Seph: "bösen bösen Ausländern" ist genauso Provokation und Polemik.
Stimmt, wenn ich ehrlich bin, ist es das irgendwie auch, das tut mir Leid. Auf dem Niveau müssen wir wirklich nicht reden. Danke für die differenzierte Antwort.
Es gibt mehr Problemschulen mit hohem als solche mit geringem Migrationsanteil. Im Umkehrschluss gibt es mehr Vorzeige- und Eliteschulen mit geringem als solche mit hohem Anteil.
Dem schließe ich mich an, aber ich lege den Fokus leicht anders. Aus meiner Sicht besteht der kausale Zusammenhang nicht zu Migrationshintergrund ja/nein sondern eher zu den sozioökonomischen Hintergründen. Die Problematik höherer Gewalt, Leistungsverweigerung etc. haben wir genauso bei Deutschen ohne Migrationshintergrund aus sozioökonomisch schwächer aufgestellten Elternhäusern, ist also m.E. nicht primär daran gekoppelt, woher eine Person oder deren Eltern kommen.
Die natürlich offene Frage dabei ist, warum Personen mit Migrationshintergrund tendenziell eher diesen Hintergrund haben. Neben Hemmnissen beim Arbeitsmarktzugang aufgrund von Vorurteilen gegenüber MIgranten, hört man oft von WIrtschaftsflüchtlingen im Sinne davon, dass ohnehin schwächer gestellte tendentiell eher eine neue Heimat suchen. Nicht vergessen darf man dabei aber, dass in Deutschland recht hohe formale Anforderungen an zertifizierte Bildung / Ausbildung gestellt werden, die in vielen anderen Ländern so gar nicht existieren. Anders ausgedrückt: obwohl viele der Migranten hier möglicherweise gerne arbeiten wollen (und das vom Know-How her wohl auch könnten) scheitern sie leider oft genug an den formalen Anforderungen an Berufsausbildung (deutsche Spezialität btw.). Ich denke, dass spielt leider eine große, wenig beachtete, Rolle.