Modal: Dir geht also der Hut hoch im Hinblick auf meine Posts?
Gut, mal etwas zu mir:
Ich bin im Gegensatz zu meinem Seminarleiter IMMER pünktlich im Unterricht und habe meine Material einen Tag vorher kopiert und zieh mir da nichts aus dem Hut nach dem Motto "Hupps was könnte man denn da machen heut, hab ja nichts bei urgs". Hab auf meinem Platz einen schönen Ordner zu liegen im Lehrerzimmer: Material für mögliche Vertretungsstunden.
Mir schlägt das auch auf den Magen, den Verdacht zu äußern, dass man mich durchfallen lassen wollte. Es widerstrebt mir dies anzunehmen aber die Situation und die Begründung, die letztendlich zur Note geführt hat, widerspricht der Tatsache. Kein Sach- und Werturteil drin sondern nur eine Zusammenfassung der Quellen? Ah, ok, daran lag es also. Schau ich mir also an, ob die schriftlichen (!) Ergebnisse der Schüler kein Sachurteil sind...siehe da: Ein Sachurteil nach meiner Definition! Zeige ich das Material dem Fachkollegen und bitte ihn, mir zu sagen was das ist: Siehe da...ein Sachurteil! Gebe ich die schriftl. Ausführungen weiteren Fachkollegen (u.a. Fachbereisleitung!) und bitte um eine Aussage dazu: siehe da....SACHURTEIL!
Ich hatte diese Woche in der Prüfungsklasse wieder Unterricht und mein Schulleiter (Fachkollege; nicht der aus der Prüfungskommission) hat die Schüler zur Prüfungsstunde befragt und sie darum gebeten ihre Antworten zu wiederholen, die sie mir gegeben haben. Siehe da: WERTURTEIL!
Bevor ich den Fehler bei der Person gesucht habe, bin ich alles durchgegangen. Was hab ich gesagt, wie hab ich was gesagt, was haben die Schüler gesagt, was haben die Schüler gemacht? Ja es sind Sachen nicht so gelaufen wie ich es geplant hatte, darauf bin ihc im Analysegespräch auch eingegangen. Von meinem FSL kamen dort lediglich 2 sehr simple Nachfragen! Mehr nicht.
Also weiter gemacht: Stunde und Ergebnisse mit alteingesessenen Fachkollegen die mich im Unterricht schon mal erlebt haben und mit Kollegen, die mich aus dem Unterricht nicht kennen durchgegangen. Siehe da: Sach- und Werturteil vorhanden!
Die Note wurde maßgeblich an der angeblich nicht vorhandenen Urteilsbildung durch die Schüler festgemacht.
Habe ich am Anfang lehrerzentriert gearbeitet um den Schülern die Schockstarre zu nehmen? Jop habe ich, hötte ich vmtl. nicht gemusst aber ich wollte da die in die Pötte kommen. Muss ich die Lehrerzentriertheit noch rutnerschrauben in Zukunft? Oh ja, da ist noch Luft zur Verbesserung!
Beide Examensentwürfe waren rechtzeitig (Fach 1: 2 Wochen vor Termin, Fach 2: 2 Wochen vor Termin) fertig und ich habe mir jede Hilfe geholt die ich finden konnte aus dem Fachbereich des Kollegiums. Die Änderungsvorschläge wurde berücksichtigt und in den Entwurf mit eingepasst.
Und weißt du was? Stell dir vor: Ich hab das ganze Material für die Schüler an meinem eigenen Drucker 3 Tage vorher gedruckt! Warum? Weil ich möchte, dass meine Schüler Arbeitsmaterialien haben, die auch farbliche Darstellungen bringen und nicht immer nur grau in grau sind. Und stell dir vor: Ich war sogar 15 Minuten VOR meinen Stunden jeweils schon im Unterrichtsraum mit dem Material.
Ich bin nicht der Typ, anderen die Schuld zu geben. Nach dieser Situation und nach vielen vielen Überlegungen was ich falsch gemacht habe und was ich hätte anders machen können, bleibt übrig: Es war alles vorbereitet. Das Material dem Niveau der Klasse angepasst (wurde ja auch nicht beanstandet vom FSL). Die Planung bis auf wenige knappe Zeitüberschreitungen (Erarbeitungsphase war z.B. 14 Minuten lang statt geplanten 12; dafür war die Einstiegsphase kürzer, weil die Schüler schneller als geplant zur Leitfrage gefunden haben) wurde eingehalten. Das Material war 3 Tage vorher gedruckt. Das Raumarrangement war einen Tag vorher aufgestellt. Die Räume wurden vorher vorbereitet.
Und nun stehe ich hier: Mit diesem oben benannten Eindruck der dir die Hutschnurr hoch gehen lässt. Stehe hier, mit der Information meiner Schulleiter, dass ich in dem Fach keine 5 bin. Stehe hier mit nebulösen Andeutungen, dass die Note nicht berechtigt ist (durch den Schulleiter der in der Prüfung saß). Stehe hier, nachdem ich die Stunde bis aufs Kleinste mit meinen Fachkollegen auseinander genommen habe (wofür ich denen wirklich dankbar bin) und nur Kleinigkeiten gefunden habe, die keine 5 bedingen. Stehe hier, mit der Sicherheit behaupten zu können (durch das Urteil von 7 Fachkollegen [!] und durch die vorhandene Definition aus dem FS zu Sach- und Werturteil), dass das Stundenergebnis eben keine reine Zusammenfassung war sondern die Schüler ein Sachurteil und ein Werturteil gebildet haben.
Und weißt du was bleibt? Der eine Eindruck: Ein, bei der Verkündung der Note und der tragenden Erwägungen, grinsender FSL und die gähnende Frage: WARUM wird behauptet, dass es nur eine Zusammenfassung war, wenn alle abschöpfbaren Quellen (Fachkollegen, Fachliteratur, Aufzeichnungen aus dem Seminar) zeigen, dass die Antworten ein Sach- und ein Werturteil dastellten?
Und jetzt bist du gefragt!
Tante Edit sagt:
By the way, die Vornote war sehr viel besser als die Note der Prüfung und in den UBs wurde (Mentor war anwesend bei der Auswertung) nie etwas an der Art und Weise der Sach- und Werturteile vom FSL gerüttelt. Die waren für ihn immer vorhanden obwohl einige Schüleraussagen nur rudimentäre Werturteile und weniger deutliche Urteile dargestellt haben.