Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Bin eigentlich eher Pazifist und Grün.

    Das Spektrum der grünen Wählerschaft ist breit. Ich kenne einige "Grüne" aus der anthroposophischen Ecke, die radikal ausländerfeindlich nationaltümmelnd in identitärem Nationalismus und im Lobgesang auf die deutsche Kultur Volkslieder schmetternd in abgegrenzten Zirkeln rotieren.

    Das Losverfahren ist übrigens keinesfalls zwingend, sondern lediglich eine vom OLG Hamburg als zulässig erkannte Variante zum Umgang mit Patt-Situationen in solchen Ausschreibungen.

    Der Artikel der Berliner Morgenpost bezieht sich auf Rheinland-Pfalz.
    Letztendlich zahlen die Kommunen als Kostenträger der Schulen bei dieser Regelung drauf. Bei der Vergabe an örtliche Buchhandlungen fließt ein Teil der Kosten über die Gewerbesteuer wieder an die Kommune zurück.

    Statistik im Güterverkehr:

    Das Bundesamt für Logistik und Mobilität erhebt regelmäßig Daten in Bezug auf den Transport von Gütern auf der Straße. Abgefragt werden Informationen über die Transportleistung einzelner Fahrzeuge (nach Kennzeichen).

    Die Betreiber müssen sehr detaillierte Fragebögen ausfüllen und unter anderem angeben, wo auf der Route Stopps eingelegt wurden (Postleitzahlen und Orte), welche Staaten durchquert wurden, welche Fahrzeugdaten maßgeblich sind und wie groß der Anhänger ist. Außerdem müssen sie die Gütermenge in Kilogramm angeben sowie Auskunft darüber geben, ob die Ladung flüssig oder fest war. „Die Informationen sind nur mit einem enormen Zeitaufwand nachzuhalten“, heißt es bei der DIHK.

    Schulbuchbestellung per Ausschreibung: Öffentliche Aufträge müssen ab einer bestimmten Summe ausgeschrieben werden. Das soll dazu beitragen, dass die öffentliche Hand sparsam mit dem Geld der Steuerzahler umgeht. In Rheinland-Pfalz gelten seit anderthalb Jahren neue Vorschriften für die Beschaffung von Schulbüchern: Wenn etwa eine Kommune oder ein Landkreis für die örtlichen Schulen Bücher kauft, muss der Auftrag ab einem Gesamtwert von 10.000 Euro ausgeschrieben werden, ab 215.000 Euro sogar EU-weit. Eine freihändige Vergabe an die lokalen Buchhändler ist nicht mehr möglich.

    Allerdings gilt in Deutschland die Buchpreisbindung, auch Schulbücher haben überall den identischen Preis. Das bedeutet, dass auch alle Angebote identisch sind.
    „Daher entscheidet das Los, welche Buchhandlung den Zuschlag erhält, und der Kauf in der Buchhandlung vor Ort wird unterbunden, obwohl hier langjährige Partnerschaften aufgebaut wurden“, kritisieren die Industrie- und Handelskammern. Die örtlichen Händler gehen also unter Umständen leer aus.

    Die Kommunen und Kreise aber – die ansonsten Mühe haben, den lokalen Einzelhandel am Leben zu halten – müssen aufwendige Vergabeverfahren abwickeln, ohne am Ende Geld zu sparen.

    "Grün darf nur der Schulleiter ..." - made my day.


    An solchen Punkten merkt man, dass Privatschulen ein anderer Kosmos sind. Ich meine das überhaupt nicht negativ. Es hat etwas von heiler Welt.

    Schulen sind von dieser Regelung nicht betroffen. Das beginnt beim Schulamt und geht bis ins Ministerium. Zumindest in Ba-Wü.

    Die offizielle Abkürzung für den Förderschwerpunkt in BW ist ESENT. Der Bindestrich ergibt auch nur bedingt Sinn.

    Hast ja Recht. Wobei DAS wirklich was für das Akülex wäre. Ich musste die Akü zum Glück nicht unter die HP-Gespräche setzen. War nach meiner Zeit, als das umfirmierte. Wer diese Begrifflichkeit festgelegt hatte, gehört sowieso mit dem Behördenstempel gebrandmarkt.
    Während meiner "Amts"-Zeit hab' ich das immer rigoros ausgeschrieben - egal ob's ins Adressfeld gepasst hat ;)
    "Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung"

    Nette Ausrede um merkwürdige Einstellungen zu Kleidung zu rechtfertigen.

    Mützen gibt es mit und ohne Schirm und selbst bei denen mit Schirm, ist ein Blick auch auf kleine Gesichter unproblematisch.

    Ey Mann Digger du hast nicht meine Gängsta vor dir sitzen Alder

    BTW: Gängsta-Merkregel für die Interpunktion:
    Immer, wenn man "Digger" sagen kann, kommt ein Komma, wenn man "Alder" sagen kann, kommt ein Punkt hin. ;)

    "Die pathophysiologischen Mechanismen der ADHS sind bislang noch unzureichend geklärt. ... die Vermutung... Die durch einzelne Faktoren aufgeklärte Varianz ist jeweils gering... Diese Befunde stützen die Hypothese..."

    Z.B. aus: https://www.aerzteblatt.de/archiv/186551/…vitaetsstoerung

    Manuskriptdaten eingereicht: 1. 8. 2016, revidierte Fassung angenommen: 11. 1. 2017 (a.a.O.) - das könnte bereits wieder überholt sein.

    Die aktuellsten Informationen bekommt man vermutlich hier:

    https://www.zentrales-adhs-netz.de/infos-zu-adhs/…-infos-zu-adhs/

    Allgemeine Infos zu ADHS: Störungsbild, Ursachen, Diagnostik, Therapie. Informationen des Universitätsklinikums Köln, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit.

    Weitere Infos im Ärzteblatt:
    https://www.aerzteblatt.de/suche?s=ADHS&wo=16&wo=1&wo=1024

    Suchergebnis nach passenden Informationen im Ärzteblatt. 565 Treffer zu Suchtext = Adhs am 26.3.2024

    Meine Liste habe ich gecheckt und ergänzt:
    https://www.autenrieths.de/verhalten.html#ADHS

    Nebenbei - back to topic:
    Webseiten mit Informationen zu Dyskalkulie und Rechenschwäche findet ihr hier:
    https://www.autenrieths.de/mathematikunte…tml#Dyskalkulie

    Ich hoffe, du verstehst mich richtig, aber wäre es nicht möglich, dass deine Perspektive an der Stelle zu stark eingefärbt ist von deinen Erfahrungen an der Werkrealschule, wo nun einmal deutlich mehr SuS aus bildungsfernen Elternhäusern sind oder auch aus Elternhäusern mit Eltern, die selbst starke kognitive Einschränkungen haben, sowie unter Umständen kulturellen Hintergründen, die zumindest nicht direkt zu einer Offenheit gegenüber therapeutischen Settings führen?

    Meine Erfahrungen sind "eingefärbt" von 10 Jahren Tätigkeit in der Hauptschulstufe einer Schule für Erziehungshilfe - heute "SBBZ-ESE" und 21 Jahren an regulärer Haupt- und Werkrealschule. Deine Meinung, dass dort "bildungsferne Elternhäuser" vorherrschen, trifft nicht zu. Vielleicht liegt das auch an der eher ländlichen Lage der Haupt- und Werkrealschulen, an denen ich tätig war. Viele Eltern sind Handwerker - zum Teil mit eigenem Betrieb - und haben diese Schulart gewählt, weil wir sehr berufspraktisch ausbilden und die Eltern ihre Kinder als Nachfolger für die Firmenleitung handwerklich ausbilden lassen. Daneben natürlich viele Kinder von Alleinerziehenden und mit Migrationshintergrund - wobei letztere in der Regel problemlos "funktioniert" haben und ihre traumatischen Erlebnisse durch Zielorientierung bearbeitet haben.

    Während meiner Zeit in der Erziehungshilfe wurden Schüler an diese Schulart verwiesen, weil sie verhaltensauffällig ("verhaltenskreativ") und sog. "Systemsprenger" waren. Gründe dafür waren in der Regel Scheidung, Überforderung der Eltern, Alkoholismus und Drogenmissbrauch, sowie Vernachlässigung und Misshandlung.

    Einen ähnlichen "Background" hatten auch die "Ritalinis", die ich in der Werkrealschule unterrichtet habe. Diese kamen teilweise auch aus (nach außen) sehr gesittetem, wohlhabenden Elternhaus. Da wurde Ritalin als Leistungsturbo verwendet - die Familie explodierte denoch - und die "Verhaltenskreativität" blieb ebenfalls - der "Ritalineffekt" blieb im Verhaltensbereich aus. So hat jede/r seine Erfahrungen mit diesem Themenbereich, wobei sich meine "breite empirische Datenbasis" über 35 Jahre erstreckt.

    Dann nenne einen einzigen Grund, warum Kinder keine Mützen aufhaben dürfen, die Lehrperson aber schon.

    Körpergröße und Sitzposition. Wenn ich vorne mit Schildmütze stehe, kann mir jeder in die Augen sehen.
    Wenn die Schüler in der Bank Mützen tragen, sieht man das halbe Gesicht nicht mehr.
    Das erschwert es mir als Lehrer angemessen auf die Mimik der Schüler zu reagieren - da ich das "Hä -wie bitte?" - Gesicht nicht sehen kann, das mir zeigt, dass meine Erklärung nochmals vertieft erfolgen sollte. Das Mützenverbot ist ein didaktisches Hilfsmittel.

    Deine Statistik Wolfgang Autenrieth interpretiere ich so, dass früher generell weniger diagnostiziert wurde und entsprechend auch weniger behandelt wurde.

    Und nochmal: Ja, es gibt die Eltern, die dem Kind Ritalin geben und gut ist.

    Ich interpretiere das genauso. Früher wurde seltener die Diagnose "ADHS" gestellt und entsprechend weniger Ritalin verordnet.
    Da wurde nicht jeder "Zappelphillipp" medikamentös ruhiggestellt.

    Was macht dich so sicher, dass in all diesen Fällen medikamentöse Behandlung keine ergänzende therapeutische/psychosoziale Behandlung und Begleitung erfolgt? In einigen Fällen wird es sicherlich aus diversen Gründen nur eine medikamentöse Behandlung geben, in vielen aber wird das Hand in Hand gehen.

    Ich bin mir nicht sicher. 57,7 Mio Tasgesdosen ergeben nach Adam Riese etwas mehr als 158.000 Patienten mit ADHS.
    Nach meinen empirischen Erfahrungen (nein, keine "Folklore") wurden die Kinder im Heim sehr sparsam mit Ritalin "versorgt". Hier waren jedoch auch 2 Vollzeit-Psychologen und zahlreiche Sozialpädagogen 24/24 verfügbar.
    Nach meinen Informationen und Erfahrungen später mit den "Ritalinis" an der Werkrealschule, fand bei diesen keine begleitende Familientherapie oder Psychotherapie statt. Und ja - als Klassenlehrer wäre ich in entsprechende Hilfeplangespräche eingebunden gewesen und hätte die Infos erhalten.

Werbung