An dieser Stelle muss ich mich Karl-Dieter doch mal anschließen: Für diese Behauptungen hätte ich auch gerne valide Quellen gesehen! Letztlich steckt dahinter der Vorwurf, dass Ärzte Falschdiagnosen aus Gefälligkeit stellen und in gewisser Hinsicht auch die Hybris, als Lehrkraft über ein Krankheitsbild besser Bescheid zu wissen, als approbierte Fachärzte. Dass die Anzahl von Diagnosen zugenommen hat, kann auch bedeuten, dass die Krankheit heute anerkannter ist als früher und damit sensibler umgegangen wird.
Und - traust du einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast? Siehst du.
Der Spruch ist so alt, wie er falsch ist. Es lohnt sich oft, die Rohdaten selber zu sichten und zu interpretieren und sich nicht (nur) auf Interpretationen einer Interessengruppe zu verlassen. Die wenigsten Statistiken sind gefälscht, sondern oft wird nur die Darstellungsform der Daten in eine gewünschte Richtung beeinflusst (z.B. flächenfalsche Darstellung von Größenvergleichen, um Unterschiede überzubetonen)
Den Hinweis auf den Umgang mit Straftaten hingegen finde ich goldrichtig. Problematisch dürfte die geringe Aufklärungsquote sein, falls überhaupt ein Ermittlungsverfahren nicht gleich eingestellt wird. Insofern stellt sich dennoch die Frage nach dem Umgang innerhalb des Systems Schule damit. Ein Ansatzpunkt wäre, wie die Aufsicht in Pausen geregelt ist. Stehen Klassenräume offen, sind diese verschließbar? Vielleicht kann in der Klasse auch der Umgang mit eigenen Wertsachen thematisiert werden.