Eigentlich wollte ich nichts mehr zu diesem Thread posten, aber bevor die Diskussion wieder in das unsägliche "Geisteswissenschaften vs. Naturwissenschaften" abdriftet, doch noch 5 Cents von mir in der Hoffnung, das Ganze möge sich in etwas rationalere Bahnen entwickeln.
Zum Thema Rente – nur nach den Pensionsansprüchen zu sehen, greift meiner Meinung nach zu kurz. Lücken lassen sich umso besser schliessen, je früher man mit privater Vorsorge beginnt. Als Berufseinsteiger mit Mitte 30 und entsprechendem Gehalt als Beamter lässt sich eine Versorgungslücke locker schliessen.
So, nun doch etwas weniger rational: Das Leben findet im Jetzt statt, nicht erst in der Rente. Wer weiss schon, was bis dahin alles passiert? Ein kleiner Perspektivwechsel: Es gibt genug Länder auf der Welt, in denen die mittlere Lebenserwartung unter unserem Renteneintrittsalter liegt. Verglichen dazu leben wir in einem fast schon dekadenten Luxus, was von den ganzen Panikmachern dieser Tage gerne mal übersehen wird. Soll heissen: Ein pensionierter Studienrat mit typischen Lebensumständen wird so oder so im Alter nicht am Hungertuch nagen müssen.
Thema Musikstudium – wenn dir das Studium gefällt und du es gerne machen möchtest, dann mache es. Make your decision and stick with it. Kümmere dich nicht darum was andere denken, tun, haben oder nicht haben. Das ist nämlich irrelevant. Wichtig ist, dass DU das tust, wobei du dich gut fühlst – und ja, das Fühlen ist dabei ganz wesentlich.