Beiträge von Kapa

    Glückwunsch auch von mir! :)

    Und, wie versprochen, hier noch mal ein genauerer Kurzbericht zu den Ereignissen um meine Examensprüfung:


    Ich konnte mittlerweile endlich Einsicht in die tragenden Erwägungen nehmen. Leider ist ein Widerspruch aufgrund der verstrichenen Zeit zwischen Ergebnisbekanntgabe und Einsicht in die Akte nicht mehr so einfach möglich. Meine beiden betreuenden Fachkollegen sowie mein Schulleiter von der "anderen Schule" (wo ich nur mit 3h eingesetzt bin) haben jeweils eien Kopie davon bekommen um mit mir am Gelingen in der Wiederholung zu arbeiten.
    Auch hier wieder hat sich gezeigt, dass wohl oder übel nach Nase benotet wurde:

    Meine Fachkollegin im Fach, das mit 5 benotet wurde, hat die Schülerergebnisse sowie den Entwurf nochmals durchgesehen und mit den tragenden Erwägungen verglichen. Ergebnisse: In einigen Punkten stimmt sie zu (lustigerweise genau in denen, denen ich auch zustimme und die ich auch benannt habe), in den meisten jedoch nicht. Die Kritik, dass kein Urteil gefällt wurde ist laut Kollegin 1 bereits mit den schriftlich festgehaltenen Schülerantworten hinfällig und nicht korrekt. Der kritisierte fehlende Rote Faden in der Stunde ist, so zumindest die Kollegin, gegeben und schlüßig nachvollziehbar in der Stunde und im Entwurf festgehalten worden.
    Das Material der Stunde war zwar sehr anspruchsvoll, dennoch aber im zielführenden Rahmen.

    Mein "anderer Schulleiter" kommt zum selben Ergebnis. Hinzu kommt, das er mich darauf hingewiesen hat, dass in der Prüfungsakte selbst mehrere Formfehler zu finden sind (z.B.: Das Ende der Prüfung ist nicht nicht festgehalten). Hinzu kommt, dass er der Meinung ist (nachdem er sich bei den Schülern, den Fachkollegen und meinem neuen Seminarleiter über meinen Unterricht erkundigt hat) das die ganze Sache vom Fuß bis zum Kopf stinkt.


    Zusätzlich durfte ich nun erfahren, dass die Hauptsemianrsleitung unsere Beschwerde aus dem Seminar (vor den Prüfungen) mit der Erwähnung der Namen der Delinquenten (sprich: ich + eine weitere Person) vor den Prüfungen an den entsprechenden FSL weitergegeben hat.

    Die Indizien sprechen somit leider immer mehr für die Theorie, das dort ein Exempel/eine Revanche stattgefunden hat. Und zwar Unberechtigt, denn Kritik an einem FSL, der seine Aufgaben auf weiter Flur nicht wahrnimmt, muss stattfinden. Vor allem auch dann, wenn entsprechende FSL gegen geltende Verordnungen und Rechtsnormen verstoßen hat.


    Hier sitz ich nun und kann nicht anders außer weitermachen mit meinem Unterricht wie bisher. Mit der entsprechenden Gehaltskürzung um 10% und dem Makel des Durchgefallen.

    welt.de/regionales/hamburg/art…sig-und-aufdringlich.html

    Da heißt es so schön über die Flüchtlinge:
    "Erstens sind viele von ihnen extrem fordernd. Kommen zu mir und verlangen, dass ich ihnen jetzt sofort eine Wohnung und ein schickes Auto und am besten auch gleich noch einen richtig guten Job beschaffe, weil ich das ja müsste, dafür sitze ich ja da und sie seien ja nun mal hier angekommen. Wenn ich das dann ablehne und stattdessen versuche, ihnen zu erklären, dass das nicht geht, dann werden sie oftmals laut oder auch mal richtig aggressiv."

    Ganz ehrlich? Kenn ich auch genau so! Nur leider eben nicht nur von "Flüchtlingen", sondern auch von "Volksdeutschen", die meinen sie müssen nicht arbeiten gehen, der Staat zahle ja alles.
    Gutes Beispiel finde ich in dem Teil meiner Familie, der mehr oder minder asozial ist, aber so richtig.

    Was zeigt uns das?
    Ars***** gibts überall ^^

    Und welche konkreten Anhaltspunkte gibt es für die Annahme, dass der Kollege Höcke seinen Beruf nicht professionell und ordnungsgemäß ausüben würde?

    Das kenne ich auch, allerdings eher von der linken Seite. Ich hatte selbst diverse Alt-68er als Lehrer, die zum Beispiel im Vorfeld des Irak-Krieges ihre alten Batik-Shirts mit "Peace"-Buttuns herausholten und uns Schüler während der Unterrichtszeit zur Teilnahme an Anti-Kriegs-Demos nötigen wollten. Oder ich hatte Lehrer, die gewaltsamen "Widerstand" gegen Castor-Transporte im Unterricht rechtfertigten.

    Zur Zeit habe ich einige Kollegen, die ihren "Refugees Welcome"-Fanatismus ungehemmt in der Schule ausleben und den Schüler diese Ideologie regelrecht aufzwingen und sie dann unter Rechtfertigungsdruck setzen, wenn sie sich dem widersetzen. Von Beutelsbach keine Spur. Leider.

    Ich stimme natürlich zu, dass Kollegen, die nachweislich die Schule als Propagandabühne missbrauchen um ihre eigene politische Meinung unter den Schülern zu verbreiten nichts im Klassenzimmer zu suchen haben. Da sind wir uns einig.


    Touche Claudius Touche! :)
    Kann ich natürlich nicht! Hab ich aber auch nicht behauptet. Ich kenne den Unterricht von Herrn Höcke nicht, du genauso wenig wenn mich nicht alles täuscht (oder hast du mal beim ihm hospitiert?).

    Ich hätt es auch anders schreiben können: Nur weil einer seit Jahren einen Doktor-Titel hat, heißt das nicht, das er gut ist (oder den Titel rechtens inne hat :P ).


    Ich bin allgemein gegen jeglichen Zwang im Geschichts- und Politikunterricht was konforme Meinung oder nicht angeht. Es darf aber nie soweit kommen, dass, wie du schön beschreibst, Schüler (oder Kollegen) zu einer Stellungnahme genötigt werden.


    Guter Geschichts- und Politikunterricht bedeutet für mich Folgendes:
    Der Lehrer gibt den Schülern neben dem notwendigen Handwerkszeug (Methoden) differenziertes und kontroverses Material. Hieraus bilden die Schüler irgendwann (nach vielem Üben von Analyse, Interpretation, Recherche etc.) ein Sach- und ein Werturteil.
    Und wenn dieses Sachurteil im Bereich 2. WK so aussieht, dass die Schüler mir schreiben "Naja aus der Perspektive vieler Menschen war Hitler ja doch eigentlich nicht so `böse`weil...", dann werd ich mich davor hüten dem Schüler deswegen eine reinzudrücken. Das Kind muss es begründen können und dann im Werturteil unsere heutigen Maßstäbe und Informationen an die Problemlage anwenden. Dann hab ihc das geschafft, was mein persönliches Ziel für den Politik- und Geschichtsunterricht ist:

    Selbstständig denkende, demokratisch erzogene Schüler, die dazu befähigt sind, sich selbst eine Meinung zu bilden.
    Und wenn ich es dann noch schaffe, dass ein Schüler sich zu einer eigenen politischen Richtung bekennt, dabei aber auch darauf eingeht, das es durchaus sehr differenzierte Meinungen zu bestimmten Thematiken geben kann, die eben nicht mit der "eigenen politischen Grundmeinung" korrellieren, dann hab ich das geschafft, was selten geschafft wird: Einen Schüler, der sich darüber bewusst ist, das man nicht an eine bestimmte polit. Meinung verhaften muss sondern durchaus differenzierte Stellungen einnehmen kann.

    Und jetzt bin ich ehrlich:
    DAS können die wenigsten Kollegen, denn die wenigsten Kollegen trauen es sich, die Schüler zu solch einem Handeln zu erziehen. Und warum (jedenfalls aus meiner überschaubaren kleinen Stichprobe dazu)? Weil die Kollegen Angst davor haben als Links- oder Rechtsextremisten bezeichnet zu werden. Dieses Schwarz- und - Weiß Denken muss aufhören.
    Ich muss nicht alles mögen was passiert, ich muss mir aber auch darüber bewusst sein, dass ich mich in einer Demokratie dem Mehrheitsentscheid beugen muss.
    Viele Kollegen die ich kenne haben aber noch vor weit mehr Angst: Angst davor, das sie selbst unfähig sind, begründeten konträhren Schülermeinungen etwas entgegnen zu können. Ich habe auf vielen Seminaren schon Fachkollegen kennen gelernt, die sofort ins "Gegen Konservativ aka rechte Meinung" Horn geblasen haben ohne Ahnung von der Bedeutung von Rechtsextrem und Konservativ zu haben. Geschweige denn fachlich so versiert sein, dass man in diesem Bereich Schüler argumentativ auch widerlegen kann.


    Und dort kommen wir zum schlimmeren Punkt:
    Nimmt man meine Ausführung was das "Idealziel der eigenen Meinungsbildung" angeht an, kommt man in den Konflikt mit der Rechts- und RLP-Lage, denn wir sind dazu angehalten, unsere Schüler zu demokratietreuen Menschen zu erziehen. Das Demokratie aber auch hinterfragt werden darf und teils auch muss, ist mehr oder minder nicht vorgesehen. --- Soviel zum Thema Beutelsbacher Konsens --- Wir dürfen unsere Schüler nur zu demokratietreuen Menschen erzielen, ein kritisches Denken ist oftmals gar nicht so erwünscht. Das Gefühl macht sich jedenfalls bei mir ab und an breit.


    Was aber den Höcke und seine AfD angeht....die sind mir zu rechtspopulistisch. Habe einige Vertreter, gute Freunde immerhin, im Brandenburgerbereich der AfD, die m.E. sehr vorsichtig sein müssen und ihre Äußerungen mal von außen betrachten sollten. Da sind einige sachen bei, die nicht mehr als Konservativ durchgehen sondern klar "rechts/braunes Gedankengut" sind. Mit diesen Menschen habe ich auch eine schöne Diskussionsrunde was "Lehrer und Politik" angeht...denn viele von denen sind angehende Junglehrer.
    Im Übrigen: In den 70/80iger Jahren waren es die linken Lehrer, heute gibt es einen Ruck im Rechtsbereich :)

    Ich schmeiß erst einmal den Beutelsbacher-Konsens in den Raum was die politische (direkte sowie indirekte) Einflussnahme von Geschichts-/Politiklehrern auf die Schüler angeht.
    Dieser besagt:

    I. Überwältigungsverbot
    Es ist nicht erlaubt, den Schüler im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und damit an der "Gewinnung eines selbstständigen Urteils" zu hindern.

    II. Kontroversität von Geschichts- und Politikunterricht
    Geschichtsdarstellung und politische Themenfelder müssen kontrovers dargestellt werden. Handlungsoptionen und Informationen dürfen hierbei nicht unterschlagen werden um eine Urteilstendenz hervorzurufen.
    Hier spielt auch die Multiperspektivität eine Rolle.

    III. Schüler muss in die Lage versetzt werden, eine polit. Situation und die eigene Interessenlage zu analysieren


    Kurz um:
    Wenn ich als Geschichts/PoWi oder was auch immer Lehrer eine politische Meinung habe (oder einer Partei angehöre), habe ich diese nicht in den Unterricht einzubringen um Schüler von meiner Meinung zu überzeugen!
    Ich kann den Schülern auf Nachfrage darauf antworten, ja. Aber ich muss IMMER dann auch darauf hinweisen, das es noch andere Meinungen und Vorstellungen gibt.


    Claudius:
    "Davon abgesehen hat Kollege Höcke ein hervorragendes Staatsexamen abgelegt und 15 Jahre lang in Hessen unterrichtet. Es gab scheinbar nie die geringsten Beanstandungen weder an der fachlichen Qualifikation noch an der pflichtgemäßen Ausübung seines Berufes. Die Behauptung, der Kollege würde "seine Sicht auf die Geschichte" (welche auch immer das überhaupt sein mag) im Unterricht verbreiten entbehrt jeglicher Grundlage und ist schlichtweg böswilliger Rufmord gegen einen hochqualifizierten Kollegen mit hervorragenden beruflichen Referenzen, der dem Land Hessen viele Jahre treu gedient hat."

    Ein hervorragendes Staatsexamen sowie eine längere Dienstzeit sind kein Garant für die politische Unbefangenheit eines Menschen. Wenn ich will häng ich mein Fähnchen auch in den Wind wenn das von mir verlangt wird (wobei ich das im Ref ja jetzt nicht gemacht habe :D ).
    Bei uns wurde vergangenes Schuljahr ein Kollege "weggelobt" weil er klar und mehrfach rechtsradikales Gedankengut als seine Meinung geäußert hat. Der Kollege war 61 und hat ein Prädikatsexamen im Westen vor über 30 Jahren gemacht und danach seinem Bundesland treu gedient als Lehrkraft. Das tut aber nichts zur Sache, das er regelmäßig unsere dunkelhäutigen Schüler abfällig als "Kaffer" bezeichnet hat oder das er regelmäßig getönt hat, dass das "kriminelle Ausländerpack an die Wand gestellt werden muss". Das ändert auch nichts an der Tatsache, dass er mir gegenüber z.B. gesagt hat, ich "sei ein kerniger Deutscher", das sähe man an meiner Disziplin und das ganze Ausländerzeug könne sowas ja nicht. Das ändert auch nichts an der Tatsache, dass er ein sexistischer Sauknochen war (als Sportlehrer super). Das ändert nichts daran, dass er die letzten Jahre keinen Unterricht mehr gemacht hat, sondern lediglich von seinen Reisen erzählt hat (als Geolehrer, ich hab jetzt seine 10. Klassen und die können NICHTS, keine Fachmethode, kein Fachwissen) oder das er sehr oft Propagandafilme im Geschichtsunterricht geschaut hat.


    Nur weil dir und der Öffentlichkeit keine "Beanstandungen" bekannt sind, heißt es nicht, dass es diese nicht gab.
    Ich habe heute z.B. erfahren, dass über meinen FSL Geschichte seit einigen Jahren regelmäßig Beschwerden im Hinblick auf das methodische und inhaltliche Vorgehen im Seminar an die Hauptsemianrleitung weitergegeben wurde. Dennoch ist er immer noch im Ausbildungsdienst, obwohl er nachweislich (zumindest in den letzten 1 1/2 Jahren) dem Ausbildungsrecht zuwider gehandelt hat. Sein Glück ist die wohlgesonne Hauptseminarsleitung und eine fehlende Vernetzung der Referendare bzw ein rigoroses Vorgehen gegen ihn.

    Bewirb dich doch als Vertretungslehrer: Du bekommst Geld + Berufserfahrung, die dir im Ref durchaus dienlich sein kann.

    abseits von dem Rat:
    Warum erwartet man, das der Staat einem eine Wohnung bezahlt? Da müsstet ihr dann schon Harz IV und Wohngeld beantragen. Solltet ihr/du aber unter 25 sein, sind die Eltern im Übrigen dazu verpflichtet euch aufzunehmen. In dem Falle, das du unter 25 bist, gibt es auch kein Hartz IV oder sonstiges vom Staat, denn deine Eltern sidn da für dich verantwortlich. Danach siehts besser aus ;)

    Meine Frage ist jedoch: Wenn ihr euch das Beide finanziell nicht leisten könnt, warum heiratet ihr dann im April? Wenn ich kein Geld habe, kann ich keins ausgeben oder verplanen.

    Solltest du aber über 25 sein: Bleib doch solange in der Wohnung mti deinem Freund/Verlobten wohnen bis du genau weißt wo es hingehen soll. In der Zeit kannst du nebenher jobben und als Vertretungslehrer Geld verdienen. Vorsicht aber wenn es darum geht, dass ihr dann verheiratet seid und dein Verlobter (dann Ehemann) Bafög bekommt. Wenn ihr verheiratet seid und ein Partner Geld verdient muss das nämlich vom Amt mit berechnet werden udn das kann für dich bedeuten, dass du deinen Mann dann haushalten musst (sprich: du für euch beide aufkommen darfst).

    Hey Marie,
    das liest sich ja nicht so angenehm. Das mit dem Geruch kann ich verstehen:
    Habe in meiner Wohnung auch Schimmel (Vermieter versucht sich jedesmal raus zu reden, es führt aber nichts daran vorbei, das da ein Baumangel besteht und wir deswegen nur an den Außenecken eine extreme Kälte- und Feuchtigekitsbrücke haben und nur dort der Schimmel auftritt trotz richtigem Lüften und Heizen.) und nicht jeder meiner Gäste "riecht" den Schimmel. Manche haben dafür ein gutes Näschen oder sind schon vorsensibilisiert.

    Bevor ihr jetzt aber als Kollegium jemanden bezahlt für die Untersuchung:
    Holt euch einen Luftfeuchtigkeitsmesser und messt in regelmäßigen Abständen mal die Luftfeuchte und Temperatur. Lüftet außerdem wirklich regelmäßig und schaut '(wenn möglich) durch Verrücken der Möbel mal, ob diese vielleicht Ursache des Geruchs sind. Wenn ihr das gemacht habt und feststellen konntet, dass es feucht und schimmelfreundlich in dem Zimmerchen ist, solltet ihr nochmal mit mehreren Kollegen zur SL. Sprecht sie drauf an und gebt eure Messungen mit an. Daraufhin muss die SL eigentlich reagieren, da ja eine gesundheitliche Gefährdung vermutet wird (mit Schimmel ist nicht zu spaßen, meine Partnerin hat 1 Jahr in einer versteckt schimmelnden Wohnung gelebt und hat immer noch ab und an, vor allem im Winter wo bei uns der Schimmel in der wohnung auftritt, einen sehr unangenehmen Husten). Ansonsten den Personalrat mit einschalten und das Angebot machen, dass ihr im Kollegium die 50€ Analyse bezahlen würdet, dann aber definitiv etwas passieren muss.
    Soweit ich weiß, ist es nämlich nicht so einfach schulfremde Personen zu einer Untersuchung ohne Genehmigung der SL anzufordern. Wenn sich die SL dann auch dagegen weigert, müsst ihr eben den nächst größeren Schritt (Anzeige der Gesundheitsgefährdung) in Angriff nehmen. Gut wäre es natürlich, wenn bis dahin dann die Schimmelbelastung nachweislich im Bereich des gesundheitsschädigenden Niveaus liegt.

    Modal: Dir geht also der Hut hoch im Hinblick auf meine Posts?

    Gut, mal etwas zu mir:
    Ich bin im Gegensatz zu meinem Seminarleiter IMMER pünktlich im Unterricht und habe meine Material einen Tag vorher kopiert und zieh mir da nichts aus dem Hut nach dem Motto "Hupps was könnte man denn da machen heut, hab ja nichts bei urgs". Hab auf meinem Platz einen schönen Ordner zu liegen im Lehrerzimmer: Material für mögliche Vertretungsstunden.
    Mir schlägt das auch auf den Magen, den Verdacht zu äußern, dass man mich durchfallen lassen wollte. Es widerstrebt mir dies anzunehmen aber die Situation und die Begründung, die letztendlich zur Note geführt hat, widerspricht der Tatsache. Kein Sach- und Werturteil drin sondern nur eine Zusammenfassung der Quellen? Ah, ok, daran lag es also. Schau ich mir also an, ob die schriftlichen (!) Ergebnisse der Schüler kein Sachurteil sind...siehe da: Ein Sachurteil nach meiner Definition! Zeige ich das Material dem Fachkollegen und bitte ihn, mir zu sagen was das ist: Siehe da...ein Sachurteil! Gebe ich die schriftl. Ausführungen weiteren Fachkollegen (u.a. Fachbereisleitung!) und bitte um eine Aussage dazu: siehe da....SACHURTEIL!
    Ich hatte diese Woche in der Prüfungsklasse wieder Unterricht und mein Schulleiter (Fachkollege; nicht der aus der Prüfungskommission) hat die Schüler zur Prüfungsstunde befragt und sie darum gebeten ihre Antworten zu wiederholen, die sie mir gegeben haben. Siehe da: WERTURTEIL!

    Bevor ich den Fehler bei der Person gesucht habe, bin ich alles durchgegangen. Was hab ich gesagt, wie hab ich was gesagt, was haben die Schüler gesagt, was haben die Schüler gemacht? Ja es sind Sachen nicht so gelaufen wie ich es geplant hatte, darauf bin ihc im Analysegespräch auch eingegangen. Von meinem FSL kamen dort lediglich 2 sehr simple Nachfragen! Mehr nicht.
    Also weiter gemacht: Stunde und Ergebnisse mit alteingesessenen Fachkollegen die mich im Unterricht schon mal erlebt haben und mit Kollegen, die mich aus dem Unterricht nicht kennen durchgegangen. Siehe da: Sach- und Werturteil vorhanden!
    Die Note wurde maßgeblich an der angeblich nicht vorhandenen Urteilsbildung durch die Schüler festgemacht.
    Habe ich am Anfang lehrerzentriert gearbeitet um den Schülern die Schockstarre zu nehmen? Jop habe ich, hötte ich vmtl. nicht gemusst aber ich wollte da die in die Pötte kommen. Muss ich die Lehrerzentriertheit noch rutnerschrauben in Zukunft? Oh ja, da ist noch Luft zur Verbesserung!

    Beide Examensentwürfe waren rechtzeitig (Fach 1: 2 Wochen vor Termin, Fach 2: 2 Wochen vor Termin) fertig und ich habe mir jede Hilfe geholt die ich finden konnte aus dem Fachbereich des Kollegiums. Die Änderungsvorschläge wurde berücksichtigt und in den Entwurf mit eingepasst.
    Und weißt du was? Stell dir vor: Ich hab das ganze Material für die Schüler an meinem eigenen Drucker 3 Tage vorher gedruckt! Warum? Weil ich möchte, dass meine Schüler Arbeitsmaterialien haben, die auch farbliche Darstellungen bringen und nicht immer nur grau in grau sind. Und stell dir vor: Ich war sogar 15 Minuten VOR meinen Stunden jeweils schon im Unterrichtsraum mit dem Material.


    Ich bin nicht der Typ, anderen die Schuld zu geben. Nach dieser Situation und nach vielen vielen Überlegungen was ich falsch gemacht habe und was ich hätte anders machen können, bleibt übrig: Es war alles vorbereitet. Das Material dem Niveau der Klasse angepasst (wurde ja auch nicht beanstandet vom FSL). Die Planung bis auf wenige knappe Zeitüberschreitungen (Erarbeitungsphase war z.B. 14 Minuten lang statt geplanten 12; dafür war die Einstiegsphase kürzer, weil die Schüler schneller als geplant zur Leitfrage gefunden haben) wurde eingehalten. Das Material war 3 Tage vorher gedruckt. Das Raumarrangement war einen Tag vorher aufgestellt. Die Räume wurden vorher vorbereitet.


    Und nun stehe ich hier: Mit diesem oben benannten Eindruck der dir die Hutschnurr hoch gehen lässt. Stehe hier, mit der Information meiner Schulleiter, dass ich in dem Fach keine 5 bin. Stehe hier mit nebulösen Andeutungen, dass die Note nicht berechtigt ist (durch den Schulleiter der in der Prüfung saß). Stehe hier, nachdem ich die Stunde bis aufs Kleinste mit meinen Fachkollegen auseinander genommen habe (wofür ich denen wirklich dankbar bin) und nur Kleinigkeiten gefunden habe, die keine 5 bedingen. Stehe hier, mit der Sicherheit behaupten zu können (durch das Urteil von 7 Fachkollegen [!] und durch die vorhandene Definition aus dem FS zu Sach- und Werturteil), dass das Stundenergebnis eben keine reine Zusammenfassung war sondern die Schüler ein Sachurteil und ein Werturteil gebildet haben.

    Und weißt du was bleibt? Der eine Eindruck: Ein, bei der Verkündung der Note und der tragenden Erwägungen, grinsender FSL und die gähnende Frage: WARUM wird behauptet, dass es nur eine Zusammenfassung war, wenn alle abschöpfbaren Quellen (Fachkollegen, Fachliteratur, Aufzeichnungen aus dem Seminar) zeigen, dass die Antworten ein Sach- und ein Werturteil dastellten?

    Und jetzt bist du gefragt!


    Tante Edit sagt:
    By the way, die Vornote war sehr viel besser als die Note der Prüfung und in den UBs wurde (Mentor war anwesend bei der Auswertung) nie etwas an der Art und Weise der Sach- und Werturteile vom FSL gerüttelt. Die waren für ihn immer vorhanden obwohl einige Schüleraussagen nur rudimentäre Werturteile und weniger deutliche Urteile dargestellt haben.

    Bin jemandem zugewiesen worden der mir als sehr kompetent bekannt ist. Die Person hat zwar nicht geringe Ansprüche an die Referendare, soweit mir das aber bekannt ist, dürfte ich da super rein passen und die Person ist auch darauf bedacht, die Leute da hin zu bringen wo er sie haben will was die Anforderungen angeht.
    Das ich fachlich in meinem Fach gut aufgestellt bin weiß ich zum Glück, ich hadere nur noch immer mit der Argumentation die jenseits logischem Verständnisses liegt.

    Ich drücke es mal so aus:

    Meine Fehler habe ich analysiert und sie sind vorhanden. Daran arbeiten werde ich weiterhin, vor allem an dem Punkt, dass ich oftmals noch lehrerzentriert arbeite.
    Im zweiten Fach lag es an "zu viel Text, sie hötten mit Tabellen und Diagrammen das selbe Ergebnis erzielt". Ja durchaus, die Auswahl von Texten habe ich damit begründet, dass die leistungsschwache Klasse bisher keine Diagramme eigentständig auswerten konnte (wohlgemerkt 10. Klasse!).


    Gestern fiel im Übrigen der Zweite im FS durch und heute kam der erste mit einer 3 heraus.
    Den Entwurf hierzu, er machte die Probe aufs Exempel und bot einen Entwurf an der traurig ist:

    Quellen: hauptsächlich Wikipedia und Internetseiten, Fachliteraturhinweise aus Wikipedia kopiert und Textpassagen aus Wiki übernommen
    Begründung der Lehr- und Lernsstruktur: 1zu1 Nacherzählung des Unterrichtsverlaufes
    Aufbau der Reihe: Nur Analyse- und Deutungskompetenz; nach 7 "Stunden" dann die Urteilsstunde; die Einzelstunden waren nicht aufeinander angepasst bzw es gibt dort keine Progression oder Lernspirale
    Definieren der Standards: Unzureichend nach Meinung seiner Fachkollegen vor der Prüfung
    Analysegesprächsergebnisse: Kein schriftliches Festhalten der Leitfrage; keine Sicherung; keine Progression sondern lediglich AfB I + II

    Entwurf selber: Voller Rechtschreib- und Tippfehler
    Material: 2 AB, sehr textlastig (was bei mir im Übrigen mit angelastet wurde obwohl Diagramme und Tabelle mit in den ABs waren und die Texte maximal 20 Zeilen einnahmen)


    Mir ist bewusst, dass meine Stunden beide nicht perfekt oder super gut waren. Bei der 4 in einem Fach würde ich sogar mitgehen, weil die schriftlich festgehaltenen Schülerantworten von mir am Ende nicht alle an der Tafel landeten (teilweise sehr heikle Aussagen der Schüler).
    Die 5: No way. Wenn mehrere Fachkollegen, dadrunter auhc solche, die selber FSL sind, sagen, dass der Entwurf gut war und sie sich nicht vorstellen können, dass ich in der Prüfungssituation anders agiert habe als in den normalen Stunden wo die Kollegen bei saßen (und das habe ich nicht gemacht), dann finde ich, auch wenn ich noch so nach meinen Fehlern momentan suche, dass das eine sehr starke Diskrepanz zwischen gegebener Note und Realität ist.

    Bin ich auch der Meinung aber selbst nach mehrmaliger Durchsicht meiner Unterlagen sowie durchgehen der Stunde mit Fachkollegen habe ich (bzw. meine Kollegen ebenso) nichts gefunden was eine 5 berechtigt.
    Ne 3 oder gute 4 ja! Aber keine 5

    FSL Geo heute kennen gelernt. Sehr nette Person die auhc kompetent rüber kommt. Problem nur: Auch diese Person hat von meinem FSL Geschichte schon gehört und zwar nichts Gutes.

    Ich erkundige mich jetzt erst einmal. Offiziell kann ich doch erst Widerspruch gegen die Kürzung einlegen, wenn mir diese konkret mitgeteilt wird oder nicht? Bisher habe ich noch keine offizielle Information über Eintritt der Kürzung oder Höhe der Kürzung bekommen.


    Bin recht objektiv jetzt ran gegangen. Meine Stunde + die Stundenergebnisse entsprechenden Fachkollegen vorgelegt und gefragt, ob diese mir helfen können die Kritikpunkte in Geschichte zu verstehen. Konnte keiner der Anwesenden.

    Erste Fazit in Geo kam heute schon: Ein Gutes.

    Lehrer ist ,am doch schon vorher, das Referendariat dient doch lediglich der LAufbahnbefähigung :D

    Glückwunsch dir! Zwei meiner Freunde sind auch durchgefallen, beim gleichen GeschiSemianrleiter.....

    Plattenspieler:

    Ich habe die ganze Stunde bis zum Ende geplant. DANN erst haben die Kollegen drüber gesehen und Anmerkungen gemacht die ich dann eingearbeitet oder umgestellt habe. Mir hat da keiner irgendwas fertig geschrieben und ich habe es so übernommen. Im Gegenteil, die Kollegen haben am Grundkonzept nichts auszusetzen gehabt es ging bei den Anmerkungen lediglich um Formulierungssachen und Tipps wie man sich am wenigsten für einen Seminarleiter angreifbar macht.

    Habe also nicht, falls sich das für dich so angehört hat, meinen Kollegen den Auftrag geben mal was zu entwerfen was ich ungeändert komplett übernehme.

    Wow, dann bleiben ja gerade mal um die 800€ wenn es hier auch 30% sein sollten. Wie soll man bei dem Gehalt denn noch Wohnung+Krankenkasse+Lebenshaltungskosten+Fahrkarte (186€im Monat) wuppen?

    Keine gute Motivationsgrundlage wenn man bedenkt, dass der Referendar nach der Gehaltskürzung evtl. finanziell richtig in die Sorgen kommt...

    Ich vermute das formal alles richtig gelaufen ist, Dussel wie ich bin hab ich natürlich keinen vom PErsonalrat eingeladen....den Fehler wiederhol ich beim nächsten Mal nicht :)


    Der Kopp ist oben, anders gehts ja nicht. Beide Prüfungen werden wiederholt somit hab ich eigentlich nur die Chance, besser benotet zu werden bei zwei neuen Seminarleitern. Wird schon werden...

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