Bei uns war's damals durchaus ein heisses Thema, vor allem da die durchschnittliche Studiendauer für Chemie in Heidelberg ohnehin über dem Bundesdurchschnitt lag. Noten haben damals nicht so die Rolle gespielt, es gab noch sehr viel weniger Chemiestudenten als heute. Es war jedenfalls auffallend, dass die, die zuerst fertig waren auch alle bei den grossen Firmen unterkamen, je länger man brauchte, desto genügsamer musste man zu Beginn sein. Wirklich arbeitslos musste man aber auch nicht sein, ich denke, das könnte heute anders sein.
In den guten, alten Diplomzeiten haben in Physik Noten auch kaum ein Rolle gespielt. Gut, allzu schlecht sollte man nicht sein, aber das war kaum jemand. Studienzeit hat kaum eine Rolle gespielt - lag vielleicht daran, dass die Meisten sowieso fachfremd untergekommen sind; eine „Physikindustrie“ gibt‘s ja nicht und vielleicht waren die Firmen auch deshalb diesbezüglich toleranter, weil sie schon froh waren, dass sie überhaupt jemanden gefunden hatten, der zu ihrer Ausschreibung passte.