Zum ersten Punkt: Korrelation und Kausalität. Der neusprachliche Zweig (Englisch-Latein-Französisch) war bei uns früher auch besser als der naturwissenschaftliche, aber das lag daran, dass darin die braven und ehrgeizigen Mädchen waren. Aber kann schon sein, dass der viele Lateinunterricht tatsächlich etwas für Grammatiktests bringt. Ahem.
Das mit den Zweigen ist inzwischen nicht mehr so, und zwar aus dem zweiten von Zirkuskind genannten Punkt und der Sprachenfolge an meiner Schule: Wer kein Sprachgefühl hat, nimmt in der 6. Klasse Latein und wird sich hüten, danach mit Französisch weiter zu machen - ist also im naturwissenschaftlich-technologischen Zweig. Wer Sprachgefühl hat, nimmt Französisch - und ist damit automatisch im naturwissenschaftlich-technologischen Zeigen, weil wir keine dritte Fremdsprache nach Englisch und Latein anbieten, etwa Spanisch. (Und die Folge E, F, L ist absurd.)
Das mit dem Sprachgefühl finde ich jetzt interessant - für mich als Nicht-Sprachenlehrer: Lässt sich das mit dem vorhandenen Sprachgefühl in Bezug auf Fremdsprachen in der 6. Klasse schon sicher sagen?