Erst einmal bringt es nichts ihnen die Finger zu verbieten, wenn sie sie noch brauchen (hast du ja schon gemerkt). Besser ist es aber, wenn sie statt der Finger strukturiertes Material zum Rechnen nehmen. Auf dem Material muss die 5er und 10er Struktur deutlich werden. Wenn sie eine längere Zeit damit rechnen besteht die Hoffnung, dass sie diese Struktur irgendwann verinnerlicht haben und das Material nicht mehr brauchen.
Die Übungen, die du mit ihnen machen willst, passen (zumindest in Deutschland) nicht zu den Zahlenräumen der entsprechenden Klassen. Ist das bei deinen Kindern auch so? dann müssten auch die Hausaufgaben in einem anderen Zahlenraum liegen. Wenn du aber das Gefühl hast, dass sie den Zahlenraum bis 20 noch nicht richtig verstanden haben, dann sehe ich da die wichtigerere Baustelle als die Hausübungen. Denn nur wenn sie das verstanden haben, können sie ihr Wissen auf die anderen Zahlenräume übertragen. Ich würde in dem Fall versuchen, die Übungszeit zu erhöhen, auch wenn dann vielleicht ein Teil der Hausübungen zuhause gemacht werden müssen (Nachhilfe ist ja eigentlich auch keine Hausaufgabenbetreuung ;)).
Die Übungen spielerisch zu machen ist eine gute Idee. Zum Zählen bieten sich Spiele wie z.B. Räuber und Goldschatz an. Für die Zehnerfreunde kannst du auch mal das Stichwort "Verliebte Zahlen" googeln, da gibt es ein Haufen Material. Neben der Zerlegung der 10 müssen sie aber auch die Zerlegung der anderen Zahlen wissen/lernen, sonst bleibt der Zehnerübergang schwierig. Um den Zusammenhang zwischen Zwergen vs. Riesenaufgaben nutzen zu können, müssen erstmal die Aufgaben des kleinen 1+1 auswendig sitzen. Um das dann später zu erklären, solltest du auch wieder Anschauungsmaterial (z.B. Zehnerstreifen und Einer) verwenden.
Wenn deine Schüler das wirklich noch nicht können, dann habt ihr noch viel zu tun. Lass dir mal Aufgaben laut vorrechnen, um zu merken wo es hakt (wenn du das noch nicht gemacht hast).
Und dann wünsche ich euch viel Spaß beim Üben.