Beiträge von MrsPace

    Hallo zusammen,

    ich erlebe seit dieser Woche echt den blanken Horror und wollte mal nachfragen, was ihr an meiner Stelle tun würdet... Es geht um einen Jungen in meiner 13. Klasse. Er ist Wiederholer und ich unterrichte ihn in meinen beiden Fächern...

    Am Montag gab es bei uns die Ergebnisse des schriftlichen Abis. Ergebnis bei diesem Schüler: Gerade einmal 60 Punkte aus vier schriftlichen Prüfungen... (100 Punkte sind nötig um zu bestehen...) Sprich: Er ist hochgradig gefährdet. In der Präsentationsprüfung muss er quasi zweistellig abliefern. Zusätzlich muss er einen der drei Unterkurse wegbekommen.

    Seit Montag „belagern“ mich nun seine Eltern... Erster Anruf am Montag kam noch über das Sekretariat. Ich habe bereits da ganz deutlich gemacht, dass ich nun weder für die Präsentationsprüfung in meinem einen Fach noch für die Zusatzprüfung in meinem anderen Fach irgendwelche Hilfestellung geben darf. Die Eltern meinen, ich hätte ihren Sohn „benachteiligt“, weil ich ihn im Vorhinein nicht beraten hätte... Nun, wer nicht da ist, den kann man nicht beraten... (Am Tag der Themenabgabe für die Präsentationsprüfung stand er 1,5 Stunden vor Ablauf der Deadline mit einem Fresszettel da. Er wolle mit mir die Themen besprechen. Da ich Unterricht hatte, ging das aber nicht mehr und so habe ich ihn in den Computerraum geschickt, damit er das wenigstens noch abtippen kann...)

    Dienstag erfolgte der zweite Anruf auf dem Sekretariat, das dann blöderweise (erneut, obwohl ich schon mehrfach gesagt hatte, dass ich das nicht möchte) meine Privatnummer und meine Handynummer rausgegeben hat... Es wäre so dringend und ich war ja nicht mehr in der Schule um die Zeit... Die Eltern wollten „nur“ nochmal die Lage schildern und mitteilen, welche Noten ihr Sohn nun bräuchte... Ich will ihm doch sicher nicht die Zukunft verbauen... Ich habe da ehrlich gesagt sehr abweisend reagiert... Es sind mündliche Abiturprüfungen und kein Wunschkonzert! Er wird die Noten bekommen, die wir kommende Woche anhand seiner Leistung feststellen... (In Mathe braucht er 11NP um aus dem Unterkurs rauszukommen... Ihr könnt euch ausrechnen, was er geschrieben hat... Und wie realistisch es ist, dass er diese 11 NP erreicht...)

    Seit Mittwoch werde ich nun bombardiert mit Whatsapp-Nachrichten (!!!!) und Anrufen, auch mit unterdrückter Nummer. Ich traue mich mittlerweile gar nicht mehr ans Handy zu gehen. Mittlerweile sind das Handy aus und das Festnetz ausgesteckt... Es wurde heute im 10 Minuten-Takt angerufen... Der Schulleitung habe ich Bescheid gegeben. Sie hat auch bei den Eltern angerufen, ist aber wohl auf taube Ohren gestoßen... Es wurde wie gesagt munter weiter gemacht... Ich möchte nicht wissen, wie viele Nachrichten und Anrufe schon aufgelaufen sind seit mein Handy aus ist...

    Die Nachrichten an sich sind sehr deutlich... Ich werde verantwortlich gemacht für das schulische Scheitern ihres Sohnes und wenn er nun „wegen mir“ sein Abi endgültig nicht besteht, „kann ich mich auf was gefasst machen“.

    Ich bin mittlerweile fix und fertig... Die Eltern wollen den Sohn kommende Woche zu den Prüfungen begleiten... Kann man ihnen das irgendwie verbieten? Mein Mann drängt darauf, dass ich damit zur Polizei gehe... Die Frage ist, ob das was bringt. Noch ist ja nichts „passiert“...

    Was würdet ihr tun? Hab echt nen Horror vor den Prüfungen kommende Woche...

    Help!

    Und er hat doch Valenzen...

    Insgesamt schwierig, was den Zeitfaktor betrifft.

    Also ich mag jetzt nicht den Spielverderber spielen. Und ich weiß ja auch nicht, auf was du aus bist... (Musst auch nicht darauf antworten...)

    Aber erst hat er keine Valenzen, nun plötzlich doch... Zeitlich ist es bei ihm schwierig... Ehrlich... Würde ich die Finger von lassen.

    An der Ausbildung eines Referendars sind so viele Personen beteiligt... Die Mentoren, die Ausbilder, andere Lehrkräfte, die Schulleitung, nicht zuletzt die Schüler...

    Und wo viele Menschen sind, da menschelt‘s halt. Da von „Schuld“ zu sprechen, ist denke ich schon mal per se die falsche Herangehensweise.

    Allerdings, wenn es wirklich an allen Ecken und Enden nicht klappt, sollte man sich schon mal an die eigene Nase packen...

    Ist halt ne Leistungsbeurteilung und kein Wunschkonzert...

    Lass dir einen Termin geben und die Note begründen. Geändert wird sie sicher nicht. Der SL hat sich ja was bei überlegt und nicht gewürfelt.

    Das eine Jahr mehr oder weniger Probezeit merkst du effektiv überhaupt gar nicht. Familienplanung muss deswegen auch nicht nach hinten geschoben werden. Warum auch?

    Das Beamtentum ist ein absoluter Karrierekiller. Es gibr Leute wie dich, die reißen sich den A**** auf und werden nie was dafür bekommen und andere, die lassen‘s locker flockig angehen und werden nach drei Jahren A14 weil da eben die Nase passt...

    Wer nicht erkennt, was du leistest, hat halt Pech gehabt. Versetzungsantrag, irgendwann vllt Versetzung durch A14-Stelle erzwingen. Aufdrängen würde ich mich keinem.

    Bevor du dich um Details wie Programmpunkte kümmerst, solltest du zu allererst mal sicherstellen, dass die Fahrt organisatorisch auf rechtssicheren Beinen steht!

    Genehmigung für die Reise von der Schulleitung einholen. Stehen genügend finanzielle Mittel zur Verfügung um dir deine Reisekosten in Gesamtheit zu ersetzen? Wenn nein, findet die Fahrt entweder nicht statt oder es wird dir erlaubt einen Freiplatz anzunehmen. Einverständnis der Eltern einholen. Information, dass ein selbstverschuldeter Rücktritt immer mit Kosten verbunden ist. Buchung ausschließlich über einen Reiseveranstalter, der mit deinem Arbeitgeber einen Vertrag schließt (und nicht mit dir als Privatperson). Bezahlung der Reise ausschließlich über das Schulkonto bzw. im Einzelinkasso-Verfahren, wenn die Schule kein Konto hat. Absolutes Alkoholverbot aussprechen.

    Die Programmpunkte sind echt das kleinste Problem. Was man halt in Paris so macht. Stadtführung, Eifelturm, Louvre,... Der Reiseveranstalter wird genug Optionen im Angebot haben.

    Hallo zusammen,

    obwohl erst morgen offiziell der Sommer beginnt, haben wir heute schon Temperaturen jenseits der 30 Grad...

    Ich hatte heute acht Stunden Unterricht. Selbstverständlich in nicht-klimatisierten Räumen... Hitzefrei gibt es auch nicht...

    In meiner letzten Doppelstunde war mir derart speiübel, dass ich mehr als einmal mit dem Gedanken spielte, die Schüler nach Hause zu entlassen... Aber da sie SOL-Aufgaben hatten, habe ich beschlossen, es auszuhalten und liege nun völlig erledigt auf dem Sofa...

    Was tut ihr bei dieser Hitze? Habt ihr irgendwelche Tricks, die Abhilfe schaffen?

    Gibt es irgendeine offizielle Regelung bis wie viel Grad Innentemperatur gearbeitet werden muss? In der „freien Wirtschaft“ muss der Arbeitgeber ja ab einer bestimmten Temperatur seinerseits Maßnahmen ergreifen. Gibt es eine solche Regelung auch für den ÖD?

    Ich bin normalerweise nicht so hitzeempfindlich, aber heute war es definitiv grenzwertig!

    Dafür geht es nachher zumindest an den See. Männe trainiert mit dem Hund Wasserapport und ich darf schwimmen. :)

    Ich habe ein ähnliches Problem bei einem Schüler aus meiner 13. Er hat am Anfang des Halbjahres eine Note erbracht, nicht einmal schlecht, 7NP und wart dann den Rest des Halbjahres nicht gesehen (unentschuldigt). In dieser Zeit haben seine Mitschüler mehrere Leistungen erbracht. Ein benotetes oral mock exam, mehrere Kurztest, mehrere benotete Abgaben von Aufsätzen, mündliche Mitarbeit, etc.

    Bei dem Buben etwas Anderes zu erteilen als 0NP ist den anderen Schülerinnen und Schüler gegenüber einfach unfair. Ganz zu schweigen davon, was man für ein Signal an kommende Schülergenerationen sendet, wenn man da auch nur einen NP erteilt...

    Der Kurs ist nicht besucht. 0NP. Fertig.

    Noch zu deinen weiteren Fragen:

    Die Zusatzlehrprobe ist schon benotet, fließt aber nicht in die Note für das zweite Staatsexamen mit ein. Also da reicht es theoretisch zu bestehen.

    Wegen der Lehrprobe in der Mittelstufe: Ja, das stimmt. Für jedes Fach musst du eine Lehrprobe in der Mittelstufe machen. Die kannst du auch in einer VABO-Klasse oder einer BFS-Klasse machen. Eine davon muss aber im Teilzeitbereich (also Berufsschule) sein. Meiner Meinung gibt es da aber keine Besonderheiten. Es kann dir auch bei einer Oberstufenklasse passieren, dass es nicht läuft.

    Von so einem Vorpraktikum habe ich noch nie was gehört. Seit wann ist das so? Eventuell ist mir da meine Arbeitserfahrung anerkannt worden.

    Wie kommst du darauf? Wir würden jeden mit dieser Kombi sofort mit Kusshand nehmen und wissen schon, dass wir auf Jahre unterbesetzt sein werden, weil gar nicht genug Lehrkräfte auf dem Markt sind.

    Weil wir eine Kollegin an der Schule haben, die schon mehrere Jahre genau mit dieser Kombi KV machen muss und keine Festanstellung bekommt obwohl sie örtlich sehr flexibel ist.

    Und warum? Um dem Schüler eins auszuwischen?

    Wenn man fast das komplette Halbjahr unentschuldigt fehlt, ist das für mich eine ungenügende Leistung und damit mit 0 NP zu bewerten. Bis auf ein einziges Mal hat er immer 0NP erbracht.

    Sagen wir mal, es gäbe einen Schüler der hätte immer 15 NP erbracht und dann einen Ausrutscher mit 03NP. Würdet ihr diesen Ausrutscher voll gewichten?

    Hat nichts mit Ego zu tun noch damit, dem Schüler eins auszuwischen. Er hat hinreichend oft bewiesen, dass er kein Interesse am Schulbesuch hat. Also keine Versetzung.

    Hallo,

    ich denke, man muss sich nichts vormachen: Deine Einstellungschancen werden in beiden Varianten eher schlecht sein... :( An den BBS werden deine Fächer aber zumindest in allen Schularten gebraucht. Deutsch auch oft in einem großen Umfang.

    Ich würde mir also andere Kriterien überlegen um zu entscheiden ob du das Ref hüben oder drüben machst.

    An den BBS können die Schüler oft weder Deutsch, geschweige denn Englisch. Ob du mit dieser Kombi jedes Jahr in mehreren Schularten Prüfungskorrekturen haben musst... Naja... Deine Fächer werden im Teilzeitbereich nur einstündig unterrichtet. Wenn du ein volles Deputat unterrichtest führt das oft dazu, dass du in einer zweistelligen Anzahl von Klassen eingesetzt wirst. Muss man auch nicht unbedingt haben.

    Ansonsten musst du an den BBS eine Zusatzlehrprobe absolvieren damit du auch im allgemeinbildenden Gymnasium eingesetzt werden kannst. Andersherum ist das nicht so. Auch für den Auslandsschuldienst brauchst du die Lehrbefähigung für allgemeinbildende Gymnasien. Also hättest du eine Lehrprobe mehr im Ref.

    Einen Anspruch darauf an den BBS bestimmte Klassen zu unterrichten, hast du nicht. In der Regel wirst du mit dieser Kombi aber in allen Schularten eingesetzt. Was jedoch kein Vorteil sein muss...

    Ich persönlich würde dir trotzdem die BBS empfehlen. Weil ich selbst dort bin und es mir da sehr gefällt. Die Kolleginnen und Kollegen sind da einfach ganz anders als am allgemeinbildenden. Das Schülerklientel auch.

    Wo in BaWü bist du denn? Wir suchen zum Beispiel händeringend Englisch.

    Lg,
    Mrs Pace

    Gerade in aus'm Fernsehen aufgeschnappt:
    "Das Hamsterrad sieht nur von innen aus wie eine Karriereleiter."

    Vielleicht kann man das auch umgekehrt sehen:
    Engagement privat bei den Dingen leisten, die Spaß und Erfüllung bringen und die Schule als Job sehen, mit dem man den Lebensunterhalt verdient.

    Meine Einstellung ist da ganz klar eine andere. Und sei es nur deshalb, weil ich ca. ein Drittel meines Wochentages mit der Arbeit beschäftigt bin und mir diese Zeit so interessant und angenehm wie möglich gestalten möchte.

    Zumal das ja eine erfüllte Freizeit überhaupt gar nicht ausschließt.

    Ohne Kinder hat man schon viel Zeit zur Verfügung, von demher ist es grds. machbar.

    Aber auch wir haben Hunde und ich gehe mit denen mehrmals täglich raus. Ich finde schon dass dies Zeit erfordert.
    Wenn es tatsächlich so sein sollte, dass MrsPace nicht an der schule sein muss für diese Tätigkeit sondern diese zu Hause erledigen kann, dann hilft das.

    Anders sieht es aus, wenn sie an das Seminar z.T. geht. Sofern MrsPace dafür eine längere Anreise hat inkl. Anreisen zu den Referendaren, dann sieht es ganz anders aus.

    Die A14 bei uns die Verwaltungsarbeiten übernehmen, machen das grds. mit dem Bestreben irgendwann eine A15-Stelle zu erhalten.
    Wie gesagt, ohne Kinder machbar.

    Wobei ich auch einige Kollegen haben, die A15 sind UND (relativ kleine) Kinder haben.

    Das Seminar wäre in meiner Heimatstadt. Max. 15 Minuten von Tür zu Tür. Zur Schule pendle ich hingegen 45 Minuten einfache Strecke, wenn es gut läuft.

    Ein Lehrauftrag dort wäre A15. Aber wie gesagt: Das ist noch sehr weit in der Zukunft und dann muss man die Stelle ja auch erstmal bekommen.

    Die Hunde sind wie gesagt unser Hobby und dafür wird natürlich auch viel Zeit aufgewandt; das stimmt. Wobei mein Mann sich definitiv die umfangreichere Aufgabe ausgesucht hat. Bei mir wären das sportmäßig dann „nur“ ca. 8 Stunden pro Woche. Die Gassigänge teilen wir uns ja. Mein Mann geht morgens vor der Arbeit; ich dann unmittelbar nach der Schule. Alle zwei Tage geht es noch Joggen. :)

    "Berufliche Zukunft" klingt, als wolltest du dich wegbewerben. Ich würde was von "Entwicklungsperspektiven an der Schule" schreiben oder so.

    Hängt ein bisschen davon ab, wie gut du dich mit ihm verstehst. In meinem Fall habe ich dem betroffenen Kollegen (auch Mitglied der Schulleitung) irgendwann beim Kaffee mal gesagt, dass ich beabsichtige, demnächst ein entsprechendes Gespräch einzufordern. Auch, um vielleicht noch ein bisschen Input für meine Vorbereitung zu bekommen und damit er "vorgewarnt" ist, wenn der Chef ihm in der nächsten SL-Sitzung sagt, dass Herr WillG demnächst jetzt die und die Aufgabe verantwortlich übernimmt.

    Super, danke. Dein Vorschlag hört sich gut an. :)

    Den Abteilungsleiter kenne ich schon aus meinem Studium. Er war ein paar Semester über mir. Also ja, dann werde ich ihn informieren. Danke. :)

    Was du dir vorstellst, ist ein klassisches "Mitarbeitergespräch". Ich habe das auch schong geführt, meine Situation war in Ansätzen vergleichbar.
    Mit anderen Worten: Ich würde das auf jeden Fall machen. Bei einem Gespräch, für das man sich Zeit genommen hat (- für das also ein Termin ausgemacht wurde -) und auf das man sich vorbereitet hat, kann man solche Dinge am besten klären. Ich würde dem Schulleiter dabei durchaus im Vorfeld grob wissen lassen, worum es dir geht, einerseits aus Höflichkeit, andererseits auch, damit er sich seinerseits Gedanken machen kann, was er dir bieten kann.
    Denn ÖPR würde ich zu diesem Gespräch nicht einladen. Es ist ja ein Perspektivgespräch, kein Konfliktgespräch und da wäre die Anwesenheit des PR schon fast eine Eskalationsstufe.

    Generell habe ich mit allen Schulleitern - guten wie schlechten - die besten Erfahrungen gemacht, wenn ich die Karten auf den Tisch gelegt habe, also meine mittel- und langfristigen Pläne deutlich kommuniziert habe. Dabei habe ich immer auch eingefordert, bei diesen Plänen unterstützt zu werden, was eigentlich immer auch ganz gut geklappt hat. Und sei es auch nur, dass mir im Einzelfall erläutert wurde, warum einem Wunsch nicht entsprochen werden konnte, was mir dann zwar auch nicht geholfen hat, aber immerhin die Stimmung (meine eigene und die im Verhältnis zur SL) deutlich verbessert hat.

    Danke dir für die hilfreichen Ratschläge.

    Ok, dann bleibt der ÖPR weg. Du hast recht, das ist in diesem Fall nicht nötig. Meinst du, ich solle den zuständigen Abteilungsleiter vorher informieren?

    Ich werde dem Schulleiter dann kommende Woche mal eine Mail schreiben, dass ich mir für nächste Woche einen Termin bei ihm geben lassen werde für ein Gespräch über meine berufliche Zukunft. Ist das zu unkonkret? Wie viel soll ich vorweg nehmen?

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