Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Ich vote das hier jetzt einfach mal hoch:


    Was ist eigentlich mit dem Jahr 2022? In diesem Jahr hatte ich nämlich kein Arbeitszimmer. Kann ich da wenigstens ein paar Tage Home-Office ansetzen als Lehrer? Dass man auch die Tage ansetzen kann, an denen man gefahren ist, ist ja eine Neuerung aus 2023.

    Hat da jemand Erfahrung?

    Frag deinen Steuerberater. Falls du keinen hast, ist die Abgabefrist für 2022 vorbei.

    Hallo zusammen,

    ich befinde mich aktuell im Studium sonderpädagogische Förderung und frage mich, wie der Alltag einer solchen Lehrperson an einer Regelschule (bspw. Grundschule) aussieht. Hat man eher eine eigene Klasse bzw. Klassenleitung und unterrichtet bspw. 26h oder ist es eher die Regel, dass man die Klassen abklappert, sich dort immer die Kinder mit Förderbedarf schnappt und versucht diesen zu helfen? Gerne auch antworten, wenn man selbst keine Lehrkraft mit sonderpädagogischen Förderung ist, aber solche kennt bzw. es beobachtet.

    Nun - kommt wohl auch auf das Bundesland an. Ich denke nicht, dass der Unterricht mit Sonderpädagogischer Förderung ESE inklusiv erfolgt. Das sind entweder Kinder, die von einer sonderpädagogischen Einrichtung aus die Regelschule besuchen - ohne spezielle Betreuung an der Schule - oder Kinder, die eine Schule am SBBZ-ESE besuchen, weil sie Systemsprenger sind. Von meinen ehemalige KuK weiß ich, dass diese zwischenzeitlich mit 2 Lehrkräften 1 Klasse mit max. 10 Schülern betreuen. Einen Teil des Deputates wird für die Begutachtung von Schülern in Schulen und Kindergärten und für das Verfassen der Gutachten angerechnet.

    Die zweite Person ist im Vergleich etwas älter und dazu aktives AfD-Mitglied. Er wurde bis dato überall abgelehnt. ... Da ist vermutlich die Parteimitgliedschaft das Problem.

    Sicher nicht. Vermutlich liegt der Grund darin, dass er seine Ansichten offensiv zur Schau stellt und Diskussionen provoziert.
    Kein AG will Leute, die ständig politisieren und den Betrieb aufhalten oder Konflikte verursachen.

    Die beiden Kinder sind abgesehen davon ganz sicher unterschiedlich intelligent. Klar, ist erst mal eine triviale Feststellung. Aber im Idealfall ist tatsächlich das mit Abitur intelligenter. Muss nicht zwingend so sein, aber es sollte so sein. Ich verstehe schon, dass man das nicht gerne thematisiert, aber ich finde, es hat auch keiner was davon so zu tun als seien alle gleich schlau und jeder kann alles.

    Ich habe auch schon SEHR dumme Gymnasiasten getroffen. Im Studium und später. Dein Verständnis von "Intelligenz" ist antiquiert, einseitig und entspricht nicht dem Forschungsstand.
    Und Handwerker sind auch Problemlöser für Aufgaben, an denen die "Intelligenzia" glorreich scheitern würde - weil ihnen Wissen dafür fehlt. Jeder besitzt auf seinem Gebiet eine "Schlauheit".

    Back on topic:
    Dass es so viele Jugendliche ohne Berufsabschluss gibt, liegt meiner Meinung nach auch an der falschen Schulentscheidung am Ende der Grundschule. Das liegt besonders an der allgemeinen Abwertung der Haupt- und Werkrealschule. Wer will schon sein Kind an die "niedrigste" Schulart schicken?

    Dass Schüler dann im Schulsystem scheitern, ist die notwendige Konsequenz.

    BTW:
    Wenn Schüler zu mir gesagt haben, dass sie "einen Job mit Krawatte" wollen, habe ich geantwortet:
    Weißt du, wer bei uns im Ort das meiste Geld besitzt? Das sind der Metzger, der Gipser und der Fliesenleger.
    Der "Metzger" hat eine Fleischfabrik mit knapp 100 Filialen aufgebaut.

    Das allgemeinbildende Gymnasium führt zum höchsten Schulabschluss, den das dreigliedrige System kennt, ja.

    Auch die Hauptschule führt zum "höchsten" Schulabschluss. Die Schüler können im Anschluss den mittleren Bildungsabschluss erwerben, der dann über das berufliche Gymnasium zum Abitur und Studium führt -falls man das will und kann. Viele meiner Schüler sind diesen Weg gegangen.

    Was mir auf den Zeiger geht ist dieses abwertende Getue und die Herabwürdigung der Schüler die auf der Mittelschule ihren Weg gefunden haben.
    Eine Floskel wie "niedrigst" auf Schularten und Kinder anzuwenden, ist mir zutiefst zuwider. Wer so "argumentiert", muss sich nicht wundern, wenn alle Schüler nur noch zum Gymnasium streben und niemand mehr ins Handwerk will.

    Allen, die hier mit solchem Standesdünkel ein Kastensystem hoch loben, wünsche ich von Herzen, dass sie beim nächsten Rückstau im Keller knöcheltief in der Sch... stehen und sich kein Klempner findet, der das Problem behebt. Viel Freude dabei.

    Muss ich nun in Zukunft das Gym(hoch)nasium als "höchste Schulart" bezeichnen? Und was ist dann die SekII? Höchst² ?
    Dass ausgerechnet "Kolleg*innen" das in Ordnung finden...
    Vermutlich ist es höchste Zeit für die Gemeinschaftsschule, damit derartige Abwertungen und Überhöhungen ein Ende finden. Das sind ja Ansichten aus dem finstersten 19.Jahrhundert...

    Du kannst mittels einer Leerstelle verbeamtet werden.

    Was jedoch recht unwahrscheinlich ist. An Ersatzschulen in privater Trägerschaft kann nur der prozentual gleiche Anteil an KuK verbeamtet werden wie an staatlichen Schulen. Werden im BL Ba-Wü insgesamt rund 5.100 Stellen für das Schuljahr 2024/2025 eingestellt und es in Ba-Wü 116.000 Lehrkräfte gibt, dann sind das 4,4%. Nun musst du nur noch herausfinden, wie viele anerkannte Privatschulen es z.B. in Ba-Wü gibt, um dir deine Chancen auszurechnen.

    Ich war 10 Jahre an einem privaten SBBZ in kirchlicher Trägerschaft als Angestellter beschäftigt und habe dann ins Beamtenverhältnis an eine öffentliche Schule gewechselt. Jetzt - im Ruhegehalt - sehe ich erst, dass dies eine SEHR weise Entscheidung war ;)

    Vorlesen in der Mittelstufe? Mitnichten. Da lass' ich doch lieber den Podcast laufen, als meine Stimme zu überanstrengen. Der Lerneffekt und das Lernziel einer derartigen Stunde wären mir schleierhaft.

    Wenn ich selbst einen Vortrag von Literatur in der Klasse vorgenommen habe, dann waren das Balladen.
    Der Erlkönig. Der Zauberlehrling - gerappt, mal leise, mal laut, mit wechselnder Betonung und SEHR theatralisch.

    Oder - ja, wirklich - Schillers Glocke als Loblied auf das Handwerk! Ich gebe zu, dass ich dabei einen Spickzettel verwendet habe.
    425 Zeilen waren zum Memorieren eine Herausforderung.

    Und - sehr theatralisch - auf dem Steckenpferd ins Klassenzimmer reitend und das "Reiterlied" von Schiller schmetternd ;)
    Da hat man die volle Aufmerksamkeit der Klasse. Beim Vorlesen von Hitlers Kaninchen wären meine Schüler hinweggeschlummert.

    Damit hast du dich gerade selbst disqualifiziert. Eigentor würde ich sagen.

    Richtig. Als Lehrkraft sollte man die Rechtschreibung beherrschen. Das schreibt sich "Soich" ;)

    Doch. Das geht. Dafür würde sich der Betrag der restlichen SuS erhöhen.

    Wir hatten mal den Fall beim Arbeitsamt.

    Ein Schüler hat das Geld vom Amt erhalten, ist nicht mitgefahren und das Amt hat das Geld dann wiederbekommen.

    Da hat eben niemand der Forderung der Arbeitsverwaltung widersprochen. Daraus einen allgemeingültigen Rechtsanspruch ableiten zu wollen ist ein

    Wenn du beim Reiseveranstalter die Reise stornierst - oder er dir wegen deines Fehlverhaltens die Mitreise verweigert, bekommst du dein Geld auch nicht (vollständig) zurück. Die anderen Fahrgäste würden sich zu Recht beklagen, wenn deren Reisepreis plötzlich erhöht wird, weil ein Mitreisender dem Sicherheitsbeamten eine gepfeffert hat und nicht in den Flieger darf.

    Antwort auf Kathie #84

    Dazu muss man ergänzen, dass es in Bayern erstaunlich viele Möglichkeiten gibt, höhere Bildungsabschlüsse ohne den traditionellen Weg zu erreichen. Das ist aber weniger bekannt, selbst den Eltern der Viertklässler nicht, die zu mir wegen einer weiterführenden Schule zwecks Beratung kommen bzw. kamen.

    Ich hoffe, dass solche Möglichkeiten auch andere Bundesländer anbieten.

    Auch in Baden-Württemberg gilt das Prinzip:
    "Kein Abschluss ohne Anschluss".
    Nach Abschluss der Hauptschule gibt es die 1-jährige und die 2-jährige Berufsfachschule. Dort kann man den mittleren Abschluss erreichen und dann z.B. auf das Berufskolleg oder das berufliche Gymnasium wechseln. Oder an der WRS die 10.Klasse belegen und den mittleren Bildungsabschluss erwerben. Es existieren noch mehr Varianten.
    Wer direkt in die betriebliche Ausbildung geht und nach dem Gesellenbrief den Meistertitel erwirbt, hat damit einen dem Abitur (fast) gleichwertigen Abschluss. Bis auf wenige Zweige darf man alles studieren. Mit einem Gesellenbrief kann man über die Eignungsprüfung auch an der PH auf Lehramt studieren oder sich am Fachseminar zum Fachlehrer ausbilden lassen.
    Mit dem Berufsvorbereitungsunterricht haben wir an unserer Schule bereits in Klasse 5 begonnen - auch um den Kids zu zeigen, das die Hauptschule keine Sackgasse oder "Endstation" ist.

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