Beiträge von danimo178

    Ich weiß nicht, wie die Notbetreuung in Bayern organisiert ist. Hier in Nds. machen die Kollegien die ganz oder teilweise selbst, plus Fernunterricht für die eigene Klasse, plus Präsenzunterricht in den Klassen, die schon wieder da sind. Plus diverse zusätzliche Aufsichten, damit die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden und niemand beim Lüften aus dem Fenster springt. Da bist du froh um jeden, der nicht in die Notbetreuung kommt. Irgendwann reichen Personal, Räume und Möglichkeiten für zeitversetzte Pausen einfach nicht mehr.

    Bei uns läuft es ganz genauso. Und wir haben keine Erzieher, die wir einsetzen können, dafür aber mittlerweile über 30 Kinder in der Notbetreuung. Allerdings fallen ab morgen ja die Kinder weg, die an dem jeweiligen Tag Präsenzunterricht haben. Es bleiben trotzdem noch viele. Alle Kollegen müssen sich aufteilen zwischen Präsenzunterricht, Notbetreuung und Homeschooling. Ich habe nur 2 Vollzeiter, alle anderen sind Teilzeiter mit durchschnittlich 14 Std. Die kommen weit über ihr Deputat... Zum Glück hab ich nur eine Risikopatientin.

    Bei mir an der Schule haben die Kinder von 8.00 -13.00 Uhr Unterricht (und manchmal eine 6. Stunde, dann bis 13.45). Konferenz alle 2 Wochen dienstags von 13.15 bis 15.00 Uhr). Teilzeiter unter 21 Stunden haben einen freien Tag, wenn sie wollen und fast nie eine 6. Stunde. Ganztag gibt es (noch) nicht. Auf deinen Wunsch gäbe es bei mir keinen Anspruch, aber es ist durchaus realistisch. Ist aber S-H. Ähnlich sieht es auch in weiteren Grundschulen bei uns aus, wenn du dir das Land zwischen den Meeren vorstellen kannst, könntest du Glück haben.

    Über NRW weiß ich nichts, ich schrieb ja S-H. Hier haben GS-Lehrer definitiv mehr Stunden und weniger Geld als SekI, Gym und Förderschullehrer. Also, wollte nicht für Gesamt Deutschland sprechen, mag ja sonst anders sein.

    Ich gebe lamaison absolut Recht! Für Grundschulen muss immer alles normal sein, wir müssen mit mehr Stunden und weniger Geld mal eben ALLE Kinder aufnehmen... Hier in S-H sind Kinder, die im Kiga Inklusionskinder (L, soz.-emo) sind, ab der ersten Klasse KEINE I-Kinder mehr, erst wieder ab der 3. Klasse (die Eingangsstufe müssen sie dann aber 3 Jahre besucht haben). Wir bekommen ein wenig Unterstützung von den Sonderpädagogen (wenns gut läuft, 2-3 Stunden Prävention pro 1. und 2. Klasse, häufig aber auch deutlich weniger) und sind ansonsten völlig allein gelassen. Alle Kinder sind in allen Stunden zusammen, ganz selten gibts mal eine Doppelbesetzung (fällt in der Regel für Vertretung aus). L-Kinder ab Klasse 3 bekommen 1,5 Stunden sonderpäd. Unterstützung, soz.-emo. gar keine. Das müssen wir alles so wegatmen. Und dann bemängeln die weiterführenden Schulen, dass die Grundschulen das gewünschte Niveau nicht bei jedem Kind erreichen - tja, das ist ja nun echt schlechte Arbeit! Und eine Wiedereinführung der Förderschulen ist hier überhaupt nicht angedacht... Schön ist anders!!!

    Erstmal danke für die Antwort. Der Schüler ist bereits vor ca. einem Jahr nach Bayern gezogen und hat dort vor ca. 1 Woche einen Verweis bekommen. Wenn ich die Infos deiner Links richtig verstehe, "bewirbt" er sich ohne Akte, wird irgendwo angenommen und dann erhält die Schule die Akte mit dem Schullaufbahnbogen inkl. Übersicht über die Ordnungsmaßnahmen. Ist das soweit richtig?

    Ich habe mal eine Frage an Grundschullehrer in Bayern. Dürft/müsst ihr die Akten eurer Schüler an die weiterführenden Schulen weitergeben? Und wenn ja, was steht dann alles drin? Konkret interessiert mich, ob ein Verweis in der Akte verbleibt oder ob, wie hier bei uns in S-H, nur bereinigte Akten weitergegeben werden dürfen. Ein ehemaliger Schüler von mir hat nämlich einen Verweis kassiert und die Eltern sorgen sich jetzt um die Aufnahme an der weiterführenden Schule (er ist jetzt in der 4. Klasse). Wäre super, wenn jemand von euch antworten würde :)

    Ich denke, der Arbeitsaufwand ist in etwa gleich. Ich bin an einer Grundschule und musste im Laufe der Jahre fast alle Fächer unterrichten, mich somit auch in sämtliche Fachanforderungen einarbeiten. Die Bildungsstandards müssen ja an allen Schulen eingehalten werden, und es ist definitiv nicht einfacher, 8jährigen die schriftliche Division mit Rest, die Wahrscheinlichkeitsrechnung (natürlich auf GS-Niveau), die verschiedenen Aufsatzformen, den Magnetismus, die Entstehung der Eiszeit oder die Reformation verständlich zu machen -und zwar allen, vom Förderschüler bis hin zum hochbegabten Kind-, als 14jährigen den Satz des Phytagoras, 16jährigen die Relativitätstheorie oder noch älteren die Grundsätze der Genetik. Nur mal ein Beispiel bezgl. des Faches Deutsch: Abiklausuren zu korrigieren ist bestimmt heftig, aber 28 Aufsätze von Drittklässlern so vorzukorrigieren, dass die Überarbeitungstipps auch verstanden werden und umgesetzt werden können und bei der zweiten Korrektur dann den Schreibprozess, nicht nur das Ergebnis, zu benoten (in S-H verbindlich) und diese Note dem Kind noch verständlich schriftlich zu begründen, ist auch kein Spaß. Und dies natürlich ebenfalls in der Bandbreite vom Förderschüler bis zum späteren Gymnasialkind - und mindestens 6mal im Schuljahr. Immer unter Berücksichtigung der Tatsache, dass dies die allerersten Textproduktionen für die Kinder sind und sie superkonkrete Anweisungen brauchen, aber möglichst individuell und kreativ ihre Texte gestalten sollen. Von der Rechtschreibung gar nicht zu reden... Ich kann hier nur für mich sprechen ( 2 Klassen Deutsch, 1 Klasse Mathe, 3 Klassen Englisch, 1 Klasse Kunst, 1 Klasse Religion, Klassenleitung, Fachkraft für schulische Erziehungshilfe (2 Std./ Woche)), aber ich bin eigentlich täglich durchgehend von 8.00 - 17.00 Uhr mit Schule beschäftigt. Abendveranstaltungen kommen selbstverständlich noch hinzu, und am Wochenende habe ich meistens auch nur einen Tag. Und ich bin kein Einzelfall, vielen meiner Vollzeitkollegen geht es ähnlich. Das alles für mehr Pflichtstunden (28) und weniger Geld - man muss es schon wollen ;) Und A13 ist hier in S-H definitiv nicht in Sicht...

    Da die SL der Grund meiner Unzufriedenheit ist, und mehrere Gespräche nichts bewirkt haben, muss ich da weg. Da wir definitiv ohnehin zu wenig Lehrer haben, würde sie einer Versetzung nur im äußersten Notfall zustimmen. Sieht also alles nicht so gut aus... Aber danke für die Antworten.

    Danke für die schnelle Antwort. Am liebsten wäre mir natürlich der wahre Grund, aber da die Schule in einem völlig unterversorgten Kreis liegt, wird meine Unzufriedenheit mit nahezu sämtlichen Entscheidungen der letzten zwei Jahre wohl nicht so wirklich überzeugen. Hm, du meinst also, dass die Entfernung auch nicht stichhaltig genug ist? Oh je, dann muss mir wohl etwas Gutes einfallen :(

    Hallo, bin bei meiner Recherche auf dieses Forum gestoßen und hoffe, mir kann jemand einen guten Tipp geben. Ich arbeite seit 13 Jahren an einer Grundschule, in der ich mich bis vor zwei Jahren superwohl gefühlt habe. Diese Schule ist 30 km von meinem Wohnort entfernt, was mich bis dato nicht gestört hat. Seit Beginn des letzten Jahres fühle ich mich jedoch zunehmend unwohl und bin jetzt froh, mich dazu durchgerungen zu haben, einen Versetzungsantrag in meinen Wohnort (anderer Kreis) zu stellen. Dazu meine Frage: Welchen Grund sollte ich angeben, damit dem Antrag möglichst schnell zugestimmt wird? Unzufriedenheit wird wohl eher nicht reichen. Wie sieht es mit der Entfernung aus? Sind 60km täglich ein guter Grund oder reicht das auch nicht? Kinder habe ich leider keine. Da sowohl der BPR als auch die SL dem Antrag zustimmen muss, würde ich natürlich gerne einen überzeugenden Grund angeben. Wäre toll, wenn jemand da schon Erfahrung hat.

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