Beiträge von Caro07

    Ob man sich weigern kann, weiß ich auch nicht, davon habe ich bisher noch nie etwas mitbekommen.

    In erwarteten harten Fällen (auch wenn ich das Thema nicht weiß) lege ich mir vorher möglichst viele Gesprächsstrategien zurecht, da gibt es ja einige - z.B. die Objektivierung, Herausstellung beider Standpunkte, Wiederholung des Gesagten des Gegenübers ... Das versachlicht oft und nimmt Aggressionen. Vielleicht gibt es sogar Punkte, wo man Verständnis äußern kann, das könnte ein Türöffner sein...

    Auch Eltern taktieren, das erlebe ich als übertrittsgeschädigte (oder auch erprobte) Lehrerin immer wieder.
    Und nicht vergessen: Man ist in Gesprächen objektiv gesehen nie der Angeklagte, sondern es gibt eben zwei Standpunkte und was Fachliches betrifft, ist klar, wer der Experte ist.
    Man könnte auch ansprechen, dass man den Eindruck hat, dass der Vater die Probleme subjektiv so extrem empfindet... , man das aber ganz anders sieht. Vielleicht tritt der Vater auch Anwalt seines Kindes auf? Machen doch einige Eltern, mehr oder weniger extrem je nach Vorerfahrungen und Einstellung... Mir helfen da immer die möglichen Beweggründe um es für mich selbst zu objektivieren.

    Viel Glück, wenn das Gespräch nun sein muss.

    Der Hauptpunkt ist "Eltern fordern..." Sehr sehr ungeschickt ausgedrückt, wie ich meine.
    Ein weiterer Punkt ist die Frage, warum man pauschal dazu verpflichtet werden soll, wenn es einige gar nicht betrifft.

    So sehe ich das auch.

    Wir müssen in 4 Jahren 60 Zeitstunden Fortbildung nachweisen. Das sind 15 Stunden pro Jahr - ich selbst komme auf mehr Stunden, weil für mich eine Reihe interessanter Fortbildungen dabei sind.
    Wir haben maßgeschneiderte auf unsere Schule zugeschnittene, auf Kollegenwünsche basierende verpflichtende SchilFs. Dazu kommen noch Angebote auf Schulamts-, Regierungsbezirks- und Landesebene, aus denen wir wählen können. Nicht zu vergessen die Angebote Externer wie z.B. der Lehrerverbände.
    Aus den Angeboten kann man sich das so heraussuchen, dass es passt - sowohl vom Fortbildungsbedarf, als auch zeitlich. Das nenne ich ein gutes System.

    Ungeschickt finde ich, dass in dem Artikel Eltern verpflichtende Fortbildungen zu einem gewissen Zeitpunkt einfordern. Das überschreitet maßgeblich deren Kompetenzen. Da kommt eben - wie Mikail richtig bemerkt hat - der Gedanke der "faulen" Lehrer durch.
    Hätten die Eltern in Absprache mit Lehrern qualitativ gute Fortbildungsangebote ohne Zeitrahmen gefordert, wäre das evtl. sogar noch gewinnbringend gewesen. Es ist nämlich auch mit gewissen Finanzen verbunden, gute Referenten zu bekommen.

    Welche Möglichkeiten habe ich ausser der Beschwerde, mir effektiv Abstand und Respekt zu beschaffen?

    Es wurden schon viele Antworten gegeben, ich kann dir nur noch ergänzend teilweise aufgrund meiner Erfahrungen/Beobachtungen mit Schulleitungen hinzufügen bzw. bestärken:

    Bei allen Punkten kommt es auch immer darauf an, welcher "Menschentyp" der Schulleiter bzw. die Schulleiterin ist, denn in Schulleitungen findet man wie überall unterschiedliche Menschen, die unterschiedlich ticken. Gerade die Leitung verschafft manchen eine Machtposition, die diese dann zur Unterstützung nehmen, ihre ganz eigenen Vorstellungen durchzusetzen. Natürlich gibt es auch andere - es gibt auch das Gegenteil, die Feiglinge und es gibt die, die ihren Job super machen. Deswegen muss man schon ein Auge darauf werfen, wie die Schulleitung, mit der man es zu tun hat, tickt, um eine gute Strategie für sich selbst zu finden. Und manchmal gehen diese Wechselbeziehungen zwischen Schulleitungen und einem selbst in Richtung "fatal", wenn man sich nicht von der Dynamik befreit.

    Vielleicht hilft dir ergänzend der eine oder andere Punkt.

    1) Innerlich auf Abstand gehen halte ich für sehr wichtig. Das kann manchmal auch eine harte Arbeit an sich selbst sein. Auch in den Schulleitungen finden sich schwierige Menschen, die man von ihrer Persönlichkeitsstruktur als "Spaltpilze" bezeichnen kann. Da hat man persönlich wenig Chancen; ein Machtkampf mit allen Mitteln, die schon erwähnt wurden, wird hart und nervig.
    2) Der Schulleitung gegenüber klar seine Position vertreten, aber auch kompromissbereit sein. Manche Schulleitungen brauchen eine klare Position des Gegenüber, um die Lehrkräfte einschätzen können.
    3) In sich selbst gehen und sich überlegen warum man auf solche Sachen so sensibel reagiert und wie man das für sich abstellen kann.
    4) Mit anderen, denen man vertraut, im Kollegium reden, denen es genauso ergeht und gemeinsame Lösungen suchen.
    5) Sich in die Lage der Schulleitung hineinversetzen und sich überlegen, warum diese so reagiert. Das hilft manchmal zum Verständnis.
    6) Sich eine Supervisionsgruppe suchen, sofern das angeboten wird (ist bei uns gerade verstärkt angeboten)

    Texte verfassen ist so etwas wie die Königsdisziplin in Deutsch. Du musst die Grammatik und die Rechtschreibung anwenden können und die Textsorte, um die es sich handelt, verstehen können. Damit beweist du auch dein Sprachverständnis.
    Die Rechtschreibung und die Grammatik sind so etwas wie "Hilfsdisziplinen".
    Wir hatten im alten Lehrplan den Bereich: "Für sich und andere schreiben". Darunter fiel die Schrift, Texte verfassen und die Grammatik.

    Ich finde es gar nicht schlecht, dass man jetzt bei uns die Grammatik und die Rechtschreibung unter "Sprachgebrauch/Sprache untersuchen" zusammengefasst hat, denn Rechtschreibthemen überschneiden sich oft mit Grammatikwissen.
    Nomen schreibt man groß, Satzzeichen, Wortstammprinzip, Wortfamilie, Vor- und Nachsilben und die Zuordnung zu den Wortarten -- das sind z.B. Bereiche, die sich überschneiden. Das Silbenprinzip wird oft zur Untermauerung der Rechtschreibung genutzt. So brauche ich nicht mehr klar trennen, ob das jetzt ein Rechtschreib- oder ein Grammatikthema ist. Es geht ja immer darum, Wörter und Sätze genau anzuschauen, zu analysieren und in Zusammenhänge bringen. Wenn ich ein Wort steigere, die Mehrzahl oder die Grundform bilde, dann kann ich den harten oder weichen Auslaut hören - man braucht oft beide Seiten, Grammatikwissen hilft in vielen Fällen Rechtschreibung zu erkennen.

    Mich würde interessieren, wie Deutsch in anderen Bundesländern untergliedert ist?

    Im LehrplanPLUS gibt es 4 Lernbereiche:
    1) Sprechen und Zuhören
    2) Lesen - mit Texten und weiteren Medien umgehen (Fertigkeit und Verständnis)
    3) Schreiben (Handschrift und Texte verfassen)
    4) Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren (Grammatik und Rechtschreibung)

    Zur Benotung: (Proben sind in Bayern "Arbeiten", offiziell sind das inzwischen "Leistungsnachweise".)
    Bei Nr. 1 macht man eher mündliche Noten (z.B. lässt man einmal Arbeitsergebisse zusammenfassen, lässt ein Lesestück nacherzählen, benotet den Vortrag eines Referates, einer Präsentation usw. ) und schreibt Zuhörproben, ähnlich wie bei Vera.
    Bei Nr. 2 überprüft man die Lesefertigkeit (vorlesen, Leseschnelltests z.B.) und schreibt man Proben, die auf das Texte erfassen und Lesestrategien in Bezug auf den Inhalt abzielen.
    Bei Nr. 3 geht es um eigene Textproduktionen (Aufsätze, Gedichte usw.), die benotet werden.
    Bei Nr. 4 überprüft man die Grammatik und die Rechtschreibung, entweder in kombinierten Proben oder in Proben zu den beiden Teilgebieten.

    Die GLK beschließt wie die Noten gerechnet werden. Es gibt Schulen, die werten den Durchschnitt aller Teilbereiche gleich und finden dadurch einen Gesamtdurchschnitt. Man kann es aber auch anders rechnen, z.B. Nr. 1 einfach, Nr. 3 dreifach, Nr. 2 und Nr. 4 jeweils 2 fach. So wäre es auch sinnvoll, dahin haben wir es geändert um dem "Texte verfassen", was mit am anspruchvollsten ist, mehr Gewicht zu geben.

    Da wir zuerst den Durchschnitt des Teilbereiches nehmen und dann anhand diesen den Gesamtdurchschnitt ausrechnen, kommen wir kaum in die Verlegenheit, eine glatte ,5 hinter der Note zu haben.

    Mich wundert es, dass hier allgemein geschrieben wird, dass man im Referendariat nicht viel lernt.
    Mein Eindruck bei uns an der Grundschule ist anders.
    Unsere LAAs sind von den 5 Unterrichtstagen 3 Tage an der Schule und 2 Tage haben sie Seminar. Hier sprechen sie alles Schulrelevante durch, planen Unterrichtseinheiten, machen UVs, die die anderen vom Seminar anschauen usw. Von außen betrachtet scheinen die beiden Jahre Referendariat gewinnbringend, aber auch arbeitsintensiv zu sein. Fast alle Seminarleiter, die an unserer Schule so auftauchen, erlebe ich als engagiert oder werden von den Referendaren als das geschildert. Natürlich gibt es auch Unterschiede. Die Seminarleiter bilden sich wohl an der Lehrerakademie in Dillingen fort.
    Zusätzlich sind unsere LAAs im ersten Jahr von Betreuungslehrern betreut - sie geben Fachunterricht und hospitieren die restliche Zeit, im 2. Jahr übernehmen sie eine Klasse. Ich empfinde das Ganze nach meiner Beobachtung schon als anspruchsvoll und praxisnah.

    @ Krabappel:
    So nebenbei: Bei uns (in Bayern - zumindest an der Grundschule) dürfen Hausaufgaben gar nicht benotet werden. Wir benoten nur Leistungen, die in der Schule erbracht werden. Das finde ich eine gute Sache. (Wir haben z.B. bei uns in der Schule vereinbart, dass nur Referate benotet werden dürfen, die in der Schule erstellt wurden - das machen viele Schulen. )

    Design: Da kann ich keinen Herkunftsunterschied erkennen - eher, ob es jemand ist, der lieber genau oder oberflächlich arbeitet oder ob der- oder diejenige motorisch in der Lage ist, das zu leisten - z.B. ich habe gerade eine Linkshänderin aus einer Akademikerfamilie, die große Schwierigkeiten hat....

    Haben Hausaufgaben wirklich mit der Herkunft in Bezug auf ein angenommenes Lehrervorurteil zu tun, selbst wenn der Lehrer sie benoten würde? Kinder, wo sich Eltern nicht so kümmern können/wollen/die Notwendigkeit erkannt haben, haben in diesem Bezug - sofern sie nicht von vornerherein alles selbstständig und richtig machen - immer Nachteile. Eine motivierendes Umfeld zuhause, das die Entdeckerfreude und die Neugier fördert, wird immer unterschiedlich sein.
    Nachteile haben also immer Grundschüler, die zuhause noch Hilfe beim Lernen brauchen und diese nicht oder zu wenig bekommen. Diese Umstände müssen alle Eltern erkennen, so läuft unser Schulsystem im Augenblick - sofern das Kind keine Ganztagesangebote nutzt, die hier wenigstens etwas auffangen können.

    ich denke es ist mit der Kritik gemeint, dass ein solchen wie im Fragebogen zugrunde gelegten bzw. geforderten Beurteilungshintergrund ohne Hinzuziehung diverser Vorurteile nicht sinnvoll entsprochen werden kann. Er provoziert bzw. generiert (im ungünstigsten Fall) also Stereotype, auch wenn er selbst natürlich an sich kein solches darstellt. Doch ich vermute, dass genau das dein Ziel ist, bzw. durch das "Experiment" gezeigt werden soll. Was jedoch ein Problem wäre, da hier das Forschungsergebnis schon vorher feststünde?

    Wenn ich die Umfragen und Artikel betrachte, die in letzter Zeit diesbezüglich mitgemacht und gelesen habe, dann habe ich den Eindruck, dass genau das ein Thema ist, das die Forschung beschäftigt.

    Aus irgendeinem Grund neigt man aber dazu, zu glauben, dass angebliche Vorurteile der GrundschullehrerInnen hauptsächlich dafür verantwortlich sind, dass prozentual weniger Schüler mit Migrationshintergrund anspruchsvollere, weiterführende Schultypen besuchen.
    Ich denke, dass darauf die Umfrage hinausgeht. Weshalb hat man sonst die Notengebung so schwammig gelassen? So fällt nämlich letztendlich dieses Kriterium weg (also die Notengebung, die über die kognitive Leistungsfähigkeit Aufschlüsse gibt) bzw. spielt eine untergeordnete Rolle, denn die Notenbilder sehen ähnlich aus bzw. so lange man die Vierer und Dreier nicht zuordnen kann, wird es schwierig. Also muss man sich bei der Umfrage nur auf die Herkunft, die man aus dem Namen des Schülers schließt und das Lern- und Arbeits- und Sozialverhalten konzentrieren, von diesem immer nur ein Kriterium genannt wird und auch nicht sehr aussagekräftig ist.

    Jede erfahrene Grundschullehrkraft weiß aber, dass die kognitive Leistungsfähigkeit ausschlaggebend ist. Das Lern- und Arbeitsverhalten ist ebenso ein wichtiger Indikator. Beides zusammen gibt Hinweise auf den voraussichtlichen Schulerfolg. Da die kognitive Leistungsfähigkeit in der Umfrage nicht einzuschätzen ist, wird man keine Aussage treffen können. (Eine 4 in Sport und eine 3 Kunst hindert nicht aufs Gymnasium zu gehen.) Das Sozialverhalten kann man erstmal vernachlässigen.

    Von einer professionell arbeitenden Grundschullehrkraft erwarte ich, dass irgendwelche Vorurteile in Bezug auf die Herkunft keine Rolle spielen.

    Abschließend: Es ärgert mich, dass sich das Gerücht immer noch hält, nämlich, dass Grundschullehrer diesen Schülern nicht so viel zutrauen wie denjenigen mit deutschen Namen. Dass weniger Migranten auf weiterführende Schulen gehen, hat andere Gründe. Ich verweise da auf die russischen Migranten, wo das Bild ganz anders aussieht.

    Ich würde gerne einem Studenten helfen, aber die Umfrage relaitätsnah so zu beantworten, geht einfach nicht. Aus obigen Gründen muss man alles erstmal mit "nein" beantworten, wegen der immer auftauchenden Note 4 in irgendeinem Fach.

    Was man auch noch beachten muss bei solchen Umfragen, ist der unterschiedliche Stellenwert vom Gymnasium in den verschiedenen Bundesländern.

    @ Miss Jones: Genau.

    Jeder hat mal eine 4. Deswegen kann man keinen auf das Gymnasium empfehlen, weil man im Worst Case immer davon ausgehen muss, dass die 4 in D oder M gegeben wurde. Solche SuS sind absolut nicht fürs Gymnasium geeignet, egal wie sie heißen.

    Also, was soll der Quatsch?
    Von meinen Schülern gingen schon schwache Schüler mit gutem bis sehr gutem Sozialverhalten (hatten die Note 1 da) auf die Hauptschule. Schwache Schüler sind eben schwach, egal wie sie heißen und wie ihr Sozial- und Arbeitsverhalten ist.
    Im Gegenteil: Ein schwacher Schüler mit gutem Arbeitsverhalten - das gibt es eben genauso - hat sein Potential leider schon ausgeschöpft.

    Wenn ein Prof das abgesegnet hat, dann gehört dem einmal mindestens ein Praxisjahr an der Schule verpasst.

    Geht zwar jetzt etwas vom Thema weg, wollte ich aber dennoch erwähnen.

    Ein witziger Mann und rhetorisch versiert ist er aber allemal (und im echten Leben wahrscheinlich auch sympathisch), wie dieses Video ganz gut zeigt: youtube.com/watch?v=TKQzAe728AE

    @ Buntflieger: Danke für den Link! Ich habe mir das ganze Streitgespräch angesehen und fand es sehr interessant.

    Ich habe mich mit Hilbert Meyer nie so befasst, aber der Mann ist mir sympathisch und er hat eine große Portion Selbstironie. Die Thesen sind okay, was er so sagt und er kennt sich schon aus, mir gefiel, dass er in dem Gespräch die pädagogischen Entwicklungen und mit den philosophischen Ansätzen im Auge hatte. Beide Herren haben im dem Streitgespräch für mich allerdings nichts großes Neues gesagt - die Erfahrungen macht man einfach als Lehrer, wie auch weiter oben in diesem Thread geschrieben worden ist.
    Die Krux und aber gleichzeitig der Praxisbezug der Erziehungswissenschaft ist eben, dass sie auf Erfahrung beruht und die sg. empirischen Methoden sind nichts anderes als Befragungen von Lehrkräften oder Beobachtungen von Unterrichtssituationen. Neue Ideen werden ausprobiert und man macht die Erfahrung abhängig von den Umständen, ob es funktioniert oder nicht. Modellversuche haben in diesem Bereich wenig Aussagekraft.
    Ich sehe das Ganze lösungsorientiert: Hauptsache, die Studenten werden in den Beruf hineingeführt. Allerdings ist mir bei H. Meyer, nachdem ich mir die Vorschau seines bekannten Buches angeschaut habe, aufgefallen, dass er sich gerne in Nebensächlichkeiten verliert (alles Mögliche aufzählt,was man sich so denken kann) .

    Im Lehrplan Plus ist bei uns jetzt das 1. Hilfethema im HSU- Unterricht in Klasse 3/4 dazugekommen.

    Kompetenzerwartungen:
    Die SuS beschreiben die Bedeutung Erster Hilfe und wenden einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen beim Auftreten von leichten Verletzungen und Beschwerden an.

    Inhalte:
    Erste-Hilfe (z.B. Wunderversorgung, Kühlen und Wärmen, Schockbekämpfung, stabile Seitenlage, Beine hochlagern), Notruf absetzen


    So weit steht's im Lehrplan. Ich weiß, dass ich mich bei diesem Thema auch um außerschulische Leute (z.B. Jugendrotkreuz) bemühen könnte.

    Im Fall, dass ich das Thema selbst mache, bin ich auf 3 Materialien gestoßen:
    Auer Verlag: Keine Angst vor Erster Hilfe
    Niekao: Erste Hilfe - Stationenlernen in der Grundschule
    Lernbiene: Erste Hilfe- Ich kann das (Lernwerkstatt)

    Die ersten beiden Materialien kann man etwas einsehen, offensichtlich braucht man beim Niekao einiges an Material, das man besorgen muss, beim Auer ist es mir nicht klar.
    Alle Materialien bieten mehr, was ich für die Unterrichtseinheit brauche - ich möchte die eher kurz halten.

    Meine Frage:
    Wer kennt die Materialien und hat Erfahrung damit?
    Wer hat schon selbst das Thema gemacht und kann Tipps geben?

    Vielen Dank!

    @ icke
    Wenn du das so schreibst, so wird bei uns - glaube ich - auch vorgegangen. In Klasse 2 erfolgt dann eine Gesamtschau, auf der man dann in Klasse 3 aufbauen kann, weil man die Begrifflichkeiten braucht um Rechtschreibstrategien zu erklären.

    Bei uns wird das im 2. Schuljahr durchgenommen. Ob das jemand schon im 1. Schuljahr macht, weiß ich nicht, müsste jemand aus 1/2 wissen.
    In den folgenden Schuljahren wird es wiederholt und immer wieder angewandt - also ich steige am Anfang des 3. Schuljahrs mit dieser Thematik wieder ein. Das Wissen ist bei den meisten Schülern schon gut vorhanden, wenn ich es wiederhole.

    Zur 3. Frage: Bei uns heißen die Selbstlaute von vorneherein Vokale und die Umlaute eben Umlaute. Umlaute werden schon thematisiert. Den Größeren kann man es schon so erklären, dass diese aus der Schreibweise ae, ue und oe entstanden sind - sozusagen a, o, u "um"gelautet wurden und deshalb die gleichen Eigenschaften wie Vokale haben. Man muss ja nicht auf die verschiedenen Ansichten bei den Diskussionen darum eingehen.

    Wenn ich Gruppen im Voraus festgelegt habe, mache ich das spontan so, dass es passt.

    Wenn du die 4erGruppen vorher schon festgelegt hast und manche Gruppen dann nur 2 Mitglieder haben, würde ich spontan aus 2+2 eine Gruppe machen, die ungefähr zusammenpassen.
    Oder eine 2er Gruppe auflösen und zwei Dreiergruppen auffüllen oder in eine Fünfergruppe erweitern.
    Spontan kannst du eben nur das Beste daraus machen, was dir da gerade dazu einfällt. Du kannst dir aber vorher einige Gedanken machen, wie du vorgehen würdest.
    Du könntest deine Vorgehensweise als Alternative im Unterrichtsentwurf beschreiben.

    Bei unseren Referendaren kommt das gut an, wenn sie flexibel auf unerwartete Situationen eingehen können.

    Die Logik der Geschichte ist mir sehr suspekt. Einerseits werden die SuS als absolute Nieten beschrieben und andererseits gewinnt die Schule Preise und die Mathelehrer schreiben an Schulbüchern mit. Das passt so oder so nicht zusammen.

    P.S.: Habe jetzt erst den 2. Teil gelesen, das relativiert das Ganze. Ich dachte erst, das sei ein Fake. Mein Kommentar bezog sich auf den 1. Teil.

    @ FranziS.

    Ich habe die Methode hier gefunden.
    Zuerst einmal finde ich die Methode interessant, denn die ist in der Grundschule nicht geläufig. Werde ich vielleicht einmal bei einem geeigneten Diskussionsthema ausprobieren. :top:
    Wenn ich mir die Anleitung so durchlese, ist es zwar optimal, wenn man 4 Schüler in der Gruppe hat, aber nicht zwingend erforderlich. Einer weniger würde auch gehen, so meine Einschätzung, aber ich kenne dein Thema nicht. Bei 2 Schülern wäre es zu wenig, aber das kann man durch die richtige Einteilung verhindern, hoffe ich mal.

    Das würde dann so aussehen, vermute ich: Bei den Dreiergruppen bleibt keiner am Tisch, sondern alle wandern wie vorgeschrieben weiter. Dann treffen sich an einem sozusagen leer gewordenen Tisch drei Schüler von unterschiedlichen Gruppen.

    Du kannst die Gruppeneinteilung aber anders organisieren, dass gewährleistet ist, dass mindestens 3 SuS in einer Gruppe sind. Wenn du durchzählen lässt, musst du dir vorher überlegen, bei wie vielen Gruppen du 3-4 Schüler in einer Gruppe hast. Wenn es z.B. 23 SuS sind, lässt du immer auf 6 zählen, dann hast du 6 Gruppen - also alle Einser bilden eine Gruppe, alle Zweier usw. Da hättest du eine Gruppe mit 3 SuS.
    Zählen mache ich z.B. nur, wenn es schnell gehen muss.

    Deswegen folgende Alternative: mit UNO - Karten kann man schnelle Gruppeneinteilungen vornehmen. Statt Abzählen die entsprechenden Nummern oder Farben hernehmen. Wenn an dem Tag 2 Schüler fehlen, nimmst du einfach von je einer Gruppe eine Karte weg. (UNO -Karten sind meine ständige Begleiter im Sportunterricht bei unterschiedlichen Gruppeneinteilungen.)

    Dritte Variante (ist meine Gruppeneinteilung im Klassenzimmer):
    Du hast Kärtchen mit Schülernamen. Dann ordnest du oder ein Schüler sie ohne die Namen zu lesen, also rückseitig unterschiedlichen Gruppen zu. Dann wird herumgedreht und die Gruppenzugehörigkeit vorgelesen. Geht auch ganz schnell.

    Für eine Lehrprobe würde ich so etwas wie mit den UNO - Karten machen. Theoretisch könntest du auch solche Karten selbst herstellen. Diesselbe Gruppe hat das dasselbe Motiv, diesselbe Zahl usw. Ideen dafür könntest du dir bei 4teachers holen.

    Viel Erfolg!

    P.S.: Falls es beim UB auf etwas ankommt, übe die Methode unbedingt vorher mit den Schülern ein, damit es in dieser Beziehung keine Unsicherheiten gibt!

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