Beiträge von Kapa

    c-p- moritz: Fertig vom Kotzen? :P Macht irgendwie Spaß zu polarisieren, der mit den Regeln guten Geschmacks war aber sarkastisch gemeint.

    "Victim blaming"...ahja. Wenn man weiß, dass die dunkle Gasse da drüben nicht so eine tolle Idee ist, weil es nun mal böse Menschen gibt und ich dann aus Dussligkeit dennoch da rein gehe und mir was passiert, dass ist dann wohl auch Victim Blaming wenn man sagt "tja selbst schuld wenn man dem gesunden Menschenverstand widerspricht und dann die Quittung für bekommt".
    Das ist in Etwa dieseelbe Richtung wie ich es im Studium erlebt habe: Extremer Sprachfehler (wir reden hier von S-Fehlern) und einem hohen Grad an LRS-Erkrankung und stimmlich betrachteter, attestierter, Schwäche. Aber Deutschlehrer oder Sprachlehrer werden wollen. Hut ab vor dem Mut, aber irgendwann muss man auch mal erkennen, dass es kein Victim Blaming ist, wenn man einer Person sagT: Nä such dir doch ein Betätigungsfeld wofür du besser geeignet bist.

    Wenn du sagst: Niemand ist selbst schuld wenn man ihm auf den Hintern starrt, stimmt das bedingt. Es gibt Arsc***** die sich nicht benehmen können und jede Gelegenheit ausnutzen. Muss ich aber tatsächlich meinen Hintern oder Busen absichtlich so zur Schau stellen (gestern z.B. eine Schülerin mit einem Ausschnitt der jenseits von Gut und Böse war) dass andere Menschen nicht mehr wissen wo sie hingucken sollen? Ist wie mit dem besagten Unfall, man will nicht hinschauen aber die Augen wandern leider dennoch oftmals hin. Sexismus ist großer Mist. Reduzierung auf Äußerlichkeiten ebenso. Der Mensch ist durch die Evolution nun aber auch auf sowas getriggert. Für mich ist es ein Unterschied, wenn sich ein Junge/Mädchen körperbetont anzieht oder so anzieht, als würde man darauf warten als Objekt betrachtet zu werden.


    Mitleserin:
    Keine gefärbten Haare. Ich trug eine Zeit lang schwarz, weil ich keine Cordhosen tragen wollte (meine Mutter fand die dann irgendwann auch scheußlich). Ab nem Alter wo ich selbst entscheiden konnte (12 Jahre) bzw durfte hatte ich lustigerweise wenig flippige Klamotten, sondern aufeinander abgestimmte Sachen. Stolz bin ich zum Beispiel nicht auf meine beige Stoffhose in Kombination mit einem Karohemd, sah nicht so gut aus :)
    Ist super, dass du jeden, der nicht ins Bild passt als Lügner oder Mamikind bezeichnest. Schon mal dran gedacht, dass manch eine Person einfach einen anderen Geschmack hat als die Altersgenossen?

    Coco, wie geschrieben: Meine Intention war nicht die, dicken Menschen das Tragen von Leggins zu untersagen weil es nicht mit meinem ästhetischen Empfinden korreliert. Auch wenn das durchaus zutrifft, aber das ist allgemein bei Menschen, die sich nicht ihren natürlichen Gegebenheiten entsprechend anziehen: Menschen, die sich z.B. nicht die richtigen Farben zu ihrem Typen anziehen/Kleidung zu groß oder zu klein tragen etc. oder gegen jegliche Regel des guten Geschmacks verstoßen :D

    ach, es muss deinem persönlichen geschmack entsprechen?zu dick, sprich leggins verboten...was soll man dazu noch sagen.... erbärmlich...

    Es muss meinem persönlichen Geschmack nicht entsprechen. Die Körperfülle ist mir auch relativ schnurz. Man kann auch gerne Leggins tragen, ABER, dann sollten sie auch in der Größe sein, die einem passt und nicht alles abdrückt. Ich zieh ja auch kein T-Shirt an, dass mir 3 Nummern zu klein ist (wobei, dann hätt ich endlich mal nen Grund bauchfrei rumzulaufen als Mann). Es geht um Verhältnismäßigkeit und dem Verständnis, dass sich die Kinder sowie Erwachsene, die meinen einige Nummern kleiner kaufen zu müssen, keinen Gefallen tun. Nein im Gegenteil.
    Abgesehen davon, dass das ungesund aussieht (und vermutlich aufgrund des Abklemmens bestimmter Blutgefäße sogar ist) kommt doch hinzu, dass dadurch ein komplett verqueres Körperbewusstsein einhergeht. Siehe Lernende die meinen sie seien die Schönsten und Tollsten obwohl alles drumherum schreit "NÖ!". Man soll sich in seinem Körper wohlfühlen! Wenn man mit zu engen Klamotten rumläuft kann man sich aber nicht wohlfühlen.

    Und wenn du aufmerksam lesen würdest und nicht reininterpretieren würdest, dürfte dir auffallen, dass ich 5 Nummern zu klein nicht auf "Fette" beziehe. Fett kann auch bei einem normalgewichtigen Menschen herausquillen wenn er 5 Nummern zu klein gekauft hat!Ich bin schlank und relativ muskulös, wenn ich mir aber Tshirt oder Hemd Größe S kaufe, quillt auch bei mir was rum, weil es einfach nicht für meinen Körper sondern für einen schmaleren/kleineren produziert wurde. Genauso verhält sich das bei Leggins.

    Bei Leggins hinzu kommt (ich schreib jetzt aus der Erfahrung, die ich mit den jungen Damen meiner Klassen machen konnte bisher): Wenn Fatma, Marleen oder sonstewer nicht will, dass man ihr auf den Hintern starrt (die Mitschüler), sich aber Legginsgröße "na hätt ich mal 2 Nummern weiter gekauft" anzieht (die im übrigen bei Pimkie und co selbst gekauft wurden) und sich dann wundert, wenn sich die Mitschüler über den zu groß erscheinenden Hintern lustig machen, dann sind se selber schuld.
    Ebenso siehts aus bei Jungs, die meinen, sie wären die Coolsten. Komme ich mit einer Jogginhose zur Schule die ich nicht zuschnüren kann, brauch ich mich nicht wundern, wenn ich alle 5 Minuten die Hose aus den Kniekehlen wieder hoch ziehen muss. Weil eigentlich soll man ja mein Gehänge nich sehen.

    Ich mag Jogginghosen: Zum Sport, zu Hause und in der Freizeit. Aber im Job oder in der Schule gehören sie nicht rein. Auch wenn die Schüler keine Bezahlung für das "zur Schule gehen" bekommen...es ist ihr Job, ihre Aufgabe. Der Lohn ist, plakativ gesagt, die Bildung, die sie kostenlos bekommen und durch die sie sich ein Leben aufbauen können.

    Eine Arbeitseinstellung zeigt sich durch Vielerlei: Der Mitarbeit, der Haltung aber auch der angemessenen Kleidung. Kommischerweise ist mir die Jogginghosen-Fraktion bisher immer nur bei Menschen untergekommen, die eine eher miese Einstellung zu Arbeit und Anstrengung hatten. Da rede ich nicht nur von Schülern (die meisten meiner männlichen Schüler laufen übrigens in Stoff- oder Jeanshosen rum, ausgenommen diejenigen, die ohnehin gar keine Lust auf Schule haben), sondern auch von Studenten, die mir an der Uni untergekommen sind.

    Was Lehrer in Jogginghose + Kapuzenpulli angeht:
    Bin ich teilweise dafür und dagegen zugleich. Zum einen kennen viele Schüler von ihren Eltern die Arbeitskleidung, je nach Klientel ist die durchaus mit Hemd, Krawatte und Co gespickt. Wenn der Lehrer dann in "Schlabbersachen" oder einem sehr legeren Stil kommt, wird dadurch mitunter die Botschaft rübergebracht "Ich bin hier in Freizeitkleidung". Ich hab die Erfahrung gemacht, dass das durchaus was ausmacht, wenn man sich eine "Arbeitskleidung zulegt, andere Kollegen konnten mir das bestätigen. Hat ja auch durchaus was mit unserer Wahrnehmung unseres Amtes und der Außenwirkung zu tun.

    Schüler:
    Jogginghosen, außer im Sportunterricht finde ich nicht gut. Ich fand es schon an der Uni befremdlich, als dieser Trend da anfing. Jogginghosen sind Freizeitkleidung und werden dem Rahmen des Unterrichts nicht wirklich gerecht. Wenn natürlich gerade alles Andere in der Wäsche ist (Ich hab 3 reguläre Jeans, das ist mir selbst in Zeiten, in denen ich nur diese 3 Hosen besaß nie passiert), kann man drüber reden. Gegen vernünftige KApuzenpullis oder T-Shirts oder Sneakers bei Schülern hab ich gar nichts. Why not! Leggins, sofern sie Bestandteil der passenden Oberbekleidung sind und nicht so eng sind, dass einem vom ansehen schon schlecht wird, finde ich soweit auch i.O. Es ist aber schon ein Unterschied, ob klein Fatma/Marleen 5 Nummern zu eng trägt und NUR das als Hose trägt oder eben angemessene Größe hat und der Rest dazu passt. Es ist keinem ein Gefallen getan, wenn man Leggins, aus denen das Fett so rausquillt, zulässt.
    Was spricht eigentlich gegen die gute alte Stoffhose? Es muss ja keine Jeans sein!

    Selber im Ref drücke ich dir die Daumen, dass du das durchstehst. Normal ist das Allemal nicht!

    Was manchmal hilft bei Angeschrien werden unter Akademikern:
    Ein klares verbales Verdeutlichen a la "Solange Sie mich in einem unangemessenen Ton aufgebracht angehen, werde ich nicht mit Ihnen reden. Beruhigen Sie sich und wir können in einer normalen Tonlage und LAutstärke das Problem analysieren."
    Was dir dann aber passieren kann: Der Kollege wird noch lauter und muckt auf. Musst du je nach Situation selber abwägen!

    Teu teu teu!!!

    Vielleicht hats auch einfach etwas mit der Scheinheiligkeit zu tun oder mit der Tatsache, dass vielen Menschen das Elend anderer Völker (es sei denn, es sind die Schwester- und Brüdervölker des Westens) schlichtweg am Hintern vorbei gehen.

    Durfte schon mehrmals, auch mit Kollegen, vor allem aber im Studium, mit Menschen diskutieren, die die verschiedensten Anschläge im Westen aufs Übelste verteufelt haben. Angepsrochen auf das unsägliche Leid, dass die Menschen im Nahen Osten und Afrika durchleben wurden abgebloggt und negiert. Hinzu kam, dass der Versuch, Entstehung von Terrorismus zu erklären (im Nahen Osten hat das leider meist Gründe, die viele im Westen nicht wirklich hören wollen) und ein Verständnis für die Problematik zu entwickeln oftmals einfach mit "aber die haben doch angefangen" Argumenten abgebügelt wurden.

    Wir hatten heute eine Schweigeminute, über die Auswüchse derselbigen habe ich hier ein extra Thread aufgemacht.

    Ich habe es in meiner 7. heute auch thematisiert im Geschichtsunterricht. Interessante Frage der sonst sehr begeisterungslosen Klasse: Warum müssen wir für Paris eine Schweigeminute einlegen und für die toten in Beirut oder für die Toten in Bagdad (Anschlag auf eine Hochzeit) oder für die Toten Russen des Flugzeugabsturzes nicht?

    Ich wusste keine (für mich zufriedenstellende) Antwort darauf, weil ich den Schülern im Grunde zustimme. Meine Erklärung haben Sie jedoch dankend angenommen.

    Liebes Forum,

    ein kurzer Bericht aus meiner Schule:

    Wir hatten heute, anlässlich der Anschläge in Paris vergangenen Freitag, eine von der Schule verordnete Schweigeminute. Unser neuer Schulleiter nutzte hierfür zur Ankündigung in der 4. Stunde seine Lautsprechertaste. Der Lehrerschaft und der Schülerschaft teilte er hierrüber seine Betroffenheit aus und forderte uns auf, solidarisch um 12 Uhr gemeinsam auf dem Schulhof eine Schweigeminute einzulegen und der Opfer würdevoll zu gedenken. Die Schweigeminute, insofern man sie denn so bezeichnen darf, dauerte keine 20 Sekunden und war von vielen "Allah Akbar" Rufen unterbrochen. Der Schulleiter reagierte hierauf nicht und bedankte sich bei den Schülern und Lehrern für ihre Anteilnahme. Das Ganze wurde dann nach 2 Minuten aufgelöst (gemessen vom Zusammenkommen über Schweigeminute bis zur vollständigen Auflösung). Angesprochen auf die Allah Akbar Rufe und dem Hinweis auf die namentlich bekannten Rufer bügelte er das Ganze gegenüber den beiden Kollegen, die das angesprochen haben, ab.

    Mit dieser obskuren Aktion und der mangelnden Reaktion seinerseits ist der Mann bei mir nun untendurch. Eine sehr gute Freundin meinerseits hat in Paris ihre Schwester und ihren Schwager verloren, das vergangene Wochenende habe ich mit Trost spenden und schlaflosen Nächten verbracht. Vielleicht regt mich das Ganze nur deswegen so auf, dennoch finde ich seine Reaktion bzw. Nichtreaktion unmöglich und einem Schulleiterposten nicht angemessen.
    Ich werde dem Herren am Ende meines Referendariats an meinem letzten Schultag mitteilen, dass dies ein Ding der Unmöglickeit war und er in Zukunft bitte entweder wahre Anteilnahme vorleben soll oder es lieber sein lassen soll.


    Wie wurde das an eurer Schule gehandhabt? Gab es heute Schweigeminuten bei euch? Gab es bei euch auch solche "Allah Akbar Rufer"? Wenn ja, wie wurde damit umgegangen?

    Ja man kann durchaus auch in die Umgebung fahren, Praxisbeispiel für jeweils eine Klasse aus Berlin:

    1. Ostsee, Kostenpunkt für 1 Woche: 350 €
    2. Spreewald, Kostenpunkt für eine Woche: 250 €

    Ich habe mittlerweile preiswertere Auslandsfahrten als die die oben erwähnten Beispiele gesehen, da kann ichs den Kollegen nicht verübeln, wenn sie mit den Schülern wo anders hinfahren wollen.

    Ich finde es höchst interessant, dass auf der Facebook Seite sowie auf der eigenen Homepage, fast nichts dadrüber zu finden ist und der Klassenlehrer sich nun zu Worte meldet. Als Schulleiter und Aufsichtsbehörde würde ich zunächst einmal dafür sorgen, dass dort Ruhe ist und nicht ohne Weiteres mit der Presse gesprochen wird. Schon alleine um die Außenwirkung nicht noch weiter ins Negative zu ziehen.

    An sich: Eine interessante Idee. Der Umgang mit der Kritik ist aber schlecht.
    Insgesamt finde ich es sehr bedenklich, dass dort 2100 € für Flug und Unterkunft veranschlagt wurden. War es ein Hotel mitten in der Innenstadt? Es geht billiger, für eine Woche käme man auch mit rund 1000 € aus. 2500€ pro Person sind entschieden zu viel und der Schulleiter sollte aufgrund dieser Entscheidung seinen Hut nehmen müssen.

    Ich hab eine Freundin die dort mitgefahren ist, sie findet es ebenso irrsinnig aber für die Schüler war es ein Erlebnis. Zitat "weinende Schüler am Time Square".

    An sich find ich das auch gut und richtig. Aber eine Woche für 2500€ p.P. ist nicht nur grenzwetig sondern unverantwortlich. Rechenbeispiel aus der UNO: pflichtexkursion gab es und es war nur die Möglichkeit in die USA zu reisen oder noch mal ein Jahr länger zu warten. Das Jahr davor stand Namibia auf dem Plan. Wir sind mit 20 Personen für drei Wochen mit drei Mietwagen mit 1200€ + 200 p.P zusätzlich ausgekommen. 3 Wochen für weniger als die Hälfte dieser Klassenfahrt.

    Als ich das gelesen habe kam der Gedanke: Aikido-AG-Fahrt nach Tokyo.

    Danach kam das große Kopfschütteln. Die "schuld" lässt sich wohl eher dem abnickenden Ämtern zuschieben. Ist das da keinem aufgefallen oder gab es da einen guten Beamten, der die Missstände mal ganz deutlich aufzeigen wollte? Letzteres wäre schon fast wieder famos.

    Wenn ich mir anschaue, dass es an meiner Ausbildungsschule seit fast 10 Jahren keinen Musikunterricht mehr gibt, weil die Nasen in der Personalplanung keine Planstelle dafür hinbekommen oder es uns an so viel Nötigerem fehlt, dann ärgere ich mich über diesen Umstand. Als Referendar in Berlin im neuen, tollen, verbesserten Ausbildungssystem (Sarkasmus) finde ich diese Entscheidung der Verwaltung nur leider nicht wirklich verwunderlich.

    nele:

    Italiano


    Wollsocken:
    Ja, das kann sein. Es zeigt aber durchaus, dass die Sprache selbst beherrscht wird und nicht, wie von der Seminarleitung benannt, grundlegend was falsch ist. Hinzu kommt, dass die Person auch schon mehrere Dinge aus der Sprache ins Deutsche übersetzt hat, schriftlich wie mündlich. Weiterer Punkt für die Person ist m.E. auch, dass es in Italien zu keinerlei Verständigungsschwierigkeiten kam UND ausgebildete Sprachschullehrer der Person attestiert haben, dass kein Fehler vorliegt.

    Bei der besagten Person verhält es sich wie folgt:

    - kommt aus dem Norden des Landes, während die Seminarleitung nur im Süden des Landes war: Dialektaler Unterschied ist somit schon mal gegeben (der südliche Teil des Landes hat aber einen sehr viel unverständlicheren Dialekt als der nördliche)
    - Person spricht fast dialektfreies (ich rede vom deutschen Dialekt) Deutsch, bisschen schwäbisch ist noch drin, da die Person mit 10 Jahren nach Deutschland gekommen ist
    - Person hat in der Sprache an der Uni doziert für 2 Jahre während aufs Ref gewartet wurde

    Da ich selber Verwandtschaft in dem Land habe wo die Person her kommt und jedes Jahr dort war und mich im Bereich C1 bewege in der Fremdsprache kann ich schon sagen, dass da ein starker Unterschied nach oben ist. Die Person spricht noch um Längen besser die Sprache als ich.

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