Beiträge von Yummi

    Es ist eine Frage der Wahrnehmung. Diese "Bürokratie" soll dazu dienen Fördermöglichkeiten zu erkennen und umzusetzen. An den Schulen, an denen dies nur zum Füllen der Schülerakte verwendet wird, hat es keine pädagogische Konsequenz. Schulen, die ihre tatsächliche Arbeit mit Förderplänen etc. koordinieren, haben in der Arbeit mit dem Kind Erfolge.
    Kolleginnen und Kollegen, die ein ausrechend statt einem mangelhaft geben, nur weil sie sich keine Gedanken um Förderempfehlungen machen wollen, können oder die Arbeit scheuen, die sind im Lehrerberuf an einer Schule mit handelsüblichen, urbanem Schülerklientel leider falsch.

    Wenn "man" völlig klar zuzuordnen wäre, wo sind dann die klaren Kriterien dafür?

    Also Mehrarbeit für kein Geld....ach wie liebe ich Kollegen die sich freiwillig geißeln.

    Sorry, aber das ist so mütterglorifizierendes Denken.....geht gar nicht - aber ist noch weit verbreitet.

    Will ich aber auch nicht. Meine Kinder sollen am Nachmittag daheim sein um
    1. HA zu erledigen
    2. Auf den Bolzplatz zum kicken gehen
    3. Ihre Kindheit mit unseren Hunden erleben

    Wenn manche politische Gruppen oder irgendwelche Pädagogen in ihrem Elfenbeinturm ihren Mutter-Theresa-Komplex durch einen Ausbau der Ganztagsbetreuung erfüllen wollen, dann sollen meine Kinder davon verschont bleiben. Keine Institution kann meine Kinder besser erziehen als deren Eltern.
    Wenn manche Eltern das nicht können, dann ist es schlicht und einfach Pech.

    Aber die Freiheit trotz fehlender Qualifikation Kinder zu zeugen, darf nicht dazu führen, dass verantwortungsvolle Menschen und deren Kinder in Geiselhaft genommen werden sollen, damit der Staat sein Gewissen beruhigen kann.

    Tatsächlich habe ich mit meiner jetzigen Klasse 10 in der Richtung zu tun und habe folgende Ratschläge für dich:

    1. Wenn nachgewiesen wurde, dass die Schüler aufgrund ihrer Historie entsprechende Defizite in dem benannten Zeitraum nicht ausgleichen können, dann greift § 5 Abs. 3 und 4 APO-S I. Das muss dem Fachkollegen bekannt sein!

    2. Wir sind zur Leistungsdifferenzierung im Unterricht gesetzlich verpflichtet und zum Thema Differenzierung gibt es unendliche MÖglichkeiten, die der Kollege nach seiner Ausbildung erweitern muss!

    3. Ich reagiere persönlich überaus betroffen, wenn ich von Kollegen höre, die sich für die Bildung ihrer Schützlinge im Maß der ihnen gegebenen Möglichkeiten nicht verantwortlich fühlen! Natürlich sind wir für Flüchtlingsarbeit nicht zuständig aber wir verpflichten uns, nach bestem Wissen und Können zu fördern (in welche Richtung auch immer!). Nicht mehr und nicht weniger. Ich persönlich scheue die Konfrontation nicht, um zu verdeutlichen, dass jemand schlichtweg einen schlechten Job macht. Es gibt m.V. zu viele KOllegen, die 40 Jahre lang mit einer solchen Haltung viel zu viel Schaden anrichten können und über ihre Wirkung nicht einmal nachdenken. Shame on them!

    Ja, dann Schande über mich.

    Wenn von mir erwartet wird, dass die Schüler unter Anwendung von Gesetzestexten Aufgaben lösen sollen und ich plötzlich erwachsene Flüchtlinge in meiner Klasse habe, deren Deutsch rudimentär ist, dann frage ich mich was ich da tun soll?

    Soll man jetzt für Schulen das BGB in "sehr leichtem Deutsch"/Farsi herausbringen?

    Und in kaufm. Schulen ist BWL und Deutsch nun einmal Kernfach. In den Wirtschaftsschulen ist es sogar Sperrfach.

    Und dieses ständige Differenzieren Dank einer politischen Entscheidung vor 2 Jahren führt am Ende dazu, dass wir uns gänzlich vom Anspruch entfernen. Oder wie die ehemalige Arbeiter- und Volkspartei SPD sagte:

    Schule bedarf nur etwas Anstrengung.

    Die Gründe können individuell die Kollegen von den Grundschulen wohl am besten erläutern.

    Ich weiß nur die Folge bei uns: Lehrplankommissionen sorgen für die Vereinfachung des Lehrplans, in dem Inhalte aufgenommen werden die man rezitieren kann, Inhalte die anspruchsvoll sind teilweise entfernt werden und man somit für weniger Stoff mehr Zeit hat. Ach, der Abschluss bleibt dabei derselbe.

    Und dann wundert man sich, dass viele Studenten abbrechen oder Vorkurse für Mathe an den Unis aus dem Boden schießen.

    Willst du die Wohnung vermieten oder leer stehen lassen?

    Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung musst du versteuern. Jetzt musst du schauen wie es mit deiner Steuerpflicht aussieht und bzgl. Doppelbesteuerung.

    Wenn du die leer stehen lassen willst ist das gebundenes Kapital was dir keinen Ertrag bringt. Zugleich fallen aber Kosten an. Dann lieber langfristig anlegen und im Alter dann eine Immobilie erwerben.

    Ich habe nicht diese Fächer möchte dir aber nur ein Beispiel nennen was ich in im Vergleich zu einer guten Kollegin mit Deutsch habe.

    In meinen Fächern gelingt mir am selben Tag die Korrektur. Meine Kollegin kann nicht mehr als eine Handvoll Aufsätze korrigieren. Dann ist der Akku leer. Viele ihrer Ferien gehen komplett zum korrigieren und vorbereiten neuer Stunden drauf.

    In beruflichen Schulen bist du nur mit Allgemeinfächern sowieso gearscht; insbesondere wenn du in der Berufsschule tätig bist.
    Mit maximal zwei Wochenstunden Deutsch hast du viele Klassen parallel. Das bedeutet auch wesentlich mehr Korrekturaufwand.

    Allein die Lebenszeit die dafür drauf geht.. da würde ich lieber schauen zumindest ein korrekturfreundliches Fach zu haben.

    Klar. In beruflichen Schulen kommt das vor. Je nach Schulstufe mal mehr mal weniger.

    Wenn der Staat demographischen Wandel als Thema und private Vorsorge als Möglichkeit darstellt, dann informiere ich meine Schüler über die verschiedenen Formen

    Es geht doch gar nicht um die Höhe der Zulagen. Die Renten wurden gekürzt und diese Lücke soll man selbst, mit etwas Hilfe des Staates, wieder schließen. Aber irgendwie verstehen das die wenigsten. Man sorgt also vor, da der Staat es vorher gekürzt hat. Und die Zulagen finanziert man darüberhinaus mit seinen eigenen entrichteten Steuern. :autsch:

    Und sie lohnt sich eben nicht für viele, da nur weil man Kinder hat es nicht von Vorteil ist. Sprich z.B. Alleinerziehende , da deren Rentenansprüche unter der Grundsicherung liegen.

    Das ist ja das Problem an der Riester-Rente. Gegen die Altersarmut bewirkt die ja nichts; sie sorgt nur dafür dass die Geringverdiener die eine abgeschlossen haben dem Staat Geld sparen, da er Ihnen weniger / keine Aufstockung im Rentenalter zahlt.

    Für die Mittel-und Oberschicht dagegen ist sie i.O. sofern die Kinder über einen Ehepartner komplett laufen und man ein günstiges Produkt erworben hat.

    Und wenn man wie du noch Teilzeit arbeitet, ist das zu bemessene sozialversicherungspflichtige Bruttoeinkommen geringer und dies führt dank Grund- und Kinderzulage dazu, dass nur der Sockelbeitrag gezahlt werden muss.

    Die Riester-Rente ist somit ein zutiefst ungerechtes Produkt, welches den Armen nicht hilft, der Mittelschicht die Rentenlücke mit mehr Aufwand schließen lässt und der Finanzbranche Erträge generiert.

    Du bist Angestellte?
    Du hast eine Reduktion deiner Ansprüche aus der GRV dank der Reform. Die du jetzt wieder ausgleichen musst.
    Die Zulagen werden über Steuereinnahmen gezahlt.
    Aber gut, jeder entscheidet selbst.

    Frag mal deinen Anbieter ab welchem Rentenalter du deine eingezahlten Beiträge inkl. Zulagen wieder raus hast.
    Und frag mal nach allen Kosten.
    Und dass er jetzt gut lief ist klar. Wir haben seit 8 Jahren einen Lauf. Dich trifft es wenn deine Erträge für die Kosten herhalten dürfen

    Solange der Staat mir nicht ein Tablet mit entsprechender Software sowie vernünftigen digitalen Schulbüchern stellt, bleibe ich bei Kreide und Lehrbuch.
    Soll irgendein Professor in einer Studie ruhig die Digitalisierungsfeindlichkeit der Lehrer ermitteln. Ich schlage ihm dann vor, dass er seine Studien selbst finanzieren soll

    Da du 540€ in den letzten 8 Jahren selber eingezahlt hast, dann war dein Eigenanteil knapp über den Mindestbeitrag.
    Da deine Riesterzulage so hoch ist, liegt dann an deinen Kindern. Stimmt das soweit?
    Dann bist du ja das Beispiel was ich oben erwähnt habe wo es Sinn machen kann.

    Riester in der jetzigen Form ist aber nichts anderes als ein Pampern der Finanzindustrie auf Kosten der Allgemeinheit.

    Es wäre erheblich kostengünstiger gewesen, wenn der Staat durch die Bundesbank eine Ergänzung zur gesetzlichen RV im Rahmen einer kapitalgedeckten Zusatzversorgung angeboten hätte.
    Ein marktbreiter Etf, der durch freiwillige Zahlungen der Versicherten und der Zulagen einen Kapitalstock aufbaut. Allerdings ohne Garantie, denn das kostet nur Rendite. Die Auszahlungsmodalitäten hätte man so gestalten können, das man das gesamte Kapital sich auszahlen lassen könnte, wenn man z.B. die Immobilie abzahlen/altersgerecht umbauen will.
    Und auch ohne diesen Unsinn mit der nachgelagerten Besteuerung.

    Weil ein Fonds ab einem frühen Zeitpunkt, unabhängig von Entwicklung am Aktienmarkt, massiv umschichten muss um dir deine Rentenzahlung zu garantieren.
    Passiert dies zu Beginn einer Hausse, verzichtest du massiv auf Rendite.
    Oder der Anteil an Aktien ist eher gering. Dafür sind die Kosten aber horrend.

    Vergleiche die Wertentwicklung deines Fonds mit dem Vergleichsindex. Schaue wie hoch deine Kosten im Vergleich zu dem entsprechenden Etf war und vergleiche dann die Nettorendite.

    Wegen dem obigen Umschichtungsproblem/Renditeproblem bei einer Laufzeit von>30 Jahren empfehle ich eher einen langweiligen Riesterbanksparplan für die Zulagen und für den Fonds eigenes Kapital zu verwenden.

    Altverträge kann man nicht neu anlegen. Neue KLV haben, wenn überhaupt, einen miserablen Garantiezins.

    Riester macht v.a. für z.B. Frauen mit mehreren Kindern und die somit nur den Mindestbeitrag ansparen muss Sinn.

    Bei den meisten fressen die Kosten einen Großteil der Rendite auf.
    Riesterbanksparpläne als günstige Form werden kaum noch angeboten.
    Riester mit Fonds ist Schwachsinn. Wohn-Riester die Kundenverarsche schlechthin.

    Die Finanzbranche freut sich. Da war die Lobby halt erfolgreich. Und das bei der Arbeiterpartei SPD. :cash:
    Ach und die Verrechnung mit der Grundsicherung bei einem Produkt welches dank SPD das Licht der Welt erblickt hat...

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