Beiträge von Yummi

    Dann warst du also noch nie in einer Schule mit Ganztagsbetrieb. Aber schon mal ne Meinung haben und den Untergang des Abendlandes wittern. "Armes Deutschland" fehlt hier noch ;)

    Geht ihr ins Freibad bzw. fahrt ihr mit euren Schülern an den Baggersee? Was macht ihr ganz konkret, wenn es ab Mai/Juni ein grandioses Sommerwetter ist? In BW sind die Sommerferien erst Ende Juli. Andere BL haben wohl ab Juni, aber dann halt mitten im Sommermonat August schon wieder Schule.

    Vergleiche ich die Unterrichtszeiten an unserer Grundschule, müssen täglich 1/3 der Unterrichtsstunden am Nachmittag durchgeführt werden. Ist eure Schule klimatisiert oder wie gelingt es euch Kinder bei solchem Wetter vernünftig zu unterrichten? Meine 13er kann ich da teilweise vergessen, wobei es für mich persönlich irrelevant ist. Der Stoff muss behandelt werden, denn die Prüfungen stehen jedes Jahr vor der Tür. Und da zeigt es sich, ob die Lehrkraft tatsächlich alles behandelt hat.

    Bei Grundschulkindern wage ich es zu bezweifeln, dass da noch etwas produktives herauskommt. Lass mal wieder ein Sommer wie 2003 kommen ^^ . Ich war froh, selber ab 14 Uhr im Freibad zu liegen. Den Mangel an Lernstoff bekommen die Kinder halt erst später zu spüren.

    Hallo, ich studiere im 1. Semester Wirtschaftsmathe, werde aber im nächsten Wintersemester zu Lehramt wechseln. Jetzt stelle ich mir diese Frage. Teilweise würde ich Module im gymnasialen Lehramt angerechnet bekommen falls bestanden . Für das Lehramt an Realschulen leider nicht. Mich interessiert das pädagogische sehr, also auch eine Aufgabe außerhalb meiner Fächer zu haben und Schülern bei Problemen zu helfen. An der Oberstufe stört mich auch der hohe Druck der auf den Schülern lastet und das die Schlechten einfach so fallengelassen werden. Früher dachten auch alle aus mir wird nichts und jetzt hab ich ein 1,6er Abi. Dann ist da noch der Konkurrenzkampf wie ich finde in der Sek2 . ..Jeder ist nur drauf aus der Beste zu sein. Auf der anderen Seite liebe ich den Oberstufenstoff und hätte schon Lust diesen zu vermitteln, anstatt im Mittelstufenstoff festzuhängen . Mich würde einfach mal die Meinung von Sek1/2 Lehrern interessieren , wie ihr die Sache so seht...

    LG Biene12

    Sek 2 ist mir lieber als Sek 1. Der Stoff kann auf einem vernünftigen Niveau unterrichtet werden.

    Und warum soll kein Druck herrschen? Viele junge Menschen beginnen schon früher mit Ausbildungen und leben tagein tagaus mit dem Druck der in der Arbeitswelt herrscht.
    Packe deine Schüler nicht in Watte, sondern zeige ihnen was im realen Leben auf sie zukommt. Konkurtenz und Leistung sind nun einmal Realität.

    Die Entscheidung ob du nun Realschul- oder Gymnasiallehramt studierst, kann dir keiner abnehmen. Das Finanzielle solltest du auch berücksichtigen.

    Solange weiterhin die Wahl zwischen Ganztagsschule und Halbtagsschule gewahrt bleibt, ist es mir egal. Meine Kinder sollen um 13 Uhr heim, ihre Hausaufgaben machen und dann ab mit ihren Freunden spielen gehen, Fussballverein usw.
    Gab letztens wieder einen interessanten Artikel, der die Qualität von Ganztagabeschulung in D kritisch sieht. Die Netto- Lernzeit sei nicht viel besser als bei der Halbtagsschule, wenn man den gesamten Zeitaufwand in Betracht zieht.

    Es ist wie bei vielen Reformen. Sie klingen toll, aber am Ende will man die dafür wirklich notwendigen finanziellen Mittel nicht zur Verfügung stellen.

    Die Frage ist aber nicht, ob es dir persönlich gefällt, dass Kinder frühzeitig ausgesondert werden, weil die Schule damit überfordert ist. Sondern welche Bedingungen bestehen müssen, damit es selbstverständlich wird.
    Menschen sind konservativ, das heißt aber nicht, dass die Zeit stehen bleibt. Frauenwahlrecht war auch eine zeitlang undenkbar ;)

    Nun, die Bedingungen die vor allem ihr in der Grundschule und in Sek 1 benötigt, sind aus finanziellen Gesichtspunkten völlig utopisch. Ihr seid diejenigen, die darunter leiden werdet. Und das werdet ihr spätestens dann merken, wenn es kaum noch Förderschulen mehr gibt und den Landesregierungen wegen der Schuldenbremse die Hände gebunden sind.
    Die Schüler sind dann bei euch und wie ihr damit zurecht kommt ist eure Sache. Aber definitiv gibt es dann einige Fortbildungen, die euch erläutern wie ihr das dann schafft.

    Das hat nichts mit Konservatismus zu tun. Das ist einfache Finanzmathematik und realistische Einschätzung politischer Entscheidungen. Wie gesagt, das nächste Beispiel von Einsparungsversuchen steht ja schon an.

    Ich halte von der Inklusion nichts. Es ist wie viele Reformen im Schulbereich mit der Intention das mittel- und langfristig Geld eingespart wird und zusätzliche Belastungen auf den Rücken der Lehrkräfte abgeladen werden. Und viele akzeptieren das dann.

    Das Modellversuche immer toll ausgestattet werden ist klar; die Illusion muss gewahrt werden.

    Abee letztlich geht es immer nur darum Geld zu sparen. Neues Beispiel, nachdem die ganze Diskussion der digitalen Bildungsoffensive losgetreten wurde: Schüler sollen ihr eigenes Handy als digitales Lernmedium im Unterricht nutzen. :autsch: Typisch. Groß herumposaunen, dass dringend Nachholbedarf in digitaler Bildung herrscht. Aber dann nicht in Tablets und schulischer Infrastruktur investieren.

    Ist es nicht so, dass Mitglieder der Schulleitung die Verteilung ihres Erholungsurlaubs melden müssen und ansonsten zur Verfügung stehen müssen?
    Das alleine ist schon ein Ausschlusskriterium für mich. Die paar 100 Euro Differenz von meinem Gehalt zu A15 sind mir das nicht wert. Da genieße ich die Schulferien lieber mit meinen Kindern.

    Wenn man sich Respekt ERKÄMPFEN muss, dann scheint es wohl eher daran zu liegen, dass man eventuell wenig Selbstsicherheit ausstrahlt. Und wenn man wegen irgendwelcher dummen Kommentare verunsichert ist, dann scheint man doch ein recht wenig robustes Gemüt zu haben.

    Es gibt immer Dummschwätzer, die sich für supertoll halten. Und? Warum sollte mich das irgendwie interessieren? Macht euch doch lieber einen Spaß mit denen :P

    Einmal kam ein dummer Spruch wegen dem Beamtenstatus, Ferien und Freizeit. Ich habe einfach nur gesagt, dass es genauso ist. Viel Urlaub, viel Freizeit, wenig Stress. Und dann noch so eine Traumfrau an meiner Seite. Das nennt man halt ein geiles Leben. Problem? :cash: 8)

    Mein Lieblingsthema: Mal lesen, wer Zeit hat und nicht mit Korrigieren beschäftigt ist ;)
    http://www.eine-schule.de/infos-fuer-lehrerinnen/

    Allein schon die Aussage der Bringnoten ;( . Jetzt soll man nicht nur für 30 Schüler Unterrichtsinhalte differenzieren; jetzt soll ich die Notengebung danach richten wann Emma, Kevin oder Ahmed sich körperlich und geistig (evtl. gar seelisch) bereit fühlen.

    Lernlandschaften sind zur Zeit auch so eine Sache. Wenn ich mir anschaue, wieviel Mio. € derzeit Kommunen und Landkreise als Träger für irgendwelche Umbauten zum gemütlichen Lernen ausgeben :schreien: . Lieber wäre es mir, Schulen zunächst insoweit zu sanieren, dass wir vernünftige Fenster und Türen, sanitäre Einrichtungen sowie genug Fahrrad-/ Parkplätze (kostenfrei) haben. Das ist mir lieber als Whiteboards, Sitzecken, Gruppentische und all dieser Unsinn.

    Doppelstundenprinzip ist für mich absolut sinnvoll. So kann ich komplexen Sachverhalte sowohl in der Theorie als auch mittels Aufgaben besprechen. Die 45 Minuten Stunden wären da eher kontraproduktiv.
    Daneben bieten sich diese Stunden für Klassenarbeiten als auch für Kurztests gut an. Bei zweiterem kann man danach noch Unterrichtsstoff gut durcharbeiten.

    Ein eigener, zu hoher Erwartungsdruck wird wohl eher hinderlich als hilfreich sein. Als Ref ist man wohl immer in der Situation, dass man auf der einen Seite Druck von seiten der Ausbildung, insbesondere des Seminars im Hinblick auf augenscheinlich guten Unterricht hat. Auf der anderen Seite erwartet man selbst nur das Beste von sich. Jeder Fehler könnte einem in irgendeiner Art und Weise negativ ausgelegt werden.

    Dass dies nicht gesund klingt und ist, da stimmst du mir doch zu oder? Problem ist, dass viele Refs das nicht akzeptieren und etwas dagegen tun, sondern sich plötzlich in einem Teufelskreis befinden.
    Das war nicht gut; also Druck dass es nicht mehr passiert. Dann wieder ein Fehler; noch mehr Druck usw.

    Mein Tipp: Am Seminar kannst du nichts ändern. Hast du Traumtänzer die irgendeine Show wollen, dann gib sie ihnen.
    Die Schulen und die Kollegen sind dagegen idR. völlig okay. Die wissen um die realen Anforderungen im Schuldienst. Es ist völlig okay, dass du Frontalunterricht machst. Es ist okay, dass nicht jede Stunde super durchgeplant ist. Es ist okay Fehler zu machen. Meine Idealvorstellung, nur mit Kreide in der Lage zu sein, einen Top-Unterricht abzuhalten, schaffe ich auch (noch) nicht. Aber es gibt noch ein wenig Zeit dies zu erreichen 8)

    Also geniesse es zu unterrichten. Das Seminar macht schon genug Stress.

    Ich habe mir den Kernlehrplan angeschaut. Das umfasst,so wie ich das verstehe, die Klassen 5-10 oder?

    Vom stofflichen Anspruch her entspricht das dann so einem Kombifach bei uns in BW in der Realschule. Und für die ist die Umstellung auf das Profilfach Wirtschaft an beruflichen Schulen eher ein Schock. Das was die bisher gemacht haben, wird kurz abgehandelt und dann geht es ja erst los.

    Als Master in Wiwi bist du da völlig deplaziert. Du gehörst an ein Berufsschulzentrum.

    Das Anspruchsniveau in dem Fächerverbund kann auch ein PoWi-Lehrer, der im Studium eine Vorlesung in VWL gehört hat. Du bist absolut überqualifiziert.

    Es sei denn, es gibt ein Fach Wirtschaft in der Oberstufe so wie man es in BW im Gymnasium eingeführt hat. Da sind zumindest auch fachlich interessante und anspruchsvolle Inhalte dabei.

    Überlege es dir halt gut, ob du ständig nur die einfachsten Allgemeinschauplätze abhandeln willst oder deiner fachlichen Ausbildung entsprechend unterrichten willst.

    Ich würde es auch nicht machen. Egal wie gut ich mich mit meinen Schülern/Azubis verstehe, aber sie sind und bleiben das.

    Selbst nach dem Beenden der Schullaufbahn, grüße ich sie nur kurz falls man sich in einer Kneipe trifft. Mich interessiert ihr Privatleben oder ihr Werdegang nicht.

    Hast du keinen Mentor? Ich halte es für höchst fragwürdig, wenn eine angehende Lehrkraft sich für ihre Unterrichtsplanung im Internet die komplette Idee holen will. Das ist ja gerade der Sinn vom Referendariat; selbstständig Unterrichtsideen erarbeiten und sich damit auseinanderzusetzen.
    Wenn du eine klare Struktur und die Lernziele hast, dann kannst du nach Einschätzungen fragen. Aber doch nicht von Beginn an.

    Die Schulleitung muss ferner abwägen, ob ein Totalausfall der Kollegin nicht letztlich das gesamte Kollegium stärker belastet als den Oberstufenunterricht an Kollegen zu vergeben, die diesen zuverlässig (!) erteilen. Das ist nichts anders als Schadensbegrenzung. Und ja, es ist Scheiße, dass Kollegen, die hervorragende Arbeit leisten, letztlich immer diesen Mist auch noch ausbaden dürfen.

    Ich glaube dennoch an ausgleichende Gerechtigkeit. Die Kollegin, die sich so verhält wie oben beschrieben, wird sich sicherlich nicht ins Fäustchen lachen und wird genug eigene Baustellen haben. Sie wird ebenso merken, wie begeistert die anderen Kollegen sind. Wir hatten auch mal so eine im Kollegium - ganz furchtbar.

    Oder sie ist damit zufrieden. Vielleicht interessiert es sie nicht. Immerhin sieht sie die Kollegen nach der Arbeit nicht mehr. Und bei einem halben Deputat trifft dies auch auf die Arbeitszeit zu.
    So kann man es sich dann auch angenehm gestalten.

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