Beiträge von Veronica Mars

    Ich hab seit 2 Jahren ein Surface Pro 3 und bin sehr zufrieden. Allerdings nutze ich es eher wie einen sehr kleinen Laptop. Als Tablet habe ich es eigentlich noch nie benutzt. Die Eingabe mit dem Stift geht gut, direkt auf dem Tablet schreiben geht eigentlich auch, aber ich mache das nie, das fühlt sich für mich einfach doof an. Eigentlich hatte ich gehofft damit meine Mitschriften aus dem Seminar direkt digital zu haben, aber ich habe dann doch lieber auf dem Block geschrieben.

    Für mich war beim Kauf ausschlaggebend, dass ich es sofort einsetzen kann und mich nicht erst ewig einarbeiten muss, daher kam als Betriebssystem nur Windows in Frage.

    Eigentlich hatte ich gehofft, dass ich viel mit One Note machen werde, weil da ja so viele Lehrer im Internet von schwärmen, aber ich bin da nicht so wirklich mit zurecht gekommen. Das hätte ich wohl mal in echt sehen müssen, alles was ich probiert hatte wurde furchtbar unübersichtlich.

    Mit dem Master in Berufspädagogik geht leider das Problem einher, dass ich in der Zeit vollständig auf ein regelmäßiges Gehalt verzichten müsste.


    Veronica Mars schrieb:

    ist doch kein Problem, du hast ja schließlich schon einen Abschluss, mit dem man gutes Geld verdienen kann. Ich hab neben dem Studium 20 Stunden in der Woche gearbeitet und in den Semesterferien noch mehr. Da kann man schon von leben.

    P.S. an meiner Schule sind derzeit einige Metall-Quereinsteiger und die tun sich so ohne pädagogischen Hintergrund doch recht schwer.

    ich finde vor allem die Mehrheitsverhältnisse übel. Was kam jetzt endgültig raus? 52 zu 48? Es hat schon einen guten Grund, warum bei uns Verfassungsänderungen nur mit 2/3 Mehrheit gehen.

    Ansonsten denke ich, dass es für Europa vielleicht sogar ganz gut ist. Sozusagen ein Weckruf für dringend nötige Reformen. Für GB könnte es übel enden, wenn die seperatistischen Nordiren und Schotten die Spaltung vorantreiben.

    P.S. P.S. da die Schüler ja nur 1-2 Schultage in der Woche da sind hat man als Berufsschullehrer auch noch mehr Schüler und mehr Klassleitung.
    Noten müssen natürlich trotzdem einige gemacht werden und Mirarbeitsnoten werden eher selten gegeben => mehr Korrektur

    (Wobei ich 100 Mal lieber eine Fachschulaufgabe korrigiere als irgendwas in Deutsch)

    ** vorweg: ich bin für A13 für alle (vielleicht mit ein wenig Übergangsfrist, um die unterschiedliche Studiendauer auszugleichen) **

    Aber bei eurer Argumentation schneidet ihr euch ins eigene Fleisch:
    Argument 1: "vertieftes Studium" => Berufsschullehrer studieren ihr Unterrichtsfach mehr als nur vertieft. Ich hätte mir z.B. genauso ein BWL-Diplom ausstellen lassen können, alle Prüfungen dafür hatte ich bestanden. Wenn die Gym-Lehrer also ihr vertieftes Studium als Grund anführen, dann liefert genau diese Argumentation Gründe um sie schlechter als Berufsschullehrer zu bezahlen.

    Argument 2: Differenzierung => an der Berufsschule treffen die vorher fein säuberlich getrennten Schüler wieder in der gleichen Klasse aufeinander. In meiner Büro-Klasse sitzen Hauptschüler neben Abiturienten, 15-jährige neben 28-jährigen. Wenn das also ein Argument für höhere Bezahlung von Grundschullehrern sein soll, dann nur wenn Berufaschullehrer noch mehr verdienen.

    Argument 3: verschiedene Klassenstufen => in meinem Unterrichtsfach "Wirtschaft" sind gefühlte 100 "Unterfächer" enthalten. Von Wirtschaftsrechnen über klassische BWL zu VWL zu Buchführung und Kosten-/Leistungsrechnung, über kaufmännischen Schriftverkehr zu EDV Anwendungen bis hin zu spezieller Branchensoftware. Das alles dann noch in verschiedenen Branchenschwerpunkten über drei Jahrgangsstufen. Natürlich auch mit Abschlussprüfungen die korrigiert werden müssen. Also erzählt nix von Belastung durch verschiedene Jahrgangsstufen, denn auch da gewinnen die Berufsschullehrer den Vergleich. P.S. zusätzlich unterrichtet auch fast jeder noch Sozialkunde und Deutsch fachfremd.

    Versteht mich bitte nicht falsch, ich will nicht jammern. Diese Vielfalt und die hohen Anforderungen machen den Beruf für mich erst interessant, ich könnte auch an keiner anderen Schulart Lehrer sein.

    Ich wollte hiermit nur aufzeigen, dass man viele eurer Argumente auch zu eurem Nachteil verdrehen kann...


    P.S. ich war vor ein paar Jahren auf der Didakta. Was es da für alle Schularten an käuflichem Material gibt... Wahnsinn! Wenn sich ein Kollege nen faulen Lenz machen wollte... das ginge bestimmt mit dem ganzen käuflichen Material. Für Berufsschulen gibt es das einfach nicht. Wahrscheinlich zu wenig Nachfrage, weil man es für jeden Beruf ganz speziel ausarbeiten müsste.

    ja mei... jeder Studiengang hat doch diese eine fiese Klausur. Da muss man halt durch.

    Bei mir war es BWL2, das ich mit den BWL-Diplom-Studenten schreiben musste und das dazu gedacht war die BWL'ler Reihen auszudünnen. 70% Durchfallquote war da völlig normal.

    Mathe hatte ich auch in Tiefen, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt. Dabei unterricht ich jetzt höchstens mal Dreisatz und Prozentrechnen. (Hab kein Unterrichtsfach Mathe)

    So ein Studium soll einen halt auch etwas fordern.

    Ich finde die Diskussion hier sehr spannend. Irgendwie kann ich alle Seiten irgendwie verstehen.

    Nachdem ich selbst ja bald auch A13 verdienenwerde bin ich von der Problematik nicht ganz so betroffen. Ich finde es dann meist sehr seltsam, wie andere sich aufregen, als ob ihnen was weggenommen würde, nur weil andere mehr (gleich viel) bekommen.
    Das ist mir in meiner Zeit im öffentlichen Dienst auch schon mal so gegangen. Nach einer Verfassungsklage bekamen alle ÖD Mitarbeiter 30 Tage Urlaub, unabhängig vom Alter. Ihr glaubt gar nicht, wie sich die alten Kollegen aufgeregt haben, nur weil ich dann auch 30 Urlaubstage hatte. Dabei hatte keiner von ihnen was hergeben müssen...

    Ich würde ja niemals als Grundschullehrer arbeiten wollen. Das würden meine Nerven niemals aushalten. Die möglicherweise niedrigere Korrekturbelastung könnte man meiner Meinung nach durch unterschiedliche Pflichtstunden ausgleichen (ich glaube das gibt es eh schon).

    Was ich aber etwas problematisch sehe ist das "Eintrittsalter". Irgendwie scheint die Studiendauer in den verschiedenen Lehrämtern ja doch recht unterschiedlich zu sein. Das finde ich sollte auch im Gehalt berücksichtigt werden.

    Ich hatte 9 Semester Regelstudienzeit plus 52 Wochen Pflichtpraktikum (Ersatzweise 2 Jahre Berufsausbildung) Bei den Grundschullehrern lag das deutlich darunter. Dadurch kann so jemand natürlich viel eher mit dem Geldverdienen anfangen.

    Aber auch das ließe sich regeln, z.B. durch niedrige Einstiegsgruppen, nach denen man nach gewisser Zeit automatisch, oder nach positiver Beurteilung, aufsteigt. So hätte dann ein Grundschullehrer vielleicht mit etwas Zeitverzögerung auch die Chance auf A13. Das fände ich schon fair.

    Also ich kenne mich mit dem Dasein als Religionslehrer ja kaum aus, möchte aber mal ganz praktische Dinge einwerfen:

    Ich einigen Forenbeiträgen und auch an meiner Schule habe ich mitbekommen wie streng die katholische Kirche ist in Bezug auf die Lebensumstände der Lehrer. Unverheiratetes zusamnenleben ist undenkbar und kann scheinbar zum Verlust der Lehrerlaubnis führen. Auch Scheidungen sind kritisch.

    Da würde ich aus rein praktischen Überlegungen schon eher zum evangelischen Lehramt tendieren. Vor allem, wenn du dem eh eher nahe stehst.

    Was mich gleich wieder nerven wird? Ein absolut arroganter Schüler Marke "ich bin was besseres, weil ich habe Abitur" der ein mieses Referat abgeliefert hat mit schlechtem Handout. Jetzt habe ich bei der Korrektur der dazugehörigen Hausarbeit 1:1 den Text aus dem Schulbuch wiedergefunden. Natürlich nicht als Zitat.

    Wenn ich das gleich kritisieren werde , dann wird er wieder 1000 Gründe haben, warum meine Einschätzung eine Zumutung ist und er natürlich eine 1 verdient hat, weil ich habe ja keine Ahnung.

    ich schleiche mich hier mal rein, obwohl ich zur Ausgangsfrage nix beitragen kann...
    ... ich war als Kind von der 1. bis zur 6. Klasse im Hort, immer bis zum Schluss. Ich fand das Prima, da war alles geregelt, man hatte immer wen zum spielen, tolle Spielzeuge und Bastelsachen usw. Viel besser als langweilig zu Hause zu sitzen.
    ... sollte ich mal Kinder haben werde ich die auch in Betreuung geben, einfach weil ich es bei mir so gut fand.
    ... ich finde übrigens auch, dass mich das früher selbständig gemacht hat und das ist gut so.

Werbung