Mein erster Eindruck (studiere Berufliche Bildung an der TU München) ist, dass das zeitlich garnicht möglich sein wird. Wir haben mit einer beruflichen Fachrichtung und dem allgemeinbildend es Fach schon extreme Überschneidungen. Wie das mit einer zweiten Fachrichtung aussieht, will ich mir garnicht vorstellen. Da ich aber auf Bachelor/Master studiere und du sagst, dass es in Dresden grundsätzlich möglich ist (Staatsexamen), denke ich, dass die Studiengänge so koordiniert sein werden, dass es nur zu wenigen Überschniedungen der LVs kommen wird.
Grundsätzlich sind 2 gefragte Fachrichtungen immer besser als 1 gefragte Fachrichtung und ein allgemeinbildendes Fach, jedoch weißt du später ja nicht, wo es dich familiär hinschlägt, weshalb du an eine Berufsschule musst(?), die beide Fachrichtungen anbietet. Ob dies immer so der Fall ist, kann ich dir nicht sagen.
Ich weiß außerdem nicht, ob du nach/während des Studiums ein Praktikum absolvieren musst (oder hast du eine Berufsausbildung?). In BAyern benötigt man ein 48-wöchiges Praktikum in der jeweiligen Fachrichtung. Wie das in deinem Bundesland ist, weiß ich nicht. Bei uns wäre es dann eben 24 Wochen in der einen und 24 Wochen in der anderen Fachrichtung. Ob du deinen SchülerInnen mit so wenig praktischer Erfahrung in den jeweiligen Bereichen gerecht wirst, liegt daher an dir. Deshalb würde ich dir - zum Wohle deiner SuS - nur zu einer beruflichen Fachrichtung und zu einem gefragten allgemeinbildenden Fach raten. Welche gefragt sind, kannst du sicherlich in der Lehrerbedarfsprognose deines Bundeslandes nachlesen. Meines Wissens nach ist an Beruflichen Schulen deutschlandweit ein Mangel in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik (mind.).
Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen. Melde dich bei weiteren Fragen!
Xwaldemarx