Beiträge von MrsPace

    https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom
    alternativ:
    https://www.youtube.com/watch?v=KnbCEjagRKU

    Zur gestrigen Sendung habe ich mal eine Frage:
    Solche Unterrichtssituationen wie bei 2:30 min und bei 6:00 min entstehen nur, weil dort keine starken Lehrer mit konstruktiver Grundhaltung (nach Hattie) vor der Klasse stehen? Soll dies die Schlussfolgerung der Sendung sein?
    Alternativ gefragt: Was hätten die Kollegen machen sollen, damit der Unterricht so fluppt, wie bei 22:30 min in Australien gezeigt?

    Ich möchte auch auf den Eingangsbeitrag zurückkommen, da ich die Dokumentation jetzt erst gesehen habe.

    Das Hauptproblem, das ich sehe, ist, dass das Schulsystem (inkl. der darin unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen) größtenteils irgendwo in den 50er Jahren stecken geblieben ist. Ein weiteres Problem ist, dass viele Menschen Lehrer werden, die sich überhaupt nicht für diesen Beruf eignen. Dazu die Rigidität des Beamtentums bzw. des Öffentlichen Dienstes... Damit hat man den Salat.

    Die Kinder/Jugendlichen sind nicht schlimmer als früher. Mit Migration und Integration hatte Deutschland immer zu tun.

    Nur ist die Welt heute aber halt eine andere als "in den guten alten Zeiten" und wer nicht bereit ist, "mitzugehen", sich immer wieder neu Gedanken zu machen, sich auch selbst immer wieder zu reflektieren und zu hinterfragen; wer nicht progressiv und kreativ mitgestalten möchte sondern sich laufend über "die Zustände heutzutage" beschwert ohne Verantwortung übernehmen zu wollen, der wird nicht nur im Schulsystem scheitern sondern generell vermutlich irgendwann depressiv.

    Ich habe allen Ernstes Kolleginnen und Kollegen, die meinen, sie könnten heute noch so unterrichten, wie sie es vor 20, 30 Jahren getan haben. Ich habe Kolleginnen und Kollegen, die unterrichten eine Klasse seit zwei Jahren und haben immer noch mit den Namen der Schülerinnen und Schüler Probleme.

    Dabei hat man (in seinem kleinen Mikrokosmos Klassenzimmer) doch so viele Gestaltungsmöglichkeiten. In der Regel ist man doch nur seinem eigenen Gewissen und dem Lehrplan unterworfen. Und selbst bei letzterem gibt es je nach Fach noch reichlich Gestaltungsmöglichkeiten.

    Ich kann das, was Hattie sagt, nur doppelt unterstreichen! Wir unterrichten junge Menschen, nicht Fächer. Wir unterrichten keine Klassen sondern Individuen, die auch individuell wahrgenommen und wertgeschätzt werden möchten. Respekt und Freundlichkeit sind keine EInbahnstraßen. Jemand, der seinen Schülern laufend erzählt, was für Nulpen sie sind, erwartet nicht ernsthaft, dass im Unterricht alle stillsitzen, brav zuhören und ihre Hausaufgaben machen. DIe allermeisten Schüler lernen immer noch für den Lehrer, auch wenn sie es nie zugeben würden.

    Mein persönliches Fazit zu diesem Video: Ich scheine auf dem richtigen Weg zu sein, werde unbeirrt meine Arbeit weitermachen und geduldig aber aktiv darauf warten bis ich in eine Position komme, in der ich etwas verändern kann. Denn so kann es in der Tat nicht weitergehen. Und ich möchte mich nicht darüber beschweren sondern Verantwortung übernehmen.

    Ich stehe jetzt selbst vor dem Problem. Mein Treuhandkonto in Hamburg wird auf einmal mit Kontoführungsgebühren belastet. Ich habe es daher gekündigt und musste ein neues eröffnen. Die Haspa will allerdings, dass man dazu mit einem Elternvertreter in der Filiale erscheint, was wohl neu ist. Von daher muss ich mir jetzt was überlegen. Mein Privatkonto kommt nicht in Frage.

    Die allermeisten Veranstalter für Gruppenreisen bieten zur Zahlungsabwicklung das oben erwähnte Einzelinkasso an. Darauf würde ich zurückgreifen. Ist zwar dann teurer für die Schüler bzw. die Eltern, aber wenn der Schulträger halt kein kostenloses Konto zur Verfügung stellen will und Klassenfahrten trotzdem stattfinden sollen, geht es halt nur so.

    Für Klassenfahrten habe ich (genauso wie meine KuK) ein kostenloses Treuhandkonto bei der Hamburger Sparkasse eröffnet.Versuch es einfach nochmal bei der Sparkasse vor Ort.
    Du benötigst dafür eine Bescheinigung, dass du LehrerIn bist und die Daten eines Schülers deiner Klasse.

    Danke für deinen Beitrag, aber das habe ich alles schon durch. Gibt es nicht. :(

    Wir lösen das jetzt über Einzelinkasso.

    Hallo,

    hast du denn sonst irgendwelche Gründe um die Schule zu wechseln? Bei "ledig, Single, keine Kinder, in Miete" sieht es (zumindest hier bei uns) dann sehr schlecht aus mit Versetzung. (Du musst auf die Frage natürlich nicht antworten, wenn du nicht willst. Du kannst es dann einfach als Information abhaken.)

    Ich würde mir überlegen ob ich aus solchen Gründen heraus wirklich eine Versetzung anstreben sollte. Keine Schule ist 100% perfekt. An der neuen Schule wird es auch Dinge geben, die dir gehörig gegen den Strich gehen. Und dann hast du einen Vergleich, nämlich den zur alten Schule. Und nicht, dass es dann heißt, "Wäre ich nur dort geblieben."

    Ich möchte über kurz oder lang auch die Schule wechseln aber bei mir gibt es dann sicher mindestens einen Aspekt, der sich auf jeden Fall bessern wird: Ich muss nicht mehr zur Arbeit pendeln. Und das ist sehr viel wert! Dafür nehme ich gerne die ein oder andere Verschlechterung in Kauf.

    Was ich dir sehr empfehlen kann, da es mit der Versetzung vermutlich sowieso nicht auf Anhieb klappen wird: Geh mal auf ein paar regionale Fortbildungen. Da lernst du Kollegen von anderen Schulen kennen und die können dir berichten, wie es an ihren Schulen so ist.

    Lg,
    Mrs Pace

    Letzteres kann sich durchaus als Karrierehindernis erweisen.
    Andererseits: Man kann auch bei Schulleitungen weitgehend gut ankommen und trotzdem nicht weiterkommen bzw. keine Perspektive sehen.

    Wenn schon berufliche Veränderung, dann richtig. Das Ministerium, die Bezirksregierungen, die Schulämter und andere kommunale Institutionen hier in NRW suchen regelmäßig pädagogische Mitarbeiter aus der Schulpraxis. Das dürfte in anderen Bundesländern nicht wesentlich anders sein. Da kann man sich auf die entsprechenden Stellen bewerben, wird bis zu drei Jahre abgeordnet, womöglich sogar befördert und kann ggf. dann sogar die Schule wechseln.

    Danke für deinen Beitrag.

    Das befürchte ich auch... Eine Kollegin, die mittlerweile im Ruhestand ist, sagte zu mir schon vor drei Jahren, dass ich wohl unter DIESER Schulleitung / an DIESER Schule keine Karriere mehr machen würde, weil ich zu "unbequem" sei.

    Was mir eben überhaupt nicht liegt, ist alles abzunicken und dabei nett zu lächeln obwohl ich innerlich an die Decke gehen könnte. Ich bleibe immer freundlich, aber wie gesagt, ich traue mich schon "meinen Mund aufzumachen" um es mal salopp zu sagen.

    Vielleicht wäre eher eine "Karriere" im Richtung Personalrat was? Ich hatte auch mal überlegt, mich für die kommende Personalratswahl aufstellen zu lassen. Allerdings möchte ich ja eher weg von der Schule. Würde ja auch nichts bringen, wenn ich im Mai gewählt werde und u.U. zum neuen Schuljahr weg bin... :autsch:

    Dein anderer Vorschlag ist sicher auch eine Möglichkeit, allerdings könnte ich jetzt nicht jeden Tag nach Stuttgart fahren oder da teilweise wohnen. Das geht aus privaten Gründen nicht.

    Man sollte allerdings nicht vergessen, dass mit einem Beförderungsverfahren eine Menge Arbeit auch für den Kandidaten verbunden ist - immerhin muss ein Gutachten erstellt werden, das mit einem Unterrichtsbesuch verbunden ist. Ich würde auf jeden Fall mit der SL sprechen, wenn ich eine Beförderung anstrebe. Man darf nämlich ebenso nicht vergessen, dass Oberratsstellen außer in Bayern nicht mehr in Regelbeförderung vergeben werden. Das macht die A14-Stellen für vorausplanende Schulleitungen sehr wichtig, weil sie der Flaschenhals für die Personalentwicklung auf der Direktorenebene sind, denn Sprungbeförderungen von A13 auf A15 sind eine absolute Ausnahme und bei den Bezirksregierungen unbeliebt.
    Ein guter Schulleiter hat da einen sorgfältigen Blick drauf. Intelligente Lehrer mit Ambitionen wissen, dass die Arbeit auf eine A14-Stelle hin ein Langzeitprojekt ist und vernetzen sich entsprechend in der Schule und übernehmen passende Aufgaben, d.h. in der Schulentwicklung und nicht unbedingt mit der Pflege des Schulgartens oder der Schülerbibliothek.

    Das kann man nun als "Stellenschieberei" beschreiben, wenn man will, aber eine "Einfach-So"-Bewerbung auf A14 wird oft aussichtslos bleiben. Deshalb mit der SL reden, man muss sich schließlich sichtbar machen mit seinen Ambitionen und seine Entwicklung strategisch planen. "Glück" spielt da eine untergeordnete Rolle.

    Danke dir für deinen Beitrag. :)

    Mit der Schulleitung bei uns habe ich gesprochen. Konkret wurde es nicht gesagt, aber ich hatte ganz massiv den Eindruck, dass sie mich nicht in ihrer "Runde" wollen. Zumindest der Großteil nicht. Ich versuche es mal so auszudrücken: Es liegt weniger an mir sondern eher an den Kriterien, nach denen bei uns Kolleginnen und Kollegen für A14-Stellen ausgesucht werden. (Mehr kann ich dazu öffentlich nicht sagen.)

    Passende Aufgaben übernehme ich bereits seit vier Jahren. Daran wird es nicht liegen.

    Ich habe auch schon gehört, dass es A14-Stellen gibt, die ausgeschrieben werden, weil sich im Kollegium keiner findet, der das machen möchte. Ein Bekannter von mir hat sich parallel auf zwei Stellen beworben und war bei beiden alleiniger Bewerber. Er konnte es sich dann quasi aussuchen.

    Wäre es denn sinnvoll bei der Schule im Vorhinein anzurufen und mal auszuloten, wie die Chancen stehen?

    Ansonsten würde ich mal behaupten, dass ich zwar sehr gute Arbeit mache und die Aufgaben, die mir übertragen wurden auch zur vollsten Zufriedenheit der Schulleitung erledige ABER ich bin halt auch jemand, der Missstände anprangert und notfalls auch mal beim ÖPR anklopft, wenn was falsch läuft. Immer Ja sagen tue ich auch nicht. Das kommt nicht bei allen Schulleitungen gut an, sagen wir mal so.

    Auslandsschuldienst stelle ich mir auch spannend vor, hätte ich ohne Kinder ggf. mal probiert.

    Eine weitere, noch nicht genannte Möglichkeit wäre es, ein drittes Fach zu studieren bzw. sich fortbilden zu lassen. Da Du ja Mathe hast und medienaffin bist, wäre Informatik vielleicht eine Möglichkeit.

    Informatik öffnet dann Türen für Beförderungen.

    Danke für deinen Vorschlag, aber nochmals studieren möchte ich nicht und Infornatik ist so gar nicht meins... Hab‘s weder selbst in der Schule noch an der Uni gemocht.

    Danke euch für eure Beiträge. :)

    @WillG Ich hatte gehofft, dass Mathe ein Argument sein könnte. Auf der Homepage der ZfA steht, dass Mathe und Naturwissenschaften gesucht sind.

    @roteAmeise Weißt du, ob das parallel geht? Also vor Weihnachten einen Versetzungsantrag stellen und evtl. im Februar Bewerbung auf eine A14-Stelle? Mein Mann ist in der Geschäftsleitung eines regionalen Unternehmens das Sensoren, etc. herstellt.

    Hallo zusammen,

    mein Mann und ich haben beide das Gefühl, dass in den kommenden drei bis fünf Jahren mehr oder weniger dringend eine berufliche Veränderung nötig ist. Bei meinem Mann ist es denkbar einfach: Er sucht sich einen neuen Job und kündigt dann seinen alten.

    Bei mir ist es leider (ihr werdet es euch vorstellen können) nicht ganz so einfach. Prinzipiell gefällt es mir im Schuldienst, d.h. alles über den Haufen schmeißen, steht nicht an... Dennoch möchte ich über kurz oder lang nicht mehr "nur" unterrichten sondern auch andere Aufgaben übernehmen.

    Ich habe mir bereits einige Gedanken dazu gemacht und teilweise auch schon mal vorgefühlt.

    • Zum Einen könnte ich mir vorstellen, in der erweiterten Schulleitung kleinere Verwaltungsaufgaben zu übernehmen. Das mache ich teilweise auch schon, bekomme aber bis auf eine halbe Entlastungsstunde nichts dafür. Mit der Schulleitung habe ich gesprochen. Da mehr zu bekommen (-> A14) ist sicher nicht drin. Weiterhin hatte ich das Gefühl, man will mich dort nicht in der Schulleitung haben. Allerdings wird unser Schulleiter nach dem kommenden Schuljahr (also im Juli 2019) in den Ruhestand gehen. Dadurch könnten sich eventuell neue Möglichkeiten für mich eröffnen. D.h. ich könnte einfach noch ein oder zwei Jahre warten um zu sehen, was an meiner derzeitigen Schule noch geht.
    • Wahlweise hatte ich mir überlegt, schon im Februar mal nach A14-Stellen zu gucken und mich auf die, die mir zusagen würden, einfach mal bewerben. So könnte ich dann auch eine Versetzung erzwingen. Mein ganzes restliches Berufsleben zu pendeln, besonders wenn ich an meiner derzeitigen Schule karriere-technisch nicht weiterkomme, sehe ich nicht ein. Nur Unterrichten kann ich auch ohne, dass ich jedes Jahr 20.000km auf der Autobahn runterreiße und jährlich mehr als ein ganzes Monatsgehalt für die Pendelei drauf geht.
    • Was mir auch Spaß machen würde, wäre ein Lehrauftrag am Seminar. Allerdings ist das eine A15-Stelle und dazu müsste ich erstmal A14 sein... Eine Kollegin die am Seminar einen Lehrauftrag hat, sagt, dass da in den nächsten fünf bis acht Jahren eher nichts ausgeschrieben werden wird. Es werden wohl nur zwei Fachleiter benötigt; der Eine ist Ende 50, der Andere Ende 40. Also das wäre wohl nur ganz perspektivisch was.
    • Ansonsten könnte ich mir auch Auslandsschuldienst gut vorstellen. Allerdings (und das ist die Krux) kämen nur bestimmte Länder infrage. Mein Mann spricht "nur" Englisch, d.h. es müsste das englisch-sprachige Ausland sein. Und da gehen (der Hunde wegen) quasi nur England, Irland, USA, Canada. Einflussmöglichkeiten, von wo man Angebote bekommt, hat man keine. Man kann eine Region seiner Wahl (bei mir wäre das Nahost) ausschließen und ansonsten kann das Angebot überall her kommen. Und dass das ausgerechnet was aus dem englisch-sprachigen Ausland käme (wo alle hinwollen, vermutlich), ist wohl doch eher unwahrscheinlich.
    • Notfalls (falls von den oben genannten Dingen nichts klappt) würde ich spätestens ab 2021 beginnen, Versetzungsanträge zu stellen. Allerdings habe ich hier das Problem, dass ich überhaupt keine "Sozialpunkte" habe. Gut, ich bin verheiratet und habe an meinem Wohnort Wohneigentum... Aber andere Kollegen stellen auch seit Jahren Anträge und haben Kinder und/oder pflegebedürftige Angehörige und bei denen klappt es auch seit Jahren nicht. :( Eventuell habe ich die Chance über mein Ehrenamt an die Versetzung zu kommen? Kennt sich da jemand aus?
    • Die Möglichkeit im Rahmen eines Sabbatjahres einfach mal ein Jahr "rauszukommen" und dann zu hoffen, dass ich an eine Schule an meinem Wohnort zurückkehren kann, gibt es auch noch. Allerdings würde ich dann da hauptsächlich alleine reisen müssen. Mein Mann hat ja nur 30 Urlaubstage und bei ihm gibt es die Möglichkeit des Sabbatjahres im Betrieb leider nicht. Er könnte ein Jahr unbezahlten Urlaub nehmen, ja.

    Was haltet ihr denn für ein gutes Vorgehen? Direkt aus allen Rohren schießen? Vor Weihnachten die Versetzung beantragen, im Februar nach A14-Stellen gucken UND die Freistellung für den Auslandsschuldienst beantragen. (Geht das überhaupt alles parallel?) Oder peu a peu, nacheinander? Was meint ihr?

    Würde mich über einige Denkanstöße von euch freuen und bedanke mich bei euch fürs Lesen des Romans.

    Lg,
    Mrs Pace

    Hallo,

    meiner Erfahrung nach wird der genommen, bei dem die Nase passt. ;) Oder der, mit dem vorher schon alles in trockene Tücher gebracht wurde und die Stelle nur pro forma ausgeschrieben wurde. Oder eben der, der der Schulleitung wohl am wenigsten Probleme machen wird. Oder man hat sonstiges Vitamin B.

    Ich habe noch keine einzige Stellenvergabe mitbekommen, die anders verlief.

    Lg,
    Mrs Pace

    Bin zufällig auf dieses alte Thema gestoßen.

    Ich habe bei der sogenannten Führungskräfteentwicklung-Fortbildung (5 Module in 2 Jahren plus Schulleitungspraktikum) teilgenommen und dort explizit nachgefragt, ob die Vereinbarkeit Familie und Beruf
    auch als Schulleiter/Abteilungsleiter machbar ist und dies wurde eindeutig bejaht. Begründung (in Kurzform): weniger Unterricht, daher mehr Arbeit zuhause möglich. ("Schüler können Sie nicht mit nachhause nehmen, Akten schon")

    Als Abteilungsleiter mit Schwerbehinderung der Frau (benötigt Begleitperson) und Schulkind (die ersten drei Jahre Kindergartenkind) schaffe ich das seit ca. acht Jahren. Das wichtigste bei meinen Rahmenbedingungen ist tatsächlich, viel von zuhause aus zu regeln, die Schule also früh zu verlassen.
    Trotzdem habe ich meine Arbeit immer komplett erledigen können. Ich kenne auch eine Schulleiterin an einem Gymnasium, die (mit schwerbehindertem Mann) entweder vormittags ODER nachmittags in der Schule ist, je nach Bedarf.
    Und einen Schulleiter in der Pfalz, der täglich um 14 Uhr die Schule verlässt, weil er nur zuhause ungestört arbeiten kann. Auf die 41 Stunden Arbeitszeit für Beamte in Baden-Württemberg komme ich locker, meistens ist es mehr. Aber bei einer GEW-Fortbildung wurde noch einmal betont: Sowohl die
    Vereinbarkeit von Familie und Beruf als auch die 41-Stunden -Woche gelten auch für Schulleiter! Ansonsten muss man Aufgaben delegieren oder seine Überlastung kundtun.

    Also bei uns dürfen die Abteilungsleiter nur jeweils einen Nachmittag pro Woche abwesend sein. Ansonsten wird erwartet, dass sie auch nachmittags vor Ort sind. Und zwar bis mind. 16.30 Uhr. Die allermeisten sind aber länger da.

    Hallo,

    es wäre vielleicht gut zu wissen, um welche Schulart und um welches „Klientel“ es sich handelt. Bei Grundschülern braucht man da sicherlich andere Ratschläge als bei fast erwachsenen Berufsschülern.

    Bei mir gibt es bei Verweigerung der Mitarbeit schlicht und ergreifend eine 6. Das reicht in der Regel als Disziplinarmaßnahme. Bei gegenseitigen Beleidigungen gibt es einen Klassenbucheintrag mit dem Wortlaut (B sagt zu J, „Halt dein Maul du behin**** Stück Sch***!“) und ein Gespräch mit der Schulleitung. Sollte es weiterhin vorkommen, gehen wir Paragraph 90 durch bis zum endgültigen Schulausschluss.

    Du hast für das Fach eine Lehrbefähigung, also musst du es unterrichten. Ich befürchte, das wird sich kaum ändern lassen.

    Wie @Krabappel sagt: Versuche, das Beste draus zu machen.

    Ich unterrichte auch lieber Mathe als Englisch. An unserer Schule gibt es allerdings eine Überversorgung mit Mathe und eine Unterversorgung mit Englisch. Also muss ich hauptsächlich Englisch unterrichten. Fand ich am Anfang auch nicht so toll, mittlerweile habe ich mich aber damit arrangieren können.

    Ich habe Englisch aus voller Überzeugung heraus studiert. Das Studium hat mir Spaß gemacht, auch wenn es nur (wegen Mathe) gefühlt "nebenher" lief. Mathe war sehr aufwändig und so habe ich nie groß für Englisch gelernt und trotzdem die meisten Scheine im 1er-Bereich absolviert. Englisch zu unterrichten machte mir aber dann doch irgendwie weniger Spaß obwohl ich privat fast alles auf Englisch "erledige" (Lesen, Serien/Filme gucken, Sprechen, etc.)

    Als dann die Situation eintrat, dass ich signifikant mehr Englisch unterrichten musste, hab ich mich einfach mal hingesetzt und gefragt, woran es eigentlich konkret liegt, dass mir Englisch keinen Spaß macht. Die Übeltäter waren recht schnell gefunden: Der hohe Korrekturaufwand in der Oberstufe und die Aufmachung der Lehrwerke. Für beide "Probleme" habe ich eine Lösung gefunden.

    In der Oberstufe habe ich früher bei jeder Klausur einen Aufsatz dabei gehabt, was einen immensen Korrekturaufwand bedeutete. Seither schreibe ich in der 11 nur noch eine Aufsatz-Klausur und in 12 und 13 jeweils zwei Aufsatz-Klausuren. Ansonsten schreibe ich andere Klausuren (Hörverstehen, Language (in der 11), Ersatz einer Klausur durch eine gleichwertige Leistung, etc.). Das hat mir immens geholfen.

    Das Problem mit den Lehrwerken abzustellen war aufwändiger. Ich finde die Lehrwerke, die es für Englisch gibt (als near-native speaker) eine Katastrophe, ehrlich gesagt... Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, mich zu beschweren. Es fängt bei den wenig authentischen Unit-Texten und den dazugehörigen völlig sinnfreien Vokabellisten an und hört bei den stupiden "fill in the gap"-Übungen noch lange nicht auf. Vereinzelt gibt es im Buch mal was Brauchbares (das verwende ich dann auch) aber größtenteils habe ich mir nun eigene Materialien erstellt und verwende fast ausschließlich (bis auf Prüfungsvorbereitung) diese.

    Eventuell wäre das auch eine Möglichkeit für dich: Zu gucken, warum dir Physik konkret keinen Spaß macht und das dann gezielt abzustellen?

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