Beiträge von Caro07

    Das stimmt so nicht. Wer die Lehrbefähigung hat, aber nur einen befristeten Vertrag will, bekommt das gleiche Gehalt wie alle anderen, halt nur im Angestelltenverhältnis.

    Von dem habe ich auch nicht geschrieben, sondern von der Einstellung als Vertretungslehrkraft. Ich weiß aus erster Hand, dass diese weniger verdienen. An meiner Grundschule unterrichten Studentinnen, die vom Schulamt oder der Regierung als befristete Vertretungslehrkräfte eingestellt wurden. Übrigens haben es nicht alle ein Schuljahr lang durchgehalten, es war ein Kommen und Gehen. Wegen der geringfügen Bezahlung verloren wir auch eine DAZ- Kraft, die unter den selben Bedingungen eingestellt wurde und dann etwas besser Bezahltes gefunden hatte.

    An meiner Schule sind alle ausgebildeten Lehrerinnen verbeamtet, die Bezahlung einer angestellten, ausgebildeten Lehrkraft müsste entsprechend sein, sofern die Fächer und das Studium anerkannt sind.

    Ich wollte wollte nur darauf aufmerksam machen, dass es das Modell einer billigen Vertretungslehrkraft ebenso gibt, bisher sind das bei uns StudentInnen oder auch Leute, die im Ausland etwas Ähnliches studiert haben und dann nur in Fächern eingesetzt werden.

    Auf jeden Fall würde ich mich vorher erkundigen, welches Modell mir angeboten wird und was sie bezahlen.

    @ Kaffeekater: Du könntest auch versuchen in die Verbeamtungsschiene zu kommen.

    Unabhängig von der Frage, befremden mich die Schilderungen, wie es an dieser Grundschule zugehen soll. Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das sich haargenau so zugetragen haben soll. Ich kenne keine einzige Grundschule, wo Lehrer so arbeiten, wie die Beispiele zeigen.

    Hast du das wirklich so miterlebt oder wurde dir das erzählt? Gerüchte verbreiten sich sehr schnell, auch unter Eltern, wo einiges dann übertrieben/falsch geschildert wird.

    - Die ausgebildete Musiklehrerin lässt jede Musikstunde den CD- Player laufen und die Schüler dazu malen?

    Man kann mal malen nach Musik machen und das hat auch didaktische Hintergründe, aber nicht jede Musikstunde im gesamten Schuljahr. Oder war es etwa eine Kunststunde? Manche lassen z.B. in Kunst, wenn die Kinder malen, Musik laufen.

    - Die Eltern lachen über die Englischlehrerin. Sind die denn im Unterricht dabei und wissen, wie er abläuft? Der Englischunterricht hat viele unterschiedliche Teile, auch mündliche. Wenn es nur um die Aussagen der Kinder geht: Die können das gar nicht beurteilen.

    - 30 Minuten vor die Tür schicken, weil man etwas vergessen hat - das kann ich mir wirklich nicht vorstellen, dass so etwas an einer Grundschule vorkommt. Wurde das Kind beaufsichtigt? Sind noch mehr Sachen neben der vergessenen Hausaufgaben vorgefallen?

    Zu deinem Ausgangsproblem: Die Links und Adressen, die eingestellt wurden, würden dir am besten weiterhelfen.

    Bei uns kommen bei der Abschiedsfeier Eltern und Verwandte, je nach Wetter machen wir sie draußen oder drinnen in der Sporthalle. Folgende Programmpunkte sind meistens drin:

    - Ansprache (Schulleitung)

    - Ehrungen (Streitschlichter, Schulsanitäter usw.)

    - gemeinsames Lied

    - gemeinsame Vorführung aller Viertklässer, z.B. Tanz, gestaltetes Lied, Body Percussion usw. (ist immer stressig, das muss vorher mehrmals mit allen geübt werden)

    - Klassenlehrer machen etwas

    - Musikalische Darbietungen der Instrumental-AGs (Bläsergruppe ist Standard)

    - etwas steigt in den Himmel auf (früher Luftballons, in letzter Zeit Tauben)

    - durch das Programm führen die Klassensprecher mit vorgegebenen Texten

    Ich erinnere dich daran, dass du erst kürzlich mit mir zusammen über die Aussage gestolpert ist, jemand habe "Theologie studiert"

    Dazu muss ich aber sagen: Hätte die Kollegin geschrieben, sie habe Religion(slehre) studiert, hätte ich darin kein Problem gesehen.

    Vielleicht noch einmal etwas dazu:

    Das ist wirklich eine Frage der Terminologie. Ich habe schon lange Examen gemacht. Bei hieß nun mal das Fach innerhalb des Lehrerstudiums nicht Religionslehre, sondern Theologie. Etwas Anderes habe ich mir dabei nicht gedacht, es ist doch klar, dass ich nicht Theologie so umfassend wie ein Priester oder ein Diplomtheologe studiert habe, sondern im Rahmen des Lehramtsstudiums als fachwissenschaftliches Fach. Dazu hätte ich gar keine Zeit gehabt bei allen anderen noch zu studierenden Disziplinen. Der Begriff "Religionslehre" gab es seinerzeit nicht an der PH zur Beschreibung des Studienfaches, das klingt in meinen Ohren fremd. Als Studentin war ich übrigens in der Fachschaft "Theologie".

    In meinem Examenszeugnis steht unter der Auflistung der fachwissenschaftlichen Fächer u.a.: kath. Theologie/Religionspädagogik. (also Theologie und Religionspädagogik, so waren auch die Vorlesungen, teilweise gänzlich fachwissenschaftlich, dann wieder religionspädagogisch ausgerichtet).

    Es gab an der PH Ba-Wü nur den kombinierten Studiengang des Grund- und Hauptschullehramts und der Realschule. Diese Punkte gab es bei uns auch noch nicht, sondern wir mussten immer Scheine machen um weiterzukommen.

    Gibt es da Richtlinien, dass bestimmte Geschlechter bei gleichwertiger Eignung zu brvorzugen sind?

    Normalerweise gibt es bei der Einstellung unabhängig vom Geschlecht Ranglisten, wenn zu viele Bewerber da sind. In meinen Augen ist das auch gerecht.

    Bei dem Lehrermangel, der sich in immer mehr Schularten abzeichnet, kann man froh sein, wenn man die Stellen überhaupt noch irgendwie besetzen kann.

    Nach deiner Aufstellung ist der Frauenanteil an den Schularten höher, wo die gesellschaftliche Anerkennung der Schularten und Lehrer geringer ist und zudem der soziale Einsatz der Kollegen mehr gefordert wird. Auch die geringer bezahlten Schularten haben eher einen größeren Frauenanteil.

    Vielleicht müsste man mehr Männer für soziale Herausforderungen motivieren? Die hat man jetzt immer mehr in den Schulen. Aber das halte ich in der heutigen Zeit extrem schwierig, kaum einer will das mehr machen. In den 70igern/80igern waren studierte Sozialberufe "in" - mein Bruder schrieb in den 80igern als Sozialpädagoge an die 100 Bewerbungen, bis er eine Stelle fand - heute gibt es einen großen Mangel überall, wo man mit Menschen arbeitet. Ich kenne viele, die letztendlich beim BWL- Studium landen.

    Wie kompetent war denn die Beraterin vom Lehrerverband?

    Ich würde mich an deiner Stelle an die zentrale Rechtsabteilung des Lehrerverbands in Bayern wenden. Die richtigen Ansprechpartner findet man auf den Internetseiten des Verbandes. Beim BLLV habe ich bei diversen rechtlichen Fragen immer kompetente und ausführliche Auskunft erhalten. Der BLLV scheint mir da am besten aufgestellt zu sein.

    Konkret kenne ich jetzt keine Fälle. Ich dachte immer, dass man nach dem 1.Stex automatisch seine Ausbildung fertig machen kann. Das Referendariat ist ja noch keine endgültige Einstellung in den Schuldienst, sondern die Fortsetzung der Ausbildung. Ich weiß nur von Einzelfällen, dass manche das Referendariat wegen Schwangerschaft freiwillig nicht direkt im Anschluss an das Studium gemacht haben, sondern erst später.

    Wir hatten sogar einmal jemand, die nach einem halben Jahr das Referendariat wegen zu großer Belastungen aufgegeben hat, später aber das Referendariat wieder aufnehmen konnte. Man hat sie gerne wieder genommen. Allerdings hat sie das Referendariat nochmals komplett gemacht. Das war noch vor dem Lehrermangel.

    Der Humanistenverband ist als staatskirchenrechtliche KdöR nach Art. 137 Weimarer Reichsverfassung organisiert und damit sogar kirchensteuerfähig.

    Interessant, danke für den Hinweis auf den Humanistenverband und den Art. 137. Wiki gibt diesbezüglich gute Informationen.

    Wenn man genau in Wiki nachliest, dann ist der Humanistenverband ein eingetragener Verein. Einige Landesverbände sind "Köprerschaften öffentlichen Rechts". Einen solchen Rechtsstatus kann man unter bestimmten Voraussetzungen erreichen. Als Mitglied zahlt man Mitgliedsbeiträge.

    Kirchensteuern sind letztendlich auch Mitgliedsbeiträge, die allerdings vom Staat eingesammelt werden. Wenn man austritt, zahlt man keine Mitgliedsbeiträge mehr.

    Wer außer Wiki näher nachlesen will:

    https://www.juraforum.de/lexikon/koerpe…ntlichen-rechts

    P.S. Quittengelees und mein Eintrag waren zeitgleich, deswegen einige Überschneidungen.

    P.P.S.: Humanismus ist keine Religion, deswegen finde ich es missverständlich, den Verband dem Staatskirchenrecht zuzuordnen. Man braucht dafür noch einen Überbegriff, z.B. "Weltanschauung".

    Wo war das denn? Ich war bereits in mehreren islamisch geprägten Ländern, auch abseits des Massentourismus, dies ist mir jedoch nicht begegnet. Die Gebetsrufe waren auch überall identisch. Diese sind ja quasi "vorgegeben".

    Es war irgendwo auf dem Land in Äypten vor ca. 6-8 Jahren.

    Kannst du arabisch? Ich kann kein arabisch und musste mich auf die Aussage des ägyptischen Reiseführers verlassen, der uns den Ruf erklärt hat. Ich weiß das deswegen noch genau, weil ich hier schon gestutzt habe. Vielleicht war das ein Muslimbruder, wer weiß. Ich kann mich auch nicht mehr erinnern, wie da gerade die politische Lage war, auf jeden Fall fuhren wir immer mit einem bewaffnenten Personenschutz.

    Ich habe auf deinen Einwand mal den Inhalt eines solchen Rufes gegoogelt - wenn ein Muezzin nur ausschließlich das ruft, was man so im Internet findet, ist das auch in Ordnung.

    ........ wurde ich stets respektvoll und zuvorkommend behandelt.

    Kann ich so bestätigen. Für mich besteht auch erstmal kein Zusammenhang zwischen dem Inhalt der Rufe und wie man sich in muslimischen Ländern (als Tourist) bewegen kann bzw. behandelt wird.

    Nicht alle religiöse Strömungen haben friedliebende Botschaften. Oder religiöse Botschaften werden für politische und gesellschaftliche Macht missbraucht. Ich wäre hier schon sehr vorsichtig, wenn man alles frei in die Religionsgemeinschaften übergibt. Beispiel: Zur Zeit des IS haben sich einige in Deutschland radikalisiert. (Hier nochmals eine kleine Erfahrung: Wenn der Iman lautstark über Lautsprecher aus der Moschee zum Gebet ruft, werden erstmal die Ungläubigen beschimpft. Der Reiseführer wollte uns das lieber nicht wortwörtlich übersetzen.)

    Z.B. hat man bei uns in Bayern erstmal als Experiment den islamischen Unterricht eingeführt. Der islamische Lehrer ist vom Land Bayern angestellt und diesem und dem Grundgesetz verpflichtet. Schön fand ich an unserer Schule gemeinsame Projekte, die in der gemeinsamen Religionszeit gemacht wurden.

    Wichtig finde ich auf jeden Fall, dass man sich in der Schule auf irgendeine Weise mit den wichtigen Religionsgemeinschaften beschäftigt, auch um hier nochmals einen anderen Blick darauf zu vermitteln.

    Wenn man Kinder von klein auf indoktriniert, ist das kein Wunder. Wenn man Kindern von klein auf erzählt, dass der Jude der Feind ist und sich dazu noch ein paar nette Geschichten ausdenkt, dann glauben sie das auch. Diesen Mechanismus auszunutzen ist schon perfide.

    Worauf beziehst du das Beispiel mit dem jüdischen Feindbild ? Für mich liest es sich so, als ob du das auf den Religionsunterricht beziehen würdest.

    Antimon

    Ich habe Theologie als fachwissenschaftliches Fach im Rahmen des Lehramts für Grund- und Hauptschulen in Ba-Wü studiert und in dem Fach neben anderen Fächern auch Staatsexamen gemacht. In Ba-Wü gab es damals noch keine Trennung zwischen Grund- und Hauptschulen, man hat immer beide Schularten studiert. Vorher war es der Volksschullehrer. Das war natürlich kein so ausführliches Studium wie man es an der Uni für das Gymnasiallehramt studiert hat. Bibelwissenschaft war im Theologiestudium mein Steckenpferd, wir hatten da einen sehr kompetenten Professor.

    Hast du? Wenn ja, müsstest du all das doch erklären können. Wenn nein, dann ist es billig zu sagen, dass das schon irgendwer erklären kann.

    Man kann das alles erstmal ohne einen Glauben zu haben erklären, sozusagen historisch/ religionswissenschaftlich:

    Grundsätzlich muss man sagen, dass das NT das AT sozusagen relativiert und ein anderes Gottesbild vermittelt.

    Die Geschichte von Noah: Da gibt es vermutete historische Hintergründe von Überschwemmungen - könnte man in Wiki nachlesen.

    Ich schreibe jetzt mal aus dem Bauch heraus, was ich noch so zusammenfassen kann: Der Gott des ATs heißt "Jahwe" (=Ich bin da) , das zieht sich durch die Geschichten des ATs, die immer weiter erzählt wurden und das untermauern. Der monotheistische Gott (im Gegensatz zu den umgebenden Völkern, die mehrere Götter hatten) des ATs zeigt sich treu (Ich bin da), aber auch strafend. Historisch gesehen entwickelte sich der Monotheismus als das ursprüngliche Nomadenvolk (Stichwort Abraham) sesshaft wurde.

    Die Noahgeschichte zeigt, dass Gott die Gottesfürchtigen nicht fallen lässt und diejenigen, die die Gesetze nicht achten, bestraft. Ich denke, dass das auch der Auffassung der damaligen Zeit entspricht.

    Durch das NT wurde das Gottesbild revidiert (weg vom strafenden zum liebenden/ erlösenden Gott). Dennoch konnte man auf Drohungen nicht verzichten (Apokalypse und einige Briefe), die in meinen Augen schreckliche Szenarien darstellen. Ich schrieb ja schon, dass Paulus einen wesentlichen Einfluss hatte mit seiner theologischen Auffassung, die er anscheinend zum Teil vom Urchristentum übernahm.

    Dazu interessant:

    Forschung Nahtoderfahrungen Artikel focus online

    Finde ich jetzt weder problematisch noch ungewöhnlich. Natürlich geht es in der Religion darum Normen und Werte auf uns heute zu übertragen. Der Glaube ist doch nicht losgelöst vom echten Leben. Wenn ich als Christ nun das Doppelgebot der Liebe als höchste Gebot sehe, sehe ich auch kein Problem. Auge um Auge, Zahn und Zahn, ist doch eher alttestamentlich und kaum mit den Lehrer Jesus vereinbar.

    Wenn man es so sieht, wie im Beitrag von Tom123, dann kann man damit leben.


    Ich lese schon länger hier mit, einige Gedanken meinerseits:

    Ich selbst habe Theologie studiert und musste ab dem Studium erkennen, dass es trotz der Kenntnislage der historischen Hintergründe viele Ungereimtheiten gibt. Das NT wurde z.B. hauptsächlich nach der theologischen Lehre des Paulus zusammengestellt/geschrieben, der den historischen Jesus weiterentwickelte, wie man heute sagen würde. Dieser Druck, dass man etwas Gutes tun soll, (Stichwort: Das Reich Gottes beginnt schon jetzt) ist das jetzt gut oder schlecht? Ich meine den Druck, der in der Bibel (und von Paulus) vermittelt wird.

    Wir lernten damals, dass die Weiterentwicklung der theologischen Lehre von Gott inspiriert sei. Das kann man glauben oder auch nicht. Komischerweise sehen katholische, evangelische und orthodoxe Christen bestimmte Dinge etwas anders.

    Fasziniert hat mich die Einstellung der Orthodoxen (auf meinen Reisen habe ich einige orthodoxe Kirchen und Klöster angeschaut), wo durch die vielen Heiligenbilder die Verbindung zum Himmel hergestellt werden soll, man feiert sozusagen mit den Heiligen im Himmel den Gottesdienst. Der Priester ist dort nur so eine Art Vermittler.

    Wenn man die Mönche und Nonnen der Konfessionen vergleicht, dann haben die gemeinsam, dass sie glauben, die Verbindung zum Göttlichen zu haben. Auch die buddhistischen Mönche streben eine Transzendenz an; der Schamane meint auch, er hätte sie.

    Durch Besuch von historischen Stätten in Nordafrika bekam ich einen bleibenden Eindruck von "biblischen" Lebensumständen. Hier einmal unsortiert einige Eindrücke:

    Z.B. fand ich in Ägypten sehr interessant, dass es viele Parallelen zwischen der ägyptischen Mythologie und dem Gottesglauben im Alten Testament gibt. Wir hatten einen studierten Ägyptologen (also Archäologen) als Reiseführer, der uns erstaunlich viele Parallelen aufzeigen konnten, von denen ich vorher noch nie gehört habe - leider habe ich einiges wieder vergessen.

    Wenn sich ein Pharao zu einem Gott erklärt, sind die Menschen besser zu beeinflussen, so meine Gedanken. Das geschah ja irgendwann in Ägypten.

    Man findet den Schöpfungsmythos in vielen unterschiedlichen Völkern mit leichten und größeren Varianten. Das ist auch kein Wunder. Alles wurde mündlich weitererzählt und erst später aufgeschrieben. Da ändern sich die Geschichten.

    In Jordanien gibt es auch sehr spannende Stätten, zum einen versteht man orientalische Handelsrouten und wie man da so zu gewissen Erzählungen kam und zum anderen konnte man sich da den Auszug einiger Sklaven aus Ägypten (gelobtes Land), wie sie den Jordan erblickten und die Brutalität der Kreuzritter lebhaft vorstellen.

    In Marokko begreifen sich die Muslime, deren Oberhaupt der König ist, als Nachfolgereligion des Christentums, weil sie ja die jüngere und somit bessere Religion sind. Es ist schon interessant, dass man eine höhere Stellung hat, je näher man ein direkter Nachkomme des Religionsgründers Mohammed ist.

    Interessant auch das historische Umfeld (Gemeinde) in Kreta (Gortys - dort gibt es auch eine Stelle aus griechischen Mythologie mit Europa und Zeus), wo Titus (Paulusbrief an Titus) gewirkt haben soll.

    Ich selbst bin inzwischen von nichts mehr überzeugt. Das Streben nach dem Göttlichen könnte man u.U. als Gottesbeweis sehen, könnte aber auch ein psychologisches Phänomen sein. Dasselbe gilt für sogenannte Gotteserfahrungen. Aber egal - wenn es einen glücklicher macht, hat man etwas gewonnen. Andere Gottesbeweise sind dann eher Streitthemen zwischen Theologen und Wissenschaftlern.

    Da ich mir die Weite des Weltalls nicht vorstellen kann und auch nicht bereist habe, den Ursprung nicht begreifen kann, in einer vergänglichen Zeitdimension lebe, kann ich nur sagen: Ich weiß, dass ich wenig weiß und mit Sicherheit nicht alles. Der biblische Gott bzw. das biblische Gottesbild (egal ob AT oder NT) ist in meinen Augen nicht bewiesen, er/sie kann nicht durch eine solche Abwesenheit in der Welt glänzen und die Menschen, die er/sie angeblich liebt, solchen Schicksalen überlassen, die es überall gibt, in die viele unverschuldet hineingeraten.

    Ich habe schon lange kein Religion mehr unterrichtet, gerade weil ich irgendwann vom Gottesbild nicht mehr überzeugt war. Spezielle katholische Aussagen zu Sakramenten und die Stellung der Geistlichen machten das Ganze noch schwerer.

    Die soziale Kernaussage: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" könnte ich bedenkenlos mittragen. Nur gehört zum Religionsunterricht dazu, dass man glaubensmäßig einigermaßen überzeugt sein muss.

    Oder - um den Bogen zu schlagen - man macht so etwas wie einen Ethik- (inklusive humanistisches Gedankengut) bzw. überkonfessionellen Religionsunterricht daraus. Das menschliche Zusammenleben sollte im Guten funktionieren und da sollte die Schule die Grundlagen legen. Es ist nur die Frage, wie.

    Schwerbehinderung ist vielleicht eine gute Lösung. Bei uns gab es KollegInnen, die nach dem Burnout eher vermeintlich leichtere Aufgaben zugewiesen bekamen - z.B. Vertretung oder keine Klassenleitung. Das war nicht immer der Wunsch der Beteiligten.

    Mir fällt noch ein, dass man einfach die Stunden reduziert, wenn es finanziell noch machbar ist. Ich habe das gemacht, als ich gemerkt habe, dass es mir zu viel wird. Ein Burnout wurde bei mir durch die Teilnahme an Supervisionsgruppen verhindert. Da habe ich viel daraus gelernt und viele herausfordernde Situationen hatten für mich nicht mehr diese Tragweite.

    Die Aussage der Therapie halte ich grundsätzlich erstmal für richtig. Dennoch: Passt der Therapeut? Kann man dir so helfen, dass es bei dir etwas löst? Da gibt es ganz unterschiedliche Ansätze - lösungsorientiert, tiefenpsychologisch, Verhaltenstherapie, Aufstellung usw. Bei der Supervision hatten z.B. Aufstellungen für psychisch belastete Teilnehmer immer einmal wieder eine befreiende Erkenntniswirkung, mit denen man weiterarbeiten konnte.

    Ich habe übrigens einige, natürlich auch anekdotische, Erlebnisse mit Kindern, für die ein Wechsel der Gruppe / Klasse /Schule das einzig Richtige war.

    Genau, dieses anekdotische Erlebnis habe ich auch als Mutter und zwar durch eine zwangsweise Klassenwiederholung. Neue Chance- neues Glück, das hat sich bewahrheitet. Die Freundschaft, die da zu einer kleinen Clique enstanden ist, dauert jetzt noch - schon lange im Berufsleben - an.

    Von meinen Schülern weiß ich, dass manche aufgrund von Mobbing die Schule gewechselt haben und denen es danach gut ging. Tapetenwechsel tut gut, da hat man einen Neuanfang.

    Ich würde sogar gleich die Schule wechseln. Gleichzeitig würde ich etwas dafür tun, damit mein Kind selbstbewusster wird, Verhaltensweisen ändert, damit es Mobbingversuchen besser begegnen kann bzw. die gar nicht aufkommen.

    Die Mengenlehre ist die Grundlage der gesamten Mathematik, der Gedanke, den Grundlagenunterricht genau damit auch zu beginnen,

    Schon, aber nicht, wie sie unterrichtet wurde, mit verschiedenen geometrischen Plättchen, Schnittmengen, Teilmengen, Vereinigungsmengen, was sich ausschließt usw. Ich glaube, dass die Intension war, logisches, abstraktes Denken anzubahnen. Das war aber eine Überforderung.

    Die Schüler sollen die Mächtigkeit einer Menge begreifen, dadurch u.a. eine Zahlenvorstellung entwickeln... Das wird auch gemacht in der Grundschule, mit Bildern und Materialien in unterschiedlichen Abstraktionsebenen.

    Das hat erstmal nichts mit der Mengenlehre der neuen Mathematik zu tun

    Schon klar.... war aber ein anderer Ansatz, man hat quasi mit den Längen gerechnet und nicht mit der Mächtigkeit der Menge (was jetzt nichts mit dieser Mengenlehre zu tun hat) Montessori hat Perlen und veranschaulicht wenigstens die Menge in der Länge.

    Aber das System ist gleich: Man nimmt einen Dreierstab und einen Zweierstab und legt das Ergebnis mit dem entsprechenden Stab (also Fünferstab) so hin, dass er dieselbe Länge hat. Die verschiedenen Zusammenhänge der Rechenoperationen (Tauschaufgaben, Umkehraufgaben bei Plus und Minus) konnte man gut damit veranschaulichen. Das war so oder so in den 80igern/90igern und frühen 2000ern, dass man in der Grundschule auf die zusammenhängenden Rechenoperationen viel mehr Wert gelegt hat.

    Zurück zu den Stäben: Ich fand und finde immer noch ziemlich fragwürdig, dass man die Minusrechnung in einer Umkehroperation legt und definitiv nichts vom Gesamten wegnimmt, weil man ja den Ergebnisstab noch daliegen hat. Diese Verständisgrenzen zeigten sich extrem bei dem Downkind, das ich hatte, die diesen komplexen Vorgang mit den Montessoriperlen (Therapeutin arbeitete schon immer mit Montessoriperlen) nicht verstanden hat.

    Soweit ich weiß, wurde die Mengenlehre in der Grundschule als Folge des Sputnik-Schocks eingeführt (siehe Neue Mathematik). Auch damals wurde sicherlich nicht zwei Jahre lang überhaupt nicht gerechnet, aber dass die Mengenlehre als Grundlage gesehen wurde und mehr als nur eine Einheit von 4 Wochen darstellte, war eine Zeit lang meines Wissens durchaus der Fall. Aber das ist lange her.

    Zitat Wikipedia:

    Die spektakulärste Neuerung bestand darin, den Mathematikunterricht in der Grundschule nicht mehr mit Zählen und Rechnen, sondern mit naiver Mengenlehre zu eröffnen. Ziel war es, neben der Vermittlung von Rechenfertigkeiten auch das logische Denken und das Abstraktionsvermögen der Kinder zu fördern. Dazu wurde die Mengenlehre didaktisch reduziert auf Mengendiagramme, deren Elemente bunte Plastikplättchen, die sogenannten „logischen Blöcke“, mit verschiedenen Eigenschaften waren. Diese Reform stieß jedoch auf den Widerstand von Eltern und Lehrern und wurde nach wenigen Jahren wieder abgeschafft.[5][6]

    Genau so wie beschrieben, habe ich Anfang der 80iger Jahre in der 1. Klasse die Mathematik in Ba-Wü angefangen. Vielleicht ging es auch 6 Wochen, aber länger nicht. War eigentlich vergebliche Liebesmühe. Dann lernten die Kinder ganz normal den Zahlenaufbau, allerdings waren damals die bunten Cuisenaire - Stäbe das Anschauungsmaterial. Heute ist das Anschauungsmaterial ausgereifter.

    Ich hätte die extensive Mengenlehre mitbekommen müssen - meine Geschwister sind im ähnlichen Alter wie die Dame, die das geschrieben hat. Außerdem hätte ich im Studium oder in den Praktika etwas davon hören müssen. Diese Mengenlehre ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, als wir in Ba-Wü den Mathematikunterricht in der 1. Klasse so beginnen mussten.

    Es gibt ein neues Video. Wie immer, sehr unterhaltsam. Also ich hab wieder drauf geklickt ...

    Dieses Mal fand ich es auch unterhaltsam und teilweise unfreiwillig komisch.

    Interludium: Drei Gruselgeschichten aus der Schule

    - Nur Mengenlehre in der Grundschule (wer's glaubt) . Also geht's noch? Man kann keine 4 Schuljahre Mengenlehre, auch wenn es ein Schulversuch ist - machen. Ich habe selbst einmal in einer 1. Klasse in Ba-Wü Mengenlehre unterrichten müssen. Die Einheit dauerte ungefähr 4 Wochen, dann wurde wieder ganz normal Mathematik gemacht.

    - Keine Kopfrechenleistung (genau, wir benutzen ja die Taschenrechner in der Grundschule zum Kopfrechnen (Ironie) )

    - Lehrer als Methodenkasper (nur frontal sei richtig!), bezieht sich aber jetzt mehr auf die Sekundarstufe, das kann ich nicht beurteilen.

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