Du hast doch für die Krankheit ein Attest vom Arzt, oder nicht? Es kann doch nicht sein, dass man zahlen muss, wenn man mit attestierter Krankheit nicht teilnehmen kann. Für solche Fälle empfehle ich dringend Rechtsbeistand.
Allerdings ist es fraglich, ob man dies in der Probezeit schon machen sollte. Schulleiter neigen sonst dazu sich zu rächen und vielleicht bekommt man Probleme mit der Lebenszeitverbeamtung.
Ist diese allerdings erst einmal durch, Feuer frei!
Beiträge von Firelilly
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Vor der Klassenfahrt nächstes Mal unbedingt klären, ob die Kosten komplett übernommen werden können. Denn nur dann darf die Dienstreise überhaupt genehmigt werden. Aber so, wie ich eure Schulleitung einschätze, hat diese einfach die Probezeit als Druckmittel genutzt dich trotzdem auf Fahrt zu schicken. So läuft das bei uns.
Wenn Du nicht NRW sondern SLH angegeben hättest, hätte ich darauf gewettet, dass du an unserer Schule bist.
Eigentlich würde ich ja sagen, es ist eine Frechheit, dass es sehr viel böses Blut gegeben hat, weil du aufgrund von Krankheit nicht mitfahren wolltest. Aber dies scheint mir in Schulleiterkreisen normal zu sein.
Eine Option nach Verbeamtung auf Lebenszeit (aber nicht vorher, wegen gesundheitlicher Eignung als Kriterium für die Lebenszeitverbeamtung) ist es sich vom Arzt attestieren zu lassen, dass man keine Fahrten mit Übernachtung durchführen kann. Gibt diverse gesundheitliche Gründe, warum dies nicht geht. Dann ist man in Bezug auf Kursfahrten nicht mehr der Willkür des Schulleiters ausgesetzt. Manche Schulleiter wollen einfach Krieg bzw. brauchen Lehrer, die sich dominieren lassen. Ich empfehle auch unbedingt Mitgliedschaft in einer Lehrergewerkschaft, eine zusätzliche Rechtsschutzversicherung und einen guten Draht zu einem Hausarzt!
Wehrhaft bleiben! -
Hallo,
mit Besorgnis beobachte ich, wie hier immer wieder Umfragen eingestellt werden, die dann auch zum Teil als Basis für die Zulassungsarbeit des 1. Staatsexamens dienen. Mal abgesehen davon, dass viele Umfragen schon in der Fragestruktur sehr schlecht gemacht sind, finde ich, dass selbst eine gut gemachte Umfrage nur in den allergrößten Ausnahmefällen den Ansprüchen an eine Zulassungsarbeit erfüllen sollte.
Es scheint mittlerweile, nicht nur an der Schule, einen extremen Verfall des Niveaus und des Anspruchs zu geben: Zu meiner Zeit, und die ist noch nicht so lange her, haben selbst die Lehrämtler (habe selber das Diplom) bei uns mehrere Monate im Labor gestanden, neue Verbindungen synthetisiert, komplizierte Reaktionsmechansimen aus englischsprachiger Fachliteratur nachvollzogen, anspruchsvolle Technik wie NMR-Spektroskopie eingesetzt und selbstständig ausgewertet, und auf diese Weise eben wirkliche Wissenschaft betrieben. Mir ist unvorstellbar, wie man als Dozent eine Zulassungsarbeit annehmen kann, wo eine Umfrage statistisch ausgewertet wird. Denn selbst, wenn man sich intensiv mit Statistik beschäftigt (was natürlich nicht einmal geleistet wird) und diese einsetzt, handelt es sich um eine wirklich triviale und kritisierbare Art des Erkenntnisgewinns, der kaum den Namen Wissenschaft verdient. Das merken selbst Laien, man muss nur mal eine Zulassungsarbeit aus dem Fachbereich Chemie oder Mathematik lesen (die sich mit Fachinhalten beschäftigen) und diese mit einer, auf einer Umfrage basierenden Zulassungsarbeit, vergleichen.
Ich habe mich lange gefragt, ob es daran liegt, dass Naturwissenschaften komplexere Thematiken behandeln, aber bin zu der Überzeugung gelangt, dass auch in Fächern wie Deutsch oder Geschichte durchaus anspruchsvolle Zulassungsarbeiten geschrieben werden können. Ich hatte mal eine linguistische Zulassungsarbeit einer Freundin vor der Nase, da merkte man deutlich, dass es sich um Wissenschaft handelte. Es hat also wenig mit den Fächern zutun.Dies bringt mich der Überlegung, dass man vielleicht hier im Forum aufhören könnte Umfragen, die als Basis für eine Zulassungsarbeit dienen, zu unterstützen. Ich finde solche Zulassungsarbeiten sind ein Schlag ins Gesicht für jeden Lehrämtler, der sich in seinen Fächern mit anspruchsvoller Fachmethodik an fachwissenschaftliche Fragestellungen herangewagt hat und wirklich etwas geleistet hat.
Deshab meine Bitte, könnten wir solche Umfragen hier ausschließen um einen kleinen Beitrag zu leisten das wissenschaftliche Niveau der Lehrerausbildung nicht noch lächerlicher zu machen, als es leider oftmals schon ist? -
Tja, da staunt man, was im Öffentlichen Dienst so alles möglich ist, wie schon meine Vorredner sagten, tw. inhumaner als in der Wirtschaft
Teilweise? Ich habe es noch nicht erlebt, dass man mit halber Stelle eine komplette Woche 12-Stunden Schichten + 12 Std. Bereitschaft ohne Ausgleich leisten muss. Beamte mit halber Stelle müssen bei uns an der Schule ohne Zeitausgleich oder Vollzeitbezahlung (für diese Woche) Klassenfahrten durchführen, obwohl sie eigentlich nur wenige Stunden pro Woche unterrichten. Im Endeffekt also das leisten, was ein Vollzeitbeamter bei vollen Bezügen leistet. Das gibt es nur im Lehrerberuf! Unsere Schulleitung ist da aber auch extrem, da ist alles Dienstverpflichtung und Teilzeit bezieht sich komplett nur auf die Unterrichtsstunden.
Nächstes Jahr bin ich bei der Klassenfahrt einfach krank, das frustriert mich echt dermaßen. -
"mit Kindern aus Knete Modelle von Insekten basteln", die aber für Gymnasiallehrer ausgeschrieben ist.
Off topic: Ich hoffe das richtet sich an gymnasiale Kunstlehrer und nicht an Biologielehrer. Unglaublich was es für Fortbildungen gibt. Da bin ich ganz froh, dass ich mich zuhause fortbilde, indem ich Fachbücher lese.
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Weiteres Beispiel:
Einwöchige Klassenfahrten trotz halber Stelle voll durchführen müssen und die Mehrarbeit nicht bezahlt bekommen (Angestellte können immerhin auf Antrag für diese Woche wie eine Vollzeitkraft bezahlt werden, Beamte Teilzeitkräfte nicht) und keinen zeitlichen Ausgleich bekommen, weil Schulleitung sich darauf beruft, dass dies eine Dienstpflicht auch für eine Beamtin mit halber Stelle sei.
Und beschwert man sich, bekommt man mit halber Stelle dann einen Stundenplan reingedrückt, der einen einfach nur kotzen lässt. Auch hier hat man als Beamter keine Chance, es heißt dann einfach "Aus Schulorganisatorischen Gründen blablabla".Man ist als Beamter eben einfach wehrlos gegen die ständige Mehrarbeit und gnadenlos abhängig vom Wohlwollen und den Launen der Vorgesetzten.
Gerade verbeamtete Teilzeitkräfte werden mit dem Schlagwort Dienstpflicht hinten und vorne ausgenutzt, unter Druck gesetzt, erpresst und dieses Ausnutzen wird dann auch noch von höchsten Gerichten befürwortet.
(Z.B. Als sich eine verbeamtete Teilzeitlehrkraft auf Europarecht berief um, ebenfalls wie Angestellte, für die Zeit der Klassenfahrt wie eine volle Stelle bezahlt zu werden, weil sie 24 h / Tag im Dienst bzw. in Bereitschaft war für diese Woche, und dann gnadenlos abgeschmettert wurde).Die ach so schöne Sicherheit im Beruf wird teuer erkauft.
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Wer sich schon vor der ersten Unterrichtsstunde Gedanken über eine Funktionstelle macht, ist meist im Lehrerberuf falsch aufgehoben.
Wer Karrieregedanken hegt sollte generell einen Bogen um den Lehrerberuf machen. Dafür ist der Beruf einfach die falsche Wahl. Es ist ein Beruf für die Durchschnittlichen, ohne Leistungszulagen und Durchbruchschancen, aber dafür mit Sicherheiten und Vereinbarkeit mit Familie. Das sollte man vorher wissen.
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Auf keinen Fall das Niveau absenken, denk an die Schüler/innen, die dort wirklich hingehören. Behalte diese im Fokus und quittiere die Leistungen der
Schwachen eben deutlich. Auch in Klassenstufe fünf kann man bereits mangelhafte Noten vergeben. Ich würde den Eltern auftragen, dass sie die Defizite in Heimarbeit aufarbeiten,
da dafür am Gymnasium keine Zeit ist. Es kann ja schlicht nicht sein, dass man in der 5. Klasse wieder Grundschulstoff in solch einem Umfang aufarbeiten muss, denn das ginge
nur auf Kosten der eigentlichen Inhalte der Klassenstufe. Wehrt euch gegen diese Abwertung des Gymnasiums! -
Wir haben den Fall aktuell und unser Chef meinte, es wäre Thema bei der Schulleitertagung gewesen, dass es im Falle einer Forderung zum Ersatz durch die Schule bei Verweigerung der Eltern keine Handhabe gäbe ...
Ich kann es auch nicht glauben ...Man könnte doch einfach im Lehrerzimmer einer Dose aufstellen und jeder Kollege gibt nen Euro, dann kann man auch in solchen Fällen ein neues Buch anschaffen. Wenn Kollegen ihr privates Geld investieren um einen Amerika-Austausch zu begleiten oder auf Klassenfahrt zu gehen, warum dann nicht auch um solche Bücher zu ersetzen?
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Ich mache das immer, in deutlichen Worten. Ich weiß, doch, wie es im Regelfall mit so einem sinnlosen Studium wie z.B. der anglistischen Literaturwissenschaft und der neueren Geschichte auf Magister wird; da wird man dann hinterher als Möbelpacker und -monteur arbeiten muss, um seine Brötchen zu verdienen, wenn sich nicht zufällig eine gute Chance auftut, in den Lehrerberuf zu wechseln. Ich rate aktiv von einem Studium geisteswissenschaftlicher Fächer ab und zeichne dabei auch realistische Bilder.
Denjenigen meiner Schüler, denen diese Fächer so am Herzen liegen, dass sie die Fächer unbedingt studieren müssen, werden das auch gegen meinen Rat tun. Und ich finde es auch besser, diejenigen zu entmutigen, die ein geisteswissenschaftliches Studium ohnehin nur lauen Herzens beginnen, weil ihnen nichts besseres einfällt und "weil sie in der Schule schon immer gut in dem Fach waren", als ob das was aussagen würde.
Um ehrlich zu sein, fände ich es auch ganz gut, wenn die geisteswissenschaftlichen Institute von solchen Leuten verschont blieben und die nicht auch noch Lehrer würden (sicherer Indikator ist das Gemeckere über "das will ich nicht lernen, brauche ich auf der Schule ohnehin nicht" oder schlimmstenfalls sogar ein "ich lese nicht gerne".)
Das halte ich für eine gesunde Einstellung, Doppeldaumen hoch! -
Ich kann meine SuS ganz stupide Stöchiometrie und pH-Werte rechnen lassen, das kann jeder bzw. wer es wirklich nicht kann, der gehört wohl auch wirklich nicht ans Gymnasium. Ich kenne leider immer noch viele Kollegen "vom alten Schlag", die Chemie genau so unterrichten und sich dann wundern, warum keiner Bock drauf hat. Halte ich jetzt nicht für besonders geistreich. Oder nehmen wir die Physik ... was ist so wahnsinnig intellektuell dran, die ganze Stunde Aufgaben rechnen zu lassen, für die man jeweils nur den richtigen Buchstaben in der Formelsammlung finden muss? "Suche F = m x a und stelle die Formel nach einem beliebigen Buchstaben um". Da ich sowas eben schon oft genug bei den Kollegen gesehen habe, wage ich mich nicht nicht mich selbst allzuweit aus meinem MINT-Fensterchen rauszulehnen um die Phil-I-er zu verhöhnen.
Auf der anderen Seite gibt es auch Chemielehrer, und den Eindruck bekommt man beim Lesen dieses Abschnitts, die sich um Formeln, Rechnungen, Reaktionsmechanismen und komplexere Modelle wenig scheren und auch in der Oberstufe noch sehr phänomenologisch unterrichten. Habe auch so Kolleginnen, da ist wirklich alles schön bunt, es werden im Chemieunterricht Rollenspiele gemacht und in erster Linie spannende Showexperimente durchgeführt.
Von tiefgehender Auswertung dann aber keine Spur, da müsste man ja rechnen oder Formeln verwenden.
Auch werden da unzählige Stunden damit verbracht Internetrecherche zu betreiben und dann in weiteren Stunden bunte Plakate darüber zu erstellen, die in weiteren Stunden dann präsentiert werden.
Dadurch bleibt das Verständnis für Chemie sehr oberflächlich.
Man sollte mich nicht falsch verstehen, auch ich setze die von mir so negativ dargestellten Methoden ein, aber sehr punktuell.
Zur Chemie gehören Formeln, Rechnungen und Modelle. Man sollte diese natürlich in einen Kontext einbetten, sich eine Aufgabe überlegen, ein Problem, das es zu lösen gilt. Aber pH-Wert Berechnungen zu diskreditieren halte ich für falsch.
Sich mündig über chemische Sachverhalte äußern zu können, und das ist eine Kompetenz die SuS erlernen sollen, kann man nur, wenn man auch versteht was da chemisch vor sich geht. Um zu verstehen was passiert, muss man eben auch einen pH-Wert berechnen können.
Ist natürlich jetzt etwas off topic, aber was findest Du intellektuell fordernd, wenn nicht, dass SuS in Physik und Chemie auch Aufgaben rechnen?
Motivation ist nicht alles, es geht auch um den konkreten Erwerb von Kompetenzen.
Ein Beispiel aus dem Sportunterricht: Wir hatten einen Lehrer, der mit uns ganz viel Ballsportarten einfach nur gespielt hat, keine Vermittlung von Technik. Da konnten wir Jungs einfach Fußball zocken und hatten tierisch Spaß und haben uns wie Bolle auf die Sportstunden gefreut. Unbeliebte Themen wie Stöchiometrie äh ich meine Bodenturnen wurde da ganz klein gehalten. Dann gab es einen Lehrerwechsel und wir hatten jemanden der "alten Schule", nix mit einfach nur Spielen, höchstens zum Abschluss als Belohnung. Da ging es vor allem darum Übungen zu machen, Techniken (z.B. beim Volleyball) zu erlernen, das war "langweilig, anstrengend", wir wollten doch viel lieber einfach rumdaddeln.
Ich verstehe nichts von Sportdidaktik, aber auch dort kann man offensichtlich die Motivation auf Kosten der zu erwerbenden Kompetenzen erhöhen.
Auch dort macht es sicher die Mischung, die von Dir verunglimpfte "alte Schule" mit den "motivierenden Methoden" auszubalancieren. -
Das Problem ist doch auch einfach, dass man als Lehrer mit seinem Abschluss auf dem Arbeitsmarkt fast nichts wert ist. Mal abgesehen von Naturwissenschaften, aber diese werden natürlich auch weniger auf Lehramt studiert, weil es in der Wirtschaft attraktivere Möglichkeiten gibt. Auch ist der Anteil eines Jahrgangs, der überhaupt die Fähigkeiten hat eine Naturwissenschaft (Bio vielleicht mal ausgenommen) zu studieren, verschwindend klein gegenüber den geisteswissenschaftlichen Fächern.
Aber selbst in technischen Berufsfeldern ist ein Lehrämtler mit entsprechenden Fächern (z.B. Chemie, Physik, Mathe) mit Sicherheit nicht die erste Wahl gegenüber anderen Bewerbern.
Ausserhalb des Lehrerberufs gibt es eben keinen echten (!) Bedarf an Germanisten, Philosophen, Historikern oder Leuten, die ein Hauptstudium in Latein abgeschlossen haben.Die Problematik spitzt sich in diesen Fächern besonders zu, weil die Diskrepanz zwischen dem Wichtigkeitserleben in der Schule aus Schülersicht und der Wichtigkeit in der Arbeitswelt in diesen Fächern besonders extrem ist:
Als Schüler bekommt man z.B. eingetrichtert, dass Deutsch ein wichtiges Hauptfach ist, oder, dass Geschichte bedeutsam ist, weil es so viele Stunden über die ganze Schullaufbahn unterrichtet wird, Physik, Informatik und Chemie aber nur sehr wenige und eher eine Randerscheinung sind. Dieses Empfinden extrapolieren fast alle Schüler automatisch und werden dann von einer Realtität eingeholt, in der erstere Fächer auf dem Arbeitsmarkt fast wertlos sind, letztere durchaus sehr gute Berufsaussichten, eben zum Teil auch ausserhalb des Lehramts, geboten hätten.Ich kann die Lehramtskandidaten da schon verstehen, das muss ich ganz ehrlich sagen. Ich selbst unterlag, trotz eines sehr guten Abiturs, häufigem Querdenken und einer starken Begabung für Mathematik, der Illusion, dass ein Mathestudium auf Diplom wohk kaum Aussicht auf Anstellung bringen würde, da mir schlicht überhaupt nicht klar war, in welchen Berufen man als diplomierter Mathematiker arbeiten könnte.
Das Schlimme zu meiner Schulzeit war auch, dass die Lehrer da auch schlicht nicht erkannt haben, dass Schüler Informationen darüber brauchen, welche Fächer nur in der Schule wichtig sind, und welche Fächer auch gute Berufschancen ergeben und gefragte Qualifikationen darstellen. So wurde eine Schülerin bei uns, die ebenfalls ein 1er Abiturdurchschnitt hatte, von einer Deutschlehrkraft sogar noch ermutigt ihrem Impuls Theaterwissenschaft zu studieren zu folgen. Und das, obwohl sie auch in Naturwissenschaften sehr gute Noten und Interesse hatte. Noch heute ärgert sie sich, dass sie nicht Pharmazie studiert hat, wie sie auch erwägte.
Ebenso ein Schüler mit Politikwissenschaft, der jetzt auch ziemlich in die Röhre guckt.
Wir als Lehrer haben also auch eine große Verantwortung, als MINT-Lehrer die Schüler zur Orientierung in diesen Fächerbereich zu ermutigen, und als Geisteswissenschaftlicher Lehrer Schüler vor ihrem Fächerbereich zu warnen und Alternativen aufzuzeigen. Auch so etwas kann Einfluss auf die Bewerberzahlen der verschiedenen Fachbereiche haben. -
ich bin alt, ich habe von One direction zum ersten Mal vor ein paar Wochen gehört und ich könnte nun keinen einzigen Song benennen

Aber wart ihr nicht auch mal jung und hattet Lieblingsgruppen oder -sänger? Über unsere Kids lachen tue ich nicht, ich verstehe schon, dass für einige eine Welt zusammenbricht.
Ich lache (innerlich) schon über sie und finde es erbärmlich, dass für einige wegen so einer Lappalie "eine Welt zusammenbricht". Das können die von mir aus machen, wenn die Eltern sterben oder sie mit Krebs diagnostiziert werden. Oder von mir aus auch, wenn sich der erste Freund trennt, denn das ist eine reale Beziehung. Bei der Trennung einer Band, und sei es auch die Lieblingsband, ist diese Reaktion auf jeden Fall total überzogen und lächerlich. Das würde ich auch jedem Schüler signalisieren.
Und ja, ich war auch mal jung und auch ich hatte eine Lieblingsband, wenn auch eine ganz andere Musikrichtung. Ich habe diese aber nie vergöttert, generell habe ich es immer für Zeichen von Schwäche und Unselbstständigkeit gesehen irgendwelche Idole zu vergöttern und sein eigenes Wohlbefinden von deren Leben abhängig zu machen. Kann mich gut erinnern, wie sehr es mich abgestoßen und beschämt hat, dass eine Schulfreundin von mir sich ständig mit Stars und Sternchen beschäftigt hat und quasi an jedem Furz in deren Leben teilhaben wollte. Als sie dann am Boden zerstört war, weil herauskam, dass ihr Lieblingsstar eine Freundin hat, habe ich dann gemerkt, dass ich auf solche Freundinnen auch gut verzichten kann.Kein Mitgefühl von mir für so etwas, solch einen Kultismus will ich nicht noch unterstützen.
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Angst um den Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst, weil man Zusatzaufgaben nicht macht? Bitte um detaillierte Erläuterungen.
Schulleiter sind sehr geschickt darin Leute auszusondern, die nicht so viel Einsatz zeigen wie Kollegin XY. Je nach Schulleiter können da auch schon mal heftigere Methoden zum Einsatz kommen. Nicht aus eigener Erfahrung erlebt, aber an zwei Schulen als Beobachter deutlich mitbekommen.
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Warum es angenommen wurde, weiß ich nicht. Damit die Zahlen stimmen? Zeugnis nicht richtig gelesen? Ich war nicht dabei.
Es hat eine realschulempfehlungDein Einsatz in allen Ehren, aber ich mache mir da nicht so viele Gedanken. Man muss immer bedenken, bekommen die anderen, vor allem die guten Schüler vergleichbar viel Deiner Zeit? Man kann sich nicht über jeden Schüler Gedanken zur Förderung machen, ich habe beispielsweise nächstes Jahr wieder über 200 Schüler. Und wenn ich mal Zeit habe mir Gedanken über Förderung zu machen, dann sind es meist die Überflieger oder zumindest die interessierten und fachlich guten. Die brauchen oftmals "mehr Futter". Meist gefördert, so meine Beobachtungen im Kollegenkreis und hier im Forum, werden aber die, die eigentlich "gar nicht an die Schule gehören". Und den Eindruck habe ich massiv, wenn ich Deinen Eröffnungspost durchlese.
Um Schüler, die nicht einmal Gymnasialempfehlung haben mache ich mir also nicht gesondert Gedanken. Das heißt auch nicht, dass ich sie links liegen lasse, ihnen keine Chance einräume oder oder nicht auch mal etwas ein zweites Mal für diese erkläre. Aber irgendwo ist auch Schluss.
Eine Extrawurst bekommen sie auf jeden Fall nicht. Wenn der Großteil der Klasse mit meinem Tempo mitkommt, meine Tafelanschriebe lesen kann, und eben ein Kind mit Realschulempfehlung das nicht kann, dann liegt das Problem wohl bei den Eltern, die das Kind entgegen des fachlichen Urteils der Grundschullehrerinnen am Gymnasium gemeldet haben. Je früher man in solchen Fällen notentechnisch klar macht und dokumentiert, dass dem so ist, desto einfacher ist ein Wechsel. Auch über so etwas sollte man mal nachdenken. Auch ich habe Erfahrung mit Fünftklässlern, die enorme Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben. Da kann ich immer nur den Kopf schütteln, wie man dann am Gymnasium landet, der Schulform, auf die die begabten und interessierten Schüler gehen sollen. -
Ein guter Prozentsatz bestimmt aus Angst. Entweder um den Arbeitsplatz oder z.B. davor negativ aufzufallen. Viele bestimmt aus ähnlich negativen Gründen, die einem Druck von außen oder aus der Person selbst entspringen. Ein minimaler Anteil macht diese Zusatzaufgaben vielleicht wirklich, weil sie Spaß machen.
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Würde das auf jeden Fall delegieren. Viel zu viel unnötige Arbeit / Zeit. Klare Aufgabe für Elternpflegschaftsvorsitzende. Ich lege übrigens Wert darauf, dass ich dort nur mit E-Mail aufgeführt bin. Sollte es Bedarf für Telefonate geben rufe ich dann an, wann es mir passt: Aus der Schule oder mit unterdrückter Nummer und Flatrate.
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Tatsächlich gibt es Jahre/Klassen ohne Leute mit einer sehr guten Note.
Ich finde es sehr wichtig, dass Du das schreibst. Meine Beobachtung ist eher, dass viele Kollegen recht leichtfertig zu sehr guten Noten tendieren.
Ich finde aber, dass insbesondere die Angaben zu den Noten "sehr gut" und "gut" sehr anspruchsvoll formuliert sind.
Aus meiner Sicht sollte eine sehr gut Leistung auch wirklich etwas Besonderes sein. Diese Notenstufe sollte eben wirklich den Schülerinnen und Schülern vorbehalten sein, die wirklich spitze sind.
Jahr für Jahr werden die Abiturschnitte bei uns besser und die Schüler eher durchschnittlich schlechter, weil man auch mittlerweile viele SuS hat, die früher auf der Real- bzw. Hauptschule gewesen wären.Klar gibt es sie noch, die wirklich sehr guten Schüler. Und nur denen sollte diese Notenstufe vorbehalten sein! Finde die Formulierung auf jeden Fall angemessen.
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Vor allem, wenn man die Kommentare darunter liest, sieht man mal wieder, dass der Lehrerberuf einer der unangesehensten akademischen Berufe ist. Auf einen positiven Kommentar kommen bestimmt zwei, in denen wir einen auf die Mütze bekommen.
Seelenbalsam ist etwas anderes. -
Sie sind eh schon überfordert genug (merkt man z.B. daran, wenn einzelne in Tränen ausbrechen, weil der Erdkundehefter nicht gelb, sondern eher orange-gelb ist..
). Die denken, auf einmal ist alles wichtig und entscheidend und es ist so viel voller und so viel mehr und vor allem größere Schüler...die freuen sich, sind aber auch total überfordert. Da muss man sie nicht in Watte packen, aber beim Ankommen und Druck rausnehmen kann und sollte man schon helfen.Das mag am Einzugsgebiet liegen. Hier sind viele 5er zum Teil ziemlich (zu) selbstbewusst, manche auch total unerzogen, vorlaut und schlichtweg dreist. Je nach Konstellation einer neuen 5. Klasse ist es da manchmal eher sinnvoll von Anfang an ordentlich Druck auszuüben, damit sich solche Verhaltensweisen nicht einschleifen. Leider sind viele Klassenlehrer in den 5. Klassen (okay, ich würd mich für eine 5. Klasse auch nicht freiwillig melden) immer selbst sehr schüchterne Persönlichkeiten. Und die strengeren, druckausübenden Kolleginnen / Kollegen vermeiden es irgendwie dort Klassenlehrerrollen zu übernehmen. Dabei wäre es in vielen Klassen gerade wichtig anfangs einen "harten Hund" reinzustecken.
Verängstigte Kinder sind bei uns in den 5. Klassen wirklich das geringste Problem. Ich bekomme 5. Klassen nur zweistündig mit, aber die Unterschiede sind eklatant. Während es in der einen Klasse größtenteils engagierte, brave Kinder sind, wo man automatisch keinen Druck ausüben muss, ist die andere Klasse ein Haufen ungezogener und auch großteils fürs Gymnasium nicht geeigneter Kinder. Lang lebe SLH und die "wir nehmen alle mit, egal wie ungeeignet" Mentalität.
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