Ähnlich beschissen wie in Chemieprojektwochen läuft es übrigens für Biologen im mündlichen Abitur: Während andere KuK korrigieren und chillen, sich Prüfungen anschauen, müssen die Biologen, weil jeder Idiot Bio als Naturwissenschaft im mündl. Abi wählt, unzählige Prüfungen vorbereiten und im Akkord abnehmen. Auf Teilzeit nimmt man natürlich keine Rücksicht, denn es ist ja Abitur. Also schön 25 Prüfungen vorbereiten und abarbeiten. Chemie / Bio ist eine Todeskombo bei uns.
Die eingangs erwähnte Belastung rund ums Experimentieren kann ich ja bestätigen, aber hier werde ich stutzig. Unterschlägst du dabei nicht eventuell, dass die Fachkolleginnen und -kollegen, die wenige mündliche Prüfungen haben, umso mehr schriftliche Prüfungen haben könnten? Mit etwas korrigieren und chillen ist es bei den meisten jedenfalls nicht getan. Aber ja, Biologie ist tatsächlich ein beliebtes mündliches Prüfungsfach...mit entsprechend weniger schriftlichen Prüfungen.
Nebenbei: anders als die schriftlichen Zentralprüfungen, die innerhalb kurzer Zeit zu korrigieren sind, weiß man i.d.R. bereits knapp zwei Jahre vorher, wieviel mündliche Prüfungen man haben wird als Kurslehrkraft. Es ist überhaupt nicht notwendig, diese erst zwei Wochen vorher unter Zeitdruck vorzubereiten (Stichwort: eigenverantwortliches Arbeitszeitmanagement).