Beiträge von Kapa

    Klar. Als Lehrer muss man die Welt erziehen und natürlich auch den Kassierer in irgendeinem Supermarkt. O.o

    Beschäftigt euch doch einfach mit euren eigenen Aufgabenbereichen, das ist doch wirklich Arbeit genug...

    Geht nicht um Welterziehung, sondern darum, dass der Kassierer widerrechtlich unseren Schülern Alkohol verkauft hat.

    Mit so ner Argumentation müsste ich ja auch wegschauen, wenn ein übel gelaunter Mensch im Zug meinen Schülern ne Backpfeife verpasst oder bedroht. Immerhin wär das darauf ansprechen und "Stunk" machen (rechtliche Schritte einleiten) auch nur eine Form von Erziehung der Welt.

    Im Zweifelsfall mal rauskriegen, welche Ausländerbehörde (oder Sozialamtsbereich, manchmal sind die da nämlich zugeordnet) für die Familie zuständig ist. Oftmals haben die da einen Mitarbeiter, der für Flüchtlinge in eigenen Wohnungen zuständig ist und da evtl. noch einmal ansprechen/die Mutter informieren kann.

    Wenn du mit deinen Mitteln nicht an die Mutter rankommst, vlt. hat ja die Polizei mehr Erfolg. Da ich mal davon ausgehe, dass der Aufenthaltsstatus unklar ist, könnte ein Polizeiauftritt mit der Androhung, dass bei weiterer Kindeswohlgefährdung der Aufenthalt auf dem Spiel steht, durchaus Wunder bewirken. Ich denke, dass du deine Mittel als Lehrerin ausgeschöpft hast, jetzt sind die entsprechenden Ämter gefragt.

    Nicht bei jedem Flüchtling ist der Status unklar. Und der Aufenthaltsstatus ist nicht an Kindswohlgefährdung gebunden. Abgesehen davon würde die Polizei mit solch einem (wie von dir benannten) Verhalten ihre Kompetenz überschreiten, da sie nicht ohne Ausländerbehörde in solchen Fällen tätig wird (es sei denn es liegt eine Straftat vor). Im Normallfall leisten die bei Flüchtlingen nämlich a) Amtsbeihilfe bei Abschiebungen oder b) strafrechtliche Verfolgung bei Vergehen.
    Abgesehen davon: Androhung von Gefährdung des Aufenthaltes = §59 Aufenthaltsgesetz regelt das anders und bestimmte Gruppen nutzen solch illegitimen Vorgehensweise via Anwalt für eine weitere Runde bleiben aus.

    Das wurde weiter oben unter anderem auch von mir bereit erläutert.Wenn die strikte Einhaltung des Gesetzes in diesem Fall nicht möglich ist, dann muss der Kerngedanke des Gesetzes zumindest befolgt werden - das ist für mich weniger das Alkoholverbot an sich als die Gefahrenabwehr für meine Schüler. Bevor sie sich also ins Koma saufen, lasse ich sie lieber kontrolliert, aber weder von mir angeleitet noch offensichtlich befürwortet, trinken und greife dann ein, wenn es zu viel zu werden droht.

    So eine "Doktrin" hatte auch unsere Tutroin damals bei der Abschlussfahrt. Ging ganz gut, bis einer über die STränge geschlagen ist, als sie schon (selbst angetüdelt) schlief und fast ersoffen wäre, weil er auf die tolle Idee kam, besoffen ins Meer zu springen. Hätten ich und ein Klassenkamerad ihn nicht rausgefischt, hätten die andren Dösbaddel den ersaufen lassen und die Kollegin (trotz rechtlicher Absicherung weil "Ihr wisst: LAut Gesetz ist das verboten udn ich belehr euch dahingehend.") hätt erst Mal die Kacke an der Backe gehabt. War im Übrigen auch ein Fall von "NA wenn die dat macht können wir ja auch.".
    Ist halt die Frage, wie man das überprüfen kann und will. Insofern das möglich ist (ZImmerkontrollen) und mit den Schülern vorher offen über die Gefahren etc. geredet wurde, ok.
    Was mich aber erschreckt (allgemein) ist, dass es ja scheinbar doch nicht wenige Kollegen gibt, die sich mit den Schülern die Kante geben. Meine 11er im letzten Jahr haben auf Kursfahrt die Ansage bekommen "Ich trink auch nichts auf der Fahrt, also versucht euch am Riemen zu reißen!" Klappte auch, im Vorfeld wurde da aber auch ganz offen drüber geredet und ja, meine Schüler wissen, dass ich zu Studentenzeiten manchmal übertrieben habe und dadurch kam ein super offenes Gespräch über Alkoholkonsum und -missbrauch auf.

    Die Frage mit dem erlauben hat sich doch aber eh schon lange beantwortet: Rein rechtlich ist das eine Schulveranstaltung und da gilt (außer den, von anderen benannten, genehmigungspflichtigen Außnahmen) Alkoholverbot.
    Das die Schüler das im Normalfall trotzdem versuchen ist glaube ich auch allen klar. Ich versteh grad nur nicht, warum von dem ein oder anderen "drüber hinweggesehen wird", dass der verkaufenden Kassierer sich strafbar macht wenn er offensichtlich Minderjährigen harten Stoff verkauft. :) Kann mir das einer der "och hab dir nich so" mal kurz verklickern?

    vielleicht nicht sonderlich "schön", diese Feststellung, aber - es gibt mMn leider eine ganze Reihe "Eltern", die diese Bezeichnung nicht verdienen. Und leider bekommen diese Leute oft gerne gleich mehrere Kinder...schon mal "Idiocracy" gesehen?

    Dann bitte aber auch die Bonzenkinder wegfangen, die meinen, Mama und Papas Geldbeutel würde mehr zählen als jede Autorität und Gerechtigkeit....

    Jeder, der die Freizeitgestaltung seiner Oberstufenschüler kennt, sollte erkannt haben, dass das Jugendschutzgesetz nicht der gesellschaftlichen Realität entspricht.
    Die Ordnungsmaßnahmen werden bei Schülern, die bereits in einigen Monaten die Schule verlassen, nicht mehr fruchten.

    Stimmt beides, dennoch hat sich der Kassierer an geltendes Recht zu halten.
    Das die Ordnungsmaßnahmen Rauch sind, da bin ich bei dir, sag das mal nur der Tutorin (Kollegin die mit bei war) und der SL. :autsch:
    Wären beide entspannter, dürfte die Peinlichkeit des "Erwischtwerdens" und das anschließende abgeholt werden vollkommen ausreichend gewesen sein. Aber nun is da halt Kacke am Dampfen und da unsere Schule erst letztens negativ aufgefallen bei einigen "Bewohnern" der Stadt (einige unserer Schüler wurden vermehrt mit etwas weniger "typischen" Kontakten von Gymnasiasten, O-Ton der SL, im Park beim Saufen von der Polizei erwischt) und das Schulbild ist dadurch natürlich gefährdet....
    Aber statt mal was für Suchtprävention zu machen, also was Weitreichenderes, werden eher nur die Folgen bekämpft. Eine Schülerin ist vergangenen Monat (nicht aus besagtem 12er Kurs, sondern aus einer 9.) temporär aus der Schule entfernt worden, weil sie in unmittelbarer Schulumgebung direkt nach Schulschluss mit, obacht wieder O-Ton, "den Assis von der Hauptschule" beim Saufen erwischt wurde und wohl ne recht laute Szene gemacht hat.

    Man kann auch über das Ziel hinausschießen.
    Was darf ich mir unter kein Pardon vorstellen?
    Die Flaschen wurden vermutlich sachgemäß vernichtet. ;)

    Kann man es übertreiben, wenn ein Kassierer seinem Job nicht nachkommt und bei augenscheinlich Minderjährigen NICHT nach dem Ausweis fragt?
    Wie gesagt: Ich habe kein Problem damit, wenn Jugendliche meinen, sich Alkohol besorgen zu müssen (egal auf welche Weise). Ich habe aber ein Problem damit, wenn ganz klar gegen ein Gesetz verstoßen wird, das dem Schutz der Jugendlichen dienen soll. Nicht umsonst gibts sowas wie Jugendschutz. Und wenn da ne Horde Kids mit Hochprozentigem kommt ist das nu mal der Job eines Kassierers, sich die Ausweise zeigen zu lassen.

    Kein Pardon = Ordnungs- und Erziehungsmaßnahmen ansetzen und durchaus auch überlegen, ob ein temporärer Ausschluss von der Schule stattfinden könnte, da der Ruf der Schule durch ein mögliches Bekanntwerden des Vorfalls geschädigt werden würde (ist zwar überzogen, aber so ist die SL drauf).

    Die Flaschen sind derzeit "Beweismittel" für die Schulleitung für die nachfolgenden Gespräche mit Schülern und Eltern (ja das Ganze zieht sich ein wenig hin). Dazu kams, weil die mitfahrende Kollegin gleich bei der SL anrief und die Order bekommen hat, alles mitzubringen.


    Was Alkoholkonsum im Kollegium angeht:
    Seit dem wir einen Kollegen an der Schule hatten, der Alkoholiker war, ist das Thema tabu. Es hat sich daraufhin ein Grüppchen gebildet, das sich ab und an nach Feierabend zusammen am Abend hinsetzt und noch nen Bierchen oder Weinchen trinkt. Aber halt außerhalb der Schule.
    Von anderen Schulen (an denen ich bereits gearbeitet habe) kenn ich das durchaus anders. Da war das dann manchmal auch schon am Morgen zum Anstoßen auf einen Geburtstag.

    Meine Partnerin ist seit einiger Zeit Amtsleitung in einer Kreisverwaltung, da ist seit ihr auch Schluss mit Suff auf der Arbeit, weil die Kämmerei ständig besoffen war (täglich!) und keiner mehr seine Arbeit richtig gemacht hatte in dem udn nem anderen Bereich.

    Ich hatte jetzt im Oktober eine Begegnung der dritten Art mit meinem 12er Kurs auf Kursfahrt.
    Allgemein geregelt und angesagt war: Liebe Schüler, auch wenn das hier die inoffizielle Abschlussfahrt ist und Schülerin X Geburtstag hat...es gilt das allgemeine Alkohol- und Drogenverbot wie es vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist. Wer mit Alkohol erwischt wird oder eindeutig vom Alkoholkonsum beeinträchtigt unter unsere Augen gerät, hat ein massives Problem.
    Die meisten Schüler waren noch nicht volljährig (4 von 20 waren es) und die Fahrt war ganz angenehm, bis wir dann am letzten Abend nochmal rum gingen, um der Schülerin eine kleine Aufmerksamkeit zum Geburtstag zu überreichen. Wir landeten dann im Zimmer an, wo 5 Schüler/Schülerinnen verzweifelt versucht haben über 20 Flaschen harten Alkohol vor uns zu verstecken. Da war von Rum über Vodka bis hin zu Stroh 80 alles dabei.
    Die entsprechenden Eltern haben wir dann telefonisch gebeten, sich um die Abholung zu kümmern. Diese Konsequenz wurde vorher angesagt und die Schüler sowie Eltern haben uns das sogar noch schriftlich quittiert. Das Unangenehme war daran, dass ich mit den Eltern eines Schülers aufgrund meines Sporttrainings befreundet bin. Die haben natürlich im Nachhinein versucht, über die Schiene mehr Wohlwollen zu bekommen, nach 2h Stunden Erklärung dann aber eingesehen, dass es da keine Extrawurst gibt.
    Der Schüler selbst kennt mich privat auch aus dem Sport (alle drei werden von mir im Dojo trainiert, und im Normalfall sind wir per du und feiern auch unsere Vereinsfeste zusammen, wo auch ich gerne Alkohol konsumiere), fand das dementsprechend nicht so toll, dass seine Eltern noch kommen mussten. Im Nachhinein hat sich nun rausgestellt, dass diese Blödbassel dem Jungen sogar eine Flasche mitgegeben haben :autsch:
    Keiner der Schüler war betrunken, im Gegenteil, sie waren erschrocken, dass sich das so schnell in die Extreme entwickelt hatte mit dem Flaschenkauf (Es hat wohl so gut wie jeder aus dem Kurs ein - zwei Flaschen Schnaps gekauft am Reiseziel und das dann für den Abend bei denen im Zimmer gebunkert). Wir haben den Schülern daraufhin zunächstmal eien Standpauke gehalten, tatsächlich war ich auch ziemlich enttäuscht von den Schülern, weil sie sich a) so doof angestellt haben und b) massiv übertrieben haben und unser Vertrauen in sie missbraucht haben. Die Kollegin die mit dabei war, hatte vor der Fahrt auch gesagt, das wir natürlich nicht alles sehen können und sie um Himmels Willen doch nicht übertreiben sollen.
    Nachdem der Kurs uns dann am Abend alles gebeichtet hatte, sind wir am nächsten Tag (als die Eltern dann auch ankamen) mit den Schülern zum entsprechenden Supermarkt vorbei um mal ein wenig über Jugendschutz und rechtliche Pflichten aufzuklären, immerhin sind die meisten Schüler, die den Alkohol gekauft haben noch Minderjährige. Der entsprechende Kassierer, der das verkauft hat, war wenig einsichtig, daher gings dann zur Fialleitung und es kam zur Anzeige.
    Ende vom Lied ist, das wir uns derzeit mit der Schulleitung und dem Kurs rumschlagen müssen und da, aufgrund der rigorosen Schulleitung, auch kein Pardon zu erwarten ist.


    Ich selbst habe an sich kein Problem damit, wenn ein volljähriger Schüler für sich entscheidet, beim "Freigang" nen Glas Wein oder nen Bier zu trinken. Haben wir auch nicht anders gemacht udn auch wenn ich der Meinung bin, dass Alkohol eine zu stark gesellschaftlich anerkannte Droge ist, mit der sehr viel verantwortungsvoller umgegangen werden sollte, würde ich mir selbst in die Tasche lügen, wenn ich das von Seiten der Schüler verwerflich finde (Ich trinke liebend gern Wein und Cuba Libre). Wenn die lieben Schülerlein aber so dusslig sind und sich erwischen lassen, müssen sie auch mit der Konsequenz leben.
    Taschenkontrollen machen bei uns die Klassenlehrer und Tutoren nur dann, wenn wir von en Eltern/Schülern die Erlaubnis zu haben. Jemanden die Mitfahrt aufgrund der Verweigerung zu verwehren ist bei uns nicht möglich, da sieht die Schulleitung das genau wie die meisten hier: Das wäre nicht rechtens.
    Ähnlich siehts mit den offiziellen Regelungen aus was Alkoholkonsum angeht:
    Wenn es minimal ist und wir das nicht mitbekommen, ok. Aber wer sich erwischen lässt, ist selber schuld, denn belehrt werden die Schüler ja dazu und rei nrechtlich gesehen, müssen wir dann handeln auch wenn es nur minimal ist.

    DIe besagten Pullen haben meine Kollegin und ich übrigens eingesammelt und der Schulleitung übergeben, die soll gucken wie sie das jetzt unter die ELtern kriegt :)

    Ich nehms beim Wein wie meine italienischen Freunde: Man kann das Weinglas nehmen, ein schönes sauberes Wasserglas (0,2 - 0,4l) tuts aber auch.

    Welchen Rotwein würdest du empfehlen?

    @Miss Jones ; Haggis ist doch nur eine andere Form von Pluntwurst/Grützwurst/Lose Wurst/Tote Oma :)


    Eine sehr strebsame aber ruhige Klasse hat mir eine meiner ersten Lehrproben geschmissen, weil keiner die Zähne auseinander gekriegt hat. Die haben lieber still vor sich hingearbeitet, was mir dann später als mangelnde Förderung der Sozialkompetenz angekreidet wurde.

    Da fragt man sich dann wieder, was das von Seiten der Prüfer soll.

    Oh ja! Vor allem diese Qual, ALLEM Veganen einen NAmen zu geben, der an Fleisch erinnert.
    Als Jemand, der selten Fleisch ist udn wenn dann nur vom lokalen Metzger, ergeben sich dann auch immer lustige Gespräche mit den Militanten unter den Veganern, die merken dann recht zügig, dass sie Unsinn brabbeln.


    Was ist das ausgefallenste Gericht, dass du jemals gegessen/selber gekocht hast?

    Achte vielleicht darauf, wie die Lehrer-Schüler-Beziehung ist. Wenn du da eine Klasse hast, mit der die super ist, würde ich die nehmen...wenn das dan ndie "wilde" Klasse ist, würde ich denen im Vorfeld erklären, wie wichtig das für dich ist und das sie sich zur Prüfung einwandfrei verhalten müssen. MAch ihnen dabei aber auch deutlich, dass DU geprüft wirst und nicht sie, sonst kriegen sie vielleicht den Mund nicht auf wenn die UPP ansteht :P


    Und im Übrigen würde man die Lehrer für die meisten Fächer auch durchaus günstiger bekommen. Es gibt zwar 100 Bewerber auf eine Deutschlehrer Stelle, aber mit dem Gehalt geht man nicht runter. Sehr gute Verschwendung von Steuergeldern.

    Das System ist einfach blöd...

    Würde man tatsächlich:
    Studenten mit einem Bachlor bekommen zwischen E9 und E11, Studenten mit einem Master je nach Wohlwollen noch die E 12 wenn sie am Gymnasium aushelfen. Zur Not kann man dem Hausmeister noch Bescheid geben, der kann ja auch mal ein paar Stunden übernehmen, ist ja alles Easy.
    Und 100 Lehrer auf eine Deutschlehrerstelle? Wegen diesem fetten Überangebot ist es also so, dass z. B. Berlin und Brandenburg nicht alle Stellen besetzen können, verstehe! NA zum Glück hast du das ja klar gestellt.

    Aber im Gedanken des "Geiz ist geil" kann man natürlich für Unterrichtsqualität (die man bei einem studierten und das Referendariat bestehenden Kollegen zutrauen kann) ruhig weniger bezahlen. DAnn kommen garantiert die ganz Verzweifelten.
    Wenn wir schon bei der Verschwendung von Steuergeldern sind:
    Warum nochmal stecken soviele Industrielle ihre Kohle in ausländische Konten? Ach ja, wegen Steuern etc.

    ja. Ein museumsdorf wo quirlige Schüler von der Führerin als asoziL beschimpft wurden.

    Würdest du mit ausgewählten (Oberstufen-)Schülern gerne mal eine Woche wandern gehen

    Ich hab selbst als Referendar Kollegen eingeladen, die haben sich dann ein anderesmal dafür revanchiert.
    Es kommt aber doch immer darauf an, ob man sich im Grüppchen einig ist über das Vorgehen.

    Mir ist es z. B. Unangenehm, wenn ich mit Kollegen essen gehe und auf einmal einer kommt mit “alle zusammen wir teilen das nachher unter uns” und das dann ohne Absprache. Liegt auch daran, dass ich meist wenig Bargeld in der Tasche habe und eher mit Karte zahle.


    Typisch deutsch ist sowas durchaus. Auf euner Feier mit Kollegen würde mal der Wunsch realisiert “traditionell chinesisch essen zu gehen”. Da ich in diesem Kulturkreis eine Zeit lang gearbeitet habe sollte ich das organisieren:
    Ok, wir bestellen dass das und das (vorher natürlich Allergien etc abgeklärt), das Essen kam und einige meckerten, dass sie das Essen teilen müssten. (War vorher angesagt) sie hätten dann doch lieber mit jenes (das teuerste: Festtagsessen). Als das kam wollte man natürlich nicht teilen, ist ja “meins”.
    Gut soweit. Die Rechnung kam und dann setzte die Diskussion ein von den besagten Kollegen, jeder seins. Aber es hat jeder von allen was gegessen egal, jeder seins. Der Kellner war angepisst weil die Gäste (ausschließlich Chinesen) vom Verhalten und der lautstarken Diskussion gestört wurden.
    Letztendlich hab ich dann alles bezahlt und das Geld danach von den meisten zu gleichen Teilen bekommen. Außer von den “jeder seins”, da renn ich nun auch nich zwei Jahre später hinterher.

    Beim Kellner hab ich mich auf Mandarin entschuldigt. In dem Restaurant brauch ich mich mit ner größeren Gruppe nicht mehr sehen lassen wurde mir dann gesagt.
    Die meckerkollegen (auch teils “interkulturelle Kompetenzmeister”) konnten so gar nicht verstehen warum der Rest von uns angefressen war.

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