Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Was glaubt ihr denn, was in „normalen“ Jobs gemacht wird: volle 8 Stunden schackern ohne auch mal private Gespräche?

    Sorry - ich hab' ein paar Jahre in der Industrie gearbeitet. Da hab ich morgens eingestempelt - und nach 8 Stunden ausgestempelt. Dann war Feierabend. Kein Planen, was am nächsten Tag anliegt. Das wurde morgens zu Schichtbeginn besprochen und verteilt.
    Es war auch kein Problem, wenn man mit den Kumpels abends in der Stammkneipe versumpft ist. Dann ging die Arbeit am nächsten Tag eben etwas langsamer.

    In der Schule ist man morgens auf 120% - damit die Kids auf die Spur kommen. Und die Arbeit beginnt bereits auf der Hinfahrt. Und endet nachts vor dem Einschlafen, wenn man das Konzept nochmal ändert.

    Wer den Lehrerberuf mit einer Tätigkeit in der Industrie gleichsetzt, arbeitet nicht als Lehrer. Oder spult immer daselbe Programm ab.

    Nun - Für Mathe-Arbeitsblätter nutze ich das kostenlose LibreOffice-Draw. Das ist als (relativ unbekanntes Modul) im LibreOffice-Paket enthalten und erlaubt das Kopieren von Linien im definierten Abstand und in definierter Anzahl.

    Man kann bei diesem Programm auch grafische Vorlagen auf dem "Arbeitstisch" neben dem Formular ablegen. Auch das Einfügen und freie Verschieben von Textfeldern und Grafiken ist möglich.

    Give it a try. Kost' ja nix ;)
    Die Lernkurve ist auf jeden Fall flacher als bei LaTex.
    Wer bereits mit einem verktorbasierten Grafikprogramm wie CorelDraw gearbeitet hat, kommt schnell klar. LibreOfficeDraw ist ein (verbesserter) Klon davon.

    https://de.libreoffice.org/

    Mir ist noch immer nicht ganz schlüssig, wie die Arbeitszeiterfasung exakt ablaufen soll. Ich stelle mir das so vor, dass ich einen "Klicker" in der Hosentasche habe, der sich mit dem Programm zur Zeiterfassung im Handy verbindet. Wenn ich an den Unterricht denke - plane ich, und das ist Arbeitszeit. Das ist eventuell unfallträchtig - daher plädiere ich für einen gefahrenzuschlag.
    Wenn ich bei der Fahrt ins Schwimmbad die Planung Revue passieren lasse und dabei klicke, bin ich abgelenkt. Könnte ich die Fahrt dann eigentlich wenigstens zu 50% als Dienstreise abrechnen?
    Schwierig wird die Zeiterfassung im Gespräch mit Kollegen, wenn wir uns über den Urlaub unterhalten und mir in diesem Zusammenhang eine Aufgabenstellung für den Mathematikunterricht einfällt. Muss ich mich - damit wir uns nicht widersprechen - mit dem Kollegen ein gemeinsames klicken vereinbaren - und zählt das Gespräch darüber als Arbeitszeit?

    Wie mache ich das, wenn mir ein Schüler im Unterricht von seinem Urlaub erzählt - ist das Arbeitszeit oder Freizeit? Klick oder Klack? Wenn ein Kollege beim Gespräch über einen Schüler plötzlich einen Witz erzählt - blende ich das aus der Arbeitszeitberechnung aus?

    Wenn ich am Nachmittag meiner Frau (ebenfalls Lehrerin und daher zur Verschwiegenheit verpflichtet) von einem Konflikt mit einem Schüler berichte - sind wir beide dann "auf Arbeit" - oder haben wir den privaten Erschöpfungs-Nachmittagsschlaf aus privaten Gründen unterbrochen?

    Werde ich durch diese ständige Dokumentation und Klickerei - weil mich das brutalst nervt - am Ende dienstunfähig? Und was wäre dann gewonnen?

    Hatten wir das Kollegenbashing nicht schon oft genug? Jeder Stand hat seine Plage - und dass man/frau als Lehrkraft per Deputat besoldet wird, hat Ursache und Sinn. Mir kam nie in den Sinn, auf die KuK des Faches Musik oder Sport neidisch zu sein - zumal ich zwei Mal erlebt hatte, dass KuK des Faches Musik sich wegen der psychischen Belastung in die Frühpensionierung verabschiedet haben.

    Da liebe ich die Mathematik. Klare Struktur, klares Konzept, klare Arbeitsphasen. Wobei auch hier die Korrektur - wenn man diese ernsthaft als Leistungsüberprüfung ansieht - schwieriger ist, als manche KuK annehmen. Da gilt nämlich nicht richtig/falsch. Die Grauabstufungen dazwischen sind wichtig, um zu sehen, was die Schüler verstanden haben - und wo die Fehlerursachen liegen. Am liebsten sind mir immer die Einser-Kandidaten. Nicht, weil das meine Schätzchen sind - sondern weil die Korrektur per Abhaken schnell erledigt ist.
    Bei den anderen rechne ich jede Aufgabe nach - und habe in diesem Zusammenhang auch einem Schüler in der HSAP bei einer Aufgabe die volle Punktzahl gegeben - obwohl seine Lösung nicht dem Lösungsblatt entsprochen hat. Hier war die Aufgabenstellung nämlich nicht eindeutig - und man konnte sie auch so verstehen, wie es dieser Schüler getan hatte.

    BTW: Eigentlich müssten wir KuK der Werkrealschule ein geringeres Deputat leisten müssen - und ein höheres Gehalt als die Studienräte für Englisch am Gymnasium bekommen. Wir unterrichten als Klassenlehrer 6-8 Fächer parallel, sind Spezialisten für Autisten, Legastheniker, angehende Handwerksmeister und ständig in pädagogischen Gesprächen mit Eltern, Schulleitung und Sozialarbeit gefordert.
    Liebe KuK vom Gymnasium: You've ain't seen nothing yet. Just my 2Cents.

    Daher: Gleiches Gehalt und gleiches Deputat für alle. Da stecke ich gegen die oben genannte Forderung gerne zurück - falls wenigstens diese Minimalforderung erfüllt wird.

    Ich rate mal: jede Ferien Klausurstapel in Deutsch korrigieren oder einmal im Jahr den Schellenkranz (Musik) oder Basketballkorb (Sport) warten. Was kostet wohl mehr Zeit?

    Nun - kommt darauf an. In der Sporthalle wäre ich nicht überlebensfähig. Riesige Glasflächen, die den Schall reflektieren und verstärken, emotionsgeladenes Geschrei, ständiger 360°-Rundum-Aufsichtsblick... Da wäre die medizinische Notfallliege mein ständiger Aufenthaltsort.

    Dagegen ist die Korrektur von Aufsätzen eine Wohltat für Masochisten. Da ich "leider" nicht so gestrickt bin, habe ich mir des Öfteren ausgemalt, wie ich als Diktator eines Unrechtsstaates als schlimmste anzunehmende Folter die Korrektur von Aufsätzen (bevorzugt aus Klasse 7-9 der Werkrealschule) verhängen würde. Der Gedanke daran, wie Andere dabei leiden könnten, hat mein eigenes Leiden gemildert ;)

    Solltest Du Schulfeste, Exkursionen, Pädagogische Tage, Fortbildungen und Klassenfahrten nicht doppelt zählen, weil man da ja schliesslich nicht nur frei hat, sondern auch noch zusätzlich noch was geboten bekommt?

    Durchaus. Wenn noch mehr gute Anregungen kommen, schaffen wir es gemeinsam eine Minusbilanz zu erstellen. Satire darf sowas.
    BTW: Die Rechnung ist entstanden, als mir ein Bekannter mit der üblichen "ihr habt ja ständig frei"- Bemerkung kam. Dem hab ich damit nachgewiesen, dass das "ständig frei" nicht stimmt, weil ja 59 Arbeitstage übrig bleiben. Dem konnte er nichts mehr entgegen setzen ;)

    Ja, meine ich auch. Die Täterinnensicht ist wichtig, nicht die der Opfer.

    Ich hingegen finde es nicht wertschätzend, öffentlich nach sexueller Attraktivität klassifiziert zu werden. Ich möchte auch nicht mit „ich möchte dich ficken“ angesprochen werden. Noch nicht mal von sehr guten Freundinnen. Von Kundinnen erst recht nicht.

    Aber die Opfer sollen sich „mal locker“ machen. Is’ klaa.

    Dass eine derartige "Klassifizierung" in der Abizeitung übergriffig ist, steht außer Frage. Dabei jedoch gleich nach dem Staatsanwalt zu rufen ist es ebenfalls. Im G8 sind die Abschlussschüler gerade mal 17 Jahre alt - und noch PuberTiere mit einem "etwas anderen" Verständnis von Humor.

    Ich hab' mal nachgerechnet:

    Das Jahr hat 365 Tage.

    Abzüglich 52 Wochenenden bleiben 365-104=261 Werktage übrig.

    Im Durchschnitt sind Lehrer öfter krank als der Durchschnitt der Arbeitnehmer, laut Focus 30 Arbeitstage. Bleiben 261-30=231 Arbeitstage

    Jede Schule in Baden-Württemberg kann 5 frei bewegliche Ferientage über das Schuljahr verteilen. Bleiben 231-5=226 Arbeitstage.

    Über das Jahr hinweg gibt es Weihnachts-, Faschings-(Winter-), Oster-, Pfingst-, Sommer-, Herbstferien, insgesamt im Schnitt 14 Wochen, also 70 Tage. Verbleiben 226-70=156 Schultage

    Es gibt 12 gesetzliche Feiertage in Baden-Württemberg. Verbleiben 156-12=144 Arbeitstage

    Für Pädagogische Tage, Fortbildungstage und Schulfeste fallen im Jahr im Durchschnitt 4 Schultage aus. Bleiben 140 Tage.

    Es gibt insgesamt 6 größere Ferienabschnitte. Am letzten Tag vor den Ferien und am ersten Tag nach den Ferien findet kein regulärer Unterricht statt. 140-12=128 Tage Rest.

    Wandertage, Ausflüge, Schullandheimaufenthalte ergeben im Schnitt 3 unterrichtsfreie Tage pro Schuljahr. Verbleiben 125 Tage.

    Während Schüler im Praktikum sind, von Polizisten auf die Fahrradprüfung vorbereitet werden, Dichterlesungen lauschen, Firmen besichtigen, von der Berufsberatung betreut werden, haben Lehrer frei. Im Schnitt kann man dafür 7 Tage pro Schuljahr ansetzen. Verbleiben 118 Tage.

    Lehrer arbeiten halbtags. Verbleiben 118/2=59 Arbeitstage.

    Fazit: Lehrer haben 306 "Urlaubstage". Dat soll man jemand toppen!

    ;)

    "Milf" und "Dilf" fallen eindeutig in den Bereich Schmähungen und Herabsetzungen. Derartige Begrifflichkeiten fallen juristisch betrachtet in die Kategorien Beleidigung, Verleumdung und üble Nachrede.

    Kann man so sehen, muss man nicht.
    "DILF" ist ein Akronym und bedeutet "Dad I'd like to fuck".
    "MILF" ist ein Akronym und bedeutet "Mom I'd like to fuck".

    Nachtrag zum Bodensee-Königsee-Radweg:
    Am Chiemsee steht das Hotel Farbinger Hof. Falls du Gewerkschaftsmitglied bist, kannst du dort bei GEW-Ferien günstig buchen.

    Für alle Nicht-GEW-Mitglieder, die nun Schnappatmung bekommen:
    GEW heißt in diesem Fall "Gesundheit-Erholung-Wohlbefinden" ;) Das Hotel ist im Besitz der IG Bau
    Als Mitglied einer DGB-Gewerkschaft bekommst du Sonderpreise.

    Ich habe eine Route im Kopf, die mich zumindest den Bodensee-KÖnigssee-Radweg fahren lässt. Man sagt, es sei einer der beeindruckendsten Radwege überhaupt.

    Wenn du diese Tour fährst, dann nimm die Abzweigung auf die "Schweineburg" mit. Die Strecke von Gestratz zur Schweineburg wird im Radfahrerportal "quäldich.de" mit Extremtouren in den Alpen verglichen. Da bewältigst du auf einer kurzen Strecke von 3,5 Kilometer stolze 234 Höhenmeter. Das gibt stramme Waden!
    https://www.quaeldich.de/paesse/schweineburg-pass/
    Auf der anderen Seite ist eine sanfte Abfahrt über Isny und Kempten nach Füssen möglich.

    Den schönsten Alpenblick hast du, falls du von Bregenz hoch nach Sulzberg fährst.
    https://www.quaeldich.de/paesse/sulzberg-vorarlberg/
    Da kommst du hoch auf 1013 m. - mit einem Panorama zum Niederknien und giuten Einkehrmöglichkeiten.

    Das gilt vermutlich für beide Seiten. In Augen vieler Menschen ist ein AfD-Politiker mit Migrationshintergrund oder in gleichgeschlechtlicher Beziehung auch ein Widerspruch in sich.

    Nein, kein Widerspruch in sich. Die haben nur - wie viele ihrer Wähler - das Programm nicht gelesen und nicht auf die Aussagen ihres Führungspersonals geachtet. Die zahlreichen Wähler aus der Schicht der Bürgergeldempfänger haben z.B. nicht registriert, dass die AfD dieses am liebsten stark kürzen oder sogar abschaffen möchte.
    Bei Weidel unterstelle ich die Profilierungssucht, die sie nur in dieser Partei und Position ausleben kann. Ob sie voll hinter den Aussagen der anderen kleinen Führer steht, wage ich zu bezweifeln. Ihre Lebensgefährtin stammt aus Sri Lanka. Entweder hält sie es mit der Doitschtümmelei nicht so genau, oder sie hält sich Personal.

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