Wenn nämlich das ganze Kollegium aus Leuten besteht, die wegen Kindern und Pflege und anderen rechtfertigenden Gründen nur Teilzeit arbeiten, ist die Schule personell auf dem Papier voll besetzt, de facto vielleicht zur Hälfte. Und alle diejenigen, die vielleicht aus Gründen einer alternativen Lebensgestaltung auch mal in Teilzeit gehen wollen, schauen sowieso in die Röhre.
Das stimmt doch schlicht nicht. Wenn mein ganzes Kollegium aus Teilzeitkräften besteht, habe ich halt entsprechend mehr Kollegen. Entscheidend für die Anzahl von Stellen/Kollegen ist die Abdeckung der Soll-Stunden und nicht die Vollzeitäquivalente. Im Übrigen kann es aus Sicht der einzelnen Schule durchaus attraktiv sein, eher Teilzeit- als Vollzeitkräfte zu haben. Ausfälle einzelner Kollegen schlagen dann nicht so durch. Wir hatten zuletzt 2-3 dauerkranke Kollegen, die natürlich alle Vollzeit waren. Das zu kompensieren ist erheblich schwieriger als Ausfälle von Teilzeitkräften. Zugegeben: bei mehr Leuten können auch mehr ausfallen.
PS: Fairerweise muss man sagen, dass ich das aus Sicht einer Region mit guter Gesamtversorgung schreibe. Das bedeutet bei uns konkret tatsächlich, dass wir trotz hoher Teilzeitquote nahezu 100% Unterrichtsversorgung haben. Mir ist natürlich auch klar, dass aus Sicht der Bundesländer selbst eine hohe Teilzeitquote mit Blick auf die gesamte Unterrichtsversorgung in der Breite nicht wünschenswert ist.