Beiträge von Kapa

    Na ja, was wir Kollegen häufig feststellen:
    Die Qualität der Korrekturen und der Notengebung (Beachtung der Notenverordnung) müsste Teil der Beurteilung eines Referendaren sein.
    Die zu guten Schnitte und das Einknicken der Referendare bei schlechten Schüler-Leistungen führt dazu, dass die Kollegen im Folgejahr das Ganze ausbaden müssen. Refis geben oft zu gute Noten, sodass die Stufengerechtigkeit erheblich leidet.
    Es müssten also mehrere dienstliche Aspekte Teil der Bewertung sein.

    Ich muss mich derzeit an einer Schule mit notenvorgaben/Kritik von alten Kollegen rumschlagen.
    und zwar weil ihre Lieblinge bei mir irgendwie nicht wirklich gut sind. Ähnlich sieht’s bei unseren Referendaren aus die auch eher schlechte Noten vergeben.
    kann man also nicht so pauschal sagen ;)

    An der Oberschule an der ich arbeite haben wir einen Trainingsraum.
    unsere Regelung sieht auch einen Rückkehrplan Borden mal als Lehrer entweder akzeptieren oder ablehnen kann.
    Probleme gibt es hierbei einige:
    Der Raum ist selten durch KuK besetzt (zumindest so gut wie nie wenn ich Unterricht habe) und das verwarnen dann jedesmal sinnlos.
    Wir dürfen nur einen Schüler pro Klasse in den Raum schicken. Hast du mehrere störend Schüler ist das dann sinnfrei.

    Es geht nicht darum, dass du mal eben die Tafel wischst. Es geht um den Aufgabenbereich eines CTAs, so wie er in der "freien" Wirtschaft üblich ist. Aber scheinbar verstehst du das nicht.
    Lehrer sollten genausowenig dafür zuständig sein, Chemiesammlungen in einem arbeitsfähigen Zustand zu halten, wie z.B. die IT zu warten!

    Andere Länder haben das verstanden, frage einfach Wollsocken...

    Gruß !

    Ah, tolle Argumentation. Das heißt der Elektriker lässt dann demnächst, insofern er bei dir was einbauen muss und da Müll verursacht, einfach seinen Müll bei dir liegen. Er ist ja dafür zu hoch qualifiziert, soll das doch die Putze machen.

    CTAs, zumindest diejenigen, die ich aus dem Bereich kenne arbeiten:
    - in Unternehmen der chemischen/pharmazeutischen Industrie
    - bei Nahrungsmittelherstellern
    - in Sondermüllentsorgebetrieben
    - in medizinischen/naturwissenschaftlichen Labors
    - in Forschungseinrichtungen

    Ein paar wenige davon arbeiten im Bürobereich.
    Wenn ich als WAT-Lehrer/Werken-Lehrer in der Werkstatt mit meinen Schülern arbeite, muss ich den Dreck, der da verursacht wird, auch wegmachen. Da kommt nicht die Putze, die ist dafür gar nicht zuständig. Im Zweifelsfall lass ich das dann durch Schüler sauber machen die das auch verursacht haben. Lernen die auch gleich noch was dabei, nämlich das man seinen Arbeitsplatz sauber hält.
    Das Gleiche ist dann übrigens auch der Fall, wenn ich als Geschichts-/Geolehrer meine Sammlung im Fachraum organisiere. Zum Beispiel im Zuge der Gesteinssammlung oder Kartensammlung. Oder soll ich da dann doch eher einen Vermessungstechniker holen. Ist ja immerhin unter meiner Würde mich mit einfachen Arbeiten zu beschäftigen.

    Was in der "freien" Wirtschaft üblich ist (in Deutschland wäre das an vielen Stellen dann auch der unbezahlte Praktikant), ist hier nicht von Belang. Du arbeitest in öffentlicher Trägerschaft und wenn dir ein kleiner Handgriff schon solche Schmerzen verursacht, dann sollte man sich doch eventuell wieder in die freie Wirtschaft begeben. Das ist nichts anderes als Motzen auf hohem Niveau. Wenn die wichtigen Handwerksbetriebe so arbeiten würden in deinem Haus, wärst du aufgeschmissen. Da macht dann im Zweifelsfall dann doch der Meister seinen Müll den er verursacht hat selbst weg und das obwohl es nicht zu seinem Aufgabenbereich gehört.

    Und wenn mich ALL DAS anstinkt, dann muss ich mich gefälligst selbst darum bemühen, dass mein Arbeitgeber da Abhilfe schafft. In einem Forum über seinen (selbst gewählten) Job zu motzen ist dann nur nicht die richtige Richtung. Da bringt es dann auch nicht viel, den eigenen Beruf ständig runterzuputzen.

    Das lese ich aber komplett anders. Sie ist an der Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen und ihrer Bezahlung interessiert. Zwei Dinge, die eigentlich für jeden Arbeitnehmer selbstverständlich sein sollten, es sei denn man ist Lehrer... da arbeitet man ja nicht für Geld ("Igitt!"), sondern für "die Kinder", "die Gesellschaft", "eine bessere Zukunft" oder demnächst wohl "für die Klimarettung"...
    Ich finde es z.B. ein Unding, wenn der Staat, wie Firelilly immer wieder aufführt, teure Lehrkräfte für das Spülen von Gläsern in der Chemiesammlung einzusetzt, was für jede rational denkende Lehrkraft dazu führt, dass weniger Zeit für pädagogische und methodisch-didaktische Tätigkeiten bleibt, also Tätigkeiten, die eigentlich das Kerngeschäft jeder Lehrkraft sein sollten. EIne Lehrkraft, die den Nachmittag damit verbringt, die Chemiesammlung sauber und ordentlich zu halten, hat dann halt keine oder weniger Zeit für "besseren" Unterricht oder "individuelleres Feedback" bei Klausuren oder ähnlichem.

    Aber der Dienstherr hofft ja darauf und hat auch regelmäßig Erfolg damit, dass die Lehrkraft sich am Ende eines langen Arbeitstages nach dem Spülen unzähliger Chemiesammlungs-Gläser sich den wohlverdienten Feierabend mit Unterrichtsplanung und Klausurenkorrekturen vollstopft. Denn es geht ja um "die Kinder" in dieser "Bildungsrepublik Deutschland", in der wir "gut und gerne leben". Da kann man doch schlecht "Nein!" sagen...

    Gruß !

    Wir Lehrer verdienen im Schnitt wirklich gut.

    Wenn ich mit Arbeitsmaterial arbeite muss ich auch für Sorge tragen das es sauber ist. Wenn mein Arbeitsplatz aufgrund von Papierkram zugefüllt ist kann ich auch nicht einfach erwarten das jemand anderes meinen Mist sauber macht.

    Die Prägung beginnt schon allein mit der historischen Tatsache das seit dem Wendenkreuzzug (dank Clairveaux u.a.), der Ostsiedlungen und dem Wandel der römisch geprägten Teile Deutschlands in der Spätantike christliche Kirchen, Klöster und Komturreien eingerichtet wurden zur Christianisierung.
    Das verschwinden heidnischer Anbetungsplätze und Riten ist da dann mal noch unbeachtet.
    Gerade was den Einfluss der Klöster in Deutschland angeht kann man nur von einer christlichen Prägung sprechen.
    Auch wenn die Vorgehensweisen nicht gut waren, haben wir doch aber einen klaren Einfluss der Kirche.

    Setzen, Geschichte, Ethnologie usw ungenügend.
    Sämtliche monotheistische "Religionen" sind hierzulande "tolerierte Zugereiste".
    Es existiert auf diesem Planeten, Sol-3, aka "terra", "Erde" usw., kein "christliches Abendland", außer in den Hirngespinsten größenwahnsinniger ewigvorgestriger Realitätsleugner.
    Und Unwahrheiten werden durch ewiges Wiederholen auch nicht plötzlich wahr.

    In "unseren Breiten" herrschten ursprünglich Glaubensformen vor, die sich noch nicht mit Begriffen wie "Religion" voneinander abgrenzen mussten. Insbesondere in Deutschland finden sich Belege für entsprechende Bräuche aus den Germanischen (rechtsrheinisch) und keltischen (linksrheinisch) Kulturkreisen.
    Der ganze Monotheistenschmantes stammt grob aus der Region des heutigen Äthiopien - übrigens ein sehr interessanter Fakt [...]

    Also... wo hat hier bitte wer "unsere" Kultur beeinflusst?

    MissJones,da muss ich dir leider widersprechen. Gerade was deine Beurteilung von Lehramtsstudents Aussage angeht.

    Ursprünglich hatten wir in unseren Regionen eine Vielzahl an Natur Religionen etc.
    Ostdeutschland wurde ja zum Beispiel auch viel später richtig christianisiert, vorher gab es Ausprägungen der slawischen Religion Auslegung.
    Über 1000 Jahre Christianisierung haben aber nun den entscheidenden Einfluss auf unsere Kultur gehabt und die alten Glaubens-Vorstellungen fast komplett ausradiert.

    Gern mehr bis

    Teil meiner Identität die ich nicht aufgeben würde? Ich bin preußisch-Adligen Geblüts. Davon hab ich zwar keine Vorteile aber :)

    Wessen Identität würdest du gerne mal für eine Woche einnehmen und warum?

    Hier in Brandenburg hatte ich bei einem Bekannten an der einen Schule wo ich arbeite das gleiche. Der wurde dann sogar während einer Krankschreibung gekündigt.
    auch weil er angeblich nicht ins Team passt.

    Ist also wohl durchaus möglich, ob es rechtlich korrekt ist, weiß ich nicht da der Bekannte keine rechtlichen Schritte eingeleitet hat sondern aufgab.

    Es kommt ja auch auf die Hausart/Größe an:
    Muss ich jetzt wirklich 600.000€ und mehr für ein Haus ausgeben obwohl beide nur 1400€ Tilgung im Monat schaffen? Kann ich machen, teilweise ist das ja auch der Mietpreis für eine angemessene Wohnung in einer schönen Innenstadt (oftmals aber eben nicht).
    Ich kenne mich ein wenig mit Immobilien aus und wenn ich mir so anschaue, was einige Kollegen aber auch Freunde verzapfen, nur um ein Haus "zu besitzen" ist teilweise echt immens dämlich. Da gibt es dann so Freunde (Er Lehrer, A13 und Sie Polizisten A10), die sich für 700.000€ ein Haus kaufen und lediglich 150.000 Eigenkapital einbringen können. Jetzt ist das Ding gekauft und das Gemeckere um die Anschaffungskosten und Zinskosten ist groß. Ist ja nicht so das man das vorher wissen könnte. Oder aber das befreundete Bankerpaar, das ein Altstadthaus vermacht bekommen hat und, nicht mal das finanziell stemmend renovierbar, sich dann noch eine Bruchbude auf dem Land gekauft haben. Was ich so im Kollegium mitbekomme ist manchmal auch schon jenenseitig von Gut und Böse.
    Freunde von uns haben ein Maklerbüro und die haben eigentlich immer was zu erzählen hinsichtlich potentieller Kunden, die massiv ihre Finanzen aus dem Blick lassen wollen.

    Fakt ist, man muss Abstriche machen können wenn man sich ein großes Haus zulegen will. Eigenkapital ist da auch immer noch vom Vorteil.
    Meine Frau und ich haben unser Haus hier in Potsdam demnächst abgezahlt. Nur mit unserem Gehalt hätten wir das sicherlich nicht geschafft (dafür war die Hütte einfach auch zu teuer weil historischer Altbau + groß + großer Garten), dafür gibt es ja dann das passive Einkommen auf meiner Seite zum Glück noch + die Aufnahme eines kleinen Kredites.
    Wäre gerade das passive Einkommen nicht gewesen, hätten wir uns die Hütte aber nicht gekauft. Wozu auch? An sich ist sie zu groß für 2 Personen ohne Kinder (die kommen ja noch), aber wir wollten das haben und wir konnten uns das leisten. Die Prioritäten liegen bei uns dann aber anders als zB bei einem anderen, uns bekannten Paar: Wer unbedingt eine Sammlung Vuitton/Laurent etc tragen/sammeln will, muss sich dann halt nicht wundern, wenn es fürs Haus eben nicht reicht und selbst die mögliche Miethöhe dadurch schon massiv eingeschränkt wird (beide Lehrer, beide A13, beide seit gut 10 Jahren im Schuldienst). ISt immer eine spannende Diskussion mit solchen Leuten wo dann so richtig der Futterneid raus kommt.

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