Noch eine Quelle für dich – der Analysestern von Marion Jung:
http://gym.seminar-rottweil.de/site/pbs-bw-ne…nalysestern.pdf
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Ah, wie könnte das aussehen? Zeitung lesen, während sich hinten alle die Köppe einschlagen? Guck mal Fuck you Göte und sag mir, wie man dort wen in Ruhe lassen soll, ohne dabei selbst über die Klinge zu springen.
Das sind sie nicht. Es sind 16-Jährige Kindsköpfe mit Lernschwierigkeiten.
Äh, Sekunde … ich spreche von meinen Lernenden. Die sind tatsächlich erwachsen und Köpfe einschlagen gab's bei mir noch nie. Ausserdem verstehst du mich miss – in Ruhe lassen heisst nicht, dass ich in Ruhe bin, sondern dass ich sie nicht mit fachlichen Hilfsangeboten behellige. Dass das natürlich nur solange geht, wie sie keinen anderen aktiv stören, ist klar. Ausserdem: um Fuck you Göte anzusehen, müsste man mich am Sessel festbinden – die Filme sind für mich die persönliche Höchststrafe an "no go"-Filmen.
Was zum Beispiel tut ihr, wenn die Schüler während des Unterrichts sich gegenseitig beleidigen (...)
Das kam bei mir noch nie vor.
(...) und völliges Desinteresse an jeglicher Mitarbeit zeigen?
Das ist kein disziplinarisches Problem, würde ich sagen – zumindest nicht, solange sie dadurch den Unterricht nicht aktiv stören. Mitarbeitsnoten vergebe ich keine – wer nicht mitarbeitet, kann den Stoff nicht. Wer den Stoff nicht kann, schreibt schlechte Prüfungen. Sind die Prüfungen zu schlecht, fliegen die Leute entweder schon zum Halbjahr wieder raus, oder sie bestehen die Abschlussprüfung nicht. Natürlich versuche ich solche Lernenden zu motivieren, aber wenn sie mir nach ein paar Versuchen signalisieren, dass sie das nicht wollen, dann lasse ich sie in Ruhe – sie sind erwachsen und müssen wissen, was sie tun. C'est la vie.
Herzlich Willkommen!
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Fürs Chemiestudium bringt Dir Mathe natürlich 1000 x mehr als Bio. Könnte auch ein Argument sein.
Ja, das Wort endet eben auf "Chemie". Kannste auch ohne Bio.
OT: Ein befreundeter Chemiker (Organiker) sagte mir mal sinngemäss, Biochemie wäre sowas wie Voodoo ![]()
Wie seht ihr das? Soll ich das mit dem Drittstudium besser lassen und mich auf meine beiden bisherigen Fächer fokussieren?
Wenn du die Kapazitäten frei hast und du es gerne machen magst – go for it!
Und falls ihr denkt, das mit dem dritten Fach wär super: Welches der Fächer würdet ihr empfehlen und weshalb?
Bio studieren sehr viele Menschen, vielleicht, weil es in der Wahrnehmung der Menschen unter den Naturwissenschaften als "einfach" gilt (das ist relativ, Bio wäre für mich die Hölle gewesen – ich mag es nicht gerne, viel detailliertes Faktenwissen (auswendig) lernen zu müssen). Die Studienbedingungen können schwierig sein, je nach Uni, eben aufgrund der hohen Studierendenzahlen. Z. B. kann es sein dass du deswegen Pflichtpraktika oder -kurse wegen Überbelegung nicht machen kannst und auf ein anderes Semester verschieben musst.
Wenn du Mathematik und eine streng formale Herangehensweise an Themen magst (wegen deines Lateinhintergrunds vermute ich, dass das so ist), dann ist Mathematik für dich ein schönes Studium. Einige Studienkollegen (Mathe, Physik) haben mir bestätigt, dass ihnen der Latein LK an der Schule teilweise für ihr formales Denken mehr gebracht hat als der Mathe LK.
Ich bin zufrieden, ich mag meinen Job und ich muss keine Angst vor der Altersarmut haben (- die mich trotz Philios Perspektivenwechsel durchaus beschäftigt hat)
Klar darf einen diese Angst beschäftigen (wie andere Ängste auch) – wir sind alle Menschen. Man sollte aber nach Möglichkeit vermeiden, sich sein Leben von Ängsten bestimmen zu lassen und sich gegebenenfalls professionelle Hilfe suchen, falls das so ist.
Frei nach dem Mantra "Ratschläge sind auch Schläge", kann ich mich mit einem, nennen wir es Meta-Tipp, doch nicht zurückhalten: Lass bitte den Gedanken für dich zu, dass das Leben per se unsicher ist und es deshalb absolute Sicherheit nirgends gibt. Bitte. Dein Bedürfnis nach Absicherung ist ja verständlich, aber ich habe das Gefühl, dass es dich zu irrationalen Ängsten verleitet, die dir ernsthaft im Weg stehen.
Mimimimimi?? Pass mal besser auf, dass Du uns NaWis gegenüber nicht ausfallend wirst.
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Mal wieder weg von den gegenseitigen Beschimpfungen: Wo genau in BaWü bist Du denn? Das Stichwort "Ausland" fiel ja schon mal. Guck mal Richtung Süden. Du könntest die Ausbildung z. B. auch an der PH Basel beenden und Dich auf dem schweizer Arbeitsmarkt umsehen. Wobei Dir klar sein muss, dass auch hier Deutsch und Englisch nicht die vielversprechendste aller Kombinationen ist. Ich wollte es aber nur mal erwähnt haben.
+1 für die Schweiz. Allerdings gibt es auch in der Ostschweiz sehr viele Englischabsolventen, wie ich von meiner Zeit an der PH Thurgau noch weiss. Deutsch ist etwas besser. Von vielen (fachunabhängig) weiss ich aber, dass sie über Kontakte mit Dozenten oder Studienkollegen während ihrer Zeit an der PH Jobs gefunden haben (wenn teilweise auch erstmal als Vertretung).
Eigentlich wollte ich nichts mehr zu diesem Thread posten, aber bevor die Diskussion wieder in das unsägliche "Geisteswissenschaften vs. Naturwissenschaften" abdriftet, doch noch 5 Cents von mir in der Hoffnung, das Ganze möge sich in etwas rationalere Bahnen entwickeln.
Zum Thema Rente – nur nach den Pensionsansprüchen zu sehen, greift meiner Meinung nach zu kurz. Lücken lassen sich umso besser schliessen, je früher man mit privater Vorsorge beginnt. Als Berufseinsteiger mit Mitte 30 und entsprechendem Gehalt als Beamter lässt sich eine Versorgungslücke locker schliessen.
So, nun doch etwas weniger rational: Das Leben findet im Jetzt statt, nicht erst in der Rente. Wer weiss schon, was bis dahin alles passiert? Ein kleiner Perspektivwechsel: Es gibt genug Länder auf der Welt, in denen die mittlere Lebenserwartung unter unserem Renteneintrittsalter liegt. Verglichen dazu leben wir in einem fast schon dekadenten Luxus, was von den ganzen Panikmachern dieser Tage gerne mal übersehen wird. Soll heissen: Ein pensionierter Studienrat mit typischen Lebensumständen wird so oder so im Alter nicht am Hungertuch nagen müssen.
Thema Musikstudium – wenn dir das Studium gefällt und du es gerne machen möchtest, dann mache es. Make your decision and stick with it. Kümmere dich nicht darum was andere denken, tun, haben oder nicht haben. Das ist nämlich irrelevant. Wichtig ist, dass DU das tust, wobei du dich gut fühlst – und ja, das Fühlen ist dabei ganz wesentlich.
naja, irgendjemand muss schwer krank sein, damit man spenden darf. Besser man bleibt eine Karteileiche
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Leider geht aber die Kausalkette genau in die andere Richtung. Es sind viele Menschen schwer krank, aber dass nur ca. 1% der Typisierten auch angefragt werden, liegt daran, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Match ausserhalb der eigenen Familie verschwindend klein ist (etwa 1:1'000'000).
Um das mit Weihnachten, Ostern usw. noch mal auf den Punkt zu bringen: Heutzutage werden Knochenmarkspenden dann gemacht, wenn keine andere Behandlungsmethode hilft – gerade für häufige Arten von Leukämie gibt es inzwischen sehr gute medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten. Wenn also ein Mensch eine Indikation für eine Knochenmarkspende hat und keine bekommt, muss er sterben. Das ist Fakt. Wenn er eine bekommt, dann hat er im Mittel eine 60% Chance. Um einem Bedürftigen diese Chance zu geben, würde ich auch einiges an eigenem körperlichem Leid in Kauf nehmen, falls das notwendig sein sollte.
Mich hat das ziemlich schockiert. Zwar war ich nicht so leichtgläubig, nicht zu wissen, dass es zurzeit für Gymnasien nicht gut aussieht, doch dachte ich, dass das mit Erdkunde (und vor allem Chemie) für sie doch sicher besser sein wird als für mich mit Deutsch & Englisch.
Naja, Erdkunde und Chemie sind Nebenfächer und an Berufsschulen braucht man Erdkunde gar nicht und Chemie je nach Schwerpunkt der Schule mehr oder weniger. Die Zeiten, in denen Chemie in BaWü am Gymnasium Mangelfach war, sind lange vorbei. Ich denke, dass deine Chancen besser sind – D/E studieren zwar viele, aber die Stundenzahlen sind bei Hauptfächern auch entsprechend hoch. Bei entsprechender Flexibilität könntest du besonders bei einer schulscharfen Ausschreibung schon punkten, würde ich sagen.
Dazu, wohl ein Leben retten zu können vielleicht?
Nicht jeder kann so einfach ein Leben retten!
Es gehört schon verdammt viel Glück dazu, einen passenden Spender zu finden.
Ja – für mich würden Weihnachten, Ostern und Geburtstag auf einen Tag fallen, würde ich als Spender in Frage kommen. Leider ist die Chance sehr klein, seit 10 Jahren bin ich typisiert, aber es gab nicht eine Anfrage.
Wegen Verbeamtung: Hast du Kinder? Evtl. könntest du dann auch noch mit über 42 verbeamtet werden. „Fett“ und Gesundheit sind nicht mehr unbedingt Gründe, nicht verbeamtet zu werden.
Die Zeit im Zivildienst wird auf jeden Fall angerechnet.
Es liegt aber ein PhD vor, das ist aber eindeutig höher als ein Master !
Aber im EQR steht die Promotion deutlich über dem Master.
Was das Bildungsniveau angeht schon, aber das zählt hier nicht. Hier geht es um eine formale Qualifikation. Eine Promotion ist kein berufsqualifizierender Studienabschluss – das sind nur Bachelor, Master und die alten Diplome, Magister und erste Staatsexamen. Per Rechtsnorm ist nun mal für den Direkteinstieg ein Master oder äquivalent als einziges relevantes Kriterium vorgesehen. Eine Promotion bringt tatsächlich gar nichts.
Übrigens, was EQR/DQR angeht – nettes Papier, aber völlig unverbindlich. Es ist für einen Personaler in der Industrie vielleicht hilfreich, aber wenn per Gesetz ein bestimmter Abschluss formal vorgeschrieben ist, gewinnt man damit leider keinen Blumentopf.
Fred Clever ist aber auch Staatsangestellter … ![]()
@Philio Jesses Gott... Warum musst Du denn so viele Prüfungen machen? Ich kenne es aus dem Aargau nur mit mind. 6 Einzelnoten pro Schuljahr an der Berufsschule.
Warum? Nun ja, es ist bei uns so vorgeschrieben *schulterzuck* … mir macht das aber nichts aus.
Und auch ab von der Meinung anderer: würdest du 3 Jahre lang kinderwagenschiebend auf Spielplätzen sitzen und dich darüber unterhalten, ob der Kleine wirklich schon die Reiswaffeln mit Schokoladenrückseite essen darf? Und die Zeit in Kinderarztpraxen erst
Für mich (Mann, bisher keine Kinder) klingt das nach einem Alptraum.
Eine Frage noch: Wie umfangreich ist dabei eine Prüfung?
Sie dauert eine Schulstunde, also 45 min. Die Anzahl der Aufgaben hängt natürlich vom Thema ab … aber die Zeit ist knapp kalkuliert, auch die besten Lernenden (also die 6er Kandidaten) schaffen die Prüfung meistens nicht schneller als 10 min vor der Zeit.
Ist das dann nicht arg viel zu korrigieren? Du hast ja nicht nur eine Klasse.
Nun ja … bei 2 Vollzeit- und 3 Teilzeitklassen hatte ich im vergangenen Schuljahr insgesamt 764 Prüfungen zu korrigieren. Das verteilt sich aber ziemlich gut in Prüfungswochen und Nichtprüfungswochen. Es kam aber schon vor (ca. einmal pro Halbjahr), dass alle meine Klassen in der selben Woche Prüfung hatten.
Ich kann Dir einfach mal schreiben, wie das bei uns aussieht. Ich z. B. bewerte Mitarbeit überhaupt nicht mehr und unser Bewertungssystem sieht mündliche Noten auch nicht verpflichtend vor. Ich hatte mal ein System, das ich halbwegs vertretbar fand, war mir aber schlussendlich zu mühsam und erfahrungsgemäss ändert es eben auch nichts am Unterrichtsklima. Also habe ich übers ganze Schuljahr verteilt fünf schriftliche Prüfungen, deren Termine die SuS zu Beginn des jeweiligen Semesters bereits kennen. Meine SuS lernen sehr schnell: wer nicht kontinuierlich mitarbeitet ist relativ schnell am A***. Also arbeiten sie mit. Die meisten jedenfalls. Und die die nicht mitarbeiten tun es eben auch nicht, wenn ich in irgendeiner Art und Weise die Mitarbeit bewerte.
Ist bei mir ähnlich. Keine mündlichen Noten, dafür aber 14 Prüfungen im Schuljahr, dass bedeutet im Schnitte alle 2-3 Wochen eine Prüfung. Wer da am Ball bleiben will, muss mitarbeiten – sonst war es das.
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