Wie verhält sich der Schüler im normalen Unterricht in der Klasse oder in der Turnhalle? Und wie in den normalen Pausen?
Beiträge von Frechdachs
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Ich empfinde die didaktische Reduktion als den anspruchvollsten Teil der Unterrichtsplanung. Sie hat mir zu Beginn meiner Lehrerausbildung auch die größten Probleme bereitet.
Dem Problem bin ich damit begegnet, dass ich Alternativen in der Unterrichtsplanung einplante, entweder in Richtung nach oben oder auch nach unten. Mittlerweile plane ich sehr passend, bin aber immer noch sehr flexibel, was mir heute oft zugute kommt (wie in der sehr schwachen Matheklasse aus einem anderen Thread). -
Normalerweise benutze ich das Material der Kollegen. Es gab aber auch schon Ausnahmen, in denen ich eigenes verwendete: zum einen, wenn ich mich mit dem Material absolut nicht identifizieren konnte oder es so fehlerhaft war, dass ich es nicht an Schüler weiterreichen möchte. In beiden Fällen wendete ich mich danach an den betreffenden Kollegen und erläuterte meine Gründe.
An meiner jetzigen Schule ist die Zusammenarbeit unter uns Kollegen aber so gut, dass jeder Fachkollege grob weiß, was der andere gerade macht. Zudem arbeiten wir im Team, Vertretungen übernimmt dann der direkte Teamkollege. Sind Vertretungen planbar, planen wir sie auch gemeinsam. Ich musste bei uns an der Schule auch noch nie fachfremd vertreten.
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Ich bekomme alles bezahlt, was ich brauche. Im letzten Schuljahr gab ich ca. 5,- € aus für einen etwas besseren Rotstift + Minen, mit dem ich etwas besser schreiben kann als mit denen, die uns zur Verfügung stehen. Vermutlich bekäme ich den Betrag sogar zurückerstattet, wegen 5,-€ schreibe ich aber keinen Antrag.
Für meinen Fachbereich habe ich einen kleinen Betrag, von dem ich Materialien usw. finanzieren kann.
Was mir an Ausstattung fehlt, kann ich halt nicht benutzen. Ich käme aber nie auf die Idee, dies privat für die Schule anzuschaffen. -
Eine meiner Matheklassen ist genauso. Ich habe zum Glück eine zweite, in der es gut läuft. Aber mit der schwachen Klasse habe Probleme. Sie waren von Beginn des Schuljahres an gegen Mathe eingestellt, leisten nichts und sitzen nur ihre Zeit ab. Schularbeiten (in Deutschland Klassenarbeiten) verweigern sie, sodass sie wiederholt werden müssen. Das Beste kommt noch: Eine Mutter einer, zudem noch sehr auffälligen Schülerin beschwert sich noch bei meinen Vorgesetzten.
Wie macht ihr das mit der Beurteilung? Die Hälfte muss ja positiv sein.
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Er meinte am Anfang auch in der Hospitationsphase, als ich etwas erklärt habe, nach vorne zu kommen, mich zu unterbrechen und zu sagen "Das stimmt so nicht was der Herr ... gesagt hat. Es ist soundso".
Ich hätte ihn direkt hinausgeworfen.
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Ich mache in Vertretungsstunden immer Mathe oder greife ein aktuelles Ereignis im Bereich der Naturkunde heraus.
Aber den hier geschilderten Fall von vier Vertretungsstunden am Stück halte ich schon für sehr selten und finde es auch nicht für angebracht, deswegen höhere Stellen einzuschalten. Du hast deine Meinung gegenüber der Schulleitung geäußert und das könnte ja erst mal reichen. -
Hi, in RLP gibt es Integrationshilfen an Schulen. Versuche es mal bei den Jugendämtern usw.
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Ich beantworte dir natürlich gerne Fragen. Mir ging es vor ein paar Jahren genauso. Aber ein bisschen muss man sich halt auch selbst informieren.
Wenn du in Österreich nicht selbständig arbeitest, musst du sogar in die Sozialversicherung einzahlen. Du bekommst dann eine grüne Versichertenkarte, die auch als Krankenversicherungskarte funktioniert. Du hast auf jeden Fall Anspruch auf dieses Geld (Pensionszahlung), auch wenn du irgendwann nicht mehr in Österreich wohnhaft bist (sondern z.B. deinen Alterssitz auf Ibiza hast). Innerhalb der EU soll die Übertragung von Rentenansprüchen relativ einfach sein, ob es empfehlenswert ist, ist eine andere Sache. Du erhältst halt Rente aus verschiedenen Staaten (auch im Ref hast du ja bereits einen Rentenanspruch erworben, den du ausgezahlt bekommst, solltst du in Österreich bleiben).
Ich bin aber kein Versicherungsspezialist und meine Antwort beinhaltet, was ich in Erfahrung gebracht habe. Wenn du sicher sein willst, wende dich lieber an Fachleute.Viele Grüße
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Bei mir kommt es auf das Fach an.
Mathe: Notiz am Rand der Schulbuchseite, ggf. mal eine Aufgabe kleinschrittig gerechnet (Extrazettel),
Physik/Technik/Naturkunde: Karteikarten mit Stundenthema (Stichpunkte). In diesen Fächern ändert sich nicht viel, d.h. ich kann die Planungen der Vorjahre nehmen, nehme aber auf aktuelle Fragestellungen Rücksicht (dann aber ungeplant). -
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Ich würde nicht aus finanziellen Gründen Lehramt studieren. Unter anderem, bis man mit dem Referendariat fertig ist, ist man fast zu alt für eine Familiengründung. Als Frau ist man dann schon automatisch risikoschwanger. Bitte verzeih mir, bin mal wieder frech

Aber, man findet Tabellen im Netz (TVöd, oder so ähnlich). Vielleicht weiß hier jemand anderes mehr. Oder frage beim Philologenverband nach.
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Wenn du beides im Unterricht verwendest, würde ich auch beides hineinnehmen. Ggf. würde ich sogar auch andere Augenzeugenquellen erwähnen (Vollständigkeit), auch um später in der did. Analyse deine Auswahl begründen zu können.
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Ich lasse ebenfalls die Tür offen.
In meinen Studiengängen war ich auch teilweise die einzige Frau. Dies war insoweit problemlos, aber ich galt als Exot.
Professoren waren manchmal skeptisch, sodass ich mich fachlich etwas mehr beweisen musste. Ein Problem gab es nur auf einer mehrtägigen Exkursion, bei der es nur einen Duschraum gab (riesen Duschraum mit mehreren Duschköpfen ohne Zwischenwände - Mannschaftsdusche) oder im Gelände ohne Toiletten. Ich reservierte halt einen Busch für mich.
In der Schule sind die Jungen (teils reine Jungenklassen - z.B. Kfz-Techniker) auch erstmal überrascht, dass ich ihnen als Frau u.a. etwas über Autos beibringen möchte. Aber sobald sie merken, dass ich wirklich fachlich fundierte Antworten geben kann, sind sie sogar sehr zugänglich. Zum Beispiel reden die Schüler mit mir eher über ihre "Schwächen" oder über Probleme als mit den männlichen Kollegen (auch mal ein Rat für den Umgang mit der Freundin).Ich finde es super, dass du als Mann in eine Schulform gehst, in der der Frauenanteil sehr hoch ist. Die Schüler brauchen auch männliche Vorbilder. Du wirst deine Rolle in der Schule schon finden und deine Stärken auch einsetzen können (Z.B. du stehst für ...). Ich wünsche dir dabei viel Erfolg und Freude.
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Man kann die Folien im Buch mit einer Büroklammer befestigen. Alternativ, je nach Papierqualität auch Kreppband.
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Ich denke schon, dass man sich hier im "privaten" Rahmen einmal etwas Luft über Kollegen und Kolleginnen machen dürfte.
Das bedeutet nicht, dass diese Kollegin nicht meine Hilfe bekommt oder ich nicht mit ihr respektvoll umgehe. Es nervt aber, wenn ich ständig während meines Unterrichts in der Nachbarklasse für Ruhe sorgen muss. Von weiteren pädagogischen und auch fachlichen Baustellen will ich jetzt gar nicht anfangen. Das Problem ist insbesondere, wenn solche Kollegen auch noch erheblich von sich und ihrer Arbeit überzeugt sind, da sie ja bereits 30 Jahre und mehr "unterrichten" (besser: Durch reine Anwesenheit sicherstellen, dass die Aufsichtspflicht gewahrt bleibt).
Es könnte ja auch eine Diskussion anregen, wie man solche Kollegen unterstützen könnte? -
Bei uns wird so etwas zum Glück kulant geregelt. Aber man muss anrufen und die Verspätung rechtzeitig mitteilen.
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Ich hätte da auch die ein oder andere Pfeife aus dem Kollegium anzubieten.
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Ich nehme auch alle Farben, insbesondere grün, bordeauxrot, rosa ..., aber keine zu hellen Farben (gelb, grau, ...).
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