Beiträge von Caro07

    Die Bezahlung ist immer noch "historisch".
    Früher gab's den armen Dorfschulmeister, der sich mit Nebenjobs über Wasser halten musste.
    In der Nachkriegszeit und in den 60igern gab es in allen Schultypen hauptsächlich männliche Lehrer. Da war der Beruf des Volksschullehrers auch noch für Männer interessant. Die Grundschulen waren noch nicht abgetrennt und die Volksschulen gingen in den frühen 60igern bis zur 8. Klasse. Mit dem Volksschulabschluss konnte man eine angesehene Lehre machen.
    Inzwischen nimmt der Frauenanteil in allen Schularten zu, angefangen in der Grundschule - in der Grundschule ist es schon lange so, in der Hauptschule haben die männlichen Lehrer länger durchgehalten. Als ich an einer Grund- und Hauptschule anfing, hatten wir mehr Lehrer als Lehrerinnen und ich muss sagen, das war besser. Die Gehaltsunterschiede gab es schon immer, damals wurde es rein durchs Studium begründet.
    Somit wäre die Frage nach der Henne und dem Ei beantwortet.
    Ich halte alleine von der Entwicklung her die unterschiedliche Bezahlung nicht für frauenfeindlich, aber sie, wie schon andere geschrieben haben, für das Berufsbild und die Aufgaben der heutigen Zeit nicht mehr gerechtfertigt. Ich glaube auch nicht, dass früher die großen Gehaltsunterschiede gerechtfertigt waren, als Grund- und Hauptschullehrkraft hatte man als normale Lehrkraft nie Aufstiegschancen. Das wäre wenigstens angebracht gewesen.

    zu Kolumbus:
    Könnte man nicht auch die Schulart in Betracht ziehen?
    Beim Gymnasiasten würde ich es schon richtig geschrieben erwarten.
    Kolumpuss ist schon weiter weg vom Richtigen.

    Ich würde übrigens in der Grundschule einen halben Punkt abziehen, denn ich bewerte so,
    wie es vom Hören her richtig wäre.
    Kolumbuss hätte ich gelten lassen, Kolumpuss nur halb.

    Die diagnostizierte LRS oder Rechtschreibstörung hätte ich berücksichtigen müssen.

    Ich dachte, wenn ein erhöhter Förderbedarf besteht und das Kind über einen Förderplan eigene Ziele erhält (z. B. in Mathe einen kleineren Zahlenraum), wäre dies bereits lernzieldifferenter Unterricht. Was ist da der Unterschied? Tatsächlich nur die Noten? Die gibt es ja in der 1.Klasse eh nicht..

    Mir wurde vom MSD und der Schulleitung immer mitgeteilt, dass eine Herausnahme aus der Notengebung bei Kindern mit festgestelltem sonderpäd. Förderbedarf heißt, das Kind lernzieldifferent nach Förderplan zu unterrichten. Ich kann es nur schreiben, wir es mir weitergegeben wurde. Ich unterrichte allerdings in 3/4. In anderen Fällen - außer denjenigen, die neu nach Deutschland kommen und noch nicht Deutsch sprechen, die haben 2 Jahre Notenschutz, wenn sie es brauchen - kann man keine Kinder aus den Noten herausnehmen, es sei denn, sie erfüllen besondere Kriterien, die im Gesetz festgelegt sind. (Stichwort: Inklusion)

    Ist das Kind eigentlich in der Schuleinschreibung bzw. schon im Kindergarten aufgefallen?
    Das gucken wir auch meistens noch an um ein komplettes Bild zu bekommen.

    Die Paragraphen in den Schulgesetzen sind eher notenbezogen - es geht um Notenschutz und Nachteilsausgleich.

    So wie ich die Gesetze und das, was so gesagt wurde, verstanden habe, ist das so angelegt, dass die Betroffenen so gefördert werden, dass sie durch ihre Beeinträchtigungen dennoch an der Schule teilnehmen können. Außerdem bekommen sie unter bestimmten Bedingungen Notenschutz oder Nachteilsausgleich. Nämlich: die Herausnahme aus der Notengebung bei sonderpädagogischem Förderbedarf zieht die im Beitrag 2 genannten Konsequenzen mit sich - zumindest so erhielt immer die Auskunft von der Schulleitung und dem MSD, wenn ich nachfragte. (Der andere Fall sind Kinder, die neu in Deutschland sind und kaum Deutsch sprechen, da ist es gesetztlich verankert, dass sei 2 Jahre Zeit haben.)
    Da im 1. Schuljahr keine Noten gegeben werden, erübrigt sich da erst der Notenschutz und Nachteilsausgleich. Schwache Kinder machen bei uns, wenn die Eltern damit einverstanden sind, eine Überprüfung zum sonderpäd. Förderbedarf mit. Im Idealfall werden sie zusätzlich (meistens geht das auf eine Stunde in der Woche hinaus, Doppelbesetzung) vom MSD oder auch von einer Förderlehrkraft betreut - das ist sehr wenig.
    Spätestens wenn Noten gegeben werden, muss das Kind die Leistungsnachweise mitschreiben, wenn es keinen Notenschutz, keinen Nachteilsausgleich oder keine lernzieldifferente Beschulung hat. Eine lernzieldifferente Beschulung heißt Unterricht nach eigenem Förderplan und in der Regel das nicht Erreichen des Klassenziels (weil das Kind ja die normalen Proben nicht mitschreibt, differenzierte Proben dürfen wir in Bayern nicht schreiben). Durch den Förderplan darf es dennoch vorrücken (siehe oben).

    Ich denke, dieser Passus aus der Bayerischen Schulordnung ist noch interessant:
    http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BaySchO2016-G5
    (vor allem § 32, 33, 34 - da sieht man z.B., wen es betrifft)

    Und dieser aus der GO:
    http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayVSO-11

    Hier sagt Nr. 2 und 3 noch etwas zum sonderpädagogischen Förderbedarf.

    In den Leitlinien zum Lehrplanplus (die wurden mir einmal bei einer entsprechenden Veranstaltung bewusst gemacht) ist alles so schön ausgedrückt. Die Unterstützungsmöglichkeiten, die angesprochen sind, sind eher Zukunftsmusik.
    https://www.lehrplanplus.bayern.de/leitlinien/textabsatz/39198

    Vielleicht klappt es in der ersten Klasse ohne Notendruck noch etwas besser zu differenzieren, auch wenn man alleine in der Klasse ist.

    Rede mit deiner Schulleitung. Wenn die Eltern misstrauisch gegenüber dem MSD sind, versuche ich im 3. Schuljahr dann eine Beratung durch die Schulpsychologie oder der Beratungslehrkraft anzuregen. Doch man kann die Ängste gut entkräften, weil der Elternwille beim evtl. Förderschulbesuch zählt.

    Wenn du bei dem Kind grundsätzliche Dinge wie Konzentration, mangelnde Merkfähigkeit, mangelnde Strukturfähigkeit feststellst, würde ich immer von vorneherein die Ergotherapie empfehlen. Das ist besser als nichts.

    Hallo Krümelmama,
    ohne entsprechende Tests würde ich so etwas nicht im Alleingang machen.
    Das ist ein klassischer Fall für den MSD. Ich würde also den MSD einschalten, der dann entsprechende Tests macht und rät, wie man weiter vorgehen kann. Ich würde eher auf Überprüfung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs abzielen. Das Kind kann nach Elternwillen in der Klasse verbleiben.

    Ich habe/ hatte in meinen Kooperationsklassen immer Schüler, wo der MSD in den ersten beiden Schuljahren beobachtet und getestet hat - das sind ja die Kooperationsschüler. Aber kein einziger Schüler wurde lernzieldifferent unterrichtet (das hieße ja, dass er aus der Notengebung herausfällt), sondern eher zusätzlich gefördert, erhielt einen Förderplan, besuchte/besucht außerunterichtlich Logo und Ergo oder wiederholte freiwillig das 1. Schuljahr.

    Bei uns versucht man bei ganz schwachen Kindern zum Besuch einer Förderschule zu raten, damit sie in 3 Jahren das Versäumte aufholen können und evtl. zurückgeschult werden können, wenn es andere Schwierigkeiten sind.

    Wenn ein Kind lernzieldifferent unterrichtet wird, hat das in Bayern weitreichende Konsequenzen.
    Er erreicht z.B. keine Klassenziele, wenn der Stoff nicht aufgeholt wird. Außerdem ist das lernzieldifferente Unterrichten dazu gedacht, dass ein Kind vom Notendruck befreit wird und es Zeit hat, das Versäumte nachzuholen. Das wäre im 1. Schuljahr noch nicht der Fall.

    An deiner Stelle würde ich also sehr bald den MSD einschalten und mir andere schulexterne Beratungen holen, z.B. den Schulpsychologen - natürlich alle mit Einverständniserklärung der Eltern.

    Aus der Grundschulordnung verschiedene Paragraphen:
    1Die Lernziele der Schülerinnen und Schüler, die auf Grund ihres sonderpädagogischen Förderbedarfs voraussichtlich die Lernziele der Grundschule nicht erreichen, sind in einem individuellen Förderplan festzuschreiben; ansonsten kann ein Förderplan bei Bedarf erstellt werden. 2Der Förderplan enthält Aussagen über die Ziele der Förderung, die wesentlichen Fördermaßnahmen und die vorgesehenen Leistungserhebungen. 3Die Lernziele im Förderplan sind mindestens jährlich fortzuschreiben. 4Die Erstellung des Förderplans erfolgt unter Einbeziehung der Mobilen Sonderpädagogischen Dienste. 5Der Förderplan soll mit den Erziehungsberechtigten erörtert werden.

    (5) Schülerinnen und Schülern mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf, bei denen von einer Bewertung der Leistungen durch Noten abgesehen wird, ist abweichend von den Voraussetzungen der Abs. 1 und 2 das Vorrücken zu ermöglichen, wenn zu erwarten ist, dass sich die Lernziele des Förderplans auch in der nächsthöheren Jahrgangsstufe erfolgreich verwirklichen lassen.

    (1) Die Klassenleiterin oder der Klassenleiter meldet nach eingehender Erörterung mit den Erziehungsberechtigten Schülerinnen und Schüler, die auf Grund des möglichen Vorliegens der Voraussetzungen nach Art. 41 Abs. 5 BayEUG für eine Überweisung an ein Förderzentrum in Betracht kommen, der Schulleiterin oder dem Schulleiter, legt den hierfür maßgeblichen Sachverhalt dar, berichtet über den vermuteten sonderpädagogischen Förderbedarf sowie die bisher durchgeführten Fördermaßnahmen und gibt einen Überblick über die Schulleistungen und das Lernverhalten; eine vorhandene Stellungnahme der Mobilen Sonderpädagogischen Dienste ist beizufügen.

    Zu den Lernentwicklungsgesprächen:
    Bei uns gibt es keine Extrabögen für Schüler, die einen getesteten sonderpädagogischen Förderbedarf haben oder sogar aus vielen Beurteilungen ganz herausfallen. Die Protokollbögen sind nicht amtlich, deswegen hat man da gewisse Freiheiten. Wir füllen das, was nicht zutrifft, nicht aus.
    Manche Schulen haben ganz offene Bögen, andere wiederum ausdifferenzierte Ankreuzbögen. Beim letzteren kann man nicht immer alles ankreuzen. Es geht letztendlich nur um ein Protokoll.

    Ähm... in Baden-Württemberg wurden die Volksschulen vor über 30 Jahren in Grund- und Hauptschulen umbenannt... ich komme nämlich dorther.
    (Mein Beitrag oben war ironisch gemeint.)

    Oder meintest du den Rechtschreibfehler?

    Danke für das Thema! Mir ergeht es nämlich ähnlich. Ich habe mir einiges an Material zugelegt, aber bisher kein systematisches Buch mit CD gefunden, wo man solche rhythmischen Dinge unter dem sportlichen Aspekt gut aufbauen kann und die Stücke gut gewählt sind.

    Ich stückele auch aus verschiedenen Büchern und Zeitschriften zusammen - manchmal verwende ich Tänze, die in Musikbüchern beschrieben sind. Aber es ist alles nur Stückwerk.

    Einige Literaturhinweise:
    Es gibt den Band 2 "Sport 3/4" vom Persen Verlag. Da gibt es ein Kapitel von 30 Seiten, das heißt: Gestalten, Tanzen, Darstellen - Gymnastik/Tanz, Bewegungskünste. Dazu gibt es auch eine CD. Davon habe ich bisher nur den belgischen Tanz ausprobiert (Siebensprung). Den fand ich gut.
    Von Musikbüchern (Kolibri) mache ich die dort angebotenen Tänze im Sportunterricht, zumal ich da die CD habe.
    Manchmal nutze ich auch die CD "Vom Bewegungshit zum Entspannungslied" (Verlag an der Ruhr) zur Einstimmung oder zum Aufwärmen.
    Solltet ihr an der Schule die Zeitschrift "Grundschule Musik" abonniert haben - da sind immer wieder Tänze drin.
    Es gibt auch Zeitschriften, die das Tanzen im Sportunterricht zum Schwerpunktthema haben, doch wenn ich das Inhaltsverzeichnis anschaue, habe ich schon bemerkt, dass ich wahrscheinlich nur ganz wenig daraus verwenden werde und zu diesem Zweck das zu teuer ist.
    Ich habe noch "Tanzhaus" und "Das Grundschultanzbuch" von Fidula, darüber kann ich nicht viel sagen, weil ich bisher noch nicht so motiviert war (beim ersten habe ich das Gefühl, dass das für Jüngere ist und beim zweiten wegen der komplizierten Beschreibungen) das auszuprobieren. Außerdem geht es da um die reine Einübung von Volkstänzen im Schwerpunkt.

    Ich habe neulich einen ehemaligen Schüler (inzwischen fast erwachsen) getroffen. Er schwärmte von der Grundschulzeit. "Das war eine schöne Zeit." Auf meine Frage, was seine Highlights waren, antwortete er: "die Klassenfahrt". Ich war eine Woche (Mo - Fr) mit dieser Klasse im 4. Schuljahr in einem Schullandheim, ca. 50 km vom Schulort entfernt zu damals etwas über 100 €.

    "Klassenhits" vom Kontakte Musikverlag hat Gitarrengriffe dabei.
    Außerdem gibt es dazu eine CD. Hier würde ich die Neueinspielung nehmen, die ist wesentlich besser und mit allen Strophen.

    Lieder bzw. Zusammenstellungen um Wulf- Dieter Lugert (ist so etwas wie ein Pionier der Popmusik in der Grund- und Hauptschule, gibt aber jetzt eher Zeitschriften heraus), Bettina Künzel und Joachim Schlüter (viele Einspielungen in der Zeitschrift Grundschule Musik) sind meistens ziemlich pfiffig.

    Bettina Künzel hat von der Kolibri Reihe "Das Liederbuch 1-4" (Schroedel Verlag) herausgegeben. Hier haben ebenfalls alle Lieder Gitarrengriffe, zumindest in der bayerischen Ausgabe.

    Ich habe mir das Material bei https://nawitas.uni-koeln.de/index.php?id=538 angeschaut.
    Ob das Erstklässler schon schaffen, bezweifle ich.

    Allerdings sehe ich Parallelen eher zur Mathematik.
    Da geht es um Raumorientierung (zumindest bei uns).
    Man bewegt sich auf Plänen rechts, links, geradeaus, geht vorwärts, rückwärts...
    Du könntest das als fächerübergreifende Stunde sehen.
    Bei uns bauen die Zweitklässler öfter einmal Roboter und stellen sie im Schulhaus aus,
    doch ich vermute, dass das dann eher zum Fach Kunst gehört.

    Ein schönes youtube - Filmchen gibt es auch:
    offline coding Kindergarten

    Auf jeden Fall ist es eine interessante Idee, die Raumorientierung auf diese Ebene zu bringen.
    Da dies doch komplexer ist und einen anderen Überbau hat als reine Raumorientierungsübungen, würde ich dies frühestens im 2. Schuljahr machen.

    P.S.:
    Ich würde eine solche Einheit gar nicht so in Richtung Programmiersprache sehen wollen. Für mich wäre es eher eine Aufgabe, wo die Schüler herausgefordert sind, durch Denken und Ausprobieren eine ideale Lösung zu suchen. Wenn ich sie anwenden würde, würde ich diese Aufgabe zu einer mathematischen Aufgabe in Bezug auf Raumorientierung modifizieren. Ich sehe darin viel Potential in der Richtung.

    @lamaison
    Das, was du beschreibst, kenne ich auch so, vor allem besteht ein ziemlicher Unterschied, ob man in den Klassen 1/2 oder 3/4 unterrichtet.
    Außerdem stelle ich keine Unterschiede in Bezug auf Körperkontakt zwischen den Schülern von heute und vor 25 Jahren fest.
    Ein Großteil der Erstklässler war schon immer anhänglich, einige wollten einem auf den Schoß sitzen oder dich an der Hand halten. Sie stritten sich darum, wie sie dir am nächsten sein konnten. Da ist man am Vormittag einfach der Mamaersatz.
    Drittklässler, die man neu übernimmt, sind da schon wesentlich zurückhaltender, was den Körperkontakt betrifft. Der Wettbewerb, wer dem Lehrer nahekommt, hat deutlich nachgelassen, die Peergroup wird immer wichtiger. Da ist man im Vergleich eher die "Tante". Mich umarmen in meiner aktuellen Klasse manchmal spontan drei meiner Schüler, u.a. zwei etwas kindliche Jungs. Ich habe festgestellt, da ist es meist abhängig davon, wie "kindlich" die Schüler erscheinen. Zudem hat es auch mit Problematiken zu tun. Ich hatte vor Jahren einen schwierigen, hochbegabten Schüler aus einem stabilen Elternhaus, der einfach emotional anders war und der bis zum Ende der Grundschulzeit immer bei mir an der Hand gehen wollte.
    Das Suchen nach körperlicher Nähe hat in meinen Augen grundsätzlich bei einem einigermaßen stabilen Elternhaus etwas mit der Entwicklungsstufe des Kindes zu tun. Ist es im 1. und 2. Schuljahr eher üblich, sind es ab dem 3. Schuljahr eher Ausnahmefälle.
    Man hat nach meinem Ermessen drei Möglichkeiten, dem Suchen nach Nähe der Schüler zu begegnen:
    1) Man nimmt es als gegeben hin und reagiert ganz natürlich darauf ohne das besonders zu fördern.
    2) Man reagiert zurückhaltend oder deutlich zurückhaltend darauf.
    3) Man fördert das, indem man sich hier sehr entgegenkommend zeigt (beobachte ich manchmal bei Praktikanten oder Referendaren, da mag es auch für diese ein super Gefühl sein, dass die Kinder sie mögen).

    Ich denke, das muss man für sich entscheiden. Ich bevorzuge Variante eins. Bei Kindern, die sehr anhänglich sind, versuche ich mit der Zeit Variante 2. Das entscheidet dann das pädagogische und auch mein persönliches Bauchgefühl.

    Niemand redet darüber, weil es nach Versagen riecht. Die Schulleitung kümmert sich um "Projekte", wie Kulturschule, Ganztagsschule, Ersmus-Austausch

    Ich war im Lauf meiner beruflichen Tätigkeit schon an mehreren Schulen, u.a. an Grund- und Hauptschulen. Alle haben und hatten eines gemeinsam: Wenn es Probleme an der Schule gab, wurden Lösungen dafür gesucht, oft in Form von klassenübergreifenden bzw. schulumfassenden Konzepten. Das ergab sich schon aus der Notwendigkeit eines Handlungsbedarfs heraus. Keiner will an einer Schule untergehen! Wenn bei den anderen der Leidensdruck groß genug ist, sehen die auch den Handlungsbedarf.
    Bei dir klingt es so, wie du keine Handhabe hättest. Da kann ich mir ganz schlecht vorstellen.
    Was machen denn die anderen Lehrer? Sind das alle "Opfer"?
    Wenn die Situation neu für euch in der Schule ist, müsst ihr euch schleunigst zusammentun, den Ist- Zustand feststellen und praktikable Lösungen suchen. In GLKs kann man TOPs einbringen, wenn es die Schulleitung von sich nicht tut.
    Ansonsten siehe den Beitrag von Kapa.

    P.S.: Das hat nichts mit Versagen zu tun, indem man sich mit den Schwierigkeiten auseinandersetzt und Lösungen sucht, sondern mit Professionalität. Das muss man in einer Konferenz, wenn man das Thema einbringt, offen ansprechen.

    Ist mir egal ob sie pokert oder nicht. Ich lass mich nicht bedrohen oder zu etwas nötigen ohne mich zu wehren.

    Genau, Drohungen führen in eine Sackgasse.
    Mir wurde vor vielen Jahren auch einmal von einer Schulleitung gedroht (mit Falschaussage in Bezug auf meine Beurteilung) um mich zu einer ungerechtfertigten Maßnahme zu zwingen. Ich sagte der Schulleitung klar, dass ich mich dagegen wehren würde, was ich auch getan habe, nachdem die Schulleitung nicht bereit war, die Falschaussage zurückzuziehen. Die Schulleitung hat in diesem Bezug Lehrgeld zahlen müssen.

    Hm... Von außen klingt es, als würde sie fast vor dem Durchdrehen sein.

    Könnte der Grund sein, dass sie ihren Fehler (also schulrechtlich falsch durchgeführte Maßnahme) vertuschen will und mit ihren Nachrichten hoch pokert?

    Eine Drohung heißt ja nicht, dass man sie auch durchführt.

    Wenn die Dame rechtlich falsch liegt, kannst sie dir gar nichts tun.
    Sondern im Gegenteil, sie setzt sich, wendet sie sich an die nächste Vorgesetzte, in die Nesseln.

    Aus der Mail ist eher zu schließen, dass sie sich im Recht fühlt.
    Ist sie denn im Recht?

    Irgendwie hört sich das Ganze verzwickt an.
    Bei uns könnte man nicht einfach zum Klassenlehrer hinmarschieren und diesen zwingen, einen Schulverweis auszusprechen.

    Wenn es eine Patsituation ist, wo man gegenseitig unterschiedlicher Meinung sein kann, dann würde ich mich selbst an den nächsthöheren Vorgesetzten wenden.
    Was ist mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde?

    Bei den angesprochenen Klassen handelt es sich um Azubis im Büromanagement/Industriekaufleute (meist Abiturienten) oder Gymnasium.

    Ich kenne mich zwar in der Berufsschule nicht aus, aber ist es nicht so, dass man sich vom Anspruch her daran orientieren sollte, was sie später in ihrem Berufsleben brauchen? Egal, von welchem Schultyp sie kommen? Nicht umsonst haben diese Abiturienten diesen Ausbildungsweg gewählt und nicht studiert.
    Mein Sohn hat als Abiturient die Berufsschule bei seiner 1. Ausbildung mit links gemacht. Allerdings gab es auch Mitschüler, die sich schwer taten je nach Vorbildung, aber auch interessanterweise Abiturienten. Doch das, was dort gemacht und gefordert wurde, hat für die Ausbildung gereicht.

    Ansonsten würde ich mich an schulinterne Gepflogenheiten halten. Wenn man länger an einer Schule ist, kann man dann eher mitsprechen.

    Z.B.
    Kathrin Schärer: Nein, so war das! Nein so!
    Oder: Du hast angefangen, nein du!
    Wohin mit meiner Wut?
    Guck mal diese Bilderbücher bei amazon, da kannst du die Kritiken lesen und gleichzeitig auf neue stoßen.

    Materialien zur Giraffen- und Wolfssprache findet man im Internet. Es ist auch dazu etwas in der Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung "Achtsamkeit und Anerkennung".

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