Beiträge von Frechdachs

    Und was schreibt man als Begründung in den Versetzungsantrag?

    "Ich will weg!" 😉

    "Ich bitte um Versetzung, da ich mich persönlich und pädagogisch weiterentwickeln möchte. Daher schlage ich Schule xyz vor, da ich denke, dass ich mich dort gut ins Konzept xyz eibringen könnte, da ..."

    (oder so ähnlich)

    Ich kannte damals nur diese eine Lehrerin. Ich hatte mich damals per Mail beworben und sie war von Anfang an meine Ansprechpartnerin. Ich kannte auch keine andere Lehrerin an der Schule, weil ich nicht ins Lehrerzimmer durfte und nur an dem Unterricht der besagten Lehrerin teilnehmen durfte, weshalb ich diese Thematik halt nur mit ihr besprechen konnte. Vermutlich wäre es damals klüger gewesen, wenn ich mich direkt an die SL gewandt hätte, aber ich wollte ihr auch nicht in den Rücken fallen.

    Was sind das für Zustände? Sorry, aber ich bin geschockt.

    Man muss Probleme benennen, um sie lösen zu können. Auch, wenn das für manche unbequem sein könnte.

    Ich selbst hatte meine erste Stelle (in RLP) an einer Hauptschule mit ca 90% Schüler mit Migrationshintergrund (darunter damals schon einige afrikanische Flüchtlinge - das Land/Region weiß ich nicht mehr). Die meisten haben ihre Chancen in Deutschland erkannt und haben auf ihre Ziele hingearbeitet. Beleidigt wurde ich allerdings nie, auch nicht, wenn ein Konflikt war.

    Auch heute bin ich an einer Wiener Schule mit hohem Migrantenanteil (bin ja selbst eine 😉). Wir haben Konflikte und auch Diskussionen, manchmal sogar heftiger. Aber trotzdem auch jetzt, musste ich noch keine Beleidigungen oder sogar Gewalt an mir erleben. Ich schließe aber nicht aus, dass es eventuell Kollegen anders ergeht (andere, heftigere Bezirke). Ich kann allerdings auch jederzeit sagen: "Wenn's dir in der Schule net passt, dann meld dich ab und mach die Externistenprüfung."

    Soll die Impfpflicht noch einmal evaluiert werden oder will man sich einfach vorbehalten diese doch noch zu reaktivieren bei einer problematischeren Variante als Omikron/überlastetem Gesundheitssystem/höheren Todesfallraten/angepassten Impfstoffen/...(was davon?) bzw. zur Gänze wieder abzuschaffen unter gewissen Voraussetzungen (welche wären das?)?

    Sie wird regelmäßig evaluiert und eventuell scharf gestellt. Die Kriterien ändern sich aber ständig. Momentan laufen dazu ein paar Petitionen. Da im Herbst mehrere größere Wahlen anstehen, ist es noch unbekannt, wie es weiter geht. Das politische Chaos und unsinnige Coronamaßnahmen lassen aber die Akzeptanz der Coronamaßnahmen in der Bevölkerung sehr stark zurückgehen. Bin mal gespannt, wie es weiter geht?

    Meiner Ansicht nach ist der wichtigste Punkt doch, dass man einen Großteil der GK (oder in Niedersachsen auch der Lehrer-DBen) schon zusammenrücken könnte, wenn die Informationen der SL im Vorwege nicht nur schriftlich allen zugeschickt würden, sondern auch von allen gelesen würde. Den Frust der SL, wenn die Infos dann doch nicht gelesen wurden, kann ich jedoch mittlerweile als Admin verstehen, nachdem ich etliche schrittgenaue Anleitungen für unsere Lernplattform geschrieben habe und doch ein paar Tage später von 10 KuK gefragt werde (natürlich von allen einzeln, nicht als Gruppe), das doch bitte einmal persönlich zu zeigen.

    À+

    Hab gestern erst einer Kollegin erklärt und vorgemacht, wie man Emails abruft.

    (Will aber das Thema nicht sprengen, stimme dir mit deiner Aussage aber voll zu).

    Mal so ganz dumm (und natürlich nicht ernst) gefragt: Halten die SuS bei euch derzeit Abstand voneinander? Habt ihr sie in den letzten zwei Jahren tatsächlich voneinander fernhalten können? Gefühlt saßen sie einander auf dem Schoß, umarmten sich zur Begrüßung, ..., sobald man als Lehrkraft ihnen auch nur ansatzweise den Rücken zuwandte.

    (Hat man natürlich angesprochen. Aber irgendwann waren sie z.B. auf dem Schulweg doch allein.)

    Insofern: Enge körperliche Kontakte kann ich mir bei Jüngeren (= Ungeimpften) durchaus vorstellen :(

    (Trotzdem halte ich dies als die nächste Pandemie für unwahrscheinlich.)

    Nein und haben sie nie. Ich hatte teilweise sogar das Gefühl, dass die Schüler mehr miteinander kuscheln als vorher.

    Einige haben sich für Mutproben gegenseitig ins Getränk gespuckt usw.

    Ja, bei uns wird immer noch jeden Montagsbend spazieren gegangen (sie kommen gegen 20 Uhr mit Trillerpfeifen an meinem Haus vorbei, leider nicht zu überhören).

    Die Plakate haben sich geändert, statt gegen Coronamaßnahmen geht es jetzt gegen WHO (will Weltherrschaft errichten) und für Russland.

    Bei uns gibt es auch noch Demos. Die sind aber getrennt, also gegen Coronamaßnahmen (aber auch da differenziert) und gegen irgendwas. Gegen Waffenlieferungen muss in Österreich niemand demonstrieren, wir sind neutral. Waffenlieferungen werden in den Medien sehr kritisch gesehen.

    Ich finde das Motto "Ich trage keine Maske, also bin ich ein besserer (gelassenerer, coolerer) Mensch" aber mindestens genauso blöd.

    Dem stimme ich aber auch zu. Habe einen Kollegen mit dieser Einstellung 🙄.

    In Situationen, an Orten usw. wo es Maske angebracht und nützlich ist, sollte man sie auch tragen. An zum Beispiel stark frequentierten Orten, wo einfach viele Menschen zusammentreffen, trage ich sie freiwillig. Oder wegen mir im medizinischen Bereich. Habe auch immer eine dabei. In Öffis ist sie bei uns eh noch Pflicht.

    Na, wenn du meinst. Ich kenne bisher nur zwei Personen, die zweimal Corona-infiziert waren und die hatten beim zweiten Mal einen schwereren Verlauf als mit der "Delta"-Variante. Auch einige Bekannte, Kolleg*innen, Schüler*innen und Verwandte hat Corona ziemlich schlimm erwischt und einige leiden noch immer unter Long- und PostCovid. "Gelassen" reagieren die verständlicherweise alle nicht.

    Zudem ist letzte Woche überraschend ein Kollege verstorben, der in den Ferien Corona-positiv war und den es auch heftig erwischt hatte. Ob die Infektion nun mit ausschlaggebend für sein plötzliches Herzversagen war, ist noch unklar.

    Ich werde daher weiterhin versuchen mich vor Krankheiten und Infektionen zu schützen. Sei es Covid19 oder was auch immer. Provozieren muss man eine Infektion ja nun nicht.

    Da machen wir hier ganz andere Erfahrungen. Viele hatten Corona schon 2 bis 3x, seltener 4x (ca 40% meiner Kollegen, auch im Bezirk). Die Presse berichtet auch ständig von wiederholten Infektionen. Habe öfter den Verdacht, dass in Deutschland etwas anders berichtet wird. Bei mir ist es jetzt beim 2. Mal nicht schlimmer als beim letzten Mal. Eher so, dass derKörper besser damit zurechtkommt. Und das berichtet hier fast jeder.

    Ich glaube, dass sich irgendwo jeder vor Krankheiten, Infektionen und Unfällen schützt, das ist schon der Selbsterhaltungstrieb. Das macht einen Menschen aber nicht zum besseren Menschen als der andere. Nach dem Motto: Ich trage Maske, also bin ich ein besserer Mensch. Das ist Blödsinn.

    Bei uns trägt fast keiner mehr Maske. Ab und zu bekommt jemand Corona, aber wir werden lernen müssen damit zu leben. Ich selbst habe es gerade zum 2. Mal. Ich glaube, ein bisschen mehr Gelassenheit würde manchem nicht schaden.

    Den "Nasenpimmel" sage ich oft, dass sie zum Glück keine anderen oder weiteren Körperteile raushängen lassen.

    Grundschuleltern wissen das oft nicht.

    Ich hatte im November Hilferufe im Mailfach: Mein Kind ist in Isolation und so fit, dass ich es nicht mehr beschäftigen kann, Hilfeeeee! :shit: (Das war übrigens auch an einem Sonntag. Das Kind war zu diesem Zeitpunkt 4,5 Tage zu Hause.

    Das kenne ich auch, aber eher von den Schülern selbst 😂

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