Beiträge von Caro07

    Eine Musterlösung mit evtl. Alternativen sollte man vorher erstellen, um zu sehen

    - ob die Punkteverteilung auf die Lösung passt

    - die punktemäße Verteilung auf die Anforderungsbereiche stimmt (manche Aufgaben decken unterschiedliche Aufgabenbereiche ab).

    Hinterher ist es wichtig, auch nicht erwartete Schülerantworten auf die Aufgabe zu reflektieren, denn manches passt dann doch. Das kommt immer darauf an, wie die Aufgabe gestellt ist. Wir haben bei Leseproben (Proben heißen die Arbeiten in Bayern in Grund- und Mittelschule), manchen Sachkundefragen, Textaufgaben in Mathematik z.B. oft schon andere Lösungen gehabt als wir erwartet haben, die in einer gewissen Weise richtig waren. Das muss man dann später reflektieren. Ich erstelle fast zu allen Proben eine Musterlösung bzw. notiere mir wenigstens die Wertung auf.

    Die Schüler bekommen allerdings keinen Erwartungshorizont, ich mache es so wie Kiggie - wir besprechen bei Rückgabe die Proben und rechnen in Mathematik teilweise strittige Aufgaben nochmals gemeinsam. Außerdem erkläre ich den Schülern, wie die Punkte zustande kommen. Ansonsten schreibe ich oft schon mal die Lösung in die Probe rein, wo ich denke, dass das strittig wird oder kommentiere, was ich erwartet hätte.

    Ich habe so gut wie nie Nachfragen bei den Proben, trotz Übertrittsklassen. Gerade im 4. Schuljahr will man ja im Vorfeld genau arbeiten um den lästigen Diskussionen mit Eltern zu entgehen. Ganz selten probieren manche über Punkte zu verhandeln, doch wenn die Probe gut vorbereitet ist und und die Korrektur (mit Hilfe eines vorherigen Erwartungshorizontes) durchdacht ist, kann man da gut argumentieren.

    Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl, was wichtig ist für die Schüler zum Nachbesprechen und was man in die Proben reinschreiben sollte.

    Wenn man es ganz genau nimmt, dürfte man nicht einmal gekaufte Kopiervorlagen verwenden, wie es seit Jahrzehnten üblich war/ist. Da hinkt mal wieder das Gesetz der Praxis hinterher und keiner hat' s gemerkt.

    Wir haben in der Regel eine Woche vor Unterrichtsbeginn Start mit einer voll geplanten Woche für Konferenzen, Bildungsgangsarbeit, Erste Hilfekurs, Teambuilding und was der Schulleitung sonst noch so einfällt. In der Regel so von 9-15 oder 16 Uhr.

    Es ist die Frage, ob man dann während des Schuljahrs wenigstens etwas Ruhe hat. Bei uns ist oft bis zu den Weihnachtsferien ein Nachmittag pro Woche besetzt (mit wenigen Ausnahmen) mit Konferenzen, längeren Dienstbesprechungen, Fortbildungen (SchiLFs), Elternsprechtag... Dazu kommen noch Teamsitzungen. Den 1. Hilfekurs machen wir meist am Wochenende. Danach geht es etwas reduziert weiter, wenn wir Glück haben, 14tägig - wenn wir die LEGs haben, wird mit den längeren Dienstbesprechungen und Fortbildungen zurückgefahren.

    In diesem KM unter II steht etwas. Ich habe keine Ahnung, ob es etwas Neueres gibt. (Ich habe mich daran erinnert, dass ich mich einmal damit beschäftigt habe, weil ich im Lehrmittelausschuss war.)

    https://www.verkuendung-bayern.de/files/kwmbl/20…mbl-2009-16.pdf

    Es gibt auch noch einen Gesetzentwurf von 2010 diesbezüglich wie ich gesehen habe.

    Ansonsten haben Schulleiter eine Schulleiterkartei, die immer wieder aktualisiert wird. Wenn wir eine spezielle Frage hatten, hat mein Schulleiter da immer nachgelesen.

    Gute Idee, aber dafür sind die Zuflüsse zu klein. Bei der Stelle, wo die Weser entsteht, war ich auch schon, aber Werra und Fulda sind schon größere Flüsse als die auf dem Bild, bevor sie zusammenfließen.

    Ich könnte noch den Hinweis geben, dass die Zuflüsse schon etwas mit dem Flussnamen und den Farben zu tun haben. Das Bild wurde von einer kleinen Fußgänger/Fahrradbrücke aus gemacht. Der spätere Fluss fließt durch 3 Bundesländer.

    Nee, hier entsteht ein bekannter Fluss in Deutschland durch den Zusammenfluss von zwei......

    Wenn ihr genau schaut, sehr ihr, dass auf der linken Seite das Wasser klarer ist als auf dem Zufluss der rechten Seite.

    Echt jetzt? Habe gar nicht gemerkt, dass das Datum mitgeliefert wird. Dann war ich da zu diesem Datum.

    Weiterer Tipp: Mit der Farbe des Wassers ist man schon nahe dran, allerdings braucht man etwas Fantasie für die richtige Farbe...

    Einsterns Schwester 2:

    Die 4 Themenhefte für Bayern sind 2020 ganz neu herausgekommen, also wo man nicht reinschreiben kann.

    Aber es gibt auch noch ein Arbeitsheft zu Sprache und Lesen in VA oder SA. Das könntest du evtl. anschaffen.

    Einsterns Schwester 2 Arbeitsheft

    Für das Inklusionskind in der Klasse bin ich oft im Worksheetcrafter und bei Frau Locke unterwegs. Da werde ich oft fündig. Vielleicht findest du in einem Grundschulblog etwas.

    Ich gebe dir Recht, Frohes Lernen finde ich im 1. Schuljahr gut - das habe ich bei meinem Inklusionskind gesehen, das damit gearbeitet hat. Ich habe mir das Sprachbuch 2 kommen lassen, das finde ich im Gegenteil viel zu klein gedruckt, unübersichtlich und nicht motivierend.

    Wir sind gut raus - wir haben das Auer-Programm, das schön spiralförmig bis zur Klasse 4 aufbaut und immer dieselbe Art der Darstellung nutzt. Aber auch da ist es so, dass man das gesamte Sprachbuch unmöglich schafft und eine Auswahl treffen muss. Wir schaffen da meistens das Sprachbuch und das Übungsheft an.

    Hallo Krümelmama,

    du meinst Klasse 1/2 ?

    Meine Kolleginnen an der Schule benutzen für Deutsch die "Lies mal" Hefte als zusätzliches, differenzierendes Fördermaterial neben dem normalen Lesekurs.

    In Klasse 1 sind die Buchstabenhefte von Einsterns Schwester zugelassen, wie ich gesehen habe. (Stand 15.6.21)

    Die Stars- Hefte und auch Anoki sehe ich eher als individuelles Zusatzmaterial, weil man da gezielt auswählen kann, was das Kind braucht und nicht als Übungsmaterial für die ganze Klasse, zumindest, wenn ich das Angebot in 3/4 sehe.

    Welches Lehrwerk habt ihr denn in Deutsch in der Schule?

    Zum Musikunterricht ohne Singen:

    Wir haben an der Schule das Musikwerk Fidelio. Da habe ich festgestellt, dass mit ein bisschen Mehrarbeit zum Thema (Recherchen im Internet) man daraus ganz gute Unterrichtsstunden ohne Singen basteln kann.

    Instrumentenkunde wäre auch ein dankbares Thema, eine Kollegin meiner Schule hat das ganz ausführlich gemacht mit den Arten der Klangerzeugung und den Tonhöhen. Man könnte unkonventionelle Instrumente bauen. Wenn ich meine Einheit zu den Tasteninstrumenten oder dem Orchester anschaue, hätte ich da auch wieder Musikstunden abgedeckt.

    Gut bei Fidelio finde ich, dass Musikhören, Praxis (viel rhythmische Anregungen) Instrumentenkunde usw. unter einem Leitthema gut verknüpft sind. Da habe ich normalerweise auch so oder so in 3/4 die Elemente nach Bedarf ausgeweitet. Das Singen muss man halt weglassen oder man hört nur das Lied und spielt die Begleitung dazu. Die haben teilweise richtig schöne Ohrwürmer auf ihren CDs.

    Ich fand den Distanzunterricht schon anstrengend, weil man

    - in Online- Konferenzen die Schüler aus der Reserve locken musste

    - über die Wochenenden gezwungen war, die Pläne zu machen und ständig am Wochenende viel Arbeit hatte

    - die Kontrollmöglichkeiten der Grundschüler eingeschränkt waren

    - man viel Energie aufbringen musste die Grundschüler zu kontrollieren

    - die Vorbereitung ganz neu und aufwändig war

    .... und man später im Präsenzunterricht alles aufarbeiten bzw. die Schüler wieder ins Gleis bringen musste.

    Ich fand den Wechselunterricht anstrengend, aber weniger anstrengend als den Distanzunterricht

    - weil die Vorbereitung wieder die Wochenende schluckte

    - man vorausschauend organisatorisch topfit sein musste, damit man nichts verwechselt und gezwungen war, beide Gruppen auf dem gleichen Niveau zu halten und dann öfter in Zugzwang geriet

    - einen langweiligen Unterricht mit viel Aufarbeiten der Homeschoolaufgaben machen musste

    - aber gut war, dass die Gruppe jeden 2. Tag präsent war und man eine bessere Kontrolle über das Lernen hatte

    Ich finde den Präsenzunterricht am wenigstens anstrengend,

    - weil ich hier klar die Lerneffekte sehe und sofort sehe, wie ich darauf eingehen kann, was die Schüler brauchen und was nicht

    - vieles halbwegs normal läuft und er meiner Vorstellung als Lehrkraft am ehesten entgegenkommt (wenngleich auch vieles coronabedingt nicht möglich war)

    - der Lernerfolg und die Arbeit, die man reinsteckt, doch sichtbar wird

    Ich bin reine Klassenlehrkraft, das ist vielleicht auch etwas anderes, weil ich starken Einfluss auf meine Klasse habe. Wer im Präsenzunterricht viel Energie im Einfordern von Unterrichtsdisziplin verbraucht, für den ist vielleicht der Distanzunterricht unter dem Aspekt weniger anstrengend. Außerdem sollten ältere Schüler kapiert haben, dass sie für sich selbst verantwortlich sind, wohin die Grundschüler erstmal kommen müssen.

    Rein lerntechnisch wäre eine nochmalige Schulschließung für Grundschüler eine Katastrophe. Man kann nur hoffen, dass sich die Deltavariante als nicht gefährlich und behandelbar herausstellt (bisher gibt es wenige Hospitalisierungen), die Impfungen bei den gefährdeten Personengruppen wirken und die Vorsichtsmaßnahmen wie die regelmäßige Testung ausreichend sind.

    Jetzt konnte man die Defizite gerade nochmals einigermaßen auffangen (es fehlen allerdings Teile, die ich noch nächstes Schuljahr mit der Klasse aufarbeiten muss), aber nochmals so ein Schuljahr, dann kann man so langsam von einer verlorenen Generation sprechen.

    Bayern hatte die strengsten Maßnahmen und dennoch hatten wir bei weitem nicht die besten Inzidenzwerte.

    Das Bild in den Beiträgen 68 und 74 ist das (Fürstenbischöfliche) Schloss in Münster.

    (Da waren wir einmal auf dem Campingplatz und viiieel Radfahren in der Umgebung inklusive Autotouren z.B. zu dem Freilichtmuseum in Kalkriese bezügl. der Varusschlacht.)

    Zu dieser Thematik fällt mir der Spruch ein: "Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir." Ist es nicht so, dass man schon als Eltern aus Eigeninteresse, das Beste für sein Kind zu wollen, es, so weit man kann, im Lernen unterstützt?

    Während Distanzunterricht/Wechselunterricht war es für alle Seiten eine größere Herausforderung, der Grundgedanke ist aber geblieben. Man lernt nicht für die Schule oder den Lehrer, sondern für sich selbst und seine Zukunft.

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