Beiträge von MrsPace

    Ich wäre nach einem solchen Gespräch einfach mal zwei Tage krank. Mit Attest vom Arzt versteht sich. Das ist leider oft die einzige Sprache, die solche Schulleitungen verstehen... Kollegen die das bei uns so durchziehen, werden in der Regel in Ruhe gelassen.

    Wenn das so weiter geht bei euch, sehe ich deine psychische Gesundheit ohnehin gefährdet... Ich hätte da eine Panikattacke nach der nächsten...

    Ich habe einen Schüler, bei dem ich mir sicher bin, dass er keine Ahnung vom Fach hat. Trotzdem schreibt er 3-4 in Tests.Ich lasse Handys aufs Pult legen und schreibe im extra großen Prüfungsraum. Zum Teil hab ich ihn noch extra weit von anderen weg gesetzt. Ich hab keine Ahnung, wie er das macht...


    Bei meinem früheren Arbeitgeber wäre es während Prüfungen am PC möglich gewesen, dass ein Schüler seine Musterlösung für alle auf nem zentralen Laufwerk speichert. Internet wäre auch gegangen. Zum Glück haben die das nicht wirklich gecheckt.

    Ich führe auch sehr gewissenhaft Aufsicht, d.h. ich mach nebenher nichts Anderes. Trotzdem sind mir schon Spickeleien per Handy entgangen...

    Vermutung: beim ersten UB werden womöglich ganz andere Maßstäbe angelegt als bei einer Lehrprobe (evt. geht es nur darum, ob der Lehrer die SuS überhaupt für seinen Unterricht motivieren kann und ob dieser die ganz groben didaktischen Grundsätze einhält) - da wäre eine negative Rückmeldung schon mind. ein Dämpfer.

    Der junge Herr hat sich von seinen Mentoren absolut nichts sagen lassen. Er hat gemeint, er weiß das alles besser und hat seinen Unterricht so gestaltet, wie er das für richtig gehalten hat. Er hat also 90 Minuten Lehrervortrag gemacht, weil so lernen die Schüler seiner Meinung nach am besten, wenn ER es ihnen erklärt. Als Hausaufgabe gab es dann ein umfangreiches Hausaufgabenblatt, das nach einer Woche eingesammelt und benotet wurde. So wie an der Uni halt. Weil so lernt man am besten. Bei den Fachleitern hatte der sich derweil offenbar auch schon sehr unbeliebt gemacht, weil er in den Fachdidaktik-Sitzungen wohl umfangreich kluggesch**** hat. Gut, fachlich hat er tatsächlich was drauf, das muss man ihm zugestehen... Ja, und dann gab es halt die Krisensitzung nach den beiden ersten UBs, weil es so absolut nicht weitergehen konnte und absehbar war, dass er die Lehrproben nicht bestehen würde, wenn er nicht endlich lernt, den Rat seiner Mentoren und seiner Fachleiter anzunehmen...

    @Kecks: Nach irgendwas muss man ja gehen, vor der Studienwahl macht man ja immer höchstens eine begrenzte Anzahl an Praktika. Das ist noch besser als reines Hörensagen. Im schlechtesten Fall empfindet man die Arbeit an der Einsatzschule als deutlich negativer als die an der Praktikumsschule - das lässt sich jedoch nicht vermeiden.

    @Mrs. Pace: Natürlich gibt es Schwankungen im Lehrerbedarf, es gibt aber schon ein paar Tendenzen, die eigentlich fast immer passen. Ich will engagierten und fachlich versierten Deutschlehrern nicht zu nahe treten, aber in dem Fach passiert es häufiger, dass man sich für Deutsch als kleineres Übel entscheidet als z.B. bei Physik. Physik wählen die Meisten nur, wenn sie sagen "Ja, das ist genau mein Ding!", da es genug Abiturienten gibt, die froh sind, Physik in der Oberstufe abwählen zu können. Dann kommt noch der hohe Anspruch des Studiums dazu - wenn man das Deutschstudium larifari macht, hat man zwar nicht die besten Noten, man schafft es aber auch so irgendwie. Beim Physikstudium sieht das anders aus. Aus dem Grund kann es z.B. im Fach Physik nie einen ernsthaften Überschuss an Lehrern geben. Bei dem Mathebeispiel kann das so an einzelnen Schulen sein, an den meisten werden jedoch Mathelehrer mit Handkuss angenommen - dafür sorgen allein die hohen Durchfallquoten im Studium.
    Grundschule und Gymnasium sind die beliebtesten Schulformen bei Lehramtsstudenten aufgrund der eigenen Schulerfahrung und des positiven Images dieser Schulformen in der Gesellschaft. Daher dürfte es selten dazu kommen, dass an anderen Schulformen ein großer Lehrerüberschuss besteht.

    Ob es die Realschule in ein paar Jahren noch geben wird, ist eine polemische Frage, da, solange es ein gegliedertes Schulform gibt, auch entsprechende Lehrer für entsprechende Schulformen gebraucht werden. Ob man das Kind Hans, Franz oder Gemeinschaftsschule nennt, spielt dabei keine Rolle - vorausgesetzt, es gibt kein explizites Gemeinschaftsschullehramtsstudium, und nur dieses qualifiziert für die Lehrtätigkeit an Gemeinschaftsschulen. Ich gehe davon aus, dass Realschullehrer so oder so in der Sek I arbeiten dürfen, egal ob man die Schule Gesamtschule, Gemeinschaftsschule oder Werkrealschule nennt.

    Na Gott sei Dank erklärt uns erfahrenen Kollegen endlich mal ein Lehramtsstudent die Welt! Darf ich mal fragen, woher du dein Wissen beziehst?

    :musik: "Und das ist alles nur in meinem Kopf." :musik:

    Im ganzen RP-Bezirk war bei uns dieses Jahr nur eine einzige Mathestelle ausgeschrieben... Mit Handkuss werden die Mathematiker also genommem derzeit?

    Und nur weil du Deutsch als "kleineres Übel" dazugenommen hast und es "larifari" studierst, heißt das nicht, dass das auf den Großteil der Deutschlehrer zutrifft.

    Ob es Realschulen in der Zukunft noch geben wird, ist keine polemische Frage... Es zeichnet sich bereits deutlich ab, dass sie auf dem absteigenden Ast ist. Auch bei uns an den BBS bricht die Mittelstufe immer mehr weg. Erst waren es die Werkrealschulen (also 9+1), die uns die Schüler abgriffen. Nun sind es die Gemeinschaftsschulen.

    Weiterhin ist der politische Wille ganz klar, mehr Schüler zum Abitur zu führen. Ob des dreigliedrige Schulsystem noch lange bestehen wird? Ich hab da so meine Zweifel...

    Von der Fächerkombination würde ich dir dringend abraten, da Deutsch, Geschichte und Sozialkunde im Kontext Lehrerbedarf aufgrund der hohen Studentenzahlen in diesen Fächern eher Ladenhüter sind. Suche dir eines dieser Fächer aus und kombiniere es mit einem Mangelfach!

    Man kann nicht grundsätzlich sagen, dass der Unterricht an der Realschule "realativ oberflächlich" ist, das hängt stark vom Einzugsgebiet und sicher auch deinen Anforderungen an Untericht ab. Aber natürlich: Systembedingt besteht am Gymnasium immer ein höheres Niveau als an der Realschule. Wenn du jedoch grundsätzlich an der Realschule positive Erfahrungen gemacht hast, könnte das die richtige Wahl für dich sein, und du hast es ja schon angedeutet, die Einstellungschancen sind an der Realschule besser als am Gymnasium.

    Der TE ist Abiturient. Wie soll man wissen, was in sechs, sieben Jahren Mangelfach ist? Ich habe angefangen zu studieren, da war Mathe noch Mangelfach. Heute unterrichte ich fast nur noch Englisch... Zu viele Mathematiker. Mit Deutsch und Geschichte wiederum würden sie sich hier um dich reißen mit den vielen VABO-Klassen...

    Trotzdem finde ich diese Kombi gewagt. Alle drei Fächer sind sehr vorbereitungs- und korrekturintensiv. Aber wenn nur diese drei Fächer infrage kommen, mach es!

    Ob der Unterricht an der Realschule relativ oberflächlich ist... Ich weiß nicht ob man das so bezeichnen kann. Die fachlichen Anforderungen sind sicher niedriger als in der Oberstufe eines Gymnasiums. Aber am Gymnasium gibt es ja auch Unter- und Mittelstufe. Würdest du denn gerne Oberstufe unterrichten?

    Zu den Einstellungschance: Auch das kann man sechs, sieben Jahre vorher unmöglich beurteilen. In dieser Zeit kann sich soviel ändern. Bei uns geht der Trend allerdings immer mehr zur Gemeinschaftsschule, d.h. evtl wird es die Realschule an sich gar nicht mehr lange geben?

    Das könnte dir zu denken geben ;)

    Wir hatten immer einen Praktikanten (später dann Referendar) bei uns, der auch meinte, er hätte die Weisheit mit Löffeln gefressen... Ein einziges Mal hatte ich ihn als Praktikant im Unterricht hinten drin sitzen. Da meinte, er, er müsste klugscheißen und mich vor meinen Schülern korrigieren. In einer Klasse voller ehemaiger Hauptschüler hatte ich mir erlaubt nicht die "korrekte Fachsprache" zu verwenden; einige Schüler verstehen da kaum Deutsch... Ich hatte damals schon seinen Mentor angesprochen, damit er ihm mal die Leviten liest... Kuchen und Krümmel und so. Dann kam das Ref und er hatte seinen ersten Unterrichtsbesuch. Ging in die Hose. Dann den ersten Unterrichtsbesuch im zweiten Fach. Ging in die Hose. Krisensitzung mit Mentoren, Fachleitern und unserer SL. Da haben sie ihm wohl alle zusammen ordentlich den Kopf gewaschen. Er lief dann die ersten paar Wochen etwas bedröpelt rum, hat sich aber in Zukunft sehr viel zurückhaltender und generell bescheidener verhalten. Er bestand dann auch die Lehrproben... Das lässt mich hoffen für unseren "Lehramtsstudenten". :teufel:

    und jetzt sag mal, warum dein text "aus der position eines studenten" deiner meinung nach die fertigen lehrer, die hier gerne in ruhe diskutieren wollen, interessieren sollte? wir kennen die studieninhalte, wir haben das alle mal studiert. alt, aber wahr: wenn der kuchen spricht, dann sollten die krümel schweigen.

    Zumal er sich umgucken wird, was für Aufgaben Lehrer noch so haben, in der Praxis mein ich jetzt... Wenn es bei den vier Dingen bliebe... Boah, das wär was...

    Wir haben in Nordhessen alles probiert, seit einem Jahr. Schon während meiner Schwangerschaft....aber die Zeit läuft uns davon. Man darf in Hessen wie gesagt als Angestellter nur zwei Jahre arbeiten....das ist das Problem. In der jetzigen Schule war er Angestellter Lehrer....da bekommt niemand mehr eine Planstelle bzw. Beamtenstelle auf Probe. Die sind froh, wenn die Schülerzahlen bleiben. Das Problem ist, dass es nicht sein Papa ist, sondern meiner....und ich bin keine Lehrerin. :(

    Liebe Grüße

    Entweder ich stehe auf dem Schlauch, oder da passt was nicht zusammen... Man darf nur zwei Jahre angestellt sein, es gibt aber keine Beamtenstellen mehr. Das würde ja für jeden neu eingestellten Lehrer heißen, dass er nach zwei Jahren das Bundesland wechseln muss, wenn er Lehrer bleiben will. Das kann doch nicht sein?!

    Mit Mathe und Wirtschaft werden sie deinen Mann wohl irgendwo untergebracht bekommen. Das Problem ist, dass man auf einem Stück Papier eure familiäre Situation unter Umständen gar nicht erkennt. Ich würde mich an der Stelle deines Mannes jetzt erstmal an den Hörer hängen und Himmel und Hölle in Bewegung setzen, dass ich irgendwo unterkomme. Was ist mit der Schule an der er das Referendariat gemacht hat? Gibt es da gar keine Möglichkeit?

    Jetzt den Job in Hannover anzunehmen und dann auf eine Versetzung zu hoffen, würde ich nur im absoluten Notfall machen. Bei uns gibt es Kollegen, die sich seit Jahren versetzen lassen wollen, und sie kommen nicht weg...

    Das ist in NRW auch so. Allerdings sagt das nichts darüber aus, wie daraus eine Gesamtnote zu ermitteln ist. Rein mathematisch ist es in meinen Augen halt am genausten die tatsächliche Leistung durch die durchschnittlich erreichten Prozentpunkte zu ermitteln. Andere Metriken wie Dezimalnoten oder Notenpunkte etc. sind natürlich auch in Ordnung. Vor allem, weil ja auch pädagogische Aspekte bei der Notenfindung berücksichtigt werden.

    Ich hatte zu genau diesem Thema bereits ein Gespräch mit meinem SL, der sich rechtlich dazu informiert hat.

    In BaWü ist es definitiv nicht erlaubt, die Endnote so zu bilden, wie du es beschreibst. Ich hatte das nämlich genau so gemacht weil ich das auch genauer fand. Ein Vater (auch Schulleiter) hatte sich daraufhin beschwert, weil seine Tochter so schlechter weggekommen wäre.

    In BaWü muss die Gesamtnote als Mittel aus den Einzelnoten berechnet werden.

    Ich würde mich erstmal selbst informieren, was die Notenverordnung sagt und dann danach die Note bilden.

    In BaWü wäre es zum Beispiel nicht erlaubt aus irgendwelchen prozentualen Anteilen in Klausuren ein Mittel zu errechnen und davon dann eine Note zu machen.

    Bei uns MUSS bei jeder Klassenarbeit einen Schulnote bzw die Notenpunkte festgestellt werden.

    Bei uns (BW) haben die Seminare oft nur Kapazitäten für zwei Fächer, d.h. unter Umständen würdest du erstmal nur in zwei Fächern ausgebildet (im Ref) und müsstest dann eine Drittfachausbildund parallel zum regulären Schuldienst nachschieben.

    Mehr Nachteile als dass es mega stressig wird, sehe ich im Moment nicht.

    Ganz generell gesprochen, macht es mathematisch überhaupt keinen Sinn, Noten überhaupt zu mitteln. Ordinalskala und so...

    In welchem Bundesland bist du? Wo steht das, dass so die Jahresendnote ermittelt wird?

    Bei uns werden am Jahresende die Einzelnoten des gesamten Jahres miteinander neu verrechnet. Also beispielsweise vier Klausuren, vier Tests und zwei mündliche Noten.

    Anders wäre der "Fehler" durch die Durchschnittbildung ja noch viel größer...

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