll ist? Wie chilipaprika meint, nur die private Haftpflichtversicherung oder gibt es auch noch andere?

    Ich bin da vollkommen bei MrsPace: Unabdingbar sind erst einmal Versicherungen gegen Risiken, die einen wirtschaftlich ruinieren können:

    Krankenversicherung, Dienstunfähigkeitsversicherung (auf Klausel achten!), Private (+ggf. berufliche) Haftpflichtversicherung, Gebäudeversicherung (bei Immobilienbesitz)

    Darüber hinaus können Versicherungen wie Hausrat und Rechtsschutz sinnvoll sein, sind aber nicht zwingend.

    Nicht sinnvoll sind i.d.R. Versicherungen wie Unfallversicherung, Ratenschutzversicherung, Handyversicherung usw.

    Mal so ganz allgemein gefragt: wo steht eigentlich überhaupt geschrieben, welche Aufgaben ein Schulleiter und welche das Kollegium hat? Ich habe den Eindruck, dass immer mehr auf die KuK abgewälzt wird, mit dem Argument, die Aufgaben der Schulleiter würden zunehmen. Aber es ist ja nicht so, dass man als normale Lehrkraft zu wenig zu tun hätte und nicht auch ausgepowert wäre ...

    Bundesland? In Niedersachsen z.B. ergeben sich die Aufgaben insbesondere aus §43 NSchG "Stellung der SL" und mehreren zugehörigen Runderlassen, die die einzelnen Aspekte ausschärfen. Die SL trägt letztlich für nahezu alle Prozesse in Schule die Verantwortung, was aber gerade nicht bedeutet, dass sie diese auch alleine zu bearbeiten hätte. Das Delegieren von Aufgaben gehört zur Leitung zwingend dazu und nur vergleichsweise wenige Aufgaben (hier vor allem dienst- und personalrechtliche Befugnisse) sind zwingend auf der Leitungsebene angesiedelt.

    Hi Seph,

    doch, mit längerer und schwerer Krankheit bekommst du natürlich eine Wiedereinstellungszusage in B.-W..

    Ich habe mich diesbezüglich schon informiert :), trotzdem danke :).

    Der Fall liegt doch bei dir aber gerade nicht vor laut Fallbeschreibung.

    Edit: So wie das oben zu lesen ist, geht es dir darum, einen Trick zu finden, wie ein Härtefall konstruiert werden kann, der gar nicht gegeben ist. Das wird m.E. nicht funktionieren.

    Ich führe hier keinen Monolog. Viele diskutieren dieses Thema. Du kannst gerne andere Themen einwerfen bezüglich Lehrermangel. Ansonsten steht es dir frei meine Beiträge zu ignorieren

    Eine Diskussion entwickelt sich schrittweise weiter, die Teilnehmer gehen auf die Argumente der anderen ein. Von dir hören wir eigentlich in Dauerschleife nur immer wieder das gleiche Argument ohne inhaltliche Auseinandersetzung mit denen der anderen Teilnehmer.

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