Beiträge von Cat1970

    Ich würde den Online-Rückkehrantrag schon mal ausfüllen, absenden, ausdrucken, eine Mail an die Bezirksregierung senden, natürlich weiter probieren, wann du jemanden telefonisch erreichen kannst und beim Personalrat nachfragen.


    Ich hatte einmal die Frist versäumt, um meinen Erziehungsurlaub (ich war der letzte Jahrgang in dem es noch nicht Elternzeit hieß) zu verlängern. Das ließ sich zum Glück alles regeln.


    Da Lehrermangel herrscht, werden sie dir sicher keine Steine in den Weg legen, wenn du arbeiten willst.

    Referendariat mit 24, feste Stelle mit 26. Ich würde alles wieder genauso machen :)

    Bei mir genauso.


    Ich sah immer jünger aus, klein und zierlich und hatte es bei den Jungs in Klasse 9/10 (Förderschule Lernen) anfangs teilweise schwer, mich durchzusetzen. Aber das war eben so. Hat ja auch geklappt, wäre als 40-jährige 1,90 m große „Kante“ vielleicht leichter gewesen ;)

    Doch. Irgendwann stand hier im Forum mal der Hinweis, dass Kinder unterhalb von Klassen 8 in der Regel in einem Alter sind, in dem aus rechtlichen Gründen ein "Zu Hause alleine lassen" nicht möglich sei. Müsste danach aber für Details jetzt selber suchen.


    Kl.gr.Frosch

    Stimmt, da hast du recht. Ab Klasse 7 dürfen die Schüler/innen z.B. nach Hause geschickt werden, ohne dass man die Eltern erreicht, in den Klassen darunter nicht. Doch ggf. würde es in dem Fall bei sehr hohen Inzidenzwerten eine Notbetreuung für die kleineren Schüler/innen tun, so dass die Eltern, die diese für ihre Kinder benötigen und die Kinder, deren Familien z.B. vom JA betreut werden und dort besser aufgehoben sind, wie gewohnt weiter zur Schule und ggf. zur OGS gehen. So war es vor den Sommerferien. Natürlich kann man die kleineren Kinder nicht unbetreut (zuhause) lassen.

    Ich ergänze zu NRW: Förderschüler/innen mit Förderbedarf Lernen werden im Bildungsgang Lernen zieldifferent unterrichtet. Sie können bei entsprechenden Leistungen in Klasse 10 Noten bekommen und einen mit dem HSA Klasse 9 (nicht Klasse 10) vergleichbaren Abschluss bekommen, wobei sie den Förderstatus behalten. Dazu müssen sie am Englischunterricht teilgenommen haben und weiter teilnehmen, die Zensur ist egal. Darf auch ungenügend sein. Sehr sinnig :autsch:


    Die anderen erwerben den Förderschulabschluss. Im letzten Jahr haben zwei von vier Inklusionsschülern einen Ausbildungsplatz bekommen. Sie kriegen zusätzliche ausbildungsbegleitende Hilfen. Trotzdem ist es schwierig für sie, die Berufsschule zu schaffen. Der eine wollte leider schon abbrechen. - Die anderen 2 sind in ausbildungsvorbereitenden Maßnahmen gelandet.

    Ich nicht - die müssen alle wieder dringend in die Schule. Distanzunterricht taugt absolut nichts, vielleicht an einem Gymnasium in Münster-Mitte, aber sonst ist das nix

    Ich sehe es ähnlich , wer gut organisiert ist und die notwendige digitale Ausstattung hat, kommt damit klar. Meine Kinder finden Distanzunterricht zwar blöd, sie würden lieber ihre Freunde in der Schule treffen, erledigen aber ihre Aufgaben zuhause.


    Meine Förderschüler/innen finden den Distanzunterricht super, sie bearbeiten so gut wie nichts zuhause. Ohne Hilfe verstehen sie die Aufgabenstellungen nicht, wenn ich sie anrufe, finden sie die Arbeitsblätter nicht wieder... Ohne Druck machen sie die Aufgaben nicht, sie üben sonst zuhause ja auch nicht, lernen keine Vokabeln etc. bis auf einen einzigen meiner Schüler (er hat Hilfe zuhause und kann alles online bearbeiten usw.). Sie hängen daher nur rum.


    Ich hätte mir wegen der hohen Werte von über 200 und mehrfacher Quarantäne vieler Klassen und Kolleginnen an meiner Schule trotzdem eine Teilung der Klassen gewünscht, so hätten wir Abstände einhalten können, um uns besser zu schützen. Wir hätten in zwei Gruppen hintereinander unterrichten können, alle Fächer in halber Stundenzahl und entsprechend mehr Hausaufgaben gegeben. O.k., meine Süßen hätten die nicht gemacht. Andere der Schüler/innen schon. Tja, Bildungsgerechtigkeit hatten wir schon vor der Corona-Pandemie nicht. Ist in den meisten Ländern (oder allen?) so, was es nicht besser macht.


    Ich fürchte nach dieser Wischiwaschi-Mail: Es wird nichts passieren. Die 200er-Inzidenz hat bisher zu keinerlei Maßnahmen geführt, bis auf die überstürzte Entscheidung für eine Woche mit Präsenz- und Distanzunterricht-Durcheinander und die vier zusätzlichen „Ferientage“. Und wenn 2021 doch etwas umgesetzt wird, sind eh nur die Jahrgänge 8 und 9 vom Distanzunterricht betroffen. Das muss man nicht verstehen.

    Eigentlich Off Topic, doch zum Thema kein Frühstück und Jugendamt: Unser Jugendamt vor Ort ist so überlastet, dass da nichts passiert. Ein Gespräch, zwei Hausbesuche - das war’s. In Klasse 5 haben wir uns als JA gewandt, mittlerweile ist der Schüler in Klasse 9. Die alleinerziehende Mutter hat Depressionen, dann macht sie nichts zu essen und kauft nichts ein. Mittlerweile ist der Schüler ja groß, aber ohne Taschengeld -und kleine Geschwister hat er auch..Er frühstückt zuhause nichts, hat kein Frühstück, meist kein Geld mit und kein Mittagessen in der Schule bestellt. Er bekommt oft von uns Lehrern Frühstück oder von seinem besten Freund, wir bringen eben ein Brot mehr mit. Unsere Sozialpädagogin ist immer noch an der Sache dran, aber die Gespräche mit der Mutter führen zu nichts. Und das Jugendamt...O-Ton der Mitarbeiterin: „Da haben wir ganz andere Fälle.“


    In der OGS (NRW) dürfen die Schüler/innen sich klassenübergreifend mischen, in festen OGS-Gruppen, aber ohne Abstand. Sie essen und trinken dort drinnen. Ohne Maske ;) und ohne Abstand :pfeifen:Mittagessen draußen im Regen geht wohl schlecht...

    Ich denke nicht, dass eine Schule jetzt sagen kann "Aber ich weiß gar nicht, wie ich alle informieren soll!" In den letzten Monaten sollte sich jede Schule Gedanken machen, wie sie den Informationsfluss im Fall eines spontanen Distanzunterrichtes regeln kann.

    Im Zweifelsfalle über den Logineo-Messenger, der allen Schulen in NRW zur Verfügung steht.


    kl. gr. frosch

    An unserer Brennpunktschule haben tatsächlich viele Schüler zwar ein Smartphone, aber keine mobilen Daten. Wenn sie sich nicht ins WLAN einwählen können, haben sie keinen Zugang zum Internet. Das Handy dient zum Handyspielen, Fotos machen und ggf. runtergeladene Musik hören. In der Schule haben wir z.B. kein WLAN.


    Selbst für Anrufe zuhause fehlt oft das Guthaben.


    Die Klassenlehrer rufen daher alle Eltern und Schüler zuhause an, um zu informieren.

    Schön, auch diese Aussage:

    Wir haben darüber hinaus in den letzten Tagen alle Anstrengungen

    unternommen, für solche Regionen, die von besonders hohen

    Inzidenzwerten betroffen sind (Werte oberhalb von 200), im direkten

    Gespräch gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden Lösungen zu

    entwickeln.


    Äh, nein. Hier wurden gar keine Anstrengungen unternommen. Das ist gelogen.

    In der Stadt meiner Schule sind wir schon seit Wochen in den Top Ten bzgl. des 7-Tage-Inzidenzwerts, immer über 200. Die einzige Maßnahme bestand darin, dass im 50m-Umkreis der Schulen auch Maskenpflicht herrscht. Diese Regel gab die Stadt vor.


    Tolle Schutzmaßnahme.

    Hat denn irgendwer denn schon ein iPad bekommen? Ich glaube nicht, dass wirklich was kommt. An unserer Schule haben wir bisher z.B. auch kein WLAN, nur eine ganz schlechte Internetverbindung. Eine digitale Fortbildung haben wir jetzt alle von zuhause aus -mit unseren privaten Geräten versteht sich- gemacht. Das hätte in der Schule wegen Überlastung nicht geklappt.


    An der Schule meiner Tochter sind wir jetzt aufgefordert worden, privat iPads zu kaufen. Wer es sich nicht leisten kann, soll sich an die Schule wenden. So geht Digitalisierung. Das hätte allerdings dann schon so vor Jahren passieren können.


    Na ja, schön finde ich den Gedanken nicht, dass ein teures Gerät mitgeschleppt wird. Wie sieht es aus mit der Haftung? Wenn ein 10-jähriger versehentlich das IPad des Sitznachbarn kaputtmacht, hat man dann Pech? Oder wenn die Tasche mit dem iPad in der Umkleidekabine während der Sportstunde gestohlen wird, auch Pech gehabt?

    Zum Punkt eigener Sprechanteil verringern: viel mit Bildkarten arbeiten, Handzeichen geben, nonverbale Impulse setzen, Classroom Management :)


    Z.B. einen Beutel mit etwas zum Erfühlen drin herumgeben, ohne groß vorher zu erklären: „Fass mit beiden Händen rein. Taste genau. Wie fühlt es sich an? Guck nicht in den Beutel rein! Rate mal, was in dem Beutel ist!“. Einem Kind den Beutel hinhalten und machen lassen, ggf. „Was fühlst du?“


    Handlungs-/Arbeitsanweisungen knapp und präzise halten, auch an die Tafel schreiben, vorher genau überlegen/formulieren bzw. stumme Impulse überlegen.


    Die Schüleräußerungen nicht immer wiederholen, kein Lehrerecho.

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