Sicher wird das so sein und das werde ich hoffentlich auch nächste Woche erfahren. Aber als blutiger Anfänger ist mir die Vorbereitungswoche zu kurz, um alles zu stämmen, zumal ich auch grad noch umziehe. Ich meinte an dieser Stelle auch weniger die inhaltlichen Dinge, die im Schuljahr auf mich zukommen, als viel mehr die Dinge, die vor der 1. Stunde für mich klar und geplant sein sollten, damit ich die erste Woche ohne böse Überraschungen über die Bühne bekomme und die 5. Klässler in mir die Ansprechpartnerin haben, die sie nach der GS brauchen.
Wieviele Tage habt ihr denn in der ersten Woche? Wir haben z.B zwei Schultage. In der ersten Stunde gehen wir durch die Klassenregeln; bestimmte Routinen (und ueben diese); welches Arbeits- und Sozialverhalten ich von ihnen erwarte; was passiert, wenn sie mir auf den Keks gehen...oder mich positiv ueberraschen. In der zweiten Stunde sitzen sie den ersten Teil ihres Mathetests. Nach dem Mittagessen fangen wir dann mit ihrem ersten Kunstprojekt an, welches auch am zweiten Nachmittag noch gemacht wird. (Wir koennen dann also ganz enspannt ueben, wir man mir nicht auf die Nerven geht.) Am Freitag fangen sie in der ersten Stunde mit dem zweiten Matheteil an, danach ne Englischstunde....und wie gesagt, am Nachmittag wieder Kunst. So der Plan fuer meine 6er bisher. Da ich diesen Job aber nun schon laenger mache, bin ich ziemlich sicher, dass waehrend unseren zwei Vorbereitungstagen irgendwer daher kommt und das alles ueber den Haufen wirft.
Ich wuerde dennoch sagen, dass die ersten Stunden dazu genutzt werden sollten um Regeln und Erwartungen klar zu stellen. Vor den Sommerferien hab ich meine neue Klasse bereits fuer zwei Tage unterrichtet und sie wissen bereits, welches Handsignal ich mache, damit sie ruhig werden...und was passiert, wenn man mehrfach meine Bitte, nicht auf dem Stuhl zu kippeln, ignoriert.
Wir werden in den ersten paar Wochen oefters in Stille und in Einzelarbeit arbeiten, dann langsam zu Partner- und Gruppenarbeit aufbauen. Waehrend 5.-Klaessler sich sicher freuen, eine Ansprechpartnerin zu haben, brauchen sie vor allem aber auch jemanden, der ihnen klar zeigt, was ok and was nicht ok ist. (Ich hab meine alten 6er vor den Ferien an die Sekundarschule zum Besuchstag geschickt. Einige kamen ganz begeistert zurueck, weil ihr neuer KL wohl reichlich nutzlos ist...einer der Schueler - nicht aus meiner Klasse - hatte in der Besuchsstunde mit dem Handy rumgefuchtelt, Fotos gemacht und mehrer von ihnen haben sich generell unmoeglich benommen. Der nette KL hat mal gerade gar nichts dagegen gemacht. Sie denken nun, dass sie sich so einiges mehr an der Sek leisten koennen, als sie es bei mir je durften.
Na klasse.) Bitte nicht weich rangehen, weil die ja "klein" sind. Sind se nicht wirklich...