Na ja, wenn es so viele TZ-Kollegen gibt, dann muss man eben mal ein TZ-Konzept erarbeiten, das möglichst allen gerecht wird.
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Ansonsten: Gegenseitige Rücksichtsnahme ist immer wünschenswert, aber nicht auf Kosten hoher persönlicher Werte. Die soziale Anbindung des Kindes durch Besuch des Kindergartens Z möchte ich jetzt nicht unbedingt gegen mein Anrecht auf längeres Schlafen aufrechnen wollen. Meine Korrekturbelastung im Abitur, weil ein Kollege Elternzeit nimmt, ist ein Problem - aber nicht das des Kollegen. Dann müssen andere Lösungen her, andere Verteilung der Abikurse, Korrekturtage etc.
Und wenn es viele TZ-Kollegen gibt und dadurch Sonderaufgaben nicht mehr gestemmt werden können, dann müssen halt manche Sonderaufgaben gestrichen werden. Man muss nicht jede Klassenfahrt durchziehen, jedes Schulfest abhalten und jede fachschaftsinterne Schulentwicklungsaufgabe stemmen, wenn das Personal einfach nicht da ist.
Volle Zustimmung.
Als meine Kinder klein waren, ist nicht wirklich Rücksicht genommen worden, ganz im Gegenteil, leider. Da ist einem aber auch grade nicht mehr vorgeworfen worden, "Doppelverdienerin" zu sein und egoistisch auf Kosten von Mann und Kindern der Selbstverwirklichung zu frönen. Stattdessen hat man als Führungskraft dann eben andere Mittel gewählt. Eine meiner Kolleginnen, das älteste Kind wurde eingeschult und sie hat ausdrücklich um Vormittagsunterricht gebeten, musste zum Beispiel just in dem Jahr an vier (!) Nachmittagen kommen, während mehrere ledige und kinderlose Fachkollegen gar keinen Nachmittagsunterricht hatten. Kein Durchkommen, weiter oben saßen die Kumpels und fanden das auch lustig.
Gerade darum unterstütze ich Eltern kleiner Kinder und Schwangere, auch wenn ich selbst, mit größeren Kindern, Teilzeit arbeite. Aber ich sage auch für mich selbst immer mal wieder nein. Und wenn ich finde, dass jemand mit seinen Ansprüchen übertreibt, was durchaus an der Tagesordnung ist, fress ich das auch nicht in mich rein. Dass man mit kleinen Kindern Unterstützung und Rücksicht nötig hat, sollte aber jedem klar sein. Da tut mir ein "Volli" mit Randstunden echt nicht leid. Eltern legen nachmittags ganz sicher auch nicht die Füße hoch. Kapi85 muss sich hier nicht rechtfertigen. Und es geht nicht um ein privates Problem oder ein Hobby, sondern um eine soziale Aufgabe.
Teilzeitlehrer haben übrigens ausgeurteilte Rechte und es gibt gute Beispiele für Teilzeizkonzepte im Netz.