Beiträge von snowhite

    1. und 2. Klässler wollen ja generell immer alles sofort dem Lehrer zeigen, um sich Bestätigung oder vielleicht einen schönen Kleber zu holen... ;) Ist manchmal ganz schön anstrengend.
    Während so einer Stillarbeitsphase wird mir aber nichts gezeigt und am Schluss werden mir die Hefte abgegeben.

    Hallo miteinander


    Denkt ihr, dass es angebracht ist, wenn auch 1./2. Klässler mal 15-20 Minuten ganz selbständig arbeiten müssen, wenn der Auftrag klar ist? Das heisst, bevor die Zeit abgelaufen ist, müssen z.B. alle an ihrem Text schreiben und niemand darf vorher abgeben oder es mir zur Korrektur zeigen? Während dieser Zeit beobachte ich die SuS vom Lehrerpult aus oder gehe gelegentlich mal durch die Klasse.
    Mir scheint das noch wichtig, denn so lernen die Kinder mal an einer Arbeit dranzubleiben... Sonst würde jeder nach kurzer Zeit rumlaufen und „ferig mit der Arbeit“ sein oder „nicht mehr weiterwissen“.
    Oder was denkt ihr dazu?

    Beim Thema Klassenrat scheiden sich denke ich die Geister....


    Jedenfalls wüsste ich gerne konkret, was ich das nächste Mal tun kann, wenn der Junge beispielsweise wieder jemanden schlägt.
    Auch: Soll ich die Eltern des "Opfers" anrufen? Kann ich denen sagen, dass dieser Junge bei der Sozialarbeit Hilfe bekommt, es mir leid tut und das "Opfer" ihn am besten ein wenig meidet? Kann ich denen auch sagen, dass sie die Eltern des Jungen direkt anrufen sollen?
    Und soll ich die Eltern dieses Jungen nach jedem Vorfall benachrichtigen, obwohl sie sich nicht sonderlich dafür interessieren à la "was in der Schule geschieht ist Ihre Baustelle"?

    Hm, wenn du sowieso gehst, hast du doch die idealen Vorraussetzungen für Elterngespräche dieser Art.


    Verstehe wohl die Frage nicht. Wenn sie lautet: "wie werde ich einen Schüler los?" dann kann man nur raten, ins Schulgesetz zu schauen, ob du ihn suspendieren lassen kannst.

    Nicht loswerden. Die Frage ist dann wohl eher, wie schaffe ich bzw. er es, dass dieses Verhalten nicht mehr vorkommt?
    Aber du hast ja in deinem ersten Beitrag geschrieben, dass ich das nicht erwarten kann. Denke du hast recht.

    Die Frage ist aber auch: Wie kann ich die anderen vor ihm schützen?


    Schwierige Familienverhältnisse, Hochsensibilität etc sind Erklärungen für sein Verhalten, was er aber ja nicht ändert.


    Und ich mache mir echt Sorgen um die anderen Kinder in der Klasse....
    Am liebsten würde ich zu denen sagen, dass sie ihn meiden sollen, aber dann kann man wieder mir die Schuld geben, wenn er ausgegrenzt wird.


    Nach den Frühlingsferien verbringe ich das letzte Quartal mit dieser Klasse, weil ich nachher die Arbeitsstelle wechsle (aus einem anderen Grund). Ich hätte zu gern einfach noch eine tolle Zeit mit der Klasse bis zum Sommer

    Inkonsequenz gepaart mit Lieblosigkeit z.B., unschöner Trennungskrieg der Eltern oder andere Bindungsprobleme.

    Ich entschuldige mich jetzt schon mal wenn das mit dem Zitieren bei mir noch nicht so ganz klappt. :) bin neu hier. Ebenfalls bin ich aus der Schweiz, weshalb ich vielleicht ab und zu andere Ausdrücke verwende. ;)


    Familiäre Probleme sind mir keine bekannt.... Die Mutter betonte bei diesem schwierigen Gespräch immer wieder, dass sie selber Lehrperson sei und nur bereit sei zu kooperieren, wenn ICH bereit sei etwas zu ändern. Sprich: dem Jungen nicht sagen, was er schlecht macht, sondern ihm positiv rückzumelden, ihn anzuhören WARUM er wütend wird etc. Dass ich mit der Klasse soziale Spiele etc. machen müsse. Sie sagte, er müsse ja die Wut irgendwie rauslassen, das seien Hilfeschreie.


    Ich habe ihr gesagt, dass sein Verhalten sich nur ändern kann, wenn wir beide am gleichen Strang ziehen und beide die klare Haltung vertreten, dass wir Gewalt nicht akzeptieren. Dass er sich auf andere Art und Weise "wehren" kann. Wirklich wehren muss er sich ja nicht, denn er wird ja von anderen nicht gemobbt, sondern ER fühlt sich sehr schnell angegriffen und ist in der grossen Gruppe unsicher. Die Klasse funktioniert sonst nämlich sehr gut! Da sind ganz tolle und hilfsbereite Kinder drunter.


    Mir ist das Ganze auch zu gefährlich für die anderen Schülerinnen und Schüler...nur weil ER seine Wut nicht im Griff hat.

    Liebe Mitglieder


    Einer meiner Erstklässler fiel von Anfang an durch kleinkindliches und jähzorniges Verhalten auf. Einige Beispiele:


    -Mitschüler geschubst
    -Mitschüler am Arm gekratzt
    -Arme vor Gesicht verschränkt und nicht mehr ansprechbar
    -Briller einer Mitschülerin kaputt gemacht
    -Mitschüler im ganzen Gesicht gekratzt


    Auch Kleinigkeiten machen ihn rasend, zum Beispiel wenn jemand bei einem Spiel zu ihm (etwas ungeduldig) sagt, dass er an der Reihe ist, oder dass er seine Schuhe ordentlich versorgen soll. Er hat also eine sehr niedrige Frustrationstoleranz.


    Ich habe ihm ganz klar gesagt, dass ich schlagen, kratzen, schubsen etc. nicht akzeptiere EGAL wie wütend er ist. Habe ihm auch Strategien gezeigt, was er stattdessen tun kann, aber die wendet er nicht an (Stopp sagen, Ohren zuhalten, etc.).


    Durch sein Verhalten ist er auch nicht besonders beliebt in der Klasse. Er wird jetzt nicht gezielt von anderen geärgert oder ausgegrenzt, aber niemand reisst sich darum mit ihm zu spielen, was ich auch verstehe. Er selber arbeitet auch lieber alleine, wenn die Schüler aussuchen dürfen ob sie Partner- oder Einzelarbeit machen.


    Die Mutter des Jungen ist sehr unkooperativ! Sie hat mir mal gesagt, dass alles, was in der Schule läuft, mein Problem sei. Sie warf mir vor, überfordert zu sein. Auch schiebt sie es auf die Klasse à la "er schlägt nur, wenn die anderen ihn ärgern, er ist sonst ein ganz lieber". Wenn ich den Jungen nach solchen Vorfällen frage WARUM er denn so reagiert hat, versucht er immer sein Verhalten zu rechtfertigen (zu Hause kommt er ja damit auch durch).
    Habe den Fall weitergeleitet an den Schulsozialarbeiter und hoffe, dass es eine Besserung gibt. Die Mutter meint zwar, das Ganze sei meine Aufgabe und ich müsse dem Jungen auf positive Weise begegnen und ihm nicht nur sagen, was er schlecht macht. Kurzgesagt will sie mir vorschreiben, wie ich unterrichten soll. ;) Nämlich so, dass ihr Kind nicht wütend werden muss.


    Hat jemand von euch Erfahrungen mit solchen Schülern? Wie geht man am besten mit ihnen um?
    Ich mag den Jungen auch gar nicht mehr fragen WARUM er denn geschlagen etc. hat, weil er es immer versucht zu rechtfertigen und einfach nicht einsieht, dass man das nicht macht. Ich bin ehrlichgesagt langsam sehr genervt!


    Vielen Dank für euer Feedback

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