Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Das hilft nicht weiter. Vergleiche die Grafiken von Antimon und die des Bamf. Sie zeigen nicht den gleichen Sachverhalt.

    Auf der Bamf Seite sind es absolute Zahlen:

    Abbildung 1: Zu- und Fortzüge (nach UN-Definition) im Jahr 2020 nach den häufigsten Zielländern in der EU.

    In der Grafik von Antimon, die sich auch auf Zahlen vom Bamf bezieht, geht es um die Verteilung der Migranten pro 1000 Einwohner des Landes.

    Nochmals das Zitat von der Seite des Bamf:

    Zitat

    Ein anderes Bild ergibt sich beim Blick auf das Verhältnis der Zuwanderungszahlen zur jeweiligen Bevölkerungsgröße: Hier wiesen 2021 neben Luxemburg mit 35,9 Zugewanderten je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner auch Zypern (29,1) und Malta (27,0) relativ gesehen hohe Zuzugszahlen auf. Die Zuwanderungsquote Deutschlands liegt beim Vergleich der EU-Staaten dagegen mit 8,8 Zugewanderten je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Mittelfeld.

    Darum geht es. Nicht um absolute Zahlen. Sie unterschlägt Luxemburg, Zypern und Malta - um ihre "Statistik" zu schönen.

    Du hast hoffentlich bemerkt, dass die Graphiken normiert auf die Bevölkerungszahlen sind. Steht da ja, es braucht keinen weiteren Text dazu. Ich habe die Graphiken übrigens nicht "zitiert", ich hatte die selber im Excel erstellt, weil einige hier offenbar nicht gut mit Zahlenverhältnissen können.

    Und dann beim Bamf hochgeladen? Respekt. ;)
    Dass du Zypern, Malta und Luxemburg mal aus der Statistik tilgst, ist ein Beispiel für den bewährten Satz:
    "Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast...

    https://www.bamf.de/DE/Themen/Fors…heneu-node.html

    Vor ziemlich genau 500 Jahren - einem halben Jahrtausend - tobte in Deutschland der Bauernkrieg, den heute einige durch die Verwendung der Bundschuhfahne für ihre Zwecke vereinnahmen wollen - ohne richtig verstanden zu haben, was damals geschah. Damals ging es um einen Kampf der Bauern ums nackte Überleben und um das Ende der Leibeigenschaft - nicht wie heute um Subventionen. Auch beim "Bildersturm" ging es nicht um die Bilder, sondern um die Ungeheuerlichkeit, dass reiche Bürger ihr Seelenheil mit Schmuck für Kirchen und Klöster erkaufen wollten.

    Luther und Zwingli forderten dagegen, dass die Vermögenden mit christlicher Nächstenliebe die Armen unterstützen sollten. In den protestantischen Kirchen sollte nur noch das (durch Luther nun übersetzte) Wort der Bibel wirken - und keine Götzen- und Heiligenbilder.

    Ich wurde auf diesen Krieg nicht durch das "Jubiläum" aufmerksam, sondern durch das Verschwinden eines Altares aus der Nikolaikirche in meiner Heimatstadt Isny. Im Bildersturm wurden viele Kirchen geräumt und die Heiligendarstellungen verbrannt und vernichtet. Die Patrizier der kleinen Reichstadt hatten als Kaufleute - die zuvor die Altäre gestiftet hatten, die Vernichtung verhindert. Das wurde deutlich, weil 300 Jahre später einige Tafeln von Bernhard Strigel am Kunstmarkt aftauchten und zum Grundstock der mittelalterlichen Gemäldesammlungen von Karlsruhe und Berlin wurden.

    Wer Geschichte unterrichtet, findet lokale Anknüpfungepunkte (besonders in Süddeutschland), um den Schülern die Ereignisse und Zusammenhänge dieser Zeit näher zu bringen und Geschichte "erlebbar" zu machen. Wo der Bauernaufstand tobte hat Friedrich Engels als Chronograph im 19.Jahrhundert niedergeschrieben. (Ja - genau der, der Kumpel von Marx.) Bei meinem Recherchen zu jener Zeit bin ich auf den Text gestoßen, hab' ihn leicht an heutige Rechtschreibung angepasst, sowie Zwischenüberschriften und Abbildungen eingefügt. Bedient euch. Ist ja "public domain". :)

    https://oberschwabenschau.info/sehenswertes/g…he-bauernkrieg/

    Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Geschichte vom Bau (1521) und der Zerstörung der Friedhofskapelle (1531) durch die Bürger in Isny - an der der Stifter maßgeblich beteiligt war.
    https://oberschwabenschau.info/landkreiseorte…mation-in-isny/

    Sicher entdeckt ihr in eurer Umgebung ähnliche Geschichten, die Geschichte "erlebbar" machen.

    Nun - wenn man wie Antimon Grafiken zitiert, sollte man auch den darunter stehenden Text beachten:

    Zitat

    Ein anderes Bild ergibt sich beim Blick auf das Verhältnis der Zuwanderungszahlen zur jeweiligen Bevölkerungsgröße: Hier wiesen 2021 neben Luxemburg mit 35,9 Zugewanderten je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner auch Zypern (29,1) und Malta (27,0) relativ gesehen hohe Zuzugszahlen auf. Die Zuwanderungsquote Deutschlands liegt beim Vergleich der EU-Staaten dagegen mit 8,8 Zugewanderten je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Mittelfeld."
    https://www.bamf.de/DE/Themen/Fors…heneu-node.html

    ... wobei der Bericht im Spiegel schon sehr einseitig war. Mein Ref war auch zweifellos sehr stressig aber fair.

    Wer sich ungerecht behandelt fühlt bzw. ungerecht behandelt wurde (was es ja auch gibt), äußert sich halt deutlich expliziter. Und das nimmt der Artikel recht einseitig auf und bleibt ansonsten - was eine realistische Darstellung des Refs angeht - eher oberflächlich.

    Nun - die Klagen über den Ablauf und über die Zustände im Ref sind Legion. Der Artikel macht jedoch deutlich, mit welchen Problemen und Menschen man im Ref rechnen muss. Ich habe als Mentor Seminarschulräte und Ausbildungslehrer kennen gelernt, die sich in ihrer Selbstüberheblichkeit und menschlichen Kälte als "letzte Instanz" gesehen haben, die noch verhindern könne, dass ungeeignete Bewerber "auf die Kinder losgelassen würden". In Beratungen nach Unterrichtsbesuchen wurden auch durchaus gelungene Schaustunden zerpflückt und das letzte Haar in der Suppe gesucht, damit etwas gemäkelt werden konnte.

    zu 1)

    Ich höre nun aber sehr oft sehr negative Aussagen, so in etwa wie „Ich bin gespannt wie lange ich es in dem Job noch aushalte“,

    Du wirst - falls es "normal" läuft - im Referendariat durch ständige Bewertungen und dem Spagat zwischen "Lehrerexistenz" und "De-facto-Schülerexistenz" an Grenzen kommen. Da geht es dir dann wie anderen - und das muss dir bewusst sein, damit du das aushältst. Tipp: Lies im Spiegel vom 20.1.2024 auf Seite 42 den Artikel "Referendare klagen über Willkür und Ungerechtigkeit". Dann weisst du, dass du nicht allein bist.

    zu 2)
    Nach 20 Jahren den Job verlassen - beste Entscheidung

    Nicht nachmachen. Schlechte Entscheidung. Das Dasein als Lehrer*in ist ein Auf und Ab. Man hat mit Menschen zu tun. Das ist abwechslungsreicher - und problembehafteter, als wenn man 40 Jahre lang tagtäglich Saugroboter montiert. Meine beste Entscheidung war, dass ich durchgehalten habe. Nun bin ich in Pension und kann mein Ruhegehalt genießen. Wäre ich im Angestelltenverhältnis geblieben, kämen monatlich ca. 30% weniger aufs Konto.


    zu 3)

    Ich hätte gerne eigene Kinder, nur da höre ich auch so oft, dass das schwierig ist, privat und beruflich von Kindern umzingelt zu sein

    Man ist nicht umzingelt. Der Vorteil im Lehrerberuf ist die teilweise freie Zeiteinteilung. Nachmittags mit den eigenen "Grodden" etwas zu unternehmen ist anders - und versöhnt auch mit den Kindern, mit denen man am Vormittag zu tun hatte ;)

    Back on topic:

    Die AfD ist eine demokratische Partei. Kein Zweifel. Sie wurde legitim gegründet, Menschen können sie wählen, alles gut.

    Leider geht es auf den Versammlungen der AfD - wenn es um Wahlen des Vorstandes, des Kassierers oder Sprechers usw. genauso zu wie auf unseren Elternabenden, wenn wir Elternvertreter wählen wollen. Der erste, der sich aus der Deckung wagt und die Hand hebt, wird gewählt. So geht es doch in jedem Verein zu.

    Leider wurden auf diese Weise die meisten Positionen mit Vertretern aus Burschenschaften, der Jungen Alternative oder durch ehemalige Funktionäre der (nun nicht mehr existenten) NPD besetzt - wodurch das Leitungspersonal in vielen Ortsverbänden und Parteigliederungen aus stramm rechtsnational bis faschistisch orientierten Kadern besteht. Höcke darf man ungestraft einen Faschisten nennen.

    BTW: Sollte die AfD in Thüringen bei der Wahl die Mehrheit und in einer Regierungskoalition den Ministerpräsidenten stellen, könnte Höcke - ohne das Parlament zu bemühen - mit einem Federstrich dem MDR, der ARD, dem ZDF und dem DLF in Thüringen die Sendeerlaubnis entziehen, indem er den Medienstaatsvertrag kündigt.

    Man kann nur hoffen, dass die Freunde der Sportschau ihm die rote Karte zeigen ;)

    Zeugnisformulare!!! :schreien:

    Ich will einmal ein funktionierendes Zeugnisformular!

    Eines, dass sich problemlos ausfüllen lässt und wo beim Ausdrucken alles am Platz ist....

    Echt mal, es geht mir so auf den Keks.

    Ist das nur in Berlin so?

    Geh' in den Keller - oder auf den Dachboden. Vielleicht liegen dort noch Leerformulare aus früheren Zeiten.
    BTW: Die lassen sich auch digital verarbeiten. In finsterer Vorzeit hatte ich mir dafür eine Excel-Tabelle gebastelt, die meine Noten und den Schülernamen aus der Notenliste über =sverweis() auf das Papierformular gedruckt hatte. Geht schon ;)

    Das ist ja auch so, wenn Ausflüge gemacht werden. Da sind Begleiter auch frei.

    Das hat noch niemanden jemals gejuckt.

    Und natürlich ist es transparent und rechtlich einwandfrei.

    Mich hat das immer "gejuckt" - und ich habe die Kosten auf ALLE Mitfahrer umgelegt.
    Das Ausfüllen eines Dienstreisekostenantrags hat mich dagegen nie gejuckt. Beim Ankreuzen des Feldes "Ich verzichte auf die Erstattung der Kosten" bin ich jedoch jedes Mal zurückgezuckt.

    Sodale.
    And the Winner is ...... Super-Lion !!!

    #162 heuert vom Narrenschiff ab und betrachtet und kommentiert das Ganze von nun an aus der Loge herab.
    Erläuterung zum "Zahlenverwirrspiel":
    Normale Zählung ("noch 8") waren Schultage/Werktage.
    DOM sind Kalendertage - allerdings auf die "Days on Mars" umgerechnet. Ein Marsjahr dauert 687 Erdtage - denn die Restzeit "dehnt sich" ;)

    Nun habe ich hoffentlich Zeit, mich der nächsten 8 zu widmen - die 8.Auflage will fertiggestellt werden, meine 8 Domains verlangen konstant nach Updates, lange aufgeschobene Ideen harren der Umsetzung, Radierpresse und Fotolabor werden nun verstärkt in Einsatz kommen u.v.a.m.

    Seit bald 20 Jahren nutze und kommentiere ich das LF, das sich in dieser Zeit entwickelt und verändert hat. Der Diskussionsstil der (un)sozialen Medien hat nach meinem Eindruck den kollegial-fachlichen Austausch in den Hintergrund treten lassen. Ich wünsche euch, dass diese Entwicklung nicht zum gleichen Ergebnis führt, wie es ehedem dem "Konkurrenzforum" referendar.de erging, bei dem der letzte Eintrag von Anfang Dezember lautet: "Schreibt hier keiner mehr?"

    Doch nun:
    :band::prost::party:

    Du hast entweder wirklich nicht gelesen, was du selbst verlinkt hast oder du verstehst es nicht. Freizügigkeitsberechtigte Ausländer*innen sind deutschen Staatsbürgern bezüglich der Leistungsberechtigung gleichgestellt. In vielen anderen, wenn nicht gar allen anderen Staaten des Schengenraums bekommst du gar keine Aufenthaltsbewilligung ohne den Nachweis, dich finanziell selbst versorgen zu können. Du kommst gar nicht erst so weit irgendeinen Antrag auf irgendwas zu stellen, weil du gar nicht ins Land gelassen wirst. Auch nicht als Schengen-Ausländer*in. Quellenangaben dazu findest du irgendwo um Seite 30 herum, das Thema ist wie erwähnt bereits abschliessend diskutiert.

    Und noch mal ganz von vorne: Das betrifft Millionen von MigrantInnen und Migranten in Deutschland, die Mehrheit sind nämlich Wirtschaftsmigranten aus dem Schengenraum. Es ist völlig bizarr, dass hier immer und immer wieder über Bevölkerungsgruppen diskutiert wird, die in dem Zusammenhang überhaupt nicht relevant weil in vernachlässigbar kleiner Anzahl im Land sind. Kriegsflüchtlinge sind hier sowieso völlig aussen vor, da ist ja nicht mal Frau Weidel der Meinung, dass die wegbleiben sollten.

    Warum echauffierst du dich eigentlich als Schweizer Staatsbürgerin in diesem Maße? Es tangiert dich doch nicht. Relax.
    Geht es nur darum, dass Weidel ebenso in der Schweiz beheimatet ist?
    Das tangiert mich nur insofern, dass sie Nachhause und hier nicht dermaßen nerven soll. Ausländer raus!!!!! ;)

    Da kann man alle Gehälter der LK gemäß Besoldubgstabelle für jedes Bundesland einsehen und aucj brutto/netto berechnen. Die Lehrergehälter die bei Kununu &Co rumgeistern beziehen sichbzumeist auf die Privatschule und sind somit nur wenig repräsentativ.

    Nun - nach diesem Link erhält man/frau pro Jahr

    Code
    67235.88

    brutto.

    Gut.
    Bei 67275 € lag der Steuersatz bei 19474 €.
    Mit 500 € absetzbarem Betrag bei 19264 €

    Differenz 210 €

    Macht für 500 € Absetzung 0,42%.
    Macht bei meinem Bleistift 42 ct.
    Am Prinzip ändert das nichts.

    Gerne doch, Wolfgang Autenrieth , ich fabuliere nicht. Ich zitiere also nochmal komplett. Antimon schrieb:

    Du schreibst, Antimon zitierend, daraufhin:

    Ich bin nicht sicher, ob du einfach wirklich nicht verstehst, was du schreibst, weil du weiter oben schon schriebst, "ich habe nicht xxx gemeint, sondern xxx geschrieben". Also dasselbe nochmal.

    Komplett ist anders - aber sei's drum. Ich bin mir sicher, dass ich verstehe, was ich selbst schreibe. That's for sure. Deine Nebelkerzen sind witzig - aber irrelevant.

    Der Zusammenhang ist, dass ich doof bin.

    Was ich schrieb, bezüglich Sozialleistungen und Schengen-Ausländer*innen, ist inhaltlich und nachweislich völlig korrekt und ein bekanntes Problem der deutschen Migrationspolitik. Die Replik darauf ist irgendein vollkommen hahnebüchenes Zeug über angebliches Schwarzgeld, von dem Frau Gschwind meinen Lohn bezahlt und eine lächerliche Andeutung, dass ich mein Schwarzgeld zu Aldi nach Lörrach tragen würde. Falls es irgendjemanden interessiert, ich kaufe einmal im Monat bei Marktkauf in Weil Karamellsirup für den Kaffee, den gibt es nicht bei Coop. Ich kann ja gerne den nächsten Kassenbon von der Migros hier posten, nachdem ich ja schon meine Zeugnisse veröffentlicht habe. Achso und ich trainiere bei Günter Witzig in Lörrach Taekwondo, ist der beste Verein in der Region.

    Interessiert nicht.

    Ich finde es nicht frech, dass Freiplätz verboten sind. Ich finde es frech, dass man das Geld für seinen Platz vorstrecken muss und dann auch noch so lange auf die Erstattung warten muss.

    Da bin ich (fast) völlig d'accord. "Freiplätze" sind eine Werbemaßnahme der Reiseveranstalter, die damit die wahren Kosten verschleiern und sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen wollen. Die Gesamtkosten einer Fahrt sind fix. Die Kosten so zu verteilen, dass die organisierenden Lehrkräfte kostenfrei teilnehmen können, erfüllt imho den Tatbestand der Bestechung, falls die Plätze nicht auf das Kontingent umgelegt werden.

    Der Dienstherr hat die Kosten der Lehrkräfte zu erstatten. Darauf muss man bestehen - und bekommt auch Recht.

Werbung