Beiträge von Seph

    In der Kursstufe gibt es doch keine Klassen mehr und entsprechend auch keine Klassenlehrer? Oder hat sich das seit meiner Schulzeit geändert?

    Nein, aber "Tutorinnen" oder "Tutoren", die de facto ähnliche Aufgaben erfüllen. Nur werden die laut Verordnung von den Schülerinnen und Schülern ausgewählt. Wir handhaben das relativ frei, an vielen Schulen wird aber einfach eine Leiste, auf der Leistungskurse mit möglichst allen Schülerinnen und Schülern eines Jahrgangs liegen, als "Tutorenleiste" bestimmt.

    Wenn offenbar ein Jahrgang über die Stränge schlägt, muss der darauffolgende Jahrgang damit leben, dass jemand über die Sachen drüber guckt.

    Oder der darauffolgende Jahrgang wird darüber aufgeklärt, dass die Redaktion presserechtlich auch für Straftaten gerade zu stehen hat, sofern sie diese decken. Kein Abigremium ist gezwungen, die Abizeitung vorab sichten zu lassen....und keine Schule ist gezwungen, deren Verkauf auf dem Schulgelände zu dulden ;)

    Du meinst aber "mündliche" Leistungskontrollen, oder? Denn schriftliche fließen ja in die "schriftlichen Leistungen" ein.

    Nein, ich meine "schriftliche Leistungskontrollen". Ich zitiere hier einfach mal den RdErl. "Schriftliche Arbeiten in den allgemein bildenden Schulen":

    Zitat

    Schriftliche Arbeiten sind ein Teilbereich der für die Leistungsbewertung notwendigen Lernkontrollen, zu denen auch mündliche und andere fachspezifische Lernkontrollen als gleichwertige Formen gehören.(...)

    Bewertete schriftliche Arbeiten (Klassenarbeiten, Klausuren) geben Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Erziehungsberechtigten Aufschlüsse über den Stand des Lernprozesses.

    (...)

    Kurze schriftliche Überprüfungen ("Leistungskontrollen", "Kurztests" usw. gehören explizit zu den sonstigen Leistungen, wie in den Kerncurricula der einzelnen Fächer zu finden ist.

    Ist das an den berufsbildenden Schulen abweichend geregelt?

    Und was sind in Niedersachsen "mündliche Noten"? Kriegt man die bloß mündlich mitgeteilt?
    Und was bekommt man dann da in Kunst, Werken, Sport etc.? "Mündliche" oder "schriftliche Noten"?

    Treffender sind es "sonstige Mitarbeitsnoten". Unterschieden wird in "schriftliche Leistungen", die ausschließlich aus Klassenarbeiten bestehen und "sonstige Mitarbeitsnoten", in die u.a. schriftliche Leistungskontrollen, Referate, Unterrichtsbeiträge, Experimente usw. einfließen. In Fächern wie Kunst besteht die Möglichkeit, die "schriftliche Leistung" auch fachpraktisch zu erbringen. Näheres hat die jeweilige Fachkonferenz festzulegen.

    Wie könnte man sowas im Vorfeld handhaben?

    Das ist ein heikles Thema, gerade die Abizeitung ist grundsätzlich in Privathand und die Schule hat da i.d.R. keinen Zugriff. Im Kollegium heiß diskutiert wurde auch die Option, dennoch vorab Beiträge (über sich selbst) zu sichten, gleichzeitig aber den Beigeschmack von Zensur zu vermeiden. Wir haben dann darauf reagiert, indem wir jeweils bereits lange vor dem Abitur im Herbst mit dem zuständigen Abigremium über rechtliche Rahmenbedingungen ihrer Arbeit (Presse-, Straf- und Zivilrecht) sprechen und anhand von Beispielen ins Gespräch zu kommen, was grenzwertige und grenzüberschreitende Beiträge sein könnten.

    Was die Schülerinnen und Schüler dann daraus machen, liegt in ihrer Verantwortung. Insbesondere das Gegenlesen und "Freigeben" von Schülerbeiträgen käme sonst auch in gefährliche Nähe einer verbotenen Rechtsberatung.

    Gemeinschaftsschulen kenne ich als Grund- und Oberschulen gemeinsam, sprich 1-10.

    Sekundarschulen sind hier die Zusammenlegungen von Real- und Hauptschulen. Gesamtschulen haben hier auch noch den Gymnasialzweig und Oberstufe dabei.

    Mittelschulen gibt es in Berlin nicht.

    Kenne ich auch so. Je nach Bundesland heißt der Zusammenschluss von Haupt- und Realschule dann Mittelschule (z.B. Bayern, Fokus liegt aber auf Hauptschulzweig), Sekundarschule (z.B. Bremen), Oberschule (z.B. Niedersachsen) oder Regelschule (z.B. Thüringen).

    Im Gegensatz zu Gesamtschulen fehlt der gymnasiale Zweig.

    Stimmt nicht. Google mal nach "one time pad".

    Auch eine astronomische Anzahl möglicher Schlüssel ist keine Sicherheitsgarantie. Bestes Beispiel dafür ist die ENIGMA.

    Das OTP ist leider auch nur dann sicher, wenn alle Nebenbedingungen peinlich genau eingehalten werden, was in der Praxis ziemlich unhandlich ist, insbesondere zur Verschlüsselung größerer Datenmengen. Aber stimmt schon, damit hat man theoretisch ein unbrechbares Verfahren an der Hand.

    Die Enigma hatte so deutliche kryptografische Schwächen, dass mir noch immer unklar ist, wie das bei der Konstruktion nicht auffallen konnte. Alleine die Umkehrwalzen führen zu einer Schwächung um etwa 13 Größenordnungen. Blöd war auch, dem Konzept "Security through obscurity" zu folgen. Den Fehler macht Deutschland teils immer noch. Ich selbst bin Fan des Kerkhoff´schen Prinzips, Standards wie AES sind diesbezüglich gut implementiert und vor allem durch aufwendige Audit-Verfahren auf Sicherheitslücken geprüft.

    Übrigens hat man auch bei einfacher monoalphabetischer Substitution eine extreme Anzahl möglicher Schlüssel, gleichzeitig ist das Verfahren sehr leicht angreifbar.

    Das belegt seit Jahren in schöner Regelmäßigkeit einen der vordersten Plätze in der Liste der meistgenutzten Passwörter (in verschiedenen Variationen sogar mehrere der vordersten Plätze). Dicht gefolgt von Klassikern wie "password", "picture1", "qwerty" und natürlich "admin". :aufgepasst:

    Die Abarbeitung dieser Liste kommt noch vor der Anwendung eines Wörterbuchangriffs, der ebenfalls schnell gemacht und relativ erfolgversprechend ist oder Social Engineering....habe ich mal gehört :engel:

    Naja, wir sind 3zügig mit 6 Jahrgängen, also nicht so klein. Und je größer es ist, um so wichtiger sind ja Lösungsvorschläge, meiner Meinung nach.

    Das mag ohne Blockung noch denkbar sein, auf Kurs- und Profilleisten funktioniert das i.d.R. nicht mehr. Selbst wenn 2 Lehrkräfte feststellen, dass sie ihre Kurse eigentlich auch genau tauschen könnten, um Freistunden zu vermeiden und selbst wenn die Raumsituation es zulässt, gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit dann in den Kursen ein paar Schülerinnen und Schüler, für die der Leistenplan dann auf einmal nicht mehr funktioniert.

    Na das sowieso, aber was ist doof daran Lösungsvorschläge mitbringen zu müssen? Das dann noch geguckt werden muss, ob es geht, ist klar. Aber nur "ich will das anders, macht mal!" ist eben nicht.

    Ich vermute, das steht und fällt mir der Größe des Systems. Ich weiß nicht wie groß die Grundschulen bei euch sind, aber mit den hier oft nur 2-3 Klassen und 4 Jahrgängen bleibt der Plan doch überschaubarer als an weiterführenden Schulen mit bis zu 9 Jahrgängen und eher 4-6 Klassen pro Jahrgang. Durch Fremdsprachen, Profile in der Sek I und spätestens das Kurssystem in Sek II entstehen so viele Verleistungen, dass diese im Nachgang nur schwer wieder zu lösen sind. Dann hilft auch oft eine Absprache mit einer anderen Lehrkraft zu Tauschwünschen nicht mehr.

    Umso wichtiger ist es dann, bereits vorab zwingende Gründe und Wünsche bei der Stundenplangestaltung zu erfragen und möglichst zu berücksichtigen.

    Fahren denn immer noch viele Menschen mit dem ÖNPV? Ich dachte, dass viele inzwischen auf Alternativen umgestiegen wären. Ich bin das letzte Mal glaube ich im Oktober mit dem ÖPNV gefahren und davor monatelang nicht.

    Auf was für Alternativen denn? Für nicht wenige Menschen ist ein (weiteres) eigenes Auto keine Alternative, sei es aufgrund fehlender Parkmöglichkeiten im urbanen Raum oder aus finanziellen oder weltanschaulichen Gründen. Für Kurzstrecken sind Fahrräder sicher eine gern genutzte Möglichkeit, diejenigen haben es vorher aber oft ohnehin schon benutzt. Taxis sind auf Dauer auch eher keine Alternativen, Fahrgemeinschaften verbieten sich als Ersatz für den ÖPNV eigentlich auch.

    Wir haben darüberhinaus nicht wenige Schülerinnen und Schüler, die nach wie vor auf Schulbusse angewiesen sind, auch wenn derzeit nur die Abschlussjahrgänge zur Schule kommen. Das sah vor Weihnachten aber auch noch ganz anders aus.

    Glaubt ihr denn, dass bei Einhaltung aller anderen gängigen Hygienemaßmahmen die Wahl der Maske der Game Changer überhaupt ist? Ich habe da bislang ernsthaft meine Zweifel.

    Es gibt eine ganze Reihe von Situationen, in denen Masken eine sehr sinnvoll Ergänzung zu anderen Maßnahmen sein können. Die Wahl des Maskentyps hängt dann auch von der Situation ab. Im vollbesetzten ÖPNV würde ich derzeit z.B. eher nicht ohne FFP2-Maske fahren wollen, während für den (ok..vermeidbaren) Bummel durch die Innenstadt wahrscheinlich auch eine Community-Maske ausreicht.

    Mal ganz ehrlich: Bringt eine OP-Maske so viel mehr als eine ordentliche Alltagsmaske?

    Deshalb schrieb ich ja: "eine ordentliche Alltagsmaske".

    Ja, während es keinen entscheidbaren Begriff der "ordentlichen Alltagsmaske" gibt, weisen OP-Masken klar definierte Filtereigenschaften auf, die durch technische Normen festgelegt sind und eingehalten werden müssen. Durch das zwangsläufig mitverbaute sehr feinmaschige Vlies ergibt sich übrigens auch ein gewisser Eigenschutz, der bereits deutlich besser als bei Alltagsmasken ist, das Level von FFP2/3 -Masken aber noch nicht erreicht. OP-Masken feuchten auch nicht so leicht durch wie Alltagsmasken, was auch längere Tragzeiten ermöglicht.

    Richtig: Sie können das nicht. Das gleiche Prinzip. Es ist nicht so, dass Frauen nicht zum Priester geweiht werden dürfen, sondern dass sie nicht zum Priester geweiht werden können. Die Weihezeremonie wäre nur ein Nachspielen, es käme kein Sakrament zustande. Deshalb bringt eine Beschwerde darüber bei Papst oder Bischof nichts, sondern man müsste sich an den Herrn selbst wenden. Der hl. JP II schrieb, dass die Kirche "keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden" (Ordinatio Sacerdotalis).

    Made my day. Du hast beim Zitieren leider etwas weggelassen: JP II schrieb nicht einfach nur, dass die Kirche keine Vollmacht habe, sondern er (!) legte das schlicht als Dogma fest und macht dann alle mundtot, indem er ausführt, dass sich alle Gläubigen endgültig daran zu halten haben.

    Du glaubst also ernsthaft, weil ein Mann dogmatisch festlegt, dass man Frauen ruhig von der Weihe ausschließen dürfe, weil man das schon immer so mache, würden Frauen diesbezüglich nicht diskriminiert?

    Danke, das stimmt natürlich. Habe noch einmal einige Seiten zurück gelesen. Plattenspieler hat dabei "nur" relativiert, dass Missbrauch in der Kirche ja mit der Kirche gar nichts zu tun habe, sondern lediglich von Einzelpersonen ausgehe und man das so ja auch in anderen Bereichen vorfände.

    Gerade damit kann das Problem aber nicht abgetan werden, wie auch von Vertretern der "Amtskirche" erkannt wurde. So merkte beispielsweise Bischof Franz-Josef Bode (Osnabrück) bereits 2010 als damaliger Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz an, dass die Kirche sich nicht damit herausreden könne, dass andere es auch tun und verwies dabei auch auf die besondere Herausforderung im Umgang damit in Anbetracht der eigenen moralischen hohen Anforderungen.

    Was mich persönlich wirklich anwidert, ist dass innerhalb der "Amtskirche" Missbrauchstäter auch weiterbeschäftigt worden und das Missbrauch z.B. von Kardinal Karl Lehmann als "einmaliger Ausrutscher" bezeichnet wurde . Wie man hier kein innerkirchliches Problem beim Umgang mit sexuellem Missbrauch sehen kann, ist mir vollkommen unverständlich.

    vgl.

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