Beiträge von Seph

    - Am Gymnasium kommt es ganz schnell dazu, dass du Klassen immer wieder für 6 Wochen nicht siehst. Eine Erkältung und eine Stundenplanänderung für einen Theaterbesuch reichen dafür aus.

    Das passiert ausschließlich in rein 1-stündigen Fächern und lässt sich durch epochalen Unterricht gut vermeiden.

    - Aus der Sicht als Personalrat: das Modell ist eine endlose Quelle dafür, dass KuK sich ungerecht behandelt fühlen. Dazu reicht schon die von TE beschriebene ungleiche Verteilung aus, wenn dann in der 20er Woche zufällig zwei Feiertage liegen und in der 28er nicht, dann meint Kollege A gleich, man müsste anschließend Stunden oder A-/B-Wochen tauschen damit da irgendwelche Mehrstunden kompensiert werden, Kollege B hat darauf aber keinen Bock, etc.

    Wenn man sich die Lage von Feiertagen mal genau anschaut, dann fällt schnell auf, dass sich diese über die Wochentage und über gerade und ungerade Kalenderwochen ganz gut verteilen.

    Gibt ja durchaus auch andere Modelle, z.B. 60 Min oder ähnliches.

    Die gibt es auch und bringen zumindest bei uns in NDS ebenfalls zwangsläufig A- und B- Wochen mit sich. Das liegt u.a. an der Stundentafel, die in der Sek II nicht mehr wie in der Sek 1 verschiebbar ist und halt auch 3- und 5-stündige Kurse (also 135min/225min pro Woche) vorsieht.

    Wir haben weder A-/B-Wochen, noch 60 Minuten.

    In diesem Jahr habe ich 2 Einzelstunden im Stundenplan, in den letzten beiden Halbjahren waren es je eine.

    Dann hast du vermutlich relativ wenig Sek II Unterricht (siehe oben). In der Sek 1 betrifft die ungerade Stundenzahl Mathe und Physik ja wirklich eher weniger.

    Die Tatsache, dass eine Schule ein Konzept mit A- und B-Wochen fährt, wäre für mich schon genug Grund, mich nach einer Alternative um zu sehen.

    Warum denn das? Mir persönlich ist das deutlich lieber als ständig Einzelstunden zu haben. Aber ja: so große Schwankungen wie vom TE beschrieben dürfen sich daraus nicht ergeben.

    Moin Ihr Lieben,

    darf die Schulleitung die Stunden eigentlich auf die Wochen verteilen, wie sie will?
    In meinem Stundenplan für das nächste Schuljahr habe ich eine Woche 28, und eine Woche 20 Stunden.

    Das haben die sich bei uns neu ausgedacht. Finde das gelinde gesagt nicht ganz so geil. 8)

    Die Schwankung scheint mir auch relativ hoch zu sein, aber das ist durchaus denkbar. Wir haben insbesondere in der Sek II auch "A- und B-Wochen", um trotz ungerader Stundenzahlen ein Doppelstundensystem fahren zu können. Und bei ungünstiger Unterrichtsverteilung mit vielen solchen Kursen kann das schon vorkommen. Für eine so große Schwankung bräuchte man da aber schon 4 wechselnde Kurse, die dann auch noch alle in den A-Wochen ihre Zusatzstunden haben. Das kam so glaube ich bei uns noch nicht vor.

    Eine gute Vernetzung auch in der Lokalpolitik ist als Schulleitung eigentlich immer sinnvoll. Da das aber kommunal häufig auch parteiübergreifend sehr gut klappt, ist ein bestimmtes Parteibuch dafür i.d.R. nicht erforderlich. Das mag bei Politischen Beamten - wie der Name schon sagt - in den Behörden dann schon etwas anders aussehen.

    Ich fürchte, dass das nicht in jedem Fall klappt. Ich freue mich aber darüber, dass viele meiner Kolleginnen und Kollegen da ein sehr offenes Ohr für ihre Schülerinnen und Schüler haben und wir doch oft unterstützen können.

    Ich erinnere mich an eine Schülerin der 8.Klasse, die sehr viele Fehlzeiten hatte. Ich habe dann keine Excel-Tabelle angelegt, sondern nachgeforscht, was die Gründe waren. Die Mutter war schwer depressiv, kam nicht aus dem Bett und die Schülerin kümmerte sich sowohl um die Mutter als um ihre jüngeren Geschwister. SIE musste die Mutterrolle übernehmen. Über die Schulsozialarbeit und das Jugendamt konnten wir dann eine Familienhilfe installieren. Das Mädchen besaß über diese Möglichkeit kein Wissen und hat nur "funktioniert". Manche "Verfehlung" hat höchst moralische Ursachen.

    Das kann ich nur bestätigen. Ich hatte inzwischen auch einige Schülerinnen und Schüler, die so große Päckchen im privaten Umfeld mit herumgetragen haben, dass es an ein Wunder grenzte, dass diese überhaupt einigermaßen regelmäßig in der Schule waren. Oft konnten wir dabei von schulischer Seite so weit unterstützen, dass dennoch die Rahmenbedingungen für einen guten Abschluss geschaffen werden konnten. Dafür muss man aber zunächst zuhören.

    Fairerweise: es gab dabei leider auch einzelne Fälle, in denen man dann von beiden Seiten auch einsehen musste, dass es im Leben der betreffenden Person gerade wichtigeres als Schule gab und ein höherer Abschluss zu diesem Zeitpunkt nicht möglich war. Das war dann aber eine "gemeinsame Entscheidung" aller Beteiligten als Ergebnis vieler Gespräche.

    Wir hatten mal eine FK, wo die Entscheidung fürs Buch unter den Kollegen schon gefallen war und die Elternvertreterin dann in epischer Länge Plädoyers für das Buch der Konkurrenz hielt... der Seehund ist süß, das Layout gefällt ihr und ihrer Tochter besser, ebenso die Farbgestaltung... das eigentliche 2-Minuten-Thema blähte sich letztlich auf +30 Minuten aus.

    Ein schönes Beispiel für den Sinn vorentlastender Gespräche der Konferenzleitung mit einzelnen Personen.

    Nein, deutlich kürzer. Wenn die mal an eine 1 Stunde heranreichen, dann ist das viel. Hilfreich hierfür sind u.a.:

    -> vorherige Rundmail mit den wichtigsten reinen Infos

    -> klare strukturierte Planung der TOPs

    -> Vorgespräche mit einzelnen Kolleginnen und Kollegen zu antizipierten schwierigen Punkten

    -> Sitzungsdisziplin der Kolleginnen und Kollegen (es müssen wirklich nicht 3-4x die gleichen Dinge gesagt werden)

    Fachkonferenzen in dem Sinne finden im Übrigen nicht vor Schuljahresbeginn statt. Kurze zielgerichtete Dienstbesprechungen zum Auftakt hingegen schon.

    Wenn ich für zusätzliche Aufgaben, die großzügig verteilt werden: Sekretariat, Putzen, Möbel schleppen, Tische reinigen in Mensa wenn Aufsicht, Ganztagskonferenzen, Projekte, Schulentwicklungsplan, Funktionen usw., die die 16 Zeitstunden definitiv sprengen, steht mir Freizeitausgleich zu, den ich aber nicht nehmen kann, weil ich in den Ferien vorbereite, o.g. Aufgaben übernehme usw.

    Der erste und auch notwendige Schritt wäre in einem solchen Fall erst einmal die (möglichst dokumentierte) Meldung an den Vorgesetzten, dass die übertragenen Aufgaben nicht in der zur Verfügung stehenden Zeit zu erledigen sind und die Bitte um Rücksprache, an welchen Stellen gekürzt werden soll. Auch kann der AN nicht einfach ohne Rücksprache mit dem AG Überstunden leisten und diese später ausgezahlt bekommen möchten.

    Im Übrigen möchte ich mit Blick auf diese Formulierung - sollte diese wirklich so pauschal gefasst sein - noch auf eines hinweisen:

    "Die regelmäßige Arbeitszeit entspricht 16 h, entspricht in Schulwochen 10 UE mit 45 min Umfang. Der Angestellte ist zu Überstunden und Mehrarbeit verpflichtet, die in Freizeitausgleich abgegolten wird. Wann dies der Fall ist, legt der AG fest."

    Klauseln, die keine Höchstzahl der zu leistenden Überstunden und Mehrarbeit vorsehen, sind nicht selten unwirksam. Ohne wirksame arbeitsvertragliche Vereinbarung zu Überstunden und Mehrarbeit hingegen, hat der AG es äußerst schwer, eine solche außerhalb von Notlagen auch wirklich anzuweisen. Bei Notlagen reden wir von Katastrophen u.ä., nicht jedoch von absehbaren Ereignissen und Arbeitskräftemangel.

    Wieso geht ihr nicht auf die Inhalte meiner Schreiben ein? Das sind keine Beleidigungen, sondern Fakten und Zusammenhänge. Schreibt doch bitte wenigstens, in welchen Punkten ich in euren Augen falsch liege. Dann lassen wir Hitler und den Stammtisch fallen und reden wie erwachsene Menschen.

    Dann gehe ich mal kurz inhaltlich ein: Die Verknüpfung von gendergerechter Sprache mit Hitler ist ziemlich daneben. Das gilt umso mehr, als dass die nationalsozialistische Ideologie eine klare binäre Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen vorsah. Von Gleichbehandlung aller Geschlechter und deren Ausdruck durch sprachliche Mittel war man dort meilenweit entfernt. Insofern ist diese Aussage hier absolut nicht zu halten:

    Hitler genderte als einer der Ersten.

    Die förmliche Anrede an zumindest die binären Geschlechter ist im Übrigen wesentlich älter und findet sich nicht erst im 3. Reich. Mit gendergerechter Sprache hat das jedoch ohnehin herzlich wenig zu tun.

    Der letzte Screenshot ist dein Ernst? Dieser Spagat zwischen der Herabwürdigung anderer und deinem an Profilneurose grenzenden Geltungsdrang ist im Grunde ja pathologisch. Das tut mir leid. Wenn du kein gelangweilter Troll sein solltest: such dir Hilfe. Alles Gute!

    Das war doch lediglich schnell in Word zusammengetippt :)

    PS: Danke an die Mods! Dann können wir zur eigentlichen Frage zurückkehren. Ich hoffe Timbu hält uns auf dem Laufenden.

    Bereitschaftstunden: die sind bei uns jetzt auch neu. Werden die ins Deputat angerechnet? Bei uns lt. Aussage nicht. Aber ich muss anwesend sein. Rückfrage von mir: SL:"na da können sie ihre Vorbereitung machen, das ist keine Arbeitszeit, wird daher nicht vergütet".

    Die SL hat in einem gewissen zeitlichen Rahmen die Möglichkeit, den Ort und die Tätigkeiten der Arbeit vorzugeben. Insofern sind Bereitschaftsstunden zwar eindeutig als Arbeitszeit zu berücksichtigen und werden sehr wohl "vergütet", sie sind aber keine extra Deputatsstunden. Sie gehören einfach als eine Art teilgebundene Zeit zur typischen Arbeitszeit der Lehrkräfte.

    Im Fakepost vom TE scheißt sich in der Geschichte die Person in die Hose ein, weil ein 18-Jähriger jammert, da seine Spielekonsole abhandengekommen ist. Jeder mit etwas Lebenserfahrung bemerkt intuitiv das Machtverhältnis. Man muss schon sehr unreif sein, die Situation so zu lösen, wie hier vorgeschlagen wurde: der wird jetzt u.U. erst zur ernsthaften Bedrohung gemacht.

    Abgesehen davon, dass ich dich aufgrund deines Sprachgebrauchs nicht ernst nehmen kann, musstest du offensichtlich noch nie Erfahrungen mit aggressiven Angehörigen im Schulkontext sammeln. Diese können durchaus auch in einer "Qualität" vorkommen, die rechtliche Schritte unbedingt notwendig werden lassen. Das scheinst du nur leider nicht verstehen zu können. Deine Relativierung des Sachverhalts als "Dummer Junge Streich" ist ohne Kenntnis der konkreten Situation nicht nur daneben, sondern geht auch an der Realitität und den Erfahrungen, die sicher einige der vielen richtigen Lehrkräfte hier in ihrer Berufslaufbahn machen mussten, vorbei. Diese können im Übrigen auch Streiche von ernsteren Bedrohungen gut unterscheiden.

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