Beiträge von Caro07

    Ich denke, dass ist auch eine Frage des Vertrauens gegenüber den Lehrkräften der eigenen Schule.

    So sehe ich das auch. Ich finde es ein Unding, dass Lehrkräfte wie unmündige Schüler im vorausgehenden Misstrauen überwacht werden. Wenn es einmal Probleme gegeben hat, dann kann man als Schulleitung immer noch mit dem betreffenden Kollegen eine Verfahrensweise zur Verhindung weiterer Missgeschicke vereinbaren.

    Spricht ja schon für den bayerischen Kontrollzwang, genauso wie das "Errechnen" der Noten.

    Na ja, ich habe, bevor ich nach Bayern ging, 12 Jahre in Baden-Württemberg unterrichtet. Zu der Zeit war das Errechnen der Noten in Ba-Wü auch noch üblich.

    Es gibt durchaus Unterschiede zwischen den Bundesländern. Für mich war in Ba-Wü prägend, dass ich ja nie die Aufsichtspflicht verletzen darf, alles absichern und alles ins Klassenbuch eintragen muss. Und alles Schülern und Lehrern transparent machen!

    In Bayern nimmt man die Aufsichtspflicht nach meinen Erfahrungen etwas lockerer, lässt mal mehr laufen. Zumindest ist das nicht so im Bewusstsein des Kollegiums verankert. Da komme ich mir manchmal wie ein Exot vor. Die Transparenz ist zwar da, aber nicht so extrem eingefordert wie ich sie von Ba-Wü her kenne. Dafür wird man - wie du schon richtig festgestellt hast - mehr bei seiner Notengebung kontrolliert. Meine letzten beiden Rektoren wollten/wollen sogar die Elternbriefe sehen, bevor sie rausgehen. Also irgendein Kontrollzwang scheint es in Bayern tatsächlich zu geben. Ich kann mir auch erklären, woher das rührt. Man will da schon gewisse Elternproteste im Vorfeld bzw. Schwierigkeiten mit Eltern verhindern. Ich habe bei uns schon öfter erlebt, dass, wenn sich etwas ändert, es ein Gerichtsverfahren vorher gegeben hat. Deswegen sind ja so viele Juristen im Kultusministerium (zumindest in Bayern).

    Allerdings wundert mich dieses genaue Kontrollieren der Schulaufgaben am Gymnasium schon und ich frage mich, auf welchem Hintergrund das entstanden ist. In der Mittelschule ist das nämlich nicht so.

    Caro07 : Wie sieht das denn inzwischen an bayrischen GS aus, gibt es da auch die Respizienz und wenn ja, führt die mangels Fachleiterstellen an den GS dann der SL für alle Lehrkräfte durch

    Nein, eine solche vollumfängliche Überprüfung der Proben an Grund- und Mittelschulen (dafür kann ich auch sprechen) gibt es nicht.

    An der Grundschule geben wir nur ein Leerexemplar der Probe, die Notenverteilung und den Durchschnitt bei der Schulleitung ab. Diese ist verpflichtet, zu überprüfen, ob das Niveau der Proben passt. Meine aktuelle Schule, an der ich schon sehr lange bin, macht das schon immer so. Ob das an anderen Schulen auch so genau gehandhabt wird, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist der Rektor bzw. die Rektorin verantwortlich für die Überprüfung des Niveaus der Proben.

    Das hat bei uns etwas mit dem Übertritt zu tun. Wir geben nur die übertrittsrelevanten Fächer ab - D, M und HSU.

    Zauberwald

    Das parallele Schreiben der Proben ist nicht mehr gefordert und in Rücksicht auf die der Klasse zugeschnittenen Didaktik ziemlich umstritten. Die Diskussionen darum fingen vor 20 Jahren mit dem Lehrplan 2000 an, wo erstmals die Individualisierung mehr in den Vordergrund rückte und jetzt sind wir schon beim nächsten Lehrplan (Lehrplanplus), der die einzelnen Kompetenzen in den Vordergrund rückt.

    Unsere Schule hat sich schon länger davon verabschiedet, wir sind 5 bzw. 6 zügig. Diesen Arbeitsaufwand der gemeinsamen Klärung umstrittener Fragen bei der Korrektur können wir andererseits auch gar nicht mehr leisten, weil wir uns da ständig zu Korrekturen zusammensetzen müssten. Außerdem müssten wir dann haargenau dasselbe im Unterricht machen, denn für die eine Klasse könnte eine Aufgabe nur reproduzierend/reorganisierend sein, für die andere Klasse eine Transfer/ problemlösende Aufgabe. Wir arbeiten meistens in Zweierteams, da schreiben wir meistens - also wo es sich ergibt, parallel, manchmal übernehmen wir auch nur gegenseitig Aufgabenteile.

    Eine Musterlösung mit evtl. Alternativen sollte man vorher erstellen, um zu sehen

    - ob die Punkteverteilung auf die Lösung passt

    - die punktemäße Verteilung auf die Anforderungsbereiche stimmt (manche Aufgaben decken unterschiedliche Aufgabenbereiche ab).

    Hinterher ist es wichtig, auch nicht erwartete Schülerantworten auf die Aufgabe zu reflektieren, denn manches passt dann doch. Das kommt immer darauf an, wie die Aufgabe gestellt ist. Wir haben bei Leseproben (Proben heißen die Arbeiten in Bayern in Grund- und Mittelschule), manchen Sachkundefragen, Textaufgaben in Mathematik z.B. oft schon andere Lösungen gehabt als wir erwartet haben, die in einer gewissen Weise richtig waren. Das muss man dann später reflektieren. Ich erstelle fast zu allen Proben eine Musterlösung bzw. notiere mir wenigstens die Wertung auf.

    Die Schüler bekommen allerdings keinen Erwartungshorizont, ich mache es so wie Kiggie - wir besprechen bei Rückgabe die Proben und rechnen in Mathematik teilweise strittige Aufgaben nochmals gemeinsam. Außerdem erkläre ich den Schülern, wie die Punkte zustande kommen. Ansonsten schreibe ich oft schon mal die Lösung in die Probe rein, wo ich denke, dass das strittig wird oder kommentiere, was ich erwartet hätte.

    Ich habe so gut wie nie Nachfragen bei den Proben, trotz Übertrittsklassen. Gerade im 4. Schuljahr will man ja im Vorfeld genau arbeiten um den lästigen Diskussionen mit Eltern zu entgehen. Ganz selten probieren manche über Punkte zu verhandeln, doch wenn die Probe gut vorbereitet ist und und die Korrektur (mit Hilfe eines vorherigen Erwartungshorizontes) durchdacht ist, kann man da gut argumentieren.

    Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl, was wichtig ist für die Schüler zum Nachbesprechen und was man in die Proben reinschreiben sollte.

    Wenn man es ganz genau nimmt, dürfte man nicht einmal gekaufte Kopiervorlagen verwenden, wie es seit Jahrzehnten üblich war/ist. Da hinkt mal wieder das Gesetz der Praxis hinterher und keiner hat' s gemerkt.

    Wir haben in der Regel eine Woche vor Unterrichtsbeginn Start mit einer voll geplanten Woche für Konferenzen, Bildungsgangsarbeit, Erste Hilfekurs, Teambuilding und was der Schulleitung sonst noch so einfällt. In der Regel so von 9-15 oder 16 Uhr.

    Es ist die Frage, ob man dann während des Schuljahrs wenigstens etwas Ruhe hat. Bei uns ist oft bis zu den Weihnachtsferien ein Nachmittag pro Woche besetzt (mit wenigen Ausnahmen) mit Konferenzen, längeren Dienstbesprechungen, Fortbildungen (SchiLFs), Elternsprechtag... Dazu kommen noch Teamsitzungen. Den 1. Hilfekurs machen wir meist am Wochenende. Danach geht es etwas reduziert weiter, wenn wir Glück haben, 14tägig - wenn wir die LEGs haben, wird mit den längeren Dienstbesprechungen und Fortbildungen zurückgefahren.

    In diesem KM unter II steht etwas. Ich habe keine Ahnung, ob es etwas Neueres gibt. (Ich habe mich daran erinnert, dass ich mich einmal damit beschäftigt habe, weil ich im Lehrmittelausschuss war.)

    https://www.verkuendung-bayern.de/files/kwmbl/20…mbl-2009-16.pdf

    Es gibt auch noch einen Gesetzentwurf von 2010 diesbezüglich wie ich gesehen habe.

    Ansonsten haben Schulleiter eine Schulleiterkartei, die immer wieder aktualisiert wird. Wenn wir eine spezielle Frage hatten, hat mein Schulleiter da immer nachgelesen.

    Gute Idee, aber dafür sind die Zuflüsse zu klein. Bei der Stelle, wo die Weser entsteht, war ich auch schon, aber Werra und Fulda sind schon größere Flüsse als die auf dem Bild, bevor sie zusammenfließen.

    Ich könnte noch den Hinweis geben, dass die Zuflüsse schon etwas mit dem Flussnamen und den Farben zu tun haben. Das Bild wurde von einer kleinen Fußgänger/Fahrradbrücke aus gemacht. Der spätere Fluss fließt durch 3 Bundesländer.

    Nee, hier entsteht ein bekannter Fluss in Deutschland durch den Zusammenfluss von zwei......

    Wenn ihr genau schaut, sehr ihr, dass auf der linken Seite das Wasser klarer ist als auf dem Zufluss der rechten Seite.

    Echt jetzt? Habe gar nicht gemerkt, dass das Datum mitgeliefert wird. Dann war ich da zu diesem Datum.

    Weiterer Tipp: Mit der Farbe des Wassers ist man schon nahe dran, allerdings braucht man etwas Fantasie für die richtige Farbe...

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