Zudem gibt es doch auch sozial Auffällige in der Grundschule zur Genüge. Kinder die heulen oder ihr Blatt zerreißen, wenn sie etwas (vermeintlich) nicht können.
Das hat aber nichts mit dem zu tun, dass Schüler in der Sekundarstufe fast kaum mehr produktive Einzelarbeit machen. Einzelfälle gibt es natürlich immer wieder. Es geht aber allgemein um die durchschnittlichen Schüler. Im Eingangsbeitrag gehe ich von dem durchschnittlichen Schüler aus.
Es ist in der Grundschule ja nicht so, dass alle Schüler von vorneherein durchgängige Einzelarbeit machen. Aber das lernen sie im Lauf der Grundschule. In diesem Bezug kann man doch viel erreichen. Auch die Schwächeren sind nicht gleich frustriert, sondern wissen die Hilfsangebote zu nutzen. Grundschüler können einem Löcher in den Bauch fragen. Sie kommen oder melden sich und sagen: "Das verstehe ich nicht." Dann bekommen sie halt nochmals eine extra Erklärung bzw. gebe ich unterschiedliche Hilfestellungen. Die, die im Unterricht frustriert sind, weil sie etwas nicht verstehen und ihrem Unmut Luft verschaffen oder frustriert weinen, sind die großen Ausnahmen und kenne ich so gut wie nicht. Vielleicht hatte ich auch immer Glück mit den Schülern diesbezüglich oder vielleicht stellt sich die Situation in Brennpunktschulen anders dar. Ich bin an einer durchschnittlichen Schule, die sich in einer Stadt mittlerer Größe befindet mit ca. 20 Prozent Migrationshintergrund, allerdings wohnen da einige Zugezogene. Alteingesessene Einheimische schätze ich auf etwas mehr als die Hälfte.
Mich wundert es halt, dass eine produktive Einzelarbeit plötzlich in der Sekundarstufe so gut wie nicht mehr möglich ist, wie im Eingangsbeitrag ersichtlich.
Wenn dann erst mal jede Stunde jemand anders vorne steht, ist diese Offenheit nicht mehr so da.