Beiträge von Philio

    Ich glaube, im Moment polarisiert fast kein Fach so sehr wie Informatik.

    Hm, ich gehöre nicht zu den Kritikern, ganz im Gegenteil - Informatik als Fach halte ich grundsätzlich für eine gute Idee. Ich würde es nur nicht gerne unterrichten wollen 😂

    Die konkrete Umsetzung stelle ich mir aber schwierig vor, besonders wenn nicht viele Unterrichtslektionen zur Verfügung stehen.

    Deshalb habe ich tatsächlich mal einen Blick in euren aktuellen Lehrplan geworfen, den du andernorts erwähnt hattest - für mich sieht der nach einem ziemlichen Balanceakt aus, möglichst viele Perspektiven unterzubringen: Grundlagen, Technik, Programmieren, Gesellschaft. Andererseits wird mir aus dem Dokument heraus nicht ganz klar, welches Niveau erreicht werden soll … nach relativ grundlegenden Konzepten sehe ich oft meiner Meinung nach eher grössere Sprünge in den Anforderungen mit Begriffen wie SQL, XML und JSON, Dijkstra, logische Schaltungen etc. Und das alles in der ersten Klasse mit 2 Lektionen und einer Praktikumslektion (wenn ich den Plan richtig verstanden habe). Für mich als absolut Unwissenden, was Informatikunterricht angeht, sieht das ziemlich sportlich aus …

    Danke für das Update 🙂 Auch wenn ich früher vieles in diesem Bereich gemacht und auch eine Zeit lang in der Softwareentwicklung gearbeitet habe (und auch heute noch für mich persönlich programmiere), bestärkt mich dein Beitrag darin, nichts in diese Richtung zu machen 😉 Insgesamt hat das Informatikstudium für mich zu viele Aspekte und Inhalte, die ich nicht so reizvoll finde. Noch weniger reizvoll finde ich persönlich Informatik als Unterrichtsfach.

    Dir drücke ich fest die Daumen, dass alles so aufgeht, wie du dir das vorgestellt hast 🙂

    Ah, aber einen Link zum Teilen an alle habe ich auch noch 🤭

    Falls ihr sowieso schon die Infrastruktur von GitHub konstenfrei nutzt oder diese nutzen möchtet, es gibt ein Education Angebot mit dem ihr auch sonst konstenpflichtige Angebote wie den GitHub Copilot oder Codespaces kostenfrei nutzen könnt. Habe mich dort mit meiner Schulmail Adresse registriert und musste ein Anstellungsdokument hochladen. Freigeschalten wurde ich ein paar Tage später.

    Hier der Link:

    https://docs.github.com/en/education/e…on-as-a-teacher

    Bei uns ist eine 4 auf einem Lehrdiplom definitiv eine Aussage. Entweder die Person ist fachdidaktisch echt nicht gut oder sie ist renitent. Beides will man im Schulbetrieb nicht haben, ergo schaue ich bei einem Bewerbungsverfahren schon auf die Prüfungsnote. Ob da nun eine 5 oder eine 6 steht, ist eher egal.

    Das ist noch witzig, auf meinem steht gar keine Note drauf, auch auf der M.Ed. Masterurkunde nicht 😂 Es gibt nur so ein Supplement, auf dem die einzelnen Fachnoten stehen, aber auch hier gibt’s keine Durchschnitts- bzw. Gesamtnote.

    Habe den Durchschnitt gerade mal spasseshalber, unter Annahme gleicher Gewichtung, ausgerechnet - es gäbe eine 5.25 😅 Nur auf meiner Berufspädagogikurkunde steht ein C als Note.

    Leider bin ich ziemlich pessimistisch, was Fehlvorstellungen angeht. Ich vermute, ohne das belegen zu können, dass sich auch eine Koexistenz mit einer korrekten Beschreibung zugunsten einer tiefer verankerten, ursprünglichen Fehlvorstellung auflösen wird, je länger die Schulzeit zurückliegt. Das eine ist (auswendig) gelerntes Wissen (auch wenn Schülerexperimente da vielleicht helfen, Sachverhalte begreiflicher zu machen, denke ich nicht, dass es langfristig einen grossen Unterschied macht) aus einem Schulbuch, das andere sind die fortwährenden Alltagserfahrungen, die oft anders sind als in einem kontrollierten Experiment. Auf die Idee mit dem Impetus sind die Menschen ja nicht zufällig gekommen, sondern weil es mit dem Alltag ziemlich gut zusammenpasst.

    Ich denke, für die meisten Erwachsenen kommt der Strom letztendlich aus der Steckdose und auch diejenigen mit höherer Schulbildung haben am Ende des Tages nicht viel Ahnung, wie die Welt funktioniert.

    Ergänzend: Ich habe Kontakt zu Ehemaligen, die inzwischen den Bachelor Primar abgeschlossen haben. Nur anekdotische Evidenz, aber von denen hat sich niemand über besonders schwierige Prüfungen beschwert…

    Allgemein gibt es in der Schweiz, soweit ich weiss, keine besonderen Zweitstudiengebühren - schlicht und einfach, weil das Erststudium (allgemein: jedes Studium) schon Gebühren kostet 😉

    Auch von mir alles Gute :rose:

    Wir sind inkompatibel. Ist zum Wohle der Künstlerinnen und Künstler ;)

    Schick sie zu mir 😂 Künstler und ich sind total auf einer Wellenlänge, ich unterrichte unsere BM Ausrichtung Gestaltung und Kunst fast so lange, wie ich Lehrer bin und bin seit fünf Jahren ununterbrochen Klassenlehrer. Ich mag diese Klassen unglaublich gerne 😇

    Was die Schweiz betrifft, da haben Antimon und ich schon einiges dazu geschrieben, über die Forensuche kannst du sicherlich entsprechende Threads finden. Falls dich etwas speziell interessiert, frage gerne nach 🙂

    Deine Frage zu den Optionen kann ich in dieser Allgemeinheit nicht beantworten, ohne vom Hundertsten ins Tausendste zu kommen. Die Frage nach der Bezahlung schon eher 😉 Genauer gesagt, verweise ich mal auf einen aktuellen Artikel. Die dort angegebenen Löhne sind mehr oder weniger korrekt, im Zweifel ist der Lohn in der Realität eher höher.

    https://www.watson.ch/schweiz/wirtsc…-in-der-schweiz

    Nur sind nicht alle Auszubildenden so einfach wie Bänker.

    Von Ausnahmen abgesehen… Meine Bankklasse war „berüchtigt“. Als der Konrektor einige meiner Klassenkollegen wegen eines Vorfalls in der Pause (was es genau war, weiss ich nicht mehr) zur Rede stellen wollte, haben die, in Anwesenheit unseres Lehrers, die Türe des Klassenzimmers von innen zugehalten. Den Konrektor als „aufgebracht“ zu beschreiben, wäre eine Untertreibung 😂 Anschliessend wurde unser Lehrer zu einem Gespräch zitiert, das für ihn möglicherweise nicht sehr angenehm verlaufen ist.

    Bei mir sind einige Anwendungen durch den Lehrplan vorgegeben, am detailliertesten für Berufsmaturität Wirtschaft: Angebot und Nachfrage, Betriebswirtschaftliche Funktionen, Lineare Optimierung, Finanzmathematik.

    Bei Sozial- und Gesundheitsklassen sind die Vorgaben nicht ganz so detailliert, aber hier versuchen wir, Anwendungen aus den Sozialwissenschaften bzw. Medizin einzubauen, vor allem in der Wahrscheinlichkeitsrechnung geht das recht gut. Sehr gerne mache ich da bedingte Wahrscheinlichkeiten bei medizinischen Tests und den Fall von Sally Clark.

    Philio Ich hab da auch schon häufiger drüber nachgedacht, aber irgendwie Sorge, dass alle Passwörter aus dem Manager irgendwie "leaken" könnten. Ich finde es so ein seltsames Gefühl, wenn das dann "irgendwie, irgendwo" abgespeichert ist und ich nicht durchschaue, wie das System funktioniert und die Sicherheit nicht beurteilen kann.

    Ich weiß, vermutlich irrational, weil alle anderen Varianten ja eben auch sehr große Risiken haben. Aber psychologisch ist es bei mir sehr stark ausgeprägt, dass mich "die Cloud" total nervös macht und ich da eigentlich nichts rumfliegen haben will. Hat dagegen jemand ein Heilmittel?

    Das kann ich sehr gut verstehen und ich habe kein wirklich gutes Gegenargument, denn ich funktioniere psychologisch völlig anders.

    Ich selber bin ein bequemer, pragmatischer, manchmal impulsiver und vor allem relativ sorgloser Mensch (Zukunft ist ganz allgemein ein sehr diffuses Konzept für mich - jetzt ist jetzt und die Zukunft ist irgendwann, für langfristige Überlegungen oder Planungen habe ich keinen Sinn). Daher nutze ich z. B. Cloud-Services ohne Bedenken, schlicht und einfach, weil ich so gut wie nie Bedenken habe, wozu auch immer 🤷🏻‍♂️ Für mich ist das entscheidende Kriterium, ob etwas ohne grossen Aufwand mein Leben einfacher macht. Falls ja, dann mache ich das, ohne gross das Für und Wider abzuwägen.

    Bei der Entscheidung für den Passwortmanager hat der Sicherheitsaspekt auch kaum eine Rolle gespielt - für mich entscheidend war, dass ich mir keine Passwörter mehr ausdenkenden und sie mir nicht merken muss. Wenn ich mich irgendwo neu registriere, wird im Passwortfeld automatisch ein Passwortvorschlag erzeugt, ich klicke auf „nehme ich“ und dann ist das für mich erledigt. Wie und wo es gespeichert ist und ob so ein Passwort überhaupt sicher ist, daran habe ich tatsächlich noch keine Gedanken verschwendet, ausser vielleicht sowas wie „das sind die Profis, die werden schon wissen, was sie tun“ und damit ist das abgehakt. Next.

    Du siehst, meine Herangehensweise ist auch irrational 😂

    Witzig dass es den Begriff "Hauptlehrer" bei den Zürchern meines Wissens immer noch gibt. Man kann dann also Hauptlehrer an einer Mittelschule sein und meint auf Hochdeutsch übersetzt eine festangestellte Lehrperson mit Klassenleitung an einer Sek-II-Schule.

    Fun Fact: Als Thurgauer Hauptlehrer kann ich bestätigen, dass es diesen Begriff in meinem Kantons auch noch ganz offiziell gibt 😂 Tatsächlich bedeutet er bei uns nur festangestellt, Klassenleitung ist damit nicht zwingend verbunden (zumindest an meiner Schule).

    Ah, aber wenn sich da nichts grundsätzliches geändert hat, wird zumindest bei Akademiestudierenden nichts überprüft.

    Da steht zwar immer dran, welche Kurse vorausgesetzt werden, aber im Sinn von „das sollten Sie wissen“ und nicht „ohne diesen Kurs dürfen Sie das nicht machen“. Als Akademiestudierender kann man sich in jeden Kurs einschreiben, den man möchte und da die Leistungsnachweise machen (nur bei Seminaren gibt’s da Sonderregelungen, aber ich habe nie welche gemacht… würde mir auch im Traum nicht einfallen, wenn ich nicht müsste 😉) - vorausgesetzt man zahlt 😂

    Ich brauche 90 Credit Points auf Uni-Niveau, ein Zertifikatslehrgang tut es nicht (mehr). Ich weiss auch von der FHNW, welche Inhalte es sein müssen. Ich müsste nur die Leistungen, die ich in Basel schon eingetütet habe, an der Fernuni wieder anerkennen lassen.

    Warum? Würde es nicht reichen, wenn du unabhängig voneinander die einen Leistungsnachweise in Basel machst, die anderen an der Fernuni und dann alles insgesamt an der FHNW einreichst?

    Die Anerkennung von der Fernuni brauchst du ja nur, wenn du dort einen Abschluss machst möchtest. Das ginge wahrscheinlich mit den Inhalten, die du nachweisen musst, eh nicht so einfach - ich vermute mal, dass sich die 90 ECTS aus einer Kombination aus Kursen auf Bachelor- und Masterlevel zusammensetzen müssen, wie das bei Facherweiterungen so üblich ist 😉

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