Viele Atheisten bekennen sich zu säkularen Ethikprinzipien, die im wesentlichen auf dem Wohlergehen der Menschen oder etwas allgemeiner bewusster Lebensformen beruhen.
Dann ist doch alles gut. Ich wollte eben klarstellen, dass Atheismus alleine nicht genügt und noch nichts darüber aussagt, wie derjenige zum menschlichen Zusammenleben steht.
Die Religionen außer dem Buddhismus vielleicht machen diese Aussagen immer im Zusammenhang mit einem höheren Wesen.
Über das Christentum perse zu diskutieren bin ich die Falsche; ich habe mich damit und mit der Bibel immer wieder auseinandergesetzt und sehe dort viele Dinge sehr differenziert, z.B. Stichpunkte wie Parallelen aus der ägyptischen Mythologie, historischer Hintergrund des Gottesbildes im AT, Theologie des Paulus, verheimlichte, archäologische Funde und Aussagen usw.
Ob es einen oder keinen Gott bzw. höheres Wesen gibt, ist nicht bewiesen, wenn auch Naturwissenschaftler die sg. "Gottesbeweise" gedacht haben... das ist Glaubenssache - ich selbst schließe es nicht aus, kann mir aber den Gott, den die Religionen vermitteln, auch nicht vorstellen.
Von dem christlichen Grundgedanken heiße ich das für gut, was ich am Anfang von Beitrag 67 geschrieben habe, wobei ich die Nächstenliebe globaler sehe - wie du schon richtig schreibst, hat es etwas mit Achtung zu tun. Wenn sich jemand darüber hinaus noch für andere einsetzt und denen Gutes tut, das verstehe ich schon unter Nächstenliebe. Ich habe großen Respekt vor allen Menschen, die sich so selbstlos für andere einsetzen, egal ob christlich oder nicht motiviert. Dennoch gibt es unter den Christen eben einige solcher Leisetreter, die gerne vergessen werden, wenn man über die negativen Seiten des Christentums schreibt.